Frage von DesThatguFr, 659

Warum spenden sehr viele Passanten den Obdachlosen meistens nichts?

Ich versuche hingegen IMMER was zu spenden. Es muss ja jetzt nicht ein sehr hoher Geldbetrag sein... 50 Cent bis 1 € ist doch wirklich nun das Mindeste, aus meiner Sicht. Wenn wirklich mehr Leute so vorgehen würden, dann hätten es doch die Obdachlosen es viel leichter.... aber gibt es eventuell Gründe, warum ihr nichts spendet? Oder interessiert es euch, einfach nicht ( weil ihr ihn nicht kennt, usw. )? Würde mich sehr interessieren :) LG #D

Antwort
von Yuncil, 413

Mit Geiz hat das nichts zu tun. Wenn du in Berlin lebst wirst du pro Tag ca. 5-10 angesprochen und um eine Spende gebeten. Vor der Bank stehen Obdachlose die dir die Tür aufhalten und den Becher unter die Nase.

In der S-Bahn kommen sie rein und bitten um Geld. Unterwegs, an Bahnhöfen, am Flughafen, in den Fußgängerzonen etc.

Wenn ich jedem was geben würde wären das mind. 5€ pro Tag. Bei ca. 20 Arbeitstagen wo man Unterwegs ist, pro Monat 100€, das jeden Monat.

Es tut mir leid aber irgendwann hat man es einfach Satt und ist es so gewöhnt, das man das Leid dahinter nicht mehr sieht. Abgesehen davon müsste keiner in Deutschland auf der Straße leben.

Es gibt ein Umfangreiches Sozialnetzt, was wir auch schon finanzieren und dann sollen wir nochmal pro Tag 5€ spenden.

Kommentar von Bambi201264 ,

Jup. Ist in Hamburg genau so.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Abgesehen davon müsste keiner in Deutschland auf der Straße leben. Es gibt ein Umfangreiches Sozialnetzt

Das bloße Vorhandensein eines Netzes bedeutet noch lange nicht, dass es allen hilft.

Obdachlosigkeit entsteht genau da, wo die Inanspruchnahme des sozialen Netzes verhindert wird:

Psychische Krankheiten, soziale Phobien, Suchtkrankheiten, die
Unfähigkeit sich in eine Gesellschaft einzugliedern, Flucht vor 
den Eltern, Jugendamt oder Polizei, Stolz, kulturelle und erzieherische Gründe, geistige, körperliche oder soziale Behinderungen, Legasthenie und vieles mehr.

.

Wenn ich jedem was geben würde wären das mind. 5€ pro Tag

Man kann sich die Anzahl selbst aussuchen. Auch die Personen, denen man etwas geben möchte.

Kommentar von Yuncil ,

Mir ist klar das Obdachlosigkeit nicht allein daraus resultiert, dass man arm ist, sondern es auch viele andere Hintergründe gibt. Aber ich kann auch nicht der Verantwortliche für alles sein wo der Staat versagt. Das ich mir die Anzahl und die Personen aussuchen kann weiß ich auch, nur anhand was soll ich mich da entscheiden? Es ist ja nicht so das ich nie was gebe, aber es hält sich halt mehr in Grenzen als früher.

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 192

Hallo!

Ich denke dass viele aus dem Grund ihre Spenden verwehren, weil sie denken dass die Obdachlosen das Geld auf dem Fuße für Alkohol oder Zigaretten ausgeben würden.. ist zumindest 'ne Denkweise die auch mir immer wieder begegnet wenn man auf solche Themen kommt & ich denke tlw. auch - gebe ich echt zu - ähnlich.

Ich gebe bei Obdachlosen generell kein Geld, außer wenn sie Zeitungen verkaufen, sondern bin eher gewillt, ihnen beim nächsten Bäcker was Essbares oder eine Tasse Kaffee zu holen oder sowas. Kam bisher gut an. Wer wirklich Hunger oder Durst hat, ist auch damit zufrieden. 

Antwort
von Francescolg, 229

Ich arbeite in der Sozialbranche, allerdings nicht bei einer Behörde (!) und ich will dir kurz ein paar Gründe nennen, wieso ich nicht spende. Dabei kenne ich die Schicksale von ca. 200 Menschen (auch Junkies, Alkoholiker, Obdachlose, etc.).

Wir haben das beste Sozialsystem der Welt (und das größte Sozialgesetzbuch)! Wir zahlen nicht nur (!) die 390 Euro Hartz4, sondern wir zahlen ebenso die Miete, die Arztkosten, Fahrtkosten, spezielle Umbaumaßnahmen, Umzugskosten, teilweise sogar Urlaub in die Heimat, Erstaaustattung der Wohnung, usw., "besondere Bedarfe", etc. Das Sozialamt übernimmt sogar manchmal die Schulden eines Menschen und wird dann zum Gläubiger. Daneben gibt es sogar noch Stiftungen, die monatlich 50-150 Euro drauflegen für "besondere Gruppen" (z.B. Weißfrauen-Stiftung, usw.). (bei Menschen mit Behinderungen ist es komplizierter). Summa summarum, zahlen wir weit mehr, wie die 390 Euro Hartz4 Satz, ich würde behaupten im Schnitt erhält jeder Arbeitslose/Sozialhilfeempfänger um 1000 Euro an Hilfen im Monat, in besonders schweren Fällen zahlt man sogar über 6000 Euro im Monat (Pflege zu Hause), bei anderen 3000 Euro im Monat (Pflegeheim).

2. Die Menschen, die du so siehst beim betteln, machen das aus einer Vielzahl von Gründen heraus. Manchmal machen sie das nur, weil sie nicht mit dem Geld, oder den Hilfangeboten, richtig umgehen können. So werden die 390 Euro in nur 1-2 Wochen komplett ausgegeben für Tabak und Alkohol, oder andere Dinge. Wie soll man denn mit Jemanden umgehen, der nicht mit Geld umgehen kann? Hilft es ihnen, ihnen noch mehr Geld zu geben!?

