gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ
132 

Warum spricht man in der Justiz von "TotSCHLAG" auch wenn jemand erdrosselt wurde?

gefragt von RolfHoegemannRolfHoegemann am 30.05.2007 um 12:21 Uhr

Dieses sprachliche Pradoxum fiel mir heute bei den Nachrichten im Rundfunk auf. Da ich gerne mit der Sprache spiele (lese auch gerade Dieter Hildebrandt's "Nie wiedr 80!")- tät mir interessieren, wie es zu dieser Amtsformulierung gekommen sein könnte.

Frage beantworten

Hier finden Sie weitere Fragen zu den Themen:

Sprache x 10.476 rechtssprechung x 12 Paradoxon x 8 Amtsdeutsch x 4 Paradoxum x 1

Vom Fragesteller als hilfreichste Antwort ausgezeichnet


AnnaN
beantwortet von AnnaN am 12. August 2007 13:37
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!
Hilfreichste Antwort

Nach österreichischem Recht versteht man unter Totschlag: "Wer sich dazu hinreißen lässt, einen anderen in einer allgemein begreiflichen heftigen Gemütsbewegung vorästzlich zu töten."


Weitere gute Antworten


marxx
beantwortet von marxx am 30. Mai 2007 12:32
15x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

asti76
beantwortet von asti76 am 30. Mai 2007 12:27
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ich glaube Totschlag bedeutet, dass jemand nicht mit Vorsatz sondern im Affekt getötet wurde, egal auf welche Art und Weise. Bei geplanter Tötung spricht man von Mord.


UlfDunkel
beantwortet von UlfDunkel am 30. Mai 2007 12:24
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Hallo Rolf.

Unter dem alten juristischen Begriff Todschlag wird alles mögliche subsummiert, was nicht mit Waffengewalt zu tun hat.

PS: Es heißt "Paradoxon" und "es tät' mich interessieren" und Hildebrandts ohne Apostroph -- Du mit-der-Sprache-Spieler. :-)

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 30. Mai 2007 12:26

Dankeschön - das mit dem Paradoxon wusste ich echt noch nicht, so lässig, wie heute gesprochen wird, hörte man das nie richtig raus und das 'mir' waren meine zu schnellen Finger :-) Aber eines lt. Lexikon stimmt schon To-t-schlag...

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 30. Mai 2007 12:28

Oh, dann danke ich im Gegenzug für den Hinweis auf Totschlag. :-)

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 30. Mai 2007 12:26

Der Begriff heisst m.E. Totschlag und kann sehr wohl mit einer Waffe ausgeführt werden.

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 30. Mai 2007 12:29

Und das mit dem Apostroph haben wir in der Schule noch so gelernt - ich benutze die alte Rechtschreibung und lasse auch nicht von der ab - künstlerische Freiheit...

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 30. Mai 2007 14:25

@Rolf: Auch in der "alten" Rechtschreibung ist es falsch, Hildebrandt im Genitiv mit Apostroph zu schreiben.

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 30. Mai 2007 12:35

Noch etwas - kann es sein dass sehr viele den Begriff falsch benutzen? - Habe mal Paradoxum gegooglet und viele Einträge gefunden, die 'ParadoxUM' benutzen...


turbojoergi
beantwortet von turbojoergi am 30. Mai 2007 19:57
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Deine Frage oben ist ja schon beantwortet. Aber da Du gerne mit Sprache spielst, hier ist eine Frage: Wie sagt man ? " Lass den Schrank auf"! oder " Lass den Schrank offen"!

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 30. Mai 2007 19:59

@turbojoergi: Mache bitte 'ne neue Frage daraus.


Frage beantworten

Verwandte Fragen

Verwandte Fragen

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.