Warum soll ich zum Islam ( bzw eine Religion ) gehen ?

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15 Antworten

Die Sache stellt sich insofern kompliziert dar, als Du nicht mitgeteilt hast, ob in Dir eine Art "brennender Wunsch" besteht, Dich einer Glaubensgemeinschaft anzuschließen, weil du felsenfest davon überzeugt bist, dass sich die von Dir verehrte und angebetete Gottheit Dir dann persönlich zuwenden wird und sich durch Dein Leben substantiell verändernde Taten als wirksam erweisen wird.

Ich habe diese Voraussetzung so betont ausführlich beschrieben, weil ein emotionsloses Probierverhalten, ob man eine Religion gut finden kann oder nicht, eine völlige Fehleinschätzung darstellt. 

Religion ist eine existentielle Erfahrung, die totale Betroffenheit mit sich bringt. Der Gläubige hält diese von der Religion eröffnete Weltperspektive für absolut gültig. Er ist von ihr so ergriffen, dass der Zweifel an der prinzipiellen Richtigkeit der Glaubensinhalte für ihn jenseits der Vorstellbarkeit liegen. 

Wenn Du also aus einem diffusen intellektuellen Interesse hier die Frage nach dem "Nutzen" einer Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft stellst, wird Dir sicher die Antwort zuteil werden, dass es "nichts bringt". Du kannst die Rituale der anderen Gläubigen zwar formal mit ausüben, doch es wird nur ein schaler Geschmack entstehen, weil Du Dich als ein unredlich agierendes Teilelement in der Gemeinschaft der Gläubigen erleben wirst. Das führt eher zu Scham und Peinlichkeit, weil Du das Gefühl nicht los wirst, dass die anderen Deine innere Nichtzugehörigkeit spüren können. 

Der wahrhaft Gläubige allerdings erfährt das religiöse Leben und Erleben als große Bereicherung. Er fühlt sich getragen und geliebt, sein Leben hat ein substantielles Ziel bekommen, er hat weniger Angst vor der Zukunft und vor dem Tod und kann mit den Widrigkeiten des Lebens weit besser umgehen, da er hinter den für ihn unbegreiflichen Geschehnissen immer die Fürsorge seines Gottes spürt. Andererseits wird er weit stärker mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten konfrontiert sein, denn in jeder Religion drohen harte Sanktionen, wenn sich der Gläubige versündigt oder bei der Wahrung der auferlegten Pflichten versagt. Damit ist die persönliche Autonomie massiv eingeschränkt und die mögliche Freiheit zu individueller Lebensgestaltung einer erheblichen Kontrolle und Beobachtung unterstellt.

Im letzten Teil Deiner Frage möchtest Du noch wissen, was die anderen Gläubigen davon haben, wenn Du Dich ihrer Glaubensgemeinschaft anschließt. Es stärkt ihre gesamtgesellschaftliche Wirkungssphäre und damit das Gefühl bei jedem einzelnen, dass er einer großen und mächtigen einflussreichen Gemeinschaft zugehört. Daher betreiben auch die meisten Religionen die Mission. Sie dient dem Erhalt ihres Glaubenssystems und bewirkt, dass man mehr "Glaubensbrüder" hat, die einem gegebenenfalls in der Not helfen können. 

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Getreu dem Motto "so viele Menschen können nicht irren" lieben wir Menschen es, wenn andere so denken, wie wir selbst. D.h. andere Christen, Juden, Muslime etc. empfinden es - zumindest unbewusst - als Bestärkung ihrer eigenen Glaubenswahl, wenn möglichst viele andere sich zu ihrem Glauben bekennen. Dies dürfte wohl auf jeden Gläubigen jedweder Religion zutreffen, da es sich hierbei um einen unbewusst ablaufenden psych. Prozess handelt. Es ist ja auch kein Zufall, dass immer solche Menschen zusammenfinden, die ähnliche Einstellungen zu was auch immer haben. Zustimmung und Bestätigung fühlen sich gut an.

Darüber hinaus gibt es hier und da noch religionsspezifische Anreize. Wenn Du Dir den Islam besonders anschauen möchtest: Wenn ein Muslim dazu beiträgt, dass ein Nicht-Muslim zum Islam konvertiert, dann ist ihm dafür Allah's Lohn (hasanat) gewiss. Und für viele andere Handlungen ebenso. Da gibt es Muslime, die betreiben regelrecht ein hasanat-Sammeln oder -Jagen. Du darfst Dir das wie ein Punktesystem vorstellen; wer viel hasanat (Plus-Punkte) angesammelt hat, kann damit die eine oder andere Verfehlung (Minus-Punkte) kompensieren. Ich bin mir da nicht so sicher, insbesondere wenn das mit Methode gemacht wird. Allah ist ja nicht doof.

Und dann gibt es noch solche, die sich tatsächlich und authentisch freuen, wenn Du dem ihrer Meinung nach einzig richtigen Weg folgst. Sie freuen sich für DICH.

Aber wer will schon wissen, welches der richtige Weg ist? Vielleicht führen ja doch alle Wege ins Himmelreich .... oder wohin auch immer.

In schā'a llāh

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Kommentar von SchizoSync
30.11.2016, 18:39

Der Kommentar übt wirklich subtil induzierte Kritik aus 😉👍

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Du "sollst" gar nichts. Du tust einfach das, was dir wichtig ist und dir gut tut.

