Frage von Kaffeeklatsch24, 266

Warum Sollte es Gott Geben?

Antwort
von Philipp59, 30

Hallo Kaffeeklatsch24,

vor über 13 Milliarden Jahren fand ein höchst "zufälliges" Ereignis statt: der Urknall. Aber was war davor, so frage ich mich immer wieder? Gab es da schon den Zufall? Warum gibt es überhaupt einen Zufall, wenn vor ihm nichts dagewesen ist? Doch ich sollte nicht so viele Fragen stellen! Jedenfalls brachte der Zufall allerlei Brauchbares hervor. Der Grundbaustein, die Materie, entstand, aus der sich schließlich die Sterne und Planeten bildeten. Von Anbeginn an lief alles nach festgelegten "Naturgesetzen" ab. Kann der Zufall Gesetze hervorbringen? Muss er doch wohl, oder?

Nachdem sich also die Sterne und andere Himmelskörper gebildet hatten, vereinigten diese sich zu ganzen Sternenhaufen, den Galaxien. Von denen soll es unglaubliche 125 Milliarden oder mehr geben! Die Galaxien sind allerdings nicht wahllos im Weltraum verteilt, sondern bilden sog. Galaxienhaufen. Diese Galaxienhaufen ihrerseits sind in Superhaufen angeordnet. Wahnsinn! Was der Zufall so alles zustande bringt, alle Achtung!

Irgendwann in einer späteren Phase entstand unsere Erde. Wir haben wirklich Glück gehabt, dass die Erde in einer "bewohnbaren Zone" der Milchstraße liegt, denn sie besitzt die genau richtige Konzentration an chemischen Elementen, die für das Leben notwendig sind. Wäre sie weiter weg, dann kommen zu wenige dieser Elemente vor, wäre sie dem Zentrum der Milchstraße zu nahe, dann bestünde ein erhöhtes Vorkommen tödlicher kosmischer Strahlung. Damit fing eigentlich ein Glückssträhne für die Erde an. Sie hat nämlich auch genau die richtige, d.h. lebensfreundliche Umlaufbahn zur Sonne erwischt ( 150 Millionen Kilometer). Wäre sie nur etwas weiter von der Sonne entfernt, wäre sie von Eis überzogen, bei geringfügiger größerer Nähe zur Sonne würde ihre Oberfläche glühen.

Ach ja, dann ist da ja noch der freundliche "Nachbar" der Erde, der Mond. Wir sind richtige Glückspilze, dass wir ihn haben. Er trägt zu einer stabilen Erdachse bei. Ohne ihn würde die Erde wie ein Kreisel anfangen zu eiern und könnte sogar zur Seite kippen. Nicht zu vergessen sind die für die Ökologie der Erde so wichtigen Gezeiten, die der Mond erzeugt. Danke, Zufall, dass du auch daran gedacht hast!

Doch der Zufall wäre nicht unser Zufall, wenn er nicht auch daran gedacht hätte, die Erde mit "Schutzschilden" zu umgeben. Da der Weltraum durch seine tödliche kosmische Strahlung und einen andauernden galaktischen "Kugelhagel" eine Bedrohung für das Leben auf unserer Erde darstellt, gibt es zum einen das Magnetfeld der Erde - es hält die volle Intensität kosmischer Strahlung ab und schützt uns vor potentiell tödlichen Gefahren der Sonne - zum anderen die Erdatmosphäre - auch sie filtert z.B. durch das Ozon bis zu 99 Prozent der gefährliche Ultraviolettstrahlung und verhindert weitgehend den Einschlag von Meteoriten auf die Erdoberfläche.

Wie ging es nun weiter, nachdem die Voraussetzungen geschaffen waren, dass auf unserem Planeten Erde Leben möglich war? Wie war das noch? Da gab es doch die "Ursuppe". In ihr sollen die Grundbausteine des Lebens entstanden sein.

Nun gibt es über 100 Aminosäuren, jedoch sind nur 20 für die Proteine des Lebens erforderlich. Außerdem treten sie in zwei Strukturen auf: "rechtshändige" und "linkshändige" Moleküle. Die 20 Aminosäuren, aus denen die Proteine der Lebewesen bestehen, sind alle "linkshändig". Wie wahrscheinlich ist es denn, dass auch nur ein einziges für das Leben notwendige Proteinmolekül durch Zufall in einer Ursuppe entstehen konnte?
Die Zahl liegt bei 10 hoch 113, wobei Ereignisse mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 hoch 50 von Mathematikern bereits so eingestuft werden, als träten sie nie ein. Nebenbei bemerkt: Bei 10 hoch 113 handelt es sich um eine Zahl, die größer ist als die geschätzte Zahl aller Atome im Universum. Au weia! Kann es wirklich so viele Zufälle geben? Mir wurde es ganz heiß, als ich dann las, dass eine lebende Zelle nicht nur einige wenige Proteine für ihre Arbeit braucht, sondern sage und schreibe 2000 Proteine, die als Enzyme wirken!

