Warum springt mein Wallach im Freispringen und nicht unterm Sattel?

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7 Antworten

Vielleicht liegt es auch an dir. Was sagt denn dein Reitlehrer?

Springt er nur bei dir nicht, oder macht er das selbe auch bei anderen Reitern?

Und, ist vielleicht mal etwas passiert, hat er sich erschreckt beim Springen o.ä.?

Was macht er, wenn du nur eine Trabstange reinlegst - läuft er da drüber oder macht er das selbe wie bei Hindernissen? Ich würde es langsam angehen. Vielleicht erstmal nur Trabstangen und Cavaletti reinlegen. Wenn es da klappt kann man immer noch höher bauen.

Wieso will dein Dad das Pferd gleich verkaufen, nur weil er, aus irgendeinem Grund nicht mehr mit dir springt? An irgendwas muss es ja liegen. Und wenn das alles stimmt was du schreibst, dass Ausrüstung und Rücken etc. überprüft wurden, dann liegt es wohl an dir. Der Fehler/das Problem liegt meistens nicht am Pferd, sondern am Reiter.

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Danke für eure Hilfe😀😀. War eben mit dem Pferd meiner bff Springen. Meine RL hat keine Fehler gefunden( außer das ich meine linke Hand etwas zu tief halte).

 Gleich zur Kontrolle hab ich meine bff auf Blue gesetzt und hab sie springen lassen. Ging auch nicht besser als bei mir. Trabstangen waren kein Problem weil er die ja aus dem Dressur Training kennt. Cavaletti könnten wir 3 mal Springen bis er scheute. 

Ich werde morgen mal etwas Bodenarbeit machen, weil meine RL meinte er habe zu wenig Respekt vor mir. Nicht das ich keine Bodenarbeit mache, aber ich hab momentan Prüfung in der Schule und hab deswegen nur Zeit mal 'ne runde zu reiten (wenn ich Bodenarbeit mache, bau ich meistens die komplette Halle um, mit zig verschiedenen Übungen). Und Longe finde ich persönlich nicht so super, weil Pferde wohl kaum Freiwillig und aus Langeweile 1Stunde lang im Kreis rum rennen(meine Meinung! Wer es anders sieht ist völlig ok). Na gut. Ich schreib den Morgen oder so ob BA was gebracht hat. Lg

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Hallo Bellaandblue,

sorry, aber für mich klingt das sehr danach, dass du dein Pferd "sauer" gesprungen hast. Er ist erst 6 Jahre alt, du schickst ihn beim Freispringen über M-Sprünge und bezeichnest einen 1m-Steilsprung als "nicht hoch".

Der von dir aufgezählte Rassemix (insbesondere die ersten 3) deuten auf ein sehr arbeitswilliges, aber auch psychisch sehr schnell überfordertes Pferd hin. Zu viel Ehrgeiz und "da muss er jetzt durch" sind für ein solche Pferd Gift und führen bei einem solchen Typ zu Angst und Anspannung. Und was tut ein Pferd, wenn es Angst hat? Richtig: Es rennt. Dafür sind Vollblüter gezüchtet.

Es rennt durch Sprünge durch, basküliert nicht richtig überm Sprung (das macht das Springen für's Pferd anstrengend, weil es höher springen muss) und es rennt beim Freispringen um sein Leben (was du hier als "kaum zu Bremsen vor Freude" deutest).

Dein Pferd steckt scheinbar in einer ausweglosen Situation: Es hat noch genug Vertrauen und Pflichtbewusstsein, so dass es ein Cavaletti springt. Das ist gut. Anstatt deinem Pferd dann zu sagen: "Danke das war toll, jetzt lass uns etwas anderes, schönes machen", sagst du dem Pferd: "Danke, und jetzt mehr." Dann gibt es dir mehr. Du sagst erneut: "Danke, und jetzt mehr.", gibst dem Pferd aber nichts zurück (zum Beispiel eine lange Pause am hingegebenen Zügel). Irgendwann verweigert es den Sprung dann, damit der Stress endlich aufhört. In diesem Moment ist sein Kopf aber schon so dicht, dass ein Lernen ist nicht mehr möglich ist! Wenn du jetzt noch "Dominanzübungen" machst, wie deine RL es vorschlägt, wird er das Springen immer weiter mit Stress verbinden und (wenn überhaupt) vor Panik und nicht vor Freude springen.

An deiner Stelle würde ich das Springen erstmal sein lassen und an der Rittigkeit in der Dressur arbeiten. Nach einigen Wochen kannst du anfangen einen einzigen kleinen "Gehorsamssprung" nach der Dressurarbeit zu fordern (zu Anfang gern aus dem Schritt). Danach: "Danke und Feierabend".