3. In meiner Schulzeit hatten wir einen Punker an der Schule. Nach der Schule ist er mit seinem Kumpels immer an die Bergerstr. in Frankfurt zum Betteln. Rate mal, wofür er das Geld gebraucht hat?

4. Ich kenne einige "nicht wirklich Obdachlose", die nach dem Betteln wieder nach Hause gehen, oder in ihr Heim, ihr betreutes Wohnen, usw..

5. Erpresser- und Bettlerbanden, die häufig Menschen mit Behinderungen für ihr Business ausnutzen! Das Geld, was du ihnen gibst, geht dann an jemand anders! Dabei hilft man in Deutschland diesen Menschen so gut wie in kaum einem anderen Land! Wir bezahlen nicht nur das Nötigste (Kost&Logie), sondern wir bieten Tagestätten, usw., also ganz viele Arbeits- und Freizeit-Angebote, besondere (Schutz-) Gesetze, eigene Verbände, besondere Stiftungen, usw. (ich will damit sagen: kein "Kranker" muss in D. auf die Straße!) 

Die tatsächlichen Kosten, also die Höhe "aller" Hilfen, liegt wesentlich (!) höher, wie die 390 Euro Hartz4 Satz.. Es ist nur leider sehr kompliziert zu erklären, weil das "Gesamtpaket der Hilfen" für jeden Menschen anders aussehen kann. Wir haben schon Menschen vor der Obdachlosigkeit gerettet, heute sitzen sie in einer schönen, warmen Wohnung, werden ärztlich betreut (haben für xxxx Euro neue Zähne) und bekommen sogar das Essen an die Haustür geliefert. Sie haben das Hilfsangebot angenommen und sind weg-von-der-Straße!

Zum Schluss: Es gibt sogar Menschen, die sich nicht helfen lassen wollen. So makaber das klingt und ich bin eigentlich ein sehr hilfsbereiter Mensch. Wenn sie also "Nein" sagen zu allen Hilfsangeboten (Sozialarbeiter, Betreuer, karitative Einrichtungen, usw.), dann kann man sie auch nicht zwingen! Die meisten, die in Deutschland auf der Straße landen, tun das, weil sie mit dem System nicht klar kommen, oder weil sie ihre Krankheit, ihre Sucht, etc., immer wieder zum  Abbruch von Hilfen verleitet.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Sehr guter Beitrag!

Zu folgendem möchte ich noch etwas sagen.

(ich will damit sagen: kein "Kranker" muss in D. auf die Straße!)

In Berlin ist mir auch schon ein (angeblicher) Obdachloser aufgefallen, der erzählt hat, er sei HIV-positiv und könne sich die medizinische Versorgung nicht leisten. Da habe ich mich auch schon öfter gefragt, ob so eine Geschichte (ich nenne es jetzt einfach mal so) wirklich den Tatsachen entsprechen kann.

Andererseits: Wer erzählt denn, wenn er möglichst viel Geld einnehmen möchte, von seiner (angeblichen) HIV-Infektion? Ich meine das schreckt doch sicher auch erstmal einige Leute ab, was eigentlich gar nicht in seinem Sinne sein kann.

Kommentar von KeinenDunst ,

Nur das der Alg 2 Satz nicht mehr ausreicht, jeder Harz 2 Bezieher muss aus seinen Regelsatz bei Strom drauflegen da die Kosten stärker erhöht wurden als der im Regelsatz enthaltene Anteil für Strom...
Wenn dann noch etwas abgezogen wird (z.B. Mietkaution) bist Du weit unter dem Existenzminimum, dann geht die Waschmaschine und der Kühlschrank kaputt und du musst in der Badewanne waschen (so wie ich) da die 50 € die wir für solche Fälle aus dem Regelsatz  zurücklegen sollen ja nicht vorhanden sind. OK, ohne Kühlschrank kann ich leben, aber das Waschen in der Badewanne geht schon sehr auf meinen eh schon kaputten Rücken.

Da liegt noch mehr im Argen, ich will hier aber keine Romane schreiben. Es ist aber nicht verwunderlich das es Menschen gibt die einfach nicht mehr kämpfen wollen (und die Jobcenter in vielen Städten betreiben Rechtsbeugung mit System) und deshalb keine Hilfe beantragen.

Eine der bekanntesten ist lt. eines Sozialrichter der Jobcenter in Fürth/Bayern (hat er während der Verhandlung zum Prozessbevollmächtigten des Jobcenter/Fürth gesagt, der hat dies zähneknirschend zur Kenntnis genommen) und er hat es leid ständig die Rechtsbeugung der Jobcenter zu verhandeln.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Ja, ich finde die "Hartz-Gesetze" auch ziemlich "unmenschlich". (Und nein, ich beziehe keinerlei Sozialleistungen. ;-) )

Wenn es diese Gesetze nicht gäbe, würden wir das Problem eventuell nicht haben, weil wir dann wirklich mit Sicherheit sagen könnten, dass "die Sozialsysteme in Deutschland funktionieren" und "niemand so etwas nötig hat", aber so?

Es geht nicht nur um die Menge des Geldes, sondern auch, wie diese Menschen teilweise "gegängelt" werden. In so genannte "Maßnahmen" gesteckt, und so weiter. Muss man sich nur mal anschauen, was diese "Maßnahmen" bedeuten. Das halte auch ich, der nicht davon betroffen ist (und auch nicht damit rechnet, davon jemals betroffen zu sein), für reinste Schikane. Da kann ich durchaus verstehen, dass Leute diese "Leistungen" ablehnen.

Andererseits befinden sich wohl auch einige "Illegale" unter den Obdachlosen, die hier keine Sozialleistungen beziehen könnten, sondern im Gegenteil, abgeschoben würden, wenn sie bei einer staatlichen Stelle auftauchen würden.