Lieber Zufall, sage bitte, bitte, dass das nicht wahr ist! Wie soll ich bei all diesen Zahlen noch an dich glauben können? Ich habe immer an dich glauben können, aber jetzt? Nein, nein, ich will nicht zweifeln, ich muss nur fest an dich glauben. Was wäre denn sonst die Alternative? Gott? Also nee, das hatten wir mal früher aber doch jetzt nicht mehr! Kann ich nicht glauben und will ich nicht glauben. Nein, nein, niemals!!! Oder vielleicht doch?

LG Philipp

Kommentar von Steffile ,

Du uebersiehst einiges in deiner langen sarkastischen Argumentation: 

1)  Es ist irrelevant, ob das Universum aus dem Nichts entstand, oder ob es etwas davor gab. In einer Singularitaet, wie der, aus der der Urknall hervorging, gelten die physikalischen Gesetze (was du Naturgesetze nennst) nicht mehr, und falls etwas davor war, hat es keinen Einfluss darauf, was nach dem Urknall war. 

2) Zu der Frage der Evolution von Galaxien haben wir mindestens zwei brauchbare Theorien, die nicht auf Zufall basieren. 

3) Die genetische Definition fuer Leben ist in der Tat unwahrscheinlich (aber ncht unmoeglich). Es gibt aber auch die thermodynamische Definition, die davon ausgeht, dass Leben mit lokalen Regionen anfing, in denen sich die Ordnung erhoehte bzw. Entropie verringerte (Shapiro).

Kommentar von mrauscher ,

Danke Phillip59, ein hervorragender Bericht und eindeutig auch noch, läßt keine Frage übrig. - Und Kaffeeklatsch24, die Alternative zu Gott wäre der "Zufall". Wenn "Zufall" das alles kann, was Phillip grad beschrieben hat, wäre doch wenigstens ein kleiner, kleiner, kleiner Beweis seitens der Atheisten notwendig. Genau hier ist das große Schweigen im Walde. Statt dessen werden Phillip, alle anderen hier in gutefrage.net und ich ganz besonders, die wissen, dass Gott lebt  von den Atheisten maßlos beschimpft und abfällig behandelt.

Warum eigentlich? Welche innere Kraft treibt diese Meschen an, dem "Zufall" so sehr zu Knie zu rutschen und den liebevollen Schöpfer so sehr zu mißachten und ihn zu bespucken? - Phillip und ich kennen die Kraft, die diese Menschen antreibt. Wir dürfen es hier nur nicht sagen... Und hier noch ein paar nette Beweise für die Schöpfung:

https://www.was-darwin-nicht-wusste.de/

Wir wünschen Dir noch einen guten Tag und viel Erfolg beim Fragen
Gruß Matthias

Kommentar von Steffile ,

"...wäre doch wenigstens ein kleiner, kleiner, kleiner Beweis seitens der Atheisten notwendig" - wie waers mit einem von eurer Seite? 

Niemand bespuckt deinen Schoepfer oder verachtet dich, und es bist eher du, der uns Atheisten sehr unchristlich diffamiert.

Wir stellen eure Argumentationen in Frage, die mmer auf der Negation von selektiven wissenschaftlichen Theorien basieren, oder auf subjektivem Gefuehl. 

Kommentar von Susanne88 ,

"...und es bist eher du, der uns Atheisten sehr unchristlich diffamiert..."

Ich fürchte, das darf er. Denn er hat sowohl die Weisheit wie auch das Wissen schlechthin auf seiner Seiteund seine christliche Moral.
Da darf er das.

Vielleicht bringst auch noch ein paar Pluspunkte dereinst im Jenseits.

Kommentar von Philipp59 ,

Vielen Dank, Matthias!

Kommentar von Susanne88 ,

Die Behauptung, der Zufall sei für alles mögliche verantwortlich, stammt von den Gläubigen, wohl um Atheisten als blöd darzustellen.

