Frage von huso123, 112

Warum sollten sich kommunismus und innovation widersprechen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mastrodonato, 25

Der Kommunismus oder sagen wir der dereinst real existierende Sozialismus setzen Märkte ausser Kraft - die Marktsignale sind die stärksten Anreize. Die Betriebe sind im Kapitalismus selbständiger, der Berufstätigen in ihrer Berufswahl freier.

Dazu kommt, das die ganze Wirtschaft ineffizient wird, was ebenfalls innovationshemmend wirkt. So hat zuletzt die Sowjetunion 17% ihres BSP für Rüstung verbraucht, während es bei der USA 9% war.

Hier wird das noch eingehender behandelt:

http://geschichte-forum.forums.ag/t815-warum-ist-der-kommunismus-weniger-innovat...

Antwort
von voayager, 50

Sie widersprechen sich nicht, nur ein spießbürgerliches Hirn sieht es anders. Alles was innovativ ist, kommt schließlich vielen zu Gute, daher ist derv Sozialismus stets bestrebt, Neuerungen durchzuführen. Die Neuerer selbst erhalten eine Prämie sowie weitere Auszeichnungen.

Antwort
von Rysen, 42

Das Problem am Kommunismus ist dass er nahezu unmöglich zu erreichen ist da im Sozialismus erst einmal alle gesellschaftlichen Klassen aufgelöst werden müssen was so aber kaum geht da sich immer irgendeine herrschende Klasse bildet.

Kommunismus würde im eigentlichen sinne fast zwangsläufig Anarchie nach sich ziehen da jeder herrschende Rat o.ä. früher oder später seine Macht missbrauchen würde, das liegt in der Natur des Menschen (Montesquieu). Und auch Anarchie ist sehr instabil da sich eben irgendwann Gruppen bilden die bestimmte Aufgaben wahrnehmen und diese Gruppen dann auch eine Herrschaftselite haben, aber ich schweife ab.

Da der Kommunismus/ Sozialismus eben diese klassenlose Gesellschaft erreichen will, was für menschen eben unmöglich ist da sie immer nach Macht streben entstehen schnell Ein-Mann- oder Einparteiendiktaturen. Diese sind dann selbstverständlich bestrebt das alles so bleibt wie es ist und sie ihre Macht erhalten und nicht dass es der Allgemeinheit besser geht(menschlicher Egoismus) und Innovationen werden ausgeschlossen.

Und wenn sie gesellschaftliche Innovationen meinen, viele gesellschaftliche Innovationen machen Diktatoren Angst da sie fürchten müssen ihre Macht zu verlieren, sie werden demnach alle ihnen zur Verfügung stehenden Machtmittel nutzen um diese zu unterdrücken

Kommentar von Rysen ,

und was wirtschafliche Innovationen angeht verweise ich auf TrueColorGb und WirzahlenDas die dieses Problem mMn schon ausreichend verdeutlicht haben

Antwort
von Nijori, 25

Nein wenn man aus Neugier forscht wird einen nicht interessieren ob man dadurch an Reichtümer kommt oder nicht.
Sicher ist der Kommunismus in seinen bisherigen Anwendungen nicht perfekt, aber mit etwas Anpassung könnte er ein besseres Staatssystem werden als jedes das wir haben, denn unser jetziger Zustand fördert nur Machthunger und Gier.
Die Menschen sollten mal vergessen aus allem unmittelbaren Nutzen schlagen zu wollen und dafür das Gemeinwohl im Auge behalten.
Nur vertragen sind die menschliche Natur und ein gesellschaftszentrisches System wie der Kommunismus nicht so gut.
Das ist es ja auch woran kommunistische Systeme letztendlich versagen, das aus dem Staatlich verwalteten Kapital die Führungsebene ihr persönliches Portmonie macht.

Wenn man den menschlichen Faktor aus der Führungsebene eines kommunistischen Systems entfernen könnte wäre eine Gesellschaft in der alle gleich gehalten werden ohne das sich jmd über den anderen stellen kann absolut möglich und daran wäre nichts schlecht.
Es wäre auch nur in sofern unmenschlich wie hier manche reden, das es entgegen des schlechtesten Aspektes der Menschheit arbeiten würde, nämlich unsererm Bedürfniss einander zu übertreffen und dabei keine Grenzen zu achten.

Jede Aufgabe die einen Staat zusammenhält ist gleichwichtig, ein Müllmann oder Straßenarbeiter erfüllt eine genauso nötige Aufgabe wie ein Firmenchef oder ein Lehrer und demnach sollte jede Aufgabe gleich verlöhnt werden.
Ein kommunistisches System das durch die Gleichsetzung von Schulzeit mit jeder anderen Aufgabe im Staat die Bildung fördert und keine zu langen Arbeitszeiten verlangt, die persönliche Freiheit beschränken würden damit jeder Bürger die Möglichkeit bietet sich frei zu enfalten, wäre meiner Meinung nach ein Idealstaat.
Wenn das ganze Land zum Gemeingut wird in dem jeder so viel Aufwand in die Aufrechterhaltung des Staates steckt wie man jetzt in kindischen nutzlosen Versuchen vergeudet "das große Geld zumachen", würde der Durchschnittsbürger viel besser leben, die Armen auf das selbe Niveu gehoben werden und nur die sowieso nutzlos Reichen würden ihre dekadente Lebensweise einschränken müssen.

Im Moment haben wir ein System von: "das ist meins" "das darfst du nicht" "ich verdien mehr" ect. ich könnte noch 10000 Zeichen so weitermachen aber wer kann sich den Rest nicht denken?

Jetzt mal ehlich für wen wäre das bitte nicht besser als die die sich durch Besitz über andere stellen wollen?

Kommentar von huso123 ,

Danke für deine Antwort :) hab alles gern gelesen und da ich mich selbst noch zu wenig mit der marterie auseinandergesetzt habe, hat es mir sehr weitergeholfen - danke! :)

Kommentar von Nijori ,

Mag eine utopische Gedankenspinnerei sein die niemals wahr werden wird fürchte ich, aber das beste System wärs trotzdem...

Antwort
von gnhtd, 41

Viele argumentieren, dass die competition in einem mehr kapitalistischen system Anreize schafft, welche in der Planwirtschaft fehlen würden.

(wobei eine solche argumentation Förderaktionen, Belohnungssysteme usw. in einer Planwirtschaft zur eigen-legitimierung komplett ignoriert...)

Antwort
von SarcasticSard, 11

Weil die kommunistischen bzw. sozialistischen Länder der Welt nachweislich deutlich weniger innovativ waren als die kapitalistischen. Was daran lag, dass der Anreiz für Innovation eben deutlich geringer ist, wenn man daran nicht verdienen kann. 

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