Warum sinkt das Bildungsniveau?

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16 Antworten



Ich habe das Gefühl, dass sich die Jugend gar nicht mehr für die wichtigen Dinge im Leben interessiert.



Ja, das könnte möglich sein. Allerdings muss man differenzieren: "die Jugend" ist ein dehnbarer Begriff. Die Jugend der prekären Unterschicht ist anders als die akademische Jugend. Dazwischen gibt es viele Abstufungen.

Außerdem ist die Definition dessen, was das denn sei: "die wichtigen Dinge im Leben", nur sehr individuell aufzustellen. Während manche Jugendlichen alleine ihr marerielles Wohl als Lebenszweck erkennen können oder wollen, sehnen sich andere junge Menschen eher nach Geborgenheit in einer Gemeinschaft, z. B. auch noch der klassischen Familie. Gewiss gibt es darunter auch welche, die geistige Interessen verfolgen.



Ich wünschte, ich würde so Menschen kennen, die sich wirklich für die
(z. Bsp.) Wissenschaft interessieren. Sie kann auch sehr spannend sein.



Ja selbstverständlich. Aber nicht alle Jugendlichen sind intellektuell dafür begabt, sich mit "Wissenschaft" welcher Fachrichtung auch immer zu beschäftigen. Selbst Jugendliche, die heute vom Staat mit 17 Jahren mit einem Zeugnis angeblicher Reife ins Leben geworfen werden, die vielleicht in diesem Alter mit sich noch nicht viel anzufangen wissen, viel weniger noch die Wirtschaft oder die Universität, sind heute nicht selten überhaupt nicht studierfähig. Entsprechend sind viele Jugendliche, die einen Realschul- oder Hauptschulabschluss haben, nur noch bedingt ausbildungsfähig. Aber ist das die Schuld der Jugendlichen? Staat und Wirtschaft gaukeln ihnen vor, mit 17 und Abitur etwas zu wissen und zu können. Nach einem Schmalspurstudium, nachdem die Universität grundlegenden Schulstoff nachholend vermittelt hat, gaukelt man ihnen mit Erreichen eines sog. "Bachelor" akademische Befähigung vor. Woher sollen diese bedauernswerten jungen Menschen denn wissen, dass sie nichts oder nicht viel wissen? Gut, sie könnten es wissen, wenn sie die Medienwelt aufmerksam verfolgen und die Klagen der Wirtschaft zur Kenntnis nehmen würden, dass man mit diesen "Bachelors" erst einmal wenig anfangen kann. Und die Ausbildungsbetriebe klagen, dass den Auszubildenen die mathematischen Kenntnisse und, ganz besonders schlimm, die wesentliche Kulturtechnik fehlt: die Befähigung, auch nur kurze Texte sinnvoll erfassen und mit eigenen Worten wiedergeben zu können. Leider stellt man dieses erschreckende Phänomen zunehmend auch an Universitäten fest.

Aber die Jugendlichen sind nur bedingt dafür verantwortlich, weil die staatliche Bildungspolitik in den meisten Bundesländern vollkommen versagt! Wenn man sechs Jahre undifferenzierte Inklusion verordnet, dann auch noch die Schulzeit bis zum Abitur um ein Jahr verkürzt, dafür die Schüler in aller Herrgottsfrühe teilweise schon für 7.30 Uhr in die Schule prügelt, sie dort bis zum späten Nachmittag schmoren lässt und ihnen mit dieser verfehlten Zeitgestaltung viele wichtige Entfaltungsmöglichkeiten nimmt, bevor man sie mit 17 Jahren in den sog. "Ernst des Lebens" entlässt, dann darf man sich über nichts wundern. Die Schüler tragen daran keine Schuld. Sie sind das Opfer!




Meiner Meinung nach macht so etwas viel mehr Spaß als Facebook,
Snapchat, Instagram usw. ... Klar sollte man sich ab und zu unter die
Leute mischen, etwas unternehmen. Aber mehr ist nicht.


