Frage von HarryKlopfer, 53

Warum sorgen sich die Leute mehr wegen Attentate, wo doch die Wahrscheinlichkeit viel größer ist, bei einem Verkehrsunfall umzukommen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Papabaer29, 37

Risikowahrnehmung.

Menschen haben weniger Angst vor Dingen, die sie glauben kontrollieren zu können (Autofahren z. B.).

Das ist rational nicht zu erklären.

Kommentar von HarryKlopfer ,

Autofahren ist eine höchst gefährliche Angelegenheit. Was hilft mir mein kontrolliertes Fahren, wenn manch andere fahren, wie die gesengten Säue?

Kommentar von Papabaer29 ,

Richtig. Aber so denkt der Mensch eben nicht.

Der Mensch denkt: Ich lenke das Fahrzeug, also kann ich Unfälle verhindern.

Es spielt auch eine große Rolle, ob man sich dem Risiko freiwillig aussetzt. (Als ob freiwillige Risiken ungefährlicher wären.)

https://de.wikipedia.org/wiki/Risikowahrnehmung

Antwort
von Vienna1000, 47

Wenn man die gesamte Strassenverkehrsordnung ausser Kraft setzen würde... Was würde das erst tote geben.. Aber: Is ja egal.. So Gesetze die es gibt haben ja nieeee einen Hintergrund..

Kommentar von HarryKlopfer ,

Unsere Straßenverkehrsordnung ist eigentlich 100%ig. Es dürften gar kleine Unfälle geben. Was sind denn die Hauptursachen von Verkehrsunfällen?

Antwort
von Lieberwurst, 53

Warum beschweren sich Nichtraucher über "Passivrauch", wo doch das Einatmen von Autoabgasen viel schädlicher ist?

Kommentar von HarryKlopfer ,

Weil auf Autos nicht mehr verzichtet werden kann. Und weil Zigaretten sowieso an den meisten Erkrankungen schuld sind - von der wegen! Stress ist nämlich ein noch größerer Risikofaktor von allerlei Erkrankungen

Kommentar von Lieberwurst ,

Ich wollte damit sagen, dass manche Gefahren "einfach so " in Kauf genommen werden, weil sie schon "immer" da waren und man scheinbar níchts dagegen tun kann, obwohl sie in keinem Verhältnis zu einer anderen Sache stehen, die weitaus weniger gefährlich ist ( aber eben gerade aktuell)

Antwort
von TheMaxxder, 47

weil das nicht alltäglich ist

Kommentar von HarryKlopfer ,

Alltäglich oder nichtalltäglich: Verkehrstote sind genauso zu beklagen wie Opfer von Attentaten.

Antwort
von BloodmoonY, 46

Das eine macht das andere nicht besser. Es gibt diverse Risiken mit denen wir Leben müssen, Verkehrsunfälle gehören dazu, Attentate nicht.

Kommentar von Papabaer29 ,

Attentate gehören auch dazu. Mindestens schon solange wie Autofahren.

Kommentar von BloodmoonY ,

Nein, Attentate gehören eben nicht dazu bzw früher gab es zwar schon Attentate, aber dann eher auf Politiker, Promis usw. Das sich einfach jemand in einer Menschenmasse wegsprengt oder ein Flugzeug in einen Turm fliegt sowie 100 Geiseln erschießt gibt es noch nicht so lange und ich eine ganz neue Form des Terrorismus.

Kommentar von Papabaer29 ,

Ist so nicht richtig.

Es waren früher nur andere Gruppen (RAF) oder Rechte (Oktoberfestattentat). Dazu kommen noch etliche Geiselnahmen und Flugzeugentführungen, die es früher viel häufiger gab (z. B. Gladbeck und Mogadishu).

Kommentar von BloodmoonY ,

Nur das ganze mit dem Terror der sich einfach wahllos gegen Zivilisten richtet gibt es in der Form und Ausmaß auch erst seit dem 11/9. Die ganze Welt war ja dort schockiert, weil es das zuvor noch nie gab.

Und um auf die eigentliche Frage zurückzukommen: Autounfälle gehen einher mit dem normalen Leben, Fehlfunktionen der Technik und menschliches Versagen eben. Attentate und Amokläufe sind jedoch bewusste Entscheidungen. Man kann das nie komplett verhindern aber das ganze begrenzen und eben zu Einzelfällen machen geht.

Kommentar von Papabaer29 ,

Bombenanschlag auf die Diskothek "La Belle" 1986 um nur mal ein Beispiel zu nennen. Oder Lockerbie.