Anschließend sollen dann die Atheisten dieses Unbehauptete "beweisen" oder begründen, wie der Zufall da angeblich agiert und macht.

Immer die gleiche Methode. Wahrheit scheint bei der Gläubigen ein unbeachtetes Nebenthema zu sein...

Kommentar von Philipp59 ,

 Willst du behaupten, der Zufall habe nach Ansicht der  Wissenschaft  keine tragende Rolle gespielt? 

Kommentar von roboboy ,

Lieber Philipp59.

Gerne würde ich dir all das, was du hier als Zufall abtust, logisch erklären. Jedoch würde dies hier einfach den Rahmen-Und meine Tastatur sprengen.

Deshalb mal was ganz einfaches, mathematisches. Das sind keine Zahlen, die etwas mit dem von dir beschriebenen zu tun haben, es ist lediglich als Gleichnis zu verstehen:

Fangen wir von Hinten an:

Leben entsteht. Abiogenese. Das wir daraus entstehen, eine winzige Chance. 0,00000000000000000000001% Pro Fettbläschen, dass wir dabei entstehen....

Nur haben wir nicht ein Fettbläschen, wir haben Milliarden von Fettbläschen. Genau 100.000.000.000 Fettbläschen. 

Da hast du dann eine Wahrscheinlichkeit von X% dass wir entstehen

Und wie viele Planeten gibt es in unserer Galaxie, auf welchen Bedingungen herrschen, unter denen Leben entstanden sein könnte, welches unserem gleicht?

"Bei einer geschätzten Zahl von 100 Milliarden sonnenähnlicher Sterne enthielte die Milchstraße eine zweistellige Milliardenzahl erdähnlicher Planeten in bewohnbaren Zonen." (sputniknews).

Warum geschätzte Zahlen? Weil es einfach solche Ausmaße sind, dass es extrem schwer ist, alle Sonnen zu zählen, ja, heutzutage noch fast unmöglich.

Aber rechnen wir mal mit der Zahl von 25000000000 Planeten weiter, welche Potentiell Erdähnlich sind.

Auf 25.000.000.000 Planeten haben wir also 100.000.000.000 Fettbläschen, welche eine Wahrscheinlichkeit und so weiter...

Y%, dass Menschliches leben entsteht.

Es gibt ungefähr 500 Milliarden Galaxien. Schätzungen gehen sogar bis auf 1 Billion, wir bleiben jetzt mal realistisch.

Das Rechnen überlasse ich dir, ich bin ich zu faul.

Ich weiß nicht, was dabei herauskommt, ich habe es nicht durchgerechnet. Wenn es gute Startzahlen sind, die ich gesetzt habe (wahrscheinlich viel viel viel zu wenig Fettbläschen bei viel zu niedriger Wahrscheinlichkeit), dann kommt bei dir am Ende eine Wahrscheinlichkeit >70% raus. 

Das zeigt, dass das Entstehen von Leben auf der Erde alles andere als Zufall war. Es war einfach Wahrscheinlich. Und eine Frage zum Nachdenken gebe ich dir mit auf den Weg:

Würdest du dich das gleiche Fragen, wenn du auf einem anderen Erdähnlichen Planeten leben würdest, da dort die Wahrscheinlichkeit auch so hoch ist, wie auf der Erde, dass leben entsteht?

Aber den Rest rollen wir mal von Vorne auf.

Urknall-Überlichtschnelle Ausdehnung des Universums (welche jetzt bewiesen wurde!), Bildung der Elemente. Anfangs war nur Wasserstoff und Helium vorhanden, diese bildeten unter extremem Einfluss der hitze vom Urknall die Weiteren Elemente. 

Alles andere mit den Planeten, was du geschrieben hast ist auf die Gravitation zurückzuführen. 

Ob der Urknall jetzt Zufall war oder nicht, kann dir keiner Sagen. Denn dafür müsstest du wissen, was davor passiert ist, und das wird sohl nie geklärt werden können. Jedenfalls nicht in meiner Lebzeit.

Aber alles nach dem Urknall war Wahrscheinlich und ist den Gesetzten der Natur gefolgt. Nichts mit Zufall oder Willkür. Der Grund, warum wir heutzutage immer noch die Ereignisse von damals nachvollziehen und erforschen können.

 Aber jetzt mal die Hauptfrage:

Was ist wahrscheinlicher?