Kommentar von Laury95 ,

Für eine Waschmaschine kannst du ein zinsloses Darlehen fordern. Niemand braucht in der Badewanne seine Wäsche waschen!

Der Regelsatz müsste zum Leben ausreichen, ich und mein Freund haben mal nur von 380 Euro Kindergeld gelebt und davon musste das Auto, Handy und Internet auch komplett bezahlt werden, ebenso einkaufen. Wir hatten immer auch am Ende des Monats einen kleinen Betrag übrig..

Kommentar von dafee01 ,

Ich kenne sehr viele Bespiele, wo die Leute sehr wohl mit ihrem Hartz4-Regelsatz auskommen. Es gibt außer diesem Satz immer noch Hilfen für besondere Fälle, z.B. wenn die Waschmaschine oder der Kühlschrank kaputt gehen. Sehr günstig einkaufen kann man in den Tafelläden. Die Personen, die ich kenne, legen einen kleinen Betrag zurück, machen noch einen Nebenjob - bis zum dem Freibetrag - und können so auch noch einmal jährlich sich einen Urlaub gönnen.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Ein Hartz 4 Empfänger bekommt seine 390 Euro zum Leben. Mehr nicht.

Wenn ein Mensch Pflege benötigt, dann bekommt er auch nicht mehr als die 390 Euro zum Leben.

Dass Menschen vom Fach so "viel" Ahnung haben wundert jedoch kaum. Die Zustände an den Jobcentern sprechen ihre eigene Sprache. Und selbstgerechte "Sachbearbeiter" komplettieren dieses Bild immer und immer wieder.

Aber das nur am Rande. Denn die Argumentation, dass Hartz 4 Empfänger angeblich eh schon zu viel bekommen, geht eh vollkommen am Thema vorbei, da das soziale Netz nur diejenigen auffängt, die  in der Lage sind es in Anspruch zu nehmen. Und das sind die Obdachlosen in der Regel eben nicht. Die üblichen Gründe für Obdachlosigkeit sind Psychische Krankheiten, soziale Phobien, Suchtkrankheiten, Flucht vor  Polizei/Gesetz/Eltern, charakterliche, kulturelle und erzieherische Gründe wie starker Stolz, geistige, körperliche oder soziale Behinderungen, Legasthenie und vieles mehr.

Antwort
von Undsonstso, 371

Sind Geldspenden immer sinnvoll...? Gerade bei alkoholkranken Obdachlosen?

Meine Erfahrung, wenn man Obdachlosen etwas zu essen geben möchte, wollen sie es gar nicht.

Das Konzept Obdachlosenzeitung finde ich gut. http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article147208392/Ist-es-okay-wenn-Sie-di...

Kommentar von NoHumanBeing ,

Ja, in Berlin beispielsweise der Straßenfeger. Klassiker! :-)

Ich gebe zu, ich habe ihn bisher selten tatsächlich gelesen (obwohl er echt gut sein soll), aber schon oft gekauft. :-)

Kommentar von DreiGegengifts ,

Sind Geldspenden immer sinnvoll...? Gerade bei alkoholkranken Obdachlosen?

Natürlich. Die Alkoholkrankheit wird durch Geldknappheit nicht besser. Die Folge von Geldknappheit bei Abhängigkeit ist in der Regel Diebstahl.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Natürlich. Die Alkoholkrankheit wird durch Geldknappheit nicht besser.

Das nicht, aber die Notlage führt vielleicht dazu, dass der Entzug irgendwann doch die "attraktivere Variante" ist.

Ich bin mir bewusst, dass Alkoholentzug richtig heftig sein soll, aber was ist die Alternative? Wenn Du einem Abhängigen das Leben finanzierst, tust Du ihm letztlich nicht wirklich etwas Gutes. Im Prinzip finanzierst Du ihm seinen eigenen Tod.

Kommentar von DreiGegengifts ,

aber die Notlage führt vielleicht dazu, dass der Entzug irgendwann doch die "attraktivere Variante" ist

Je größere die materielle Not, umso größer ist das Bedürfnis ihr zu entfliehen. Die Fluchtrichtung eines Suchtkranken ist dabei immer der Konsum.

Mit der Vergrößerung der Notlage, hilft man niemanden. Freilich kann es sein, dass bei einem Suchtkranken das Elend irgendwann dazu führt, dass sich ein Schalter umlegt und ein Kampf gegen die Sucht beginnt. Aber in der Regel ist die Folge aus der Vergrößerung des Elends noch größeres Leid oder, wenn eine Grenze überschritten ist,  Selbstmord.

Helfen kann hingegen jedes noch so kleine Korn, das gegen die Suchtstrukturen gesät wird. Jede zuvorkommende, mitfühlende  oder herzliche Reaktion kann schon so ein Korn sein.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Hast Recht.

Asche über mein Haupt!

Kommentar von DreiGegengifts ,

HumanBeing :-)

Kommentar von Undsonstso ,

Sorry, aber ich sehe das völlig anders,

ich würde nie Alkoholkranke mit Alkohol  (Geld) versorgen / "helfen"

Das habe ich als Kind für einen Angehörigen unter freiwilligem Zwang tun müssen mit meinem Taschengeld....... 

Meine Geste ist das Angebot von Nahrung . Das ist auch warme Geste.

Kommentar von DreiGegengifts ,

ich würde nie Alkoholkranke mit Alkohol  (Geld) versorgen / "helfen"

Es fehlt bloß eine Begründung.