Klappt das absolut zuverlässig, die Anzahl der Sprünge gaaanz langsam steigern. Ich würde dann für 3 Sprünge aber auch 3 unterschiedliche Sprünge aufbauen. Nicht 3x den gleichen Sprung springen. Ein hochblütiges, intelligentes Pferd empfindet das bestenfalls als langweilig, im schlechtesten Fall als Schikane, weil sinnlos...

LG - Feivel

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Kommentar von BellaandBlue
13.06.2016, 18:28

Danke für deine Rückmeldung, aber ich finde es schön etwas frech zu behaupten ich würde mein Pferd überfordern und ihm keine Pause gönnen. Das mit der Höhe der Hindernisse: Er hat schon mit 2 Jahren versucht über den 1.50m hohen Zaun zu springen(Er hat es ein paar mal geschafft nur um dann Treudoof auf dem Hof zustehen und auf mich zu warten). Wir haben nur gedacht das er sich beim normalen Training langweilig . Hat er sich auch. Wir sind natürlich nicht sofort M gesprungen, aber er verbessert sich stets und langweilt ich sofort. 

Und Pause hat er solange er will. Er kennt das mittlerweile das er wenn es ihm zu viel wird mal 25 Minuten der Reitstunde Pause hat und seinem Kumpel zuschauen darf wie dieser Rackert und er darf mit gesenkten Kopf und losem Gurt seine Schrittbahnen ziehen. Und einmal im Monat gehen wir in den Wald( da ist eine rießige Lichtung und Waldboden) wo wir dann kleine Mounted Games Wettbewerbe oder Agillity(mit Slalom, Wippe, ect.)  machen. 

Und das, ich zitiere: "und es rennt beim Freispringen um sein Leben (was du hier als "kaum zu Bremsen vor Freude" deutest). " Ist bei ihm eindeutig Freude. Warum sonst können wir ihn kaum am Strick halten sobald er sieht das wir Freispringen machen? Nicht weil er Angst hat. Ich weiß wie mein Dicker aussieht wenn er Angst hat(große, rote Traktoren mit Güllewagen). Aufkeinen  Fall mit Wachen Augen und entspannter Unterlippe. Außerdem zwinkt ihn ja niemand zum Springen. Ich hab keine Gert, Strick,Fahne usw. dabei um ihn zu scheuchen er läuft wie es ihm Spaß macht ( mit übermütigen Bocksprüngen und zu mir gelaufe, ob ich nicht noch Leckerlies habe die ich zuverschenken habe.) 

Aber gut, wenn du meinst ich behandelt mein Pferd nicht richtig dann meine das halt.

PS: Er springt mittlerweile. Sein aller bester Freund war nur letzte Zeit beim Tierarzt stationär untergebracht(der hat sich leider beim tobben auf der Koppel abgeschmiert und sich das Vorderbein stark verletzt)und den hat er unheimlich vermisst. Lg

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Kommentar von BellaandBlue
13.06.2016, 18:51

Ich bin mir sicher du verstehst viel von Pferden( ich hab ein paar deiner Fragen die du beantwortest hast, gelesen und die waren echt gut ) aber ich lasse es nicht gerne auf mir sitzen wenn ich als Schlecht Reitend bezeichnet werde. Kann ja sein das, das als so rüber kam ,aber ich würde meinem Pferd niemals Schaden. Ich hoffe ich kam nicht zu gemein rüber ;-)

Lg

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Mein Holsteiner Wallach hatte das auch er ist auf einmal nicht mehr mit Sattel gesprungen. Das ist jetzt schon 2 Jahre her ich habe ihn dann ~18 Monate Springpause gegeben und bin ihn nur Dressur geritten und nun zieht er auch mit Sattel wieder richtig gut zum Hindernis. Ich würde es auf jeden Fall mal ausprobieren ihn ganz Springpause zu geben auch kein Freispringen.

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Wenn es nicht am Pferd liegt, nicht an der Ausrüstung und nicht an der Gesundheit - dann liegt es an dir. 

Was sagt dein Trainer dazu? 

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Hallo,

kannst du das an einem Ereigniss fest machen, seit wann er nicht mehr mit dir springt? Distanz falsch eingeschätz, hinter die Bewegung gekommen o.ä.. WIe sieht es aus, wenn ihr euch an kleinen Naturhindernissen versucht, oder ein Pferd zum ziehen vorweg geschickt wird. Springt er auch mit anderen Leuten nicht?

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Hm... Könnte einige Gründe haben, die ich nicht nochmal aufzählen will, haben ja schon andere gemacht.

Du könntest dich aber wieder langsam hoch arbeiten. Fang doch einfach wieder mit cavalettis (sorry für die Rechtschreibung) an und später einfach paar kleine und höhere Sprünge in einem Parcour. Vielleicht merkt er vor Freude dann nicht dass er auch höher springt :D

Anderseits könnte es aber auch tatsächlich an dir liegen, dass ihm ab 1m deine Haltung oder so nicht passt und er deswegen verweigert...

Einfach mal ausprobieren :)

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