Am Anfang war nichts. Aus dem Nichts entsteht 

Energie (dazu gibt es einige abgefahrene Theorien, ich verstehe davon kein Wort mehr, das ist (abstrakte) theoretische Physik), oder

Gott. Ein allmächtiges Wesen, welchem Langweilig ist, und es den Urknall schafft. 

Kurz:

Ihr sagt, alles nach dem Urknall war "Zufall". Nein, es war Wahrscheinlich und ist nur den Naturgesetzen gefolgt. Nichts mit Zufall.

Vor dem Urknall war irgendwas. Dieses irgendwas ist zufällig entstanden.

Gleichzeitig sagt ihr aber, Gott ist zufällig entstanden und hat uns dann zufälligerweiser geschaffen?

Wo braucht man mehr Zufälle? Bei Gott oder bei der Wissenschaft. Bei Gott. Also argumentiert gar nicht mit Zufall.

Aber wer nichts weiß, muss alles glauben...

LG

Kommentar von roboboy ,

Die Zahl liegt bei 10 hoch 113

Diese Zahl ist m.E. Reiner Schwachsinn....

Kommentar von Steffile ,

Die Zahl ist gar nicht mal relevant, wenn wir die Moeglichkeit von selbstorganisierenden Systemen in Betracht ziehen.

Kommentar von roboboy ,

Stimmt... 

Kommentar von Philipp59 ,

Hallo roboboy,

warum wehrst Du Dich dagegen, dass der Zufall eine entscheidende Rolle gespielt haben soll (jedenfalls im Sinne naturwissenschaftlicher Theorien)? Denke z.B. an den Faktor "Mutationen", die gem. der Evolutionstheorie sozusagen der "Motor" für die Fortentwicklung des Lebens darstellen. Mutationen sind ein absolut zufälliges Geschehen.

Mir ist schon klar, dass Naturwissenschaftler nicht alles nur auf den Zufall zurückführen, sondern dass die Naturgesetze den großen Rahmen bilden. Doch Naturgesetze können jedoch nicht denken, konstruieren oder planen. Doch zeugt die belebte wie auch die unbelebte Welt, wo man auch hinschaut von Intelligenz und Planung. Daran zu glauben, dass aufgrund des Zusammenspiels von Zufall und Naturgesetzen alles möglich ist, ist für mich ebenso eine Religion wie auch der Glaube an einen Schöpfer.

Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass in der Ursprungsfrage niemand, auch nicht aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse, in der Lage ist, unumstößliche Aussagen zu treffen. Man kann sehr wohl Theorien aufstellen, die auch in sich völlig schlüssig sein mögen, doch wäre es unlauter, diese als Tatsachen hinzustellen. Wäre es nicht viel ehrlicher zu sagen: "Es könnte zwar so gewesen sein, muss es aber nicht. Vielleicht war es ja doch ganz anders. Ich weiß es nicht"? Wie das Universum und das Leben entstanden ist, ist eine Grenzfrage, die eben jeder aus seiner Sicht beantworten darf.

LG Philipp

Kommentar von Susanne88 ,

Liber Philipp:
"Willst du behaupten, der Zufall habe nach Ansicht der Wissenschaft keine tragende Rolle gespielt?"  Ja wieder so eine unscharfe Aussage. Wobei hat denn der Zufall "nach Ansicht der Wissenschaft eine tragende Rolle gespielt"? Es geht hier um die Entstehung des Universums und des Lebens, wohlgemerkt nach Ansicht der Wissenschaft.

Ich würde also bitten, Atheisten (die selbiges ja behaupten sollen) zu benennen. Aber ich erhalte keinen Beleg, obwohl ich schon x-mal danach gefragt habe.

Hilfsweise würde ich auch die eine solche Behauptung von Wissenschaftlern akzeptieren.

Du z. B. fängst mit deiner Antwort so an: "vor über 13 Milliarden Jahren fand ein höchst "zufälliges" Ereignis statt: der Urknall."  Also mit welcher wiss. Aussage von welchen Wissenschaftlern belegst du diese Aussage dieses "zufälligen" Ereignisses?

dann weiter: "Aber was war davor, so frage ich mich immer wieder? Gab es da schon den Zufall?"  Da fragst du dich, bist also unsicher.