Bei harten Drogen ist es dasselbe. Hier führte die Illegalisierung zur   Verschärfung der Situation. Lange Zeit reagierte man auf die sich ausdehnenden Drogenghettos, öffentlichen Drogenszenen und der Verwahrlosung mit aller Härte des Gesetzes. Politiker, die versprachen hart gegen Drogen durchzugreifen, wurden gewählt. Die Folge war eine beispiellose Verelendung teilweise ganzer Viertel.  Diese Entwicklung konnte erst mit liberaleren Gesetzesauslegungen entgegen gewirkt werden. Gegen den massiven Widerstand in Politik und Gesellschaft wurden in einem zähen Prozess erstmals echte Hilfen für Drogenabhängige geschaffen: Legale und hygienische Konsumräume, Methadonprogramme, die Ausgabe saubere Spritzen, Hilfs- und Beratungsangebote, Therapieangebote usw. Mit diesem Prozess konnte das Drogenelend erstmalig eingedämmt werden.


Das habe ich als Kind für einen Angehörigen unter freiwilligem Zwang tun müssen mit meinem Taschengeld

Das Kindsein ist irgendwann vorbei. Du vermischst Dinge emotional, die nicht zusammen gehören

Kommentar von Undsonstso ,

Das ist korrekt, dass Kindheit i-wann vorbei ist und ich emotinales aufgrund eeigener Erfahrungen nicht außen vorlasse aufgrund meiner Biografie.

Wieso führst du noch zusätzlich  andere Drogen an  und mixt somit noch weiteres hinzu, obdachlose Junkies  habe ich nicht thematisiert..... Kommt als nächstes, dass ich für Junkies zur Hilfe noch Drogen kaufen soll, wohl kaum. Auch ihnen werde ich als Alternative weder Alkohol noch Geld geben.

Aber ich werde mal diverse Sozialarbeiter und Drogenberater hinsichtlich ihrer Einstellung zum "Mitfanzieren der Sucht als das Hilfsangebot" befragen.

Antwort
von Pluspunkt, 305

Heutzutage muss niemand obdachlos sein. Seitdem ich diesen Artikel gelesen habe http://www.focus.de/panorama/welt/tid-27441/bettelmafia-wenn-leid-und-mitleid-vo...  und um die Bettelmafia weiß, spende ich grundsätzlich nichts mehr an herumsitzenden Bettlern mit Hut oder ohne, mit hochgehaltenem Karton oder ohne, mit Hund oder ohne, mit Kind auf dem Arm oder ohne, mit appen Bein oder gar ohne!

*Ein Teil der Bettler in deutschen Großstädten gehört zu organisierten Banden. Schwierig ist es allerdings, diese zu erkennen. Noch schwieriger ist es, Mittels- und Hintermänner zu fassen.

Sie stehen auf eine Krücke gestützt an der Hauswand und bitten Vorbeigehende um Kleingeld. Sie drücken Passanten Rosen in die Hand – und halten im Anschluss die Hand auf. Sie heben, ein Kind auf dem Arm, einen Pappkarton in Augenhöhe, auf dem in schlechtem Deutsch steht, dass sie dringend Geld brauchen. Oder sie knien einfach auf dem Boden mit einem Becher vor sich.

Doch es kommt auch vor, dass Bettler zu organisierten Banden gehören. Hier beginnt die Kriminalität. „Auf Hinweise, dass es Banden gibt, sind wir schon vor einigen Jahren gestoßen“, sagt Robert Kilp, Leiter des Kölner Ordnungsamts. „Es ist aber schwierig, dies zu belegen und den klassischen Bettler vom organisierten zu unterscheiden.“ Das Ordnungsamt wird tätig, wenn ein Bettler Passanten belästigt. Dann kann ein Platzverweis erfolgen. Die Polizei hat Bettler normalerweise gar nicht auf dem Radar – außer, sie werden straffällig: etwa durch Trickbetrügereien, Handtaschenraub oder Einbrüche.*

Kommentar von DreiGegengifts ,

Heutzutage muss niemand obdachlos sein.

Doch - sehr wohl.

Die Obdachlosigkeit in den vermögenden Industriestaaten hat meist ganz andere Gründe, als die reine Geld- oder Wohnungsnot. Psychische Krankheiten, soziale Phobien, Suchtkrankheiten, die Unfähigkeit sich in eine Gesellschaft einzugliedern, Flucht vor  Polizei/Gesetz/Eltern, Stolz, kulturelle und erzieherische Gründe, geistige, körperliche oder soziale Behinderungen, Legasthenie und vieles mehr.

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Seitdem ich diesen Artikel gelesen habe

Danke Focus - du Sperrspitze des Qualitätsjournalismus..

.

und um die Bettelmafia weiß, spende ich grundsätzlich nichts mehr an herumsitzenden Bettlern

Sippenhaft also.

Ja für Menschen, denen das Denken und Fühlen zu aufwendig ist, eine "Möglichkeit" mit der schwierigen Situation umzugehen.

Antwort
von NoHumanBeing, 126

Ich lebe in Berlin, bin selbst Student, daher eigentlich ständig knapp bei Kasse. Trotzdem gebe schon öfter etwas, allerdings auch nicht jedem, Manchmal bin ich auch skeptisch.

Wenn die Leute beispielsweise stark alkoholisiert oder "auf anderen Drogen" sind, gebe ich nichts. Das hat einen einfachen Grund, denn letztlich finanziere ich ihm das damit ja im Grunde noch. Ich habe einmal gelesen, dass zahlreiche Obdachlose Sozialleistungen nicht in Anspruch nehmen, weil diese an bestimmte Bedingungen geknüpft sind, beispielsweise eben, dass sie sich einem Alkoholentzug unterziehen. Mir ist klar, dass das für jemanden, der tasächlich alkoholabhängig ist, alles andere als ein Zuckerschlecken ist. Aber ich meine, was ist denn die Alternative? Diesen Menschen ihre Sucht finanzieren, bis es sie dahinrafft? Letztlich tut man ihnen damit auch keinen Gefallen.

