Frage von Jettesche, 126

Warum sollen kinder nicht auch in einer homosexuellen ehe gut aufwachsen?

Ich höre immer wieder Vorurteile das lesbische oder schwule Pärchen keine Kinder bekommen oder großziehen sollen. Warum? Wieso sollte es ein kind bei gleichgeschlechtlichen paaren nicht gut gehen?

Antwort
von conelke, 54

Weil viele Menschen der Meinung sind, dass es nicht der Normalität entspricht und die Auffassung vertreten, dass ein Kind Mutter und Vater unterschiedlichen Geschlechtes benötigt, um die vorgegeben Werte einer Gesellschaft zu adaptieren. Weiterhin sehen sie die Gefahr darin, dass ein Kind in einer solchen Situation Hohn und Spott ausgesetzt ist, da es eben noch genügend Menschen gibt, die eine solche Familienkonstellation verurteilen und dies auch an ihre Kinder so weitergeben.

Im Grunde genommen entspricht es ja auch nciht der Normalität. Normal wäre Vater, Mutter und Kind. Jedoch haben sich die Zeiten geändert. Inzwischen gibt es so viele alleinerziehende Mütter und Väter, die auch nciht mehr dem Bild der Familie entsprechen. Aber was soll man gegen den Wandel der Zeit machen? Nichts. Frauen von heute sind unabhängiger und bleiben nicht in Partnerschaften haften, wie es früher noch der Fall war, aus Gründen der Absicherung. Auch schließe ich mich der Meinung an, dass es viele Kinder in gleichgeschlechtlichen Beziehungen vermutlich besser hätten, als in vermeintlich normalen Partnerschaften.

Aber die Gesellschaft ist noch nicht soweit, dass sie Ausnahmesituationen kulant als gegeben annimmt. Da spielen erzieherische, religiöse und kulturelle Gründe eine große Rolle.

Antwort
von Flimmervielfalt, 38

Uff, also ich glaube dass auch homosexuelle Paare genauso gut erziehen können, wie heterosexuelle. Ich verstehe aber ein wenig, was die Gesellschaft daran abstoßend findet. Ich vermute es steht dahinter die Idee, dass Homosexuelle viel intensiver und öfter miteinander verkehren als Heterosexuelle. Da fast alle Hetero-Paare es kennen, von ihren Kindern früher oder später beim Verkehr absichtlich oder unabsichtlich erwischt zu werden, übertragen die Heteros diese Situation auf die homosexuellen Paare und die damit entstehende Erklärungsnot. Denn die entstehende Frage des Kindes ist ja "Was habt ihr da gemacht?"nun in der Regel kommt dann der Aufklärungsansatz, der sich nicht auf Sex als Ausdruck von körperlicher Liebe bezieht, sondern dann wird es bei Heteros um Fortpflanzung und Befruchtung gehen. Und Heteros wissen, dass Homosexuelle auf diese Art und Weise nicht aufklären können oder einem Kind gegenüber begründen können, welchen Sinn und Zweck homosexuelle Penetration verfolgt. Wie gesagt, die Heteros haben da bessere Argumente und zig Bilderbücher für, die kindgerecht alles erklären und verharmlosen, was Mutti und Vati im Schlafzimmer machen. - Ich vermute, auch wenn viele homophobe Menschen das so nicht formulieren könnten, steckt genau das unterbewusst dahinter. Und der andere Aspekt ist natürlich die angst, dass Homosexuelle ihre Kinder auch zu Homosexuellen sozialisieren und sich dadurch auf Gedankengut- und Sexualpreferenz-Ebene fortpflanzen und es demnach in Zukunft mehr Homosexuelle geben würde. Wie gesagt, ich persönlich glaube und vertrete diese Thesen nicht, aber aus vielen Gesprächen die ich darüber schon geführt habt, glaube ich, dass es diese Aspekte nicht unwesentlich für Homophobe sind.

Antwort
von Solenostemon, 18

Bist du verrückt geworden ? Wenn Kinder in Homo und Bisexuellen Beziehungen  aufwachsen kann man sie viel schwerer zu guten Homophoben und Religiösen Fanatikern erziehen. Nicht auszudenken wie es wäre wenn es keine Homophobie und Religösen Fanatismus mehr gibt.

Antwort
von Lachsente, 26

Guten Quack!

Das ist ja das Schlimme daran. Es sind Vorurteile. Denen geht es nicht darum sich mal mit dem Thema auseinanderzusetzen. Oder um die Kinder. Ganz besonders um die nicht. Da werden sie eher dazu benutzt, um ihre eigene Sicht erklären zu wollen und wollen damit den Anschein erwecken, dass man das ja Kindern nicht antun könnte etc.

Leben und leben lassen. Erziehen und erziehen lassen. Ich frage mich warum manche Leute es so nötig haben sich in das Leben anderer einzumischen, obwohl es sie gar nichts angeht..

Mit freundlichen Grüßen

die Lachsente

Antwort
von lohne, 44

Eine normales Familienbild beinhaltet Vater und Mutter. Beides ist wichtig für die Entwicklung des Kindes. Allerdings kann ein Kind durchaus in einer Schwulen oder Lesben Partnerschaft gut aufwachsen. Vielleicht sogar besser als in einer nicht funktionieren Familie. Immer wird aber eine männliche oder weibliche Bezugsperson fehlen.