Es gibt ohne Frage einen Trend in der jungen Generation, sich von den genannten kommunikativen Mitteln abhängig zu machen und die Gestaltung ihres Daseins vorgeben zu lassen. Den kritischen, sinnvollen Umgang mit diesen Medien  -  das Internet bietet, das darf man nicht vergessen, großartige Angebote, wenn man Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden kann  -  müssen den jungen Leuten folgende Institutionen beibringen: in zweiter Linie die Schule, aber in erster Linie das Elternhaus. Die Schule muss dabei versagen, wenn das Elternhaus diese grundlegende Leistung nicht erbringen kann oder will! Kurz: auch hier trifft die Jugendlichen keinesfalls eine Hauptschuld, wobei man aber verlangen muss, dass ein volljähriger junger Mensch mit Abitur in eigener Verantwortung nachholen kann, was versäumt wurde. Nicht alle jungen Menschen schaffen das, sie verfallen der anerkannten Krankheit der "Internetsucht"  -  leider ein zunehmendes Problem.



Dazu hab ich noch eine Frage. Ich möchte es mal "ganz vorsichtig" sagen.
Warum werden immer mehr naiver? Liegt das an den Schulen? Früher war es
denke ich nicht so. Aber jetzt geht es nur noch um soziale Netzwerke..



Meine bisherigen Ausführungen geben auf diese Fragen hinreichende Antworten.  :-)

MfG

Arnold





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Kommentar von sgn18blk
08.04.2016, 23:17

Vielen Dank für Deine Antwort!

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Ich gebe Dir vollkommen Recht:

Da gab dradio ein einziges Mal bekannt dass sie einen neuen Lyrik-Wettbewerb für Jugendliche ins Leben gerufen hatten. Es gab nicht mal einen Preis zu gewinnen. Kein anderes Medium berichtete darüber. Sie rechneten mit maximal 10.000 Teilnehmern. 

Nach viel Wochen hatten sie über 100.000 Anmeldungen. - Ein Beweis wie schlimm es doch ist dass es soziale Netzwerke gibt. Die dann auch noch von den Jugendlichen genutzt werden. Furchtbar. 

Vor wenigen Jahren gab es in Berlin vor dem Deutschen Bundestag eine Demonstration junger Menschen. Sie hatten sich lange vorbereitet denn es war ihnen wichtig dass aus jeder sozialen Gruppe die in diesem Staat lebt Teilnehmer anwesend waren. Mitglieder einiger sozialer Gruppen mussten erst noch überredet werden. Genauer: Dazu schriftlich animiert werden. 

Gäbe es doch bloß keine sozialen Netzwerke!!!! Sie hätten es nicht geschafft ihre Demonstration gegen aggressive Sexualisierung unserer Gesellschaft auf die Beine zu stellen!!!

Aktuell erhole ich mich von einer Auseinandersetzung die ich mit einem Journalisten führte der sich auf Politik spezialisiert hat. Seine Beiträge lese ich schon eine Weile. Und ärgere mich stets über seine staatspolitische Unwissenheit, sein halbgares Getöse. 

Tatsächlich behauptete er im Brustton vollster Überzeugung ein Neugeborenes habe mit unserem Grundgesetz ja wohl nicht das Mindeste zu tun. Das sei ja noch schöner. 

Es handelt sich um eine Auffassung die auch hier sehr oft zu lesen ist. Vor allen Dingen dann wenn Minderjährige Opfer von bis zu schwersten Straftaten geworden sind, ausgeübt durch ihre eigenen Eltern an sie. 

Ich habe mir dann einfach erlaubt die ersten zwei Artikel unseres Grundgesetzes als Gegenargument einzukopieren. 

Und dann habe ich diesen angeblich so sehr erfahrenden Politikjournalisten darüber aufgeklärt dass er durch die Eintragung ins Geburtsregister seinen Kindern die Teilhabe an unserem Rechtsstaatsprinzip ermöglichte und garantierte. 

Der jüngste Bürgermeister unseres Staates war übrigens erst 16 Jahre alt. WAR. Er hat die Dinge umgesetzt die ihm und seinen Freunden am Herzen lagen. Parteilos. Dann hat er sich öffentlich von der Politik verabschiedet. Er bat öffentlich alle politischen Parteien ihn in Zukunft in Ruhe zu lassen. Denn das Leben bestehe aus mehr als nur einem Berufsthema. Er habe bezogen auf Politik seinen Beitrag geleistet. Nun werde er sich um einen erlernbaren anständigen Beruf kümmern und ein ganz normales Leben führen. 

Nur damit wir uns recht verstehen: Das war in diesem Jahrhundert. Alles.