Und warum muss man sich mehr Sorgen um bewusste Entscheidungen (mit weniger Toten) als um Technisches oder Menschliches Versagen (mit weniger Toten) machen?

Kommentar von HarryKlopfer ,

Wieso müssen wir mit den immer wiederkehrenden Verkehrstoten rechnen? Es brauch keine zu geben, wenn wir mit Hirn und Verstand fahren. Fahren wir alle mit Hirn und Verstand? Warum nicht? Ist das so schwer?

Kommentar von BloodmoonY ,

Menschliches Versagen und technische Fehler lassen sich nicht vermeiden. Zu menschliches Versagen kann man auch Krankheit, falsche Bewegungen usw zählen.

Kommentar von Papabaer29 ,

Verbrechen lassen sich aber auch nicht verhindern.

Kommentar von BloodmoonY ,

Verbrechen nein, Terrorismus und Massenamokläufe ja/zumindestens verringern das man von Einzelfällen sprechen kann.

Dahinter steckt aber auch sehr die menschliche Wahrnehmung. Ein Beispiel: Eine Schreckschusswaffe ist schick, gibt aber im Endeffekt nur eine Knall ab und bis auf die Flamme vorne nicht wirklich effektiv. Und wenn man die Falle vorne einsetzt wird aus Notwehr schnell Körperverletzung. Sprich nicht wirlich effektiv gegen Einbrecher. Trotzdem haben viele eine und fühlen sich sicherer, weil sie denken das sie damit selber die Verwantwortung haben, ob der Einbrecher sie überwältigt oder nicht.

Bei Autos ist das genau so. Durch das Lenkrad und der recht zuverlässigen Steuerung hast du ja das Gefühl, selber alles kontrollieren zu können. Das stimmt ja auch größenteils. Wenn jemand aber Allahu Ackbar schreit und neben dir eine Bombe zündet kann man da nichts machen.

Mir geht das genau so. Das Gefühl, etwas tun zu können, auch wenn die Erfolgschanchen im Falle noch so gering sind gibt Sicherheit. Der IS umgeht das ganze indem er durch diese taktisch nutzlosen Anschläge das Gefühl gibt, es kann jeden immer ohne Grund treffen.

Kommentar von Papabaer29 ,

Verbrechen nein, Terrorismus und Massenamokläufe ja/zumindestens verringern das man von Einzelfällen sprechen kann.

Diese Aussage ist in sich schon unlogisch. Terrorismus ist auch nur eine Form des Verbrechens.

Und wir werden es nie verhindern können.

Kommentar von BloodmoonY ,

Mit Verbrechen meinte ich jetzt Diebstahl, Mord, Raub usw die in erster Linie aus dem Machthunger der Menschen entstehen. Amokläufe oder solche Terroristen gibt es nur durch psychische Störungen oder Gehirnwäsche. Jeder IS-Kämpfer wurde entweder so erzogen oder eben solange von einem Hassprediger bekehrt bis er wirklich geglaubt hat das er 72 Jungfrauen bekommt wenn er sich hochjagd.

Die Frage lässt sich aber bei näherer Überlegung auch recht einfach beantworten. Die Angst vor Unfällen ist seit der Geburt existent und normal. Der Terror in Europa hat erst vor kurzem wieder so massiv zugenommen. Wenn jemand im Krieg aufwächst wird er zwar rationale Angst haben, das ganze jedoch denke ich sachlicher und vorsichtiger behandeln. Jemand der in einen Krieg plötzlich verwickelt wird hat mit Sicherheit am Anfang unsinnige Todesängste und Panik, die absolut nichts bringen.

Verkehrsunfälle sind eben ein Resultat unserer Technik und somit einfach Normal, organisierter Terrorismus ist da doch eine ganz andere Schiene.

Kommentar von HarryKlopfer ,

Alkoholisiertes und rasantes Fahren lassen sich aber vermeiden: Die Ursachen der meisten tödlichen Verkehrsunfälle

Antwort
von Exhenttt, 37

Weil sie nicht nachdenken und sich von diesem Ganzen Medienrummel und übertreibenden heuchlerischem Mitleid einlullen lassen und einen Schuldigen haben auf den sie es schieben können. Vielleicht ist es auch ein bisschen Gruppenzwang wenn jetzt alle vor den Terroristen Angst haben. 

Aber Gute Frage :) 

Kommentar von HarryKlopfer ,

Doch, sie denken nach. Viel zu viel nämlich. Wer denkt jetzt daran, dass die Erde demnächst von einem großen Asterioiden getroffen und dadurch das ganze Leben ausgelöscht werden könnte? Kein Schwein!

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