Nächster Satz aber: "Warum gibt es überhaupt einen Zufall, wenn vor ihm nichts dagewesen ist?" Jetzt bist du dir sicher, dass es einen Zufall gab?!  Und weiterhin unterstellt deine Frage, "dass vor ihm nichts dagewesen ist"

Also deine Behauptungen zusammengefasst:

  • Es war (irgendwann) nichts. 
  • Aber der Zufall existierte trotzdem. (Der Zufall ist nun nichts? Oder doch was? Definition v. Zufall wäre hier hilfreich...)
  • Der Zufall erzeugte den Urknall.                                                                                                           Bevor wir also weiter machen, wären diese Aussagen wären zu belegen.Aber wie üblich werde ich vergebens hoffen....
Kommentar von Philipp59 ,

Hallo Susanne88,

ich gebe zu, dass ich in meiner Darlegung dem Zufall eine zu große Rolle zugedacht habe. Ich habe hier also etwas übertrieben. Alles Geschehen allein auf den Zufall zu reduzieren, ist natürlich nicht ganz korrekt. Entschuldige bitte!

Dennoch sind sich auch Wissenschaftler nicht ganz einig darüber, welche Rolle der Zufall bei der Entstehung des Universums und des Lebens auf der Erde tatsächlich gespielt hat. Ich zitiere nur einmal den Wissenschaftler Professor Peter Christian Aichelburg, der auf der Website "Science Blog" unter dem Thema "Das Element Zufall in der Evolution" schrieb:

"Liegt der Zufall schon im Urknall? Was heißt, das Universum ist mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit aus einer Quantenfluktuation des Vakuums entstanden?

Welche Bedeutung hat dabei der Begriff "Wahrscheinlichkeit"?
Wir kennen bis heute keine konsistente Quanten-Kosmologie, und niemand kann sagen, ob eine solche Theorie nicht die Grundlagen der heutigen Physik erschüttern und uns zwingen wird, den Zufall unter einer gänzlich neuen Perspektive zu beurteilen.

Biologen werden zu Recht den pragmatischen Standpunkt einnehmen und darauf hinweisen, dass Evolutionsmodelle, die Wahrscheinlichkeitsverteilungen annehmen, sehr erfolgreich sind, ob es dafür eine weitergehende Erklärung gibt oder nicht. Aber erkenntnistheoretisch macht es einen Unterschied! So bleibt für mich offen: Liegt der Zufall in unserer Beschreibung, oder ist er ontologisches Element der Evolution?"

Kommentar von Susanne88 ,

Lieber Philipp,
danke für die Antwort, gewöhnlich erhalte ich ja keine.

Zu Sache: Auch Aichelberg behauptet nicht, der Zufall sei für die Entstehung der Welt verantwortlich. Er spricht in diesem Zusammenhang übrigens nicht von dem Zufall, der gewöhnlich in der Umgangssprache verwendet wird: ein unwahrscheinliches Ereignis. Sondern vom objektiven Zufall in der Quantenphysik, Zitat: "Was heißt, das Universum ist mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit aus einer Quantenfluktuation des Vakuums entstanden?" nachdem ja nachweisbar sozusagen aus dem Nichts (Quantenfluktuation, Casimireffekt) etwas entsteht. Er stellt sich einfach die Frage, ob dies beim Universum nicht auch so gewesen sein könnte.

Aichelberg: "So bleibt für mich offen: Liegt der Zufall in unserer Beschreibung, oder ist er ontologisches Element der Evolution?" Also wirklich keine Behauptung, der Zufall habe irgenwas erschaffen.

Nein, ich bleibe dabei: Weder von Atheisten noch von enrstzunehmenden Wissenschaftlern wird behauptet, alles sein durch Zufall entstanden.

Es ist eine Behauptung von Gläubigen, um Atheisten runterzumachen: Siehe etwa die spöttischen Bemerkungen in deinem Text: "Lieber Zufall, sage bitte, bitte, dass das nicht wahr ist! Wie soll ich bei all diesen Zahlen noch an dich glauben können? Ich habe immer an dich glauben können, aber jetzt? Nein, nein, ich will nicht zweifeln, ich muss nur fest an dich glauben."

Mich würde interessieren (wirklich!), wie du denn auf deine Behauptungen in deinem Antworttext gekommen bist. Hast du es häufig gehört? Oder ist es einfach, damit zu punkten? Oder nur nicht nachgeprüft?

Kommentar von Philipp59 ,

....

Kommentar von Philipp59 ,

Hallo Susanne,

ich habe mich inzwischen etwas belesen, und denke nun etwas anders über das, was ich in meiner Antwort über die Rolle des Zufalls gesagt habe. Wie ich darauf gekommen bin? Nun, im Zusammenhang mit der Evolution wird immer wieder vom Zufall gesprochen, der auch nach Ansicht von Wissenschaftler mitgewirkt haben muss.