Dann kommt es natürlich auch stark darauf an, ob diese Menschen einen belästigen oder nicht. Bei jemandem, der freundlich ist und um eine Spende bittet, bin ich natürlich eher geneigt, ihn finanziell ein wenig zu unterstützen, als bei jemandem, der sich agressiv verhält, wobei das natürlich auch stark mit dem letzten Punkt, der Trunkenheit, korrelliert. Ganz extrem war es vor einiger Zeit mit einem (angeblichen) Obdachlosen, der in Berlin Mitte öfter in der S-Bahn (in der "Ost-West-Verbindung", also S5/S7/S75) "geschnorrt" hat. Dieser Mensch hatte einen dermaßen penetranten Geruch, dass einem regelrecht schlecht wurde. Soll man so etwas auch noch unterstützen? Ich war froh, wenn er mir nicht zu nahe gekommen ist. Manchmal hat er sich sogar regelrecht neben die Leute gestellt, bis sie ihm was zugesteckt hatten, ist erst dann weiter gegangen. Das grenzt ja fast an Nötigung. Von mir hat er trotzdem nie einen Cent gesehen. Ich meine, wenn die Leute sehen, dass sowas läuft, dann nimmt es nur immer weiter zu.

Antwort
von Gordon313, 14

Hallo!

Die Männer und Frauen die in meiner Kreisstadt betteln gehören zu einer Bande. Sie stehen an Geschäften und betteln jeden an. Allerdings müssen sie leider alles wieder abgeben was sie sich erbetteln und bekommen nur einen winzigen Bruchteil davon ab. Warum sie das tun? Vielleicht haben sie angst sich zu wehren. Sie werden verprügelt wenn sie was "unterschlagen" wollen.

Dazu kommt noch das diese Bande jede Konkurrenz verscheucht hat. Jeder der nicht bei ihnen mitmacht wird verprügelt und "gebeten" außerhalb der Stadt zu betteln.

Hunger braucht bei uns keiner zu haben, es gibt ja die Tafel wo man sich was zu essen besorgen kann. Kleidung gibt es in der Kleiderkammer, wo man für ein bisschen Geld tolle Kleidung bekommt. Dazu kommt noch die Kleider-Sammlung für Obdachlose und allen die Hilfe brauchen.

Ich würde ja was geben, aber ich möchte keinen Bandenchef seinen Mercedes finanzieren. 

Antwort
von SibTiger, 82

Ich gebe fast immer etwas, und es ist mir (als jemand der selbst ein Alkoholproblem hatte, allerdings nicht obdachlos war) ziemlich egal, ob die Leute ihr Geld in Schnaps umsetzen oder sich andere Dinge davon kaufen.

Es ist mit der Zeit sogar so, das man langfristig "seine Obdachlosen" kennen lernt, denen man immer wieder einmal etwas zusteckt, und mich freut es, wenn man dann  zu gegebener Zeit ein ernst gemeintes "Frohes Fest" oder andere nette Wünsche von ihnen hört. 

Antwort
von Achwasweissich, 115

Ich spende grundsätzlich kein Geld. Je nach dem wie meine eigene, nicht immer rosige finanzielle Lage aussieht frage ich aber ob ich etwas kaufen soll, was zu Essen, ein heißes Getränk etc.

Die Allermeisten freuen sich darüber Lebensmittel zu bekommen die sonst eher selten auf ihrer Speisekarte stehen wie z.B. Käse, frisches Obst, Wurst und Säfte, das sind die Dinge um die ich auf Nachfrage schon mehrmals gebeten wurde. Grade im Winter sagt auch kaum jemand nein zu einem heißen Milchkaffee oder Ähnlichem.

Antwort
von MrRayman, 96

Ich spende auch nichts. Das hängt damit zusammen, dass man das Geld mit Sicherheit besser spenden kann. Es gibt so viele Hilfsorganisationen, die bedürftigen Menschen helfen.

Wenn man einen Bettler sieht, ist es noch nicht klar, ob er wirklich bedürftig ist. Besonders vor Weihnachten und Valentinstag sind plötzlich deutlich mehr Bettler in unserer Stadt unterwegs. Des legt den Verdacht nahe, dass darunter auch viele "professionelle" Bettler dabei sind.

Ich denke, dass eine Geldspende auch vielen Obdachlosen nicht weiter helfen. Machmal unterstützt man dadurch sogar noch Alkohol und Drogenprobleme, die zur Obdachlosigkeit geführt haben.

Außerdem gibt man den Obdachlosen keinen Grund sich wirklich Helfen zu lassen. Je länger ein Obdachloser auf der Straße lebt, desto schwierer ist es, ihn wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Das eigentliche Problem kann man also durch eine Geldspende sogar noch verschlimmern.

Ich denke, dass man entweder sofort an die helfenden sozialen Einrichtungen spenden solltest. Auch gut sind Sachspenden wie Jacken, Decken und Essen. Meist ist aber eins sogar noch viel wichtiger: Soziale Kontakte. Unterhalte dich mal mit einen Obdachlosen, für ihn ist so etwas meist wichtiger als das Geld.

Antwort
von StellaMarieke, 31

Ich habe längere Zeit im Obdachlosenheim gearbeitet um mal zu sehen wie es denen eigentlich geht! Nach all dem, was ich gesehen habe, würde ich denen auch kein Geld mehr geben! Es gibt bestimmt auch viele Obdachlose, die ihr Geld nicht für Alkohol und so ein Kram ausgeben. Also bei uns haben die Obdachlosen ,,Taschengeld,, bekommen und davon konnten sie sich etwas kaufen! Ich bin mal mit denen mit gegangen um zu gucken was sie davon holen:) also einer von den 10 Obdachlosen hat sich etwas zum Essen gekauft! Alle anderen haben sich Bier, Tabak oder kleine Schnapsflaschen gekauft....Ist nicht schön zu sehen, wofür sie ihr Geld ausgeben:/ 

Antwort
von Peterwefer, 159

Wie oft habe ich Obdachlose in die Suppenküche eingeladen - sie haben einfach nur 'Nein' gesagt. Dabei hätten sie sich doch wirklich über einen Teller Suppe und ein paar Stunden Wärme und ein paar Kleider gefreut - wenn sie wirklich aus Not bettelten. Wenn man Geld spendet, weiß man eben nicht, ob das nicht für Alkohol oder Drogen ausgegeben wird oder womöglich in eine Spielhalle oder ins Bordell getragen wird. Dergleichen kommt nur zu leicht vor.

