Frage von sinatorshizi, 37

Warum sollen die Parteien für den Bundeskanzler entscheiden?

Nach Art. 63 GG soll der Bundespräsident dem Bundestag einen Kanzler vorschlagen. Warum hat die CDU schon jetzt für Merkel für die Kanzlerkandidatur 2017 entschieden? Sollte es nicht Aufgabe des künftigen Bundespräsidents sein? . . . Danke im Voraus.

Antwort
von baindl, 18

Der Präsident schlägt in der Regel den von der Mehrheit nominierten Kanditaten vor.

Tut er es nicht, dann wird nach 2 Wochen der Wunschkandidat gewählt.

Wird der Vorgeschlagene nicht gewählt, so kann der Bundestag binnen
vierzehn Tagen nach dem Wahlgange mit mehr als der Hälfte seiner Mitglieder einen Bundeskanzler wählen.

https://dejure.org/gesetze/GG/63.html

Antwort
von teafferman, 2

Politiker stellen sich für einen Zeitarbeitsvertrag zur Wahl auf. Sie bewerben sich also darum, von uns ausgewählt zu werden, um uns vier Jahre lang auf unsere Kosten politisch vertreten zu können. 

Wenn ich eine Putzfirma habe, und ich suche Personal, dann will ich selbstverständlich wissen, ob die Person putzen kann oder nicht. Und wenn sie putzen kann, wie. Geht  es um eine Putzfrau, dann stelle ich ganz gewiss keinen Menschen ein, der vor Dreck stinkt. 

In unserem Grundgesetz steht, dass der Bundeskanzler die politische Richtung der Regierung bestimmt. Die Ausführung wird an die einzelnen Minister verteilt. 

Eine Person steht also für eine bestimmte politische Richtung. 

Als wir vor Jahrzehnten für Brand kämpften, da stand er ganz eindeutig für eine politische Richtung. Wir wollten Frieden, soziale Gerechtigkeit, weg von der Anbetung des Todes, den die C-Parteien von Anfang an auf ihre Fahnen geschrieben haben. 

Damals hatte die SPD durchaus auch andere denkbare Kanzler-Kandidaten. Brand war also nicht unbedingt überall in seiner Partei beliebt. ABER wir, das Volk, hat sich für ihn entschieden. Im Vorwahlkampf. Also blieb der SPD gar Nichts anderes übrig als ihn aufzustellen. Und damit die politische Richtung der nächsten vier Jahre festzulegen. 

Die C-Parteien haben sich jetzt also dafür entschieden, dass die Zerstörung unseres Sozialsystems weiter betrieben wird, dass weiter an einer Spaltung Europas gearbeitet wird, weiter an einer Förderung von Krieg und Flüchtlingsströmen gearbeitet wird, an Menschenrechtsverletzungen und möglichst großem Ausmaß.

Stellt die SPD nun so ein Subjekt wie Gabriel als Gegenkandidaten auf, so bietet sie keine andere politische Richtung an. Es darf gehofft werden, dass noch so viel Verstand in dieser Partei vorhanden ist, dass sie diese Tatsache wahr nimmt. Das Volk mag sie nicht so auf den Punkt bringen wie ich es hier tue, fühlt sie aber sicherlich deutlich. 

Wir haben ja noch andere Parteien. Auch sie haben manche dem Volk bereits bekannte Politiker in ihren Reihen. Anhand bisheriger Äußerungen und Taten kann sich also das Wählervolk ein Bild davon machen, wie deren aufgestellte Kanzlerkandidaten die nächsten vier Jahre die politische Richtung in diesem Staat vorgeben wollen. 

Zudem macht es aufgrund der im Grundgesetz genannten Fristen sehr viel Sinn, sich vor der Wahl auf einen Kanzlerkandidaten zu einigen. Denn viel Zeit bleibt den Gewählten nicht für eine Auswahl nach der Wahl. 

Diese ihre mehrheitliche Auswahl teilen sie dem Bundespräsidenten mit .Dieser wird dann tätig. 

Der Bundespräsident hat in unserem Staat nur repräsentative Aufgaben. Er trägt zwar einen tollen Titel. Aber damit hat es sich im Grunde. 

Antwort
von Meandor, 1

Natürlich kann der Bundespräsident auch einen Nichtspitzenkandidaten vorschlagen. Dann wird der erste Wahlgang halt ergebnislos verlaufen und zwei Wochen später einer der Spitzenkandidaten gewählt.

Wäre nur eine Vergeudung von Zeit und Geld.

Antwort
von AnglerAut, 16

Die Aufgabe der Parteien ist die politische Willensbildung. Somit bieten die Parteien jetzt Kandidaten an und ein Parteienprogramm, damit die Wähler sich eine Meinung bilden können, wer sie am besten vertreten könnte.

Antwort
von Leisewolke, 17

das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis

Antwort
von illerchillerYT, 15

Der Präsident schlägt sowieso nur vor.
Die Parteien müssen sich dann noch einig werden.

Antwort
von BeliPerle, 17

Ich bin schon immer lieber für Anarchie gewesen. 

Das ist viel zu dämlich mit den ganzen Pateienschei*** und etc.

Fast alle Politiker können überhaupt nicht gut mit ihren Land umgehen, geschweigenden regieren.

Kommentar von sinatorshizi ,

Ich glaube, das hat nichts mit der gestellten Frage zu tun.

Ich danke Ihnen aber trotzdem.

Kommentar von Chogath ,

Sie haben wohl noch nie in einer Anarchie gelebt... Lernen Sie mal die Freiheiten und Demokratie zu schätzen..

Kommentar von BeliPerle ,

Die Deutsche Politik ist definitiv keine Freiheit! Die machen eh immer das was sie wollen unsere Politiker und meistens ist das immer nur schlechtes was sie machen!

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