Mir ist schon klar, dass "Zufall" in der Wissenschaft etwas anders definiert wird, als es im landläufigen Sinn verstanden wird. Dennoch bleibt festzuhalten, dass im Zusammenhang mit der Entstehung des Lebens und dessen Entwicklung immer wieder der Begriff des Zufalls ins Spiel gebracht wird.

Kommentar von Susanne88 ,

ok.

Und danke für die Antwort.

Antwort
von Steffile, 45

Goetter sind ein kulturelles Phaenomen, die geschaffen wurden, als die Menschheit anfing Fragen zu stellen: warum blitzt es, warum schneit es, warum ueberflutet der Fluss usw. Goetter gaben eine Erklaerung und die Illusion von Kontrolle:

Die ersten Goetter waren Goetter, die Unheil brachten und mit Opfern zufriedengestellt wurden: Vulkan- und Blitz- und Kriegsgoetter. 

Spaeter erfanden die Menschen Goetter fuer alle wesentlichen Teile ihrer Existenz, auch Liebes-, Musik- und Weingoetter. Noch spaeter den monotheistischen Gott, der alle Aufgaben allein verrichtete.

Wir koennten sagen, dass die Menschheit heute dank Wissenschaft und Bildung keinen Gott mehr braeuchte, aber das stimmt nicht, auch heute noch sind Menschen irrational und Goetterglaube ist ein wesentlicher Teil der meisten Kulturen.

Ich persoenlich glaube nicht, faende es aber schade, wenn die Menschheit irgendwann so rational wuerde, dass sie keine Geschichten, Kunst und Glauben mehr haette.


Kommentar von mrauscher ,

Dein Bericht gefällt uns Menschen, die wissen, das es Schöpfung war. Vielleicht bist Du so nett und beweist, dass Universum und Leben durch "Zufall" enstanden sind. Bitte, nicht die Evoultion, sondern einfach nur das Leben und das Universum. Wenn Du das beweisen kannst, sind wir sofort auf Deiner Seite. - Wir haben allerdings Beweise für einen intelligenten Schöpfer:

https://www.was-darwin-nicht-wusste.de/

Gruß
Matthias

Kommentar von Steffile ,

Ich glaube nicht an Zufall, sondern an physikalische Gesetze, die in sich koherent sind. Diese erklaeren die existenzielle Frage "warum haben wir etwas statt nichts". Deshalb brauche ich keinen Gott (und ich bin glaeubig aufgewachsen). 

Und beweisen muss ich nichts. Meinetwegen kannst du auch an den Weihnachtsmann glauben.

Antwort
von comhb3mpqy, 71

Ich glaube an Gott, ich bin Christ.

Ich glaube, dass diese durchdachte Welt geplant wurde, ich glaube
nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die
Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Auch gibt es Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine
wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann
ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte
wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Ich glaube auch an ein Leben nach dem Tod. Sie können im Internet
nach "Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

Kommentar von Kaffeeklatsch24 ,

Danke für die schnelle Und Ausführliche Antwort!

Kommentar von ingwer16 ,

" durchdacht " ist diese Welt von der Natur , die der Mensch leider zerstört .
.... "Ihre Untersuchungen für die Kirche " ... Mir wird ganz anders ...
Erklär mir das bitte .

Kommentar von comhb3mpqy ,

darf ich fragen, was Sie genau nicht verstanden haben?

Kommentar von mrauscher ,

Die Kirche wird nicht von dem Schöpfer bevorzugt. Die Kirchen machen viel falsch. Wir reden vom Christentum, dass sich auf die Bibel beruft und die Erklärungen der Wissenschaften respektvoll beachten. Gott wird nicht zulassen, dass die Erde von einigen Menschen gänzlich zerstört wird. - Wenn ein Mieter eine Wohnung randaliert und beschmutzt, wird er gefeuert (Zitat Arnold Schwarzenegger). Danach kommen in diese Wohung nette und freundliche Mieter, die diese Wohnung respektvoll nutzen.
Gruß Matthias

Kommentar von Kaffeeklatsch24 ,

wie meinst du das ?

Antwort
von Andrastor, 41

Gute Frage.

Tatsache ist dass es nicht das geringste Indiz dafür gibt dass es Gott gäbe und da seine Beschreibungen höchst widersprüchig sind, ist nicht davon auszugehen dass es sich dabei um etwas anderes als reine Fiktion handelt.