Kommentar von Wernerbirkwald ,

Na klar für Alkohol ,für was denn sonst? für eine Sonderausgabe der Zeitschrift "Schöner Wohnen" Für die armen Würstchen macht eine Pulle die Welt für kurze Zeit etwas erträglicher.Was glaubst du was ein Bordellbesuch kostet,wie lange er dafür betteln müßte.Wenn einer bei jedem Wetter draußen lebt,hinterläßt das böse Spuren ,und auf ein Paar warme Schenkel im Bordell können die Leute gut verzichten,zumal man ihnen wohl auch keinen Einlass gäbe.

Kommentar von Peterwefer ,

Ich habe nur geschildert, was ich selbst erlebt habe. Jedenfalls bin ich immer wieder perplex, wenn ich jemanden in die Suppenküche einlade und ein kategorisches 'Nein' erlebe. Von einigen mir bekannten Bettlern weiß ich, dass sie das erbettelte Geld für Drogen ausgeben. Ich weiß aber auch, dassman solche Fälle nicht verallgemeinern darf.

Antwort
von Januar87, 244

Einfaches Misstrauen

Ich habe in meiner Stadt (als ich neu in die Stadt gezogen bin) schon öfters Obdachlose Geld geschenkt die mit ihren Hunden dasitzen.

Sie sitzen seit Jahren immer an dem gleichen platz.

Bis mir einige Erzählt haben, das das gar keine Obdachlosen sind sondern Rumänen die von Sozialhilfe leben und eine Wohnung haben und die nach der Bettelei abgeholt werden.

Und sie sitzen Heute noch da.

Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht ob die anderen recht haben, das das wirklich Betrüger sein sollen oder ob das wirklich Obdachlose sind!?

das ist nur (Vielleicht) ein Gerücht weil sie sitzen ja heute noch jeden tag in der Stadt und wollen Geld. Wenn es wirklich Betrüger sind würden sie doch heute nicht mehr dasitzen, oder?! ich habe keine Ahnung ob man Gesetzlich so was durchgehen lassen würde.

aber ich gebe diesen Menschen seit mir das erzählt wurde kein Geld mehr (vielleicht stimmt es ja, weiß ich nicht!) 

Leider kann man einen richtigen obdachlosen gar nicht erkennen.

Ja, ich wahr dumm!

Kommentar von NoHumanBeing ,

Ja, gerade wenn ich Leute ständig "schnorren" sehe, bin ich auch eher geneigt, etwas zu geben, weil ich mir dann denke, dass da "wohl eher was dran sein wird".

Antwort
von Panazee, 69

Also zum einen würde ich in München, wenn ich in 30 Minuten vom Hauptbahnhof zum Marienplatz schlendere und jedem Bettler 1.-€ gebe ungefähr 20.-€ ärmer sein. Das wären dann 600.-€ im Monat.

Zum anderen sind halt viele von denen osteuropäischer Herkunft und gehören der sog. "Bettelmafia" an. Das sind zwar ganz arme Socken, aber das Geld was die bekommen sammelt alle 2 Stunden ein Ar... ein, der der ihre Pässe hat und sie zwingt da zu betteln.

Die Obdachlosen, die sich legal in Deutschland aufhalten haben alle ein Recht auf finanzielle Unterstützung durch den Staat. Es mag sein, dass sie das aus Stolz oder was weiß ich für Gründen nicht in Anspruch nehmen, aber das ist dann ihr Problem und nicht meins.

Ab und zu gebe ich einem aber mal etwas verpacktes zu essen. Manche reagieren erfreut, aber ich habe auch schon erlebt, dass ich beschimpft wurde. Wer verpacktes Essen nicht will, sondern nur bares, der hat keine wirkliche Not.

Antwort
von Piratin2000, 30

Man hört oft genug so Geschichten von Bettler-banden, die nur so tun als bräuchten sie Geld oder davon, dass die Obdachlosen das Geld nur versaufen. Das mag in größeren Städten vielleicht bei ein oder zweien der Fall sein. Aber darauf sind die anderen Antworten ja schon eingegangen.

Ich habe einen persönlichen Grund, warum ich nichts spende, obwohl ich oft genug Obdachlose in der Stadt sehe: Ich bin meist nicht zum shoppen oder so da, sondern muss zu einem Termin (oft hatte der Bus schon Verspätung) und ich sollte mich beeilen. Und zum Beispiel wenn ich zum Kieferorthopäden gehe, hab ich kein Geld dabei.

Antwort
von InceptionHD, 265

Ich würde nicht sagen, dass es daran liegt dass die Menschen geizig oder egoistisch geworden sind sondern dass sie misstrauisch sind ob dies wirklich Obdachlose sind. Denn aus meiner Umgebung gab es häufig Fälle bei denen die Menschen ausgenutzt wurden indem andere so getan haben als wären sie arm.

Kommentar von Yuncil ,

Das kommt auch noch dazu. Es gibt auch schon organisierte Bandenkriminalität in dem Bereich. Wo Leute extra zum Betteln geschickt werden und die besten Plätze werden bewacht.

Antwort
von Trefusis, 96

Zuerst einmal: Ich spende gerne (per Überweisung), wenn ich weiss, dass das Geld

1. an der richtigen Stelle ankommt und
2. es der Person, einer Gruppe oder einem Projekt wahrlich nützt.

