Frage von jimi5, 42

Warum sollte ein Unternehmen NICHT auf Fairtrade umstellen?

Hallo alle zusammen!

Wir lernen in der Schule im Fach Betriebswirtschaft gerade darüber, warum man auf Fairtrade umstellen sollte und warum nicht. Bei den Pro's zu Fairtrade fällt mir sehr viel (CSR, man tut Gutes) ein. Beim Contra ist es etwas schwieriger. Ich wäre euch sehr danbar wenn ihr mir ein paar Gründe nennen könnte und freue mich auch über Ergänzungen auf der Pro Seite!

LG und Danke

Jimi

Antwort
von DeeVeeZ, 23

bei fairtradeprodukten können sich die produktionskosten fast verzehnfachen vorallem bei textilien 

deshalb funktionieren die meisten fairtrade fabriken nur um arbeit zu schaffen und menschen ein schöneres leben zu ermöglichen 

der firmenbesitzer wird also niemals reich 

und genau da ist der punkt 

wir Liberalen Europäer gründen firmen um Steinreich zu werden 

ausserdem braucht man ein viel höheres startkapital um eine fairtrade firma zu gründen 

Kommentar von jimi5 ,

Danke für die hilfreiche Antwort!

Fällt dir also außer folgendes noch was ein bzw. hast du Egänzungen? Danke!!!!

zu PRO

  • CSR
  • ethnisch besser

und zu CONTRA

  • es kostet dem Unternehmen mehr  und dadurch verringert sich der Gewinn
  •  die Produktpalette muss gesenkt werden weil man für viele Produkte die mit Fair Trade produziert werden einfach nicht die kapazität hat
  • man braucht ein höheres Startkapital
  •  man verkauft weniger weil sich die Leute einfach für das billigere Produkt entscheiden
Kommentar von DeeVeeZ ,

es ist ethisch besser nicht ethnisch 

und ja 

Zu PRO 

Randgruppen wie Veganer interessiren sich mehr für deine produkte 

desto mehr faitrade es gibt desto mehr passt sich die wirtschaft darauf an und in der theorie trägt man dazu bei wenn man fairtrade produziert das auch die fairttrade herstellung im vergleich zum verdienst der konsumenten sinkt und man somit der welt bei ihrer heilung hilft

zu contra 

gäbe es nur fairtrade würden wir alle verhungern weil es der ausbäutung afrikas und asiens bedarf um die welt zu ernähren 

was ja auch so schon nicht hinhaut

Kommentar von jimi5 ,

Danke für deine Hilfe!

Zu dem Punkt, dass es der Ausbeutung Afrikas und Asiens bedarf um die Welt zu ernähren kann ich dir nicht zustimmen. Es gibt mehr als genug Vermögen und auch andere Resourcen wie z.B. Platz um etwas anzupflanzen, Wasser, etc. um die Weltbevölkerung täglich mehrmals zu ernähren. Allein das Budget das die USA jährlich für ihr Militär verwenden könnte die Weltbevölkerung 4 Mal ernähren.

Antwort
von Traveller24, 14

Es gibt durchaus Unternehmen, die auf Fairtrade oder ähnliches umstellen, das aber gar nicht an die grosse Glocke hängen. Die Öffentlichkeit ist bei ethischen Grundsätzen in der Wirtschaft sehr empfindlich und lastet "fairen" Unternehmen verstösse wesentlich stärker an als "normalen" Unternehmen. Lieferketten sind zum Teil so lang und so kompex, dass ein Unternehmen keinen völligen Einfluss darauf hat, was wo wie hergestellt wird. Und wenn ein Unternehmen öffentlich auf seine hohen Grundsätze hinweist, kann das sehr problematisch sein, wenn irgendwo in der Lieferkette plötzlich dann doch jemand auf Unfairtrade, Kinderarbeit oder ähnliches stösst und das dann dem Endunternehmen anlastet, dass vielleicht gar nichts davon gewusst hat. Daher verzichten Unternehmen auch ab und an darauf, ihr Fairtrade-Grundsätze öffentlich zu machen.

Abgesehen davon ist Fairtrade auch paradoxerweise kein Garant dafür, dass es den Menschen in den Herkunftsländern auch tatsächlich besser geht. Eine Studie der University of London, die die Blumen-, Kaffee- und Teeproduktion in Äthiopien und Uganda untersuchte, zeigte das Farmarbeiter, so das Ergebnis, würden vom Fairtrade-Bonus nicht profitieren. In kleinbäuerlichen Betrieben mit Ethiksiegel verdienten sie mitunter sogar weniger Geld als in großen konventionellen Farmen.

http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/02255189.2014.873022

Ist leider auf Englisch

Antwort
von Cokedose, 6

Es ist einfach nicht wirtschaftlich und Wirtschaftlichkeit ist die Grundvoraussetzung für ein funktionierendes System. Fairtrade bedeutet Kosten. Kosten die an den Verbraucher weitergegeben werden müssen und die die meisten Kunden nicht bereit sind zu zahlen. Es sind also eher Nischenprodukte die keine großen Umsätze generieren.

Zudem verhält sich mit Fairtrade-Produkten anders als mit anderen Modeerscheinungen wie Bio oder vegane Lebensmittel. Bei Fairtrade handelt es sich um die gleichen Produkte wie die anderen "konventionellen" Lebensmittel, nur mit dem Unterschied, dass andere Menschen (angeblich) mehr Geld dafür bekommen. Bei Bio und Vegan sind es halt auch andere Produkte.

Antwort
von promooo, 18

Der einzigste Grund sind Kosten. Die entstehen durch:

-teurere Verarbeitung (hohere Löhne für die Arbeiter im Drittland)

-höhere Einkaufspreise

-ggf.höhere Verwaltungskosten

-vorallem werden durch teureren Einkauf die Produkte im Verkauf teurer. Werden die eigenen Produkte teurer, sinkt die Nachfrage und der Absatz de Produkte sinkt. So kann der Umsatz sinken und der Gewinn

-letzteres wäre, dass durch den sinkenden Gewinn und Umsatz Marktanteile verloren gehen können

Antwort
von FooBar1, 10

Viel teurer und es ist nicht sicher ob es wirklich was bringt. Der Markt für die Produkte ist auch viel kleiner

Antwort
von herja, 13

LOL, dann werden wir mal dein Taschengeld halbieren und dich fragen, wie du das findest?!

Kommentar von jimi5 ,

auf was genau beziehst du dich mit deiner Aussage?

Antwort
von exxonvaldez, 19

Weil nachhaltiger Konsum die Welt nicht rettet.

Weil es zu teuer ist.

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