Kommentar von Steffile ,

Genau, Menschen in Russland und Suedafrika koennen sich nicht auf einen Gott einigen, aber dass die Wurzel aus 9 drei ist, akzeptieren alle. Was auch fuer mich ein Beweis dafuer ist, dass Gott ein kulturelles Phaenomen ist.

Kommentar von mrauscher ,

Nur zur Info. Andrastor ist in gutefrage.not, so kam es mir jedenfalls zu Ohren, der Obermufti der Atheisten. Als Wolf im Schafspelz zeigt er sich oft von der nettesten Seite, aber lest seinen Kommentar. Ist da auch nur ein Beweis für seinen Aberglaube drin? Auch nur ein Hauch? Oder ein Mikrometer viel? - Nichts. Und daran glaubt er, nämlich "Nichts" hätte alles erschaffen. Ich verneige mich vor dem tiefen Glauben, den er da bekundet, muß man auch erst mal hinbekommen. Viele Kerzen, viele Weihrauchkannen und eine leere Halle (also mit "Nichts" gefüllt), die ganz dolle hallt, braucht man, um den Mumm aufzubringen, so einen starken Glauben zu entwickeln.

Aber leider irrt er und wir wissen nicht, wohin er irrt. Ins "Nichts"?

Nette Grüße von Matthias

Kommentar von Andrastor ,

Ist da auch nur ein Beweis für seinen Aberglaube drin?

Dann erkläre mir mal wie man eine Verneinung beweisen soll? Ich sagte klar und deutlich dass es keine Indizien dafür gäbe dass Gott existieren sollte.

Soll ich dir jetzt all diese "keinen Indizien" als Beweis aufzählen? Also alles was nicht darauf hindeutet dass es Gott gäbe?

Dann bin ich zu Weihnachten noch nicht fertig, Weihnachten 2020 wohlgemerkt.

Und daran glaubt er, nämlich "Nichts" hätte alles erschaffen.

Du demonstrierst ein gewaltiges Unverständnis gegenüber dem Atheismus, was mich bei jemanden deines Verblendungsgrades nicht im geringsten Wundert.

Kein Atheist glaubt daran dass "nichts" etwas erschaffen hätte. "Nichts" ist in unserer Welt (i.s.v. Dimension) nicht möglich. Ich als Atheist glaube nicht.

Weder dass etwas etwas erschaffen hätte, noch das "nichts" etwas erschaffen hätte, weil ich generell nicht an das "Erschaffen" im Allgemeinen glaube.

Atheismus ist die Abwesenheit von Glaube.

Das mag jemanden dessen Leben so extrem von Wunschdenken und Aberglauben geleitet wird, schwer verständlich sein, aber vielleicht schaffst du es diesen Zusammenhang zu begreifen.

Ich finde es interessant dass du immer meinst es gäbe deinen kosmischen Zauberer, aber bisher nicht den geringsten Beweis dafür vorlegen konntest.

Spricht nicht gerade für deine Glaubwürdigkeit.

Antwort
von nowka20, 3

das gebietet das klare denken

Antwort
von pinkyitalycsb, 19

Weil sich die Welt nicht von allein erschaffen hat, sondern Gott ihr Schöpfer ist!

Die Bibel ist für mich eine eindeutige Dokumentation dafür. Wenn ich sie lese, spüre ich sehr klar und deutlich, dass sie wahr ist!

Das Volk Israel, zu dem Gott durch Seine von Ihm berufenen Propheten gesprochen hat, gibt es noch immer, ebenso die geographischen Orte vieler in der Bibel beschriebenen Begebenheiten!

Außerdem weiß ich aus eigener Erfahrung, dass unser Vater im Himmel auch jedem von uns antworten kann, wenn wir es nur wirklich wollen und vollkommen auf Ihn vertrauen!

Antwort
von Roderic, 20

Solange die Menschen an ihn glauben, solange gibt es ihn auch.

Kommentar von mrauscher ,

Ist für mich ein Problem, Roderic. Als es noch keine Menschen gab, die an ihn glauben konnten, gab es ihn auch schon, sonst wärest Du als Mensch ja gar nicht da. Ich hoffe.  Du dankst es dem Schöpfer.

Antwort
von Susanne88, 15

....weil sonst Millionen von Pfaffen und Imanen arbeitslos würden!

Antwort
von chrisbyrd, 25

Einige m. E. recht gute Gründe dafür werden hier aufgeführt: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

Antwort
von fricktorel, 1

Es gibt "Ihn" (Jes.45,22), sonst gäbe es dich nicht (1.Mose 1,26-27; Röm.1,19-20).