Auf der Strasse sieht es anders aus. Es sitzen Menschen dort, von denen ich nicht weiss, ob sie tatsächlich Hilfe benötigen oder das Betteln zum Job gemacht haben (schau dir z.B. London an, da rennen als Muslime verkleidete Kleinkinder mit Müttern und Münzenbechern herum, die jedoch von rumänischen Banden zum Betteln angestiftet wurden).
Auch sitzen Menschen mit Hunden auf der Strasse. Ich liebe  Hunde, habe aber auch lesen müssen, dass diese oft dem Zwecke dienen, Mitleid zu erregen. Auch da lass ich keine Münze springen.
Ausserdem, wie manche schon erwähnten, haben wir im Gegensatz zu früher ein besser ausgebautes Sozialnetz. Würde ich obdachlos werden, würde ich zumindest versuchen, entsprechende Stellen/Organisationen aufzusuchen.

Das gilt übrigens nicht nur für Obdachlose oder Scheinobdachlose. Auch, wenn mich jemand auf der Strasse anspricht, der angeblich im Auftrag einer Wohltätigkeitsorganisation unterwegs ist (die es womöglich nicht mal gibt), geb ich der Person nix. Zu oft wird Schindluder mit dem Mitleid der Leute getrieben. 

Dann doch lieber direkt und online an seriöse, geprüfte Organisationen spenden.

Antwort
von malour, 152

Ist es sinnvoll?Das ist die Frage!

Oftmals handelt es sich auch um sogenannte Drückerkolonnen die extra abgeladen werden zum betteln und um Mitleid zu erregen die tollsten Mittel wählen. Kleinkind im Arm oder sich, was ich genauso schlimm finde, als Behinderte ausgeben.Natürlich kommt sowas immer wieder in den Medien und das prägt das Verhalten der Leute.Natürlich wird es genauso Geizige und Leute geben , die andere nicht intressieren.Andererseits gibt es den wirklichen Obdachlosen, doch der oftmals vom harten Leben auf der Strasse geprägt, auch alkoholkrank ist. Wenn du ihm nun Geld gibst, was wird jener wohl tun?

Am besten wäre doch wenn du mit dem Geld lieber eine Einrichtung aufsuchst die obdachlose unterstützt und es dahin spendest, so kannst du sicher sein , das es da ankommt , wo es gebraucht wird.

Antwort
von Mewchen, 105

Die Obdachlosen in Deutschland finde ich mit Vorsicht zu genießen. Wenn ich was gebe, dann Kleinstbeträge oder was zu essen. Meist frage ich erst, ob derjenige Hunger hat und ob ich ihm was kaufen soll. Das mache ich meistens so 1-2 mal und wenn sie immer ja sagen, glaube ich ihnen auch, dass sie obdachlos sind und gebe auch mal ein bisschen Kleingeld. 

Aber da ich nicht Krösus bin und von 400 Euro im Monat lebe, davon 300 Euro für Versicherungen und Miete drauf gehen, finde ich 1 Euro für mich schon ziemlich viel. Und wenn ich jeden Tag den 5 Obdachlosen was geben würde, denen ich immer begegne, bin ich selbst bald obdachlos.

Antwort
von Losch95, 156

In Deutschland muss keiner Obdachlos sein, weil jeder bekommt Geld vom Staat. Ich gebe nur Geld wenn ich seh das er sie Hofflich zu einem sind und sie sollten nicht nach alk oder Zigaretten stinken. Ich weiß das sie meistens es sowiso nur für sowas ausgeben. Den Straßenmusiker (Obdachlose) gebe ich meistens Geld da sie etwas dafür tuhen um etwas Geld zu verdienen. Ich hatte letztens eine Frau mit 2 Hunden gesehen wo vor einem Laden war, 2 Kleine mädchen sind mit 2 Dosenfutter für die Tiere und brot zu ihr gegangen und wollten es der Obdachlosen Frau geben. Sie allerdings hat sie angestresst und wollte nur Geld.

Kommentar von DreiGegengifts ,

In Deutschland muss keiner Obdachlos sein, weil jeder bekommt Geld vom Staat.

Hast du dich einmal gefragt, warum es trotzdem so viele Obdachlose gibt? Da passt doch was nicht zusammen.

Der Grund für Obdachlosigkeit ist meisten, dass man das soziale Netz nicht in Anspruch nehmen kann.  Die Gründe dafür wiederung sind meist psychische Krankheiten, soziale Phobien, Suchtkrankheiten, die Unfähigkeit sich in eine Gesellschaft einzugliedern, Flucht vor  Polizei/Gesetz/Eltern, Stolz, kulturelle und erzieherische Gründe, geistige, körperliche oder soziale  Behinderungen, Legasthenie, Angst vor Mitbewohnern, die Liebe zu einem Tier, das man abgeben müsste und vieles mehr.

Kommentar von Panazee ,

In Deutschland muss keiner Obdachlos sein, weil jeder bekommt Geld vom Staat.

In Deutschland fehlen hundertausende Sozialwohnungen. Geld bekommt jeder, aber eine Wohnung sicher nicht. Ich kenne Fälle, wo Frauen mit Kind über ein Jahr auf eine Sozialwohnung warten mussten. Ich habe mich hier in München vor 20 Jahren mal auf eine Warteliste setzen lassen. Die auf dem Amt hat gemeint "Na, sie haben ein Gehalt, das zwar so niedrig ist, dass sie Anspruch auf eine Sozialwohnung hätten, aber sie haben kein Kind, das bei ihnen wohnt, keine Behinderung und wohnen akut bei einem Freund, sind also (noch) nicht Obdachlos. Ich setze sie auf die Liste, aber machen sie sich keine Hoffnungen. Wenn sie innerhalb der nächsten 10 Jahre eine Sozialwohnung bekommen sollten, dann wäre das ein Wunder."

Ich kann von Glück sagen, dass ich mittlerweile soviel verdiene, dass ich nicht auf eine Sozialwohnung angewiesen bin.