Kommentar von Minzy23 ,

Dein es wird immer eine männliche / weibliche Bezugsperson fehlen kann ich nicht wirklich zustimmen. Es gibt homosexuelle Männer die sich mehr weiblich verhalten als Frauen. Vielleicht können Sie nicht so gut erklären wie ein Tampon funktioniert aber das ist wohl ein relativ kleines Problem. Genauso gibt es einige Frauen die auch sehr männlich und autoritäre wirken.

Kommentar von LovingAngels ,

... Aber bei Alleinerziehenden Eltern ist das doch auch kein Problem... Oder werden denen demnächst die Kinder weggenommen? :o

Antwort
von NomiiAnn, 52

In der heutigen Gesellschaft, wo gefühlt 80% der Ehe eh geschieden werden und Kinder bei Alleinerziehenden aufwachsen, verstehe ich das Problem sowieso nicht.

Dann doch lieber zwei Menschen des gleichen Geschlechts, die sich gut kümmern.

Wobei ich natürlich schon kleine Konfliktpunkte sehe. Ich als junge Frau habe in der Pubertät doch lieber mit meiner Mama über solche Themen gesprochen. Mein Papa hätte mir auch kaum meine Fragen beantworten können. Allein weil er zB keine Tampons benutzt. Das ist natürlich alles nichts gravierendes und wenn man den Fragen hier in GF glaubt, dann reden die meisten nicht mal mit ihrer Mutter über solche Themen.

Kommentar von fragmichnochwas ,

"In der heutigen Gesellschaft, wo gefühlt 80% der Ehe eh geschieden" .. du solltest nicht so eingeschränkt denken..  1) es sind nicht 80% sondern grade mal 40% .. 2) dies betrifft vielleicht deutschland, aber nicht die welt.. 3) ich bin mir sicher dass auch dein vater eine bezugsperson für dich war und ist und du ohne ihn nicht die wärst die du heute bist

Kommentar von NomiiAnn ,

Was an "gefühlt" verstehst du nicht? Damit sage ich doch, dass es NICHT 80% sind. Außerdem sind da nicht die Paare mit drin, die nie verheiratet waren und davon gibt es eine Menge!

Klar. Aber ich hätte meinen Papa nie fragen können, wie ich das mit dem Tampon am besten mache. Auch hätte ich meinen Papa nicht gern beim Frauenarzt mit dabei gehabt.

Kommentar von Georg63 ,

Und trotzdem hättest du es ok gefunden, zwei Väter und keine Mutter zu haben?

Kommentar von NomiiAnn ,

Für mich wäre das kein Problem gewesen. Es wäre an manchen Stellen wohl einfach etwas komplizierter gewesen, aber die Mutter ist ja meist auch nicht die einzige weibliche Bezugsperson im Leben.

Wenn ich meine Mutter nicht gehabt hätte (wäre sie zB gestorben) dann wäre meine Oma die wichtigste Bezugsperson gewesen. Mit ihr konnte ich auch immer sehr gut über Frauenprobleme reden.

Antwort
von keineideedafuer, 11

Hey

Viele Menschen sind (leider) der Meinung ein Kind müsste in "normalen" Familien (heterosexuellen Familien) aufwachsen . Sie sollen von einer Mutter und einem Vater großgezogen werden.

Ich für meinen Teil bin selber nicht hetero und finde das ist wirklich schwachsinn.Ich verstehe selber nicht warum gleichgeschlechtliche paare kein Kind großziehen bzw. zusammen adoptieren dürfen.In einigen Fällen ist es auch so ,dass Kinder bei Gleichgeschlecchtlichen Paaren liebenswerter behandelt werden ( im fall , wenn bei heterosexuellen ein partner (meist frau ) z.b. geschlagen wird).

Antwort
von chemikant2, 30

Uch finde man sollte bei der Adoption die "richtigen paare" bevorzugen

Kommentar von CalicoSkies ,

Und wer entscheidet, was "richtige Paare" sind und was nicht? Du? :D

Kommentar von chemikant2 ,

ich habe eigentlich viel mehr geschrieben ... wurde wohl gelöscht der teil

Antwort
von fragmichnochwas, 25

kennst du kinder von alleinerziehenden müttern bzw. vätern? .. schau sie dir genau an.. freunde dich mit ihnen an und rede mit ihnen.. du wirst selbst sehen wie groß das loch ist, welches ein nicht-vorhandener vater bzw mutter in diese menschen reisst,... das kann kein geld der welt, keine unsumme an freunden und auch sonst nichts auf dieser welt kompensieren.. diese menschen sehnen sich nach dem nicht-vorhandenen elternteil ihr ganzes leben, egal was sie getan haben oder in welchen zustand sie grade sind..

die befürwortung der adoption durch gleichgeschlechtliche paare ist nur ein weiter schritt in der homo-agenda, um die kinder geht es niemandem.

Kommentar von Jettesche ,

ich bin selber ein kind wo sich die Eltern haben scheiden lassen, und ich bin dadurch niht anders. ich finde man kann Väter ersetzten durch männliche personen aus der familie oder patenonkel. also wenn man sowas macht.

Kommentar von MSsleepwalking ,

Was ein Kind in erster Linie Kind braucht, sind liebvolle und fürsprgliche Eltern und Bezugspersonen. Eine gesunde und liebevolle Beziehung sollte ihnen ebenfalls vorgelebt werden, was am einfachsten ist, wenn es die Eltern selber machen. Ob diese Eltern nun männlich und /oder weiblich sind ist im Grunde weniger oder nicht wichtig. Studien aus Schweden haben bewiesen, dass Kinder aus Regenbogenfamilien meist viel mehr Sozialkompetenz haben als andere.

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