Und Er will uns Seine Herrlichkeit schenken (1.Thes.2,12).

Antwort
von Hegemon, 36

Ja. Das frage ich mich auch.

Wenn alles von jemandem erschaffen worden sein muß - von wem wurde dann Gott erschaffen?

Kommentar von ingwer16 ,

👍🏻 .... Warum haben Adam & Eva auf beinah jedem Bildnis einen Bauchnabel ...
Warum keine Körperbehaarung ... 🤔😂

Kommentar von AntwortMarkus ,

Weil es eben keine Fotos sind sondern Bilder die der Künstler nach seinen Vorstellungen gemalt hat😉

Kommentar von Hegemon ,

Ah ja. Und mit welcher Frau zeugte Kain seinen Sohn Henoch? Wo kam die denn plötzlich her? :-)

Kommentar von pinkyitalycsb ,

Diese Frage wurde schon so oft gestellt und ebenso oft beantwortet! Hier nochmal ein kurzer Überblick:

Es sind uns nur die Namen der drei in der Bibel erwähnten Söhne bekannt. Aber laut Genesis 5, Vers 3 zeugten Adam und Eva viele Söhne und Töchter, und das fast tausend Jahre lang (Adam wurde 930 Jahre alt), während bereits auch all ihre Nachkommen Söhne und Töchter zeugten!

Also gab es Menschen genug, die vor und nach den in der Bibel genannten Söhnen geboren wurden und untereinander heiraten konnten, denn Inzest war kurz nach Adams und Evas Verlassen des Gartens Eden mit ihrem noch immer fast perfekten Körper kein Risiko und wurde erst sehr viel später durch Mose verboten.

Kommentar von Hegemon ,

Ok, dann bin ich überzeugt und trete ein. Wo muß ich unterschreiben?

Kommentar von mrauscher ,

Öhhm, nirgends unterschreiben, Hegemon. Ist kein Vertrag mit Kleingedrucktem, auch das ist hinterlegt:

„KOSTENFREI habt ihr empfangen, kostenfrei gebt“ (Matthäus 10:8).
Diese Anweisung gab Jesus seinen Aposteln, als er sie aussandte, die gute Botschaft zu predigen. Hielten sich die Apostel daran? Ja, und das sogar, nachdem Jesus die Erde verlassen hatte.

Gruß Matthias

Kommentar von mrauscher ,

Super, Markus. Gleich haben wir sie! Im Schmetterling-Netz, die Atheisten ;-)

Kommentar von Hegemon ,

"Gleich haben wir sie!"

Ich müßte ja nicht alle Nadeln an der Tanne haben, wenn ich als gestandener Mann nichts besseres zu tun hätte, als anderen Leuten mein Weltbild aufzudrängeln. Solch kindisches Gebaren wäre eines unreifen Teenagers oder eines SED-Parteisekretärs würdig. Peinlich, peinlich.



Antwort
von reziprok26, 28
Weil die Menschen keine Materie und kein Leben schaffen, also wer hat es gemacht, das Universum, die Galaxien, die Sonnen, die Planeten, die Menschen das Leben, da muss es was geben der das kann und das ist GOTT
Kommentar von Steffile ,

Wieso gehst du davon aus, dass jemand alles schaffen musste? Vielleicht war es wegen der physikalischen Gesetzte einfach unumgaenglich, dass sich Materie formte?

Kommentar von mrauscher ,

Dein Platz ist Mekka. - Nichts entsteht durch "Nichts". Glücklichweise gibt es auch noch die Wissenschaften, die Schülern das erklären. Und wenn es dann nicht saß, nachsitzen und noch einmal alles durchkauen. So war es in Mathe ja auch immer und Mathe, ich meine die vier Spezi Grundrechenarten (Plus, Minus, Division und Multiplikation) saßen ja auch bei den meisten, nach dem vierten Nachsitzen, oder?

Hab ich was nettes für Dich, Steffile:

https://www.was-darwin-nicht-wusste.de/

Gruß Matthias

Kommentar von Steffile ,

Schon weder legst du einem Atheisten das Wort "Nichts" in den Mund.

Antwort
von Sturmwolke, 3

Hier habe ich ein paar Gründe aufgelistet, warum ich an Gott glaube:

https://www.gutefrage.net/frage/frage-an-glaeubigewarum-glaubt-ihr-an-einen-gott...

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