Antwort
von Phantom15, 126

Das mindeste aus deiner Sicht. Rechne das mal zusammen, wenn man pro Tag 5 Obdachlosen oder allen anderen die betteln 50 Cent/1 Euro spendiert. Auf den Tag gesehen summiert sich das. Wer viel hat soll abgeben, aber keiner der selbst zu knabbern hat. Es gibt Gründe ja. Zum Beispiel kann sich Theoretisch jeder hinsetzen und betteln. Mal kurz den Stolz weggeworfen und sich dorthin gesetzt wo einen keiner kennt, dann funktioniert das schon. Wie gesagt Theoretisch. Und dann kommt hinzu das gerade Ausländische Personen sehr aufdringlich sind, wenn sie mit dem Klingelbeutel rumlaufen und auch beleidigend werden. Nö, von mir gibts nichts.

Antwort
von Kuestenflieger, 118

Nach der Arbeit noch viel Zeit ?    Ollen Mantel , Büx anreißen , Stohhut und 'ne Stunde hinsetzen und Handaufhalten .   Die 20 € sind schöner Zusatz , bis Übermorgen .

Antwort
von Flupp66, 92

Hey,

Da gibt es leider genug Gründe.

Viele holen sich Alkohol oder gehen damit gleich an einen Spielautomaten. Schon oft genug erlebt und gesehen.

Zudem gibt es da auch noch Abzocker. Habe mal einen erlebt, der abends bzw nachts mit nem Taxi weggefahren ist zu seinem richtigen Wohnort offensichtlich.

Liebe Grüße, Flupp

Antwort
von hahamaus, 195

Ich bin halt noch etwas jünger (12) und versuche immer den Rest meines taschengeldes jemanden abzugeben, der es wirklich braucht (obdachlosen). Ich versteh die Leute nicht, die einfach dran vorbeigehen und weggucken. Diese ist unmenschlich. Finde ich

Kommentar von malour ,

In dem Alter so zu denken, davon sollte sich mancher eine Scheibe abschneiden . Mein Respekt hast du.

Kommentar von Terri101 ,

Wenn du wüsstest, was die mit deinem Geld machen... Sind zwar nicht alle so, aber würdest du wollen, dass die sich mit deinem Geld einfach Alkohol holen? Außerdem muss in Deutschland keiner auf der Straße sitzen... Es gibt viele Heime und Obdachlosenhilfen

Kommentar von Laury95 ,

Dann solltest du dein Geld besser so spenden, dass du weißt, was damit veranstaltet wird. An Tierheime z.B.

Antwort
von Miramar1234, 121

Weil die falschen amputierten Gliedmaßen,der falsche angeblich von der Insolvenz bedrohte Zirkus bekannt sind,man mit Betteln reich werden kann,was die abfahrenden Luxuslimousinen eindrucksvoll bestätigen.Glaube nicht nur das was Du hörst und siehst,sondern Du Dich dazu von einer hier:Bedürftigkeit,Armut überzeugt hast.Auch Stadtstreichern und Obdachlosen stehen Leistungen des Staates zu.Es gibt sogar Bettlerbosse,selbst angestelltes Betteln bringt zwischen 40 und 100 Tacken täglich.Beste Grüße...und schlagt mich ruhig für meine bewußt provokante Antwort.)

Antwort
von Zischelmann, 19

Ich denke es hat hauptsächlich damit zu tun, weil es zu viele Obdachlose in den Städten gibt und diese sogar oft noch in einer Straße sitzen.

(Also ziemlich gehäuft) Da kann einer nun mal nicht jedem was geben-und es ist schwer zu entscheiden; "Wem gebe ich was, wer hat es nötiger?

Und manche sind leider auch Mitglieder von rumänischen Banden.

Die Leute dürfen nur einen geringen Betrag behalten, den Großteil kassieren die Anführer.

Weitere Gründe:

Es will keiner den Alkohol und Rauchkonsum fördern

Heute gibt es viele Anlaufstellen wo Obdachlosen geholfen wird-

Heilsarmee, Caritas, Diakonie, Bahnhofsmission..

Antwort
von Terri101, 101

Keiner muss obdachlos sein. Jeder kann sich vom Staat helfen lassen. Ich gebe auch hauptsächlich deswegen kein Geld, weil sich die meisten von diesem Geld Alkohol holen. Und das haben sie nicht nötig, deswegen würde ich diesen eher was zu Essen geben. 

Kommentar von Syyntax ,

"Essen?" -- "Ne, wir haben nichts"

Antwort
von Laury95, 65

Hab einfach nie Bargeld, bezahle alles mit Karte, bin da eher der neumodische Typ. So geb ich nicht so viel aus, weil ich keine Lust zu rechnen habe und dann nicht weiß, wie viel ich noch auf dem Konto habe. Deswegen lasse ich´s dann mit dem Kaufen ^^

Kommentar von NoHumanBeing ,

Haha!

Man sagt ja gemeinhin eher, die bargeldlose Zahlung bewirke das genaue Gegenteil. ;-)

Antwort
von finding, 53

Die meisten haben es schon gesagt, Deutschland ist ein Sozialstaat wer wirklich Hilfe will wird auch welche hier bekommen, es gibt wirklich keinen Grund sich auf die Straße zu sitzen und nach Geld zu fragen. Ich glaube nicht daran das diese Menschen obdachlos und selbst wenn, es gibt echt mehr als genug Möglichkeiten da raus zu kommen. Diese Leute werden niemals einen Cent von mir bekommen.

Antwort
von KRABBENFISCH, 129

Viele Menschen sagen, das jeder Mensch selbst verantwortlich dafür ist. Passanten könne für das Schicksal der Obdachlose nichts, infolgedessen spenden sie nichts.

Kommentar von malour ,

Und jene sollten hoffen, das sie niemals in eine Notlage geraten, wo sie auf gleichdenkende treffen,denn nicht jeder ist aus Faulheit ect. in diese Lage gekommen.

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