"Die Religion" hat dann ein Schäfchen mehr. den Menschen auf der Straße wird das größtenteils schnuppe sein, solange du keinen damit belästigst oder gar schadest.

Und Gott ist das auch egal, weil er nur in deinem Kopf existiert.

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Hilf dir selbst dann hilft dir Gott. Bin seit 15 Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten und bin seitdem ein Heide. Ich hab es bis zum heutigen Tag nicht bereut. Geh allein in die Natur und frag nicht warum das alles so ist. Sondern freu dich einfach und sei ein guter Mensch. Ich kann den ganzen Rotz nicht mehr glauben. 

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Es haben nicht andere Menschen was davon, sondern du. In dem du eine Religion wählst dann machst du dir damit was gutes. aber wenn du immer mehr andere Leute zu dieser Religion konvertiren lässt, tust du immer mehr Menschen was gutes.

Ich habe jetzt damit den Islam gemeint. Denn ich bin strenggläubige Muslime. Und wenn du anderen Mneschen zum Islam konevntieren Lässt tust du für dich und die anderen was gutes.

Ich hoffe das hat dir geholfen :)

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Die Religion als Organisation hat einen weiteren abergläubischen Menschen als Vereinsmitglied, was ihr Geld und Rechte einbringt (z.B. Kirchensteuer)

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Falsche Fragestellung - was hättest du davon  ? - das würde Sinn machen.
Aber dies muß dann jeder für sich beantworten.

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Hallo,

wenn Du einfach nur eine Religion annimmst, ohne daran zu glauben, hat niemand etwas davon.

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Das kommt auf die Religion an. Sagen wir Islam, dann geht es darum dass es eine Muslimische Welt geben soll, denn nur dann gibt es frieden auf der Welt. Außerdem wollen die Muslime dass du in den Himmel kommst, das geht nur wenn du den Islam annimmst.

Allgemein wollen die Religionen den Weltfrieden. Wenn du dich dafür interessierst eine Religion zu joinen, dann solltest du danach schauen welche Religion macht am meisten Frieden welche Religion tut am meisten Gutes. 

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Kommentar von Zicke52
30.11.2016, 14:22

Alle Religionen wollen den Weltfrieden?

Dann stellen sie sich aber unglaublich ungeschickt an. Denn nichts hat so viele Kriege verursacht oder angeheizt wie Religionen.

Gott muss ja ein grottenschlechter Kommunikant sein.

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Kommentar von Rationales
30.11.2016, 19:32

Der Islam macht mit Sicherheit seit seinem Bestehen (Jahr 600) am meisten Krieg, Blutbäder, Tyrannisierung der Anhänger und Nicht-Anhänger und kann daher niemals Perspektive für die ganze Welt sein. In hellen Scharen geht die Flucht aus den islamischen Staaten, da dort nicht mal mehr die Muslime leben können bzw wollen.

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Die Religion hat nichts davon. Außer einer größeren Mitgliederzahl.

Aber ich empfehle meine Religion genau so, wie ich dir das beste Eiscafé der Stadt zeige, wenn du danach fragst. Oder wie ich dir einen guten Zahnarzt empfehlen würde, falls du einen brauchst.

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Falsche frage...  du solltest dich eher fragen was du davon hast anstatt was andere davon haben. Um das rauszufinden: lies! Keiner kann dir die antworten abnehmen die du dir selbst geben musst. 

Du liest am tag hunderte nachrichten auf facebook whatsapp nachrichten im fernsehen zeitung bücher etc. Dann lies zumindest die heiligen schriften. 

Soviel bist du dir selbst schuldig und sei nicht zu faul dazu wenn dich die frage tatsächlich beschäftigt

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einen glauben anzunehzmen zielt nur auf dich und niemanden anderen

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Mohammedaner zu werden wäre die schlechteste Entscheidung Deines Lebens.

Lies aufklärende Bücher wie "Hamed Samad - Mohamed, eine Abrechnung". Dann siehst Du, was für eine Psychopathenspinnerei das Ganze ist.

Alle antiken Religionen sind falsch und rückständig. Aber man kann unterscheiden zwischen "schlecht" und "schrecklich".

Schrecklich ist eine Religion, wenn sie haarklein in den menschlichen Alltag eingreift - für fast alles im Leben Gebote und Verbote ausspricht und natürlich auch schreckliche Strafen vom Handabhacken bis zu Steinigung und Köpfen bereit hält.

Kein moderner Mensch braucht Religion aber jeder braucht Aufklärung.

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Kommentar von YassineB87
30.11.2016, 19:10

Man kann ja genauso sagen "Geh und lies mein kampf dann siehst du was die juden für schlimme menschen sind...". so ein propagandasch***** zu verbreiten ist einfach ein Armutszeugnis für die menschheit 

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Kommentar von YassineB87
30.11.2016, 19:13

Behauptest du wärst aufgeklärt... beschäftige dich erstmal damit denn wesentlicher bestandteil der aufklärung war religiöse akzeptanz... da ahne ich schon wieso du sowas erzählst wenn ich sowas lese...

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Wegen der aktuellen Situation nehme ich als beispiel den Islam

Bitte?

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Warum solltest du?

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