Warum sollte man ein Wolfskind trotzdem in die Obhut behalten?

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1 Antwort

Zuerst einmal. Minderentwicklung ist kein alleiniges Kriterium um ein Kind in ein Heim zu stecken. Da muß noch was dazu kommen, wie Überforderung oder Gefährdung. Eigentlich soll für ein Kind das eigene Zuhause und eine Familie die richtige Umgebung sein. Nur, wenn die nicht funktioniert sucht man nach Ersatz. Als Ersatz kommt eben eine Ersatzfamilie und/oder ein Heim in Frage. Oft ist auch eine Kombination von Heim und Familie das Richtige. Lernen + Geborgenheit, meine ich.

Der reale Doktor war in erster Linie wissenschaftlich an dem Wolfskind interessiert. Früher waren auch die Mechanismen die zu einer positiven Kindentwicklung führen noch nicht so bekannt wie heute. In der Zwischenzeit hat sich viel getan. Ich denke nicht, dass er ihm extra schaden wollte, es war einfach nicht bekannt, dass es ungut ist. Es gibt ja auch einen IQ und einen EQ. Vielleicht war sein IQ zwar super aber sein EQ eben nicht.

Madam Guerin hatte eine Bindung zum Kind aufgebaut. Das passiert leicht, wenn man viel Liebe und Arbeit in einen Menschen, eine Sache oder eine Leidenschaft steckt. Besteht diese Bindung erst einmal, dann kann man sie nicht leicht wieder kappen. Sie hatte den Jungen einfach lieb gewonnen. Warum sollte sie ihn dann wieder hergeben?

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