Doch, ja. Ich stimme Dir zu. 

Mir stehen sehr oft die Haare zu Berge wenn ich lese welchen Unsinn bis staatsfeindlichen Mist hier manche sogenannte Erwachsene als Rat jungen Menschen hinschmieren. 

Was angebliche Erwachsene reitet die hier gebetsmühlenartig jungen Menschen erklären spätestens mit 14 müsse der Mensch aktiv Sexualität leben erschließt sich mir nicht. 

Wie sogenannte Experten sich erdreisten können Ratsuchenden jungen Menschen zu schreiben bis zu ihrem vollendeten 18. Lebensjahr hätten sie keinerlei Rechte, seinen elterlicher Willkür hilflos ausgeliefert 

magst Du mir mal erklären. Denn Du hast ja den großen Überblick und kannst so gut vergleichen. 

Ich für mich kann mich mit meinem Pensionsalter beim besten Willen nicht erinnern als junger Mensch solche Erwachsene kennen gelernt zu haben. Dafür bin ich sehr dankbar. Und also sehe ich mich in der Pflicht die mir gemachten Geschenke weiter zu geben. Aus Dankbarkeit meinen Vorfahren gegenüber. 

Meine Vorfahren waren nicht der Wahnidee verfallen Kinder würden sich selbst erziehen. Sie hätten sich in Grund und Boden geschämt hätten sie uns bezüglich Schulthemen alleine gelassen. Wohin es führt unreflektiert pauschalisierende und diskriminierende Schablonen zu übernehmen hatten sie am eigenen Leib erfahren. Deshalb mieden sie solches Verhalten wie die Pest. Und erzogen uns entsprechend. 

Nun gut: Nicht alle Menschen sind so stark ihre eigenen Fehler wahrnehmen zu können. Geschweige denn ihren Nachkommen davon zu berichten damit diese sie nicht wiederholen. Solche Vorfahren hatten einige meiner Klassenkameraden. Es sind sehr arme Geschöpfe denn sie wiederholen Geschichte für die wir heute noch manche Entschädigungsleistung erbringen. 

Bezogen auf Dich stimme ich Dir zu. Was die nachwachsende Generation angeht so stimmt für mich ein afrikanisches Sprichwort

Um ein einziges Kind zu einem wertvollen Mitglied der Gesellschaft zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf

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Ich finde es ziemlich vermessen, zu entscheiden, was "die wichtigsten Dinge im Leben" zu sein haben.

Jeder Mensch - von jung bis alt - hat seine eigenen unterschiedlichsten Interessen und hält somit die verschiedensten Sachen für wichtig.

Bildungsniveau scheinst du wohl nur am Schulbesuchszwangwissen festzumachen.
Das ist aber oft am Leben vorbei. Sonst würden sich die Schüler die gelernten (gepaukten) Dinge weit über die Schulzeit hinaus behalten und nicht nach ein paar Wochen wieder vergessen.

Doch es liegt an den Schulen. Es mag vielleicht die eine oder andere Schule mit wirklich fähigen Lehrern geben.
Aber die zu finden, kann oft Jahre dauern oder es bleibt eine erfolglos Suche, während echte Lebenszeit verplempert wurde.

Im Übrigen gab es schon immer naive Menschen.

Nebenbei bemerkt habe ich eine 17-jährige, deren Wissbegierde mit dem Tag stieg, an dem sie nicht mehr in die Schule ging.

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Leider hat sich das Bildungsniveau in den letzten Jahren bei der deutschen Jugend (wenn man das noch so sagen darf) erheblich verschlechtert. In den Schulen sind die Lehrer schuld, welche aus dem Bereich der alt-68er und deren Nachwuchs stammen.

Es stimmt mich traurig, mit ansehen zu müssen, wie fehlerhaft die Rechtschreibung der heutigen Jugend ist. Beispiele für teilweise extrem fehlerhafte Rechtschreibung finden sich täglich im Minutenabstand hier bei gutefrage.net.

Nun kommt es darauf, sich die Frage zu stellen, ob an diesem kulturellen Niedergang vielleicht irgendjemand ein Interesse haben könnte und wer für die Ursachen verantwortlich ist.

Da muß es wohl irgendjemanden geben. Denn normalerweise, also ohne negativen Fremdeinfluß, wird sich jede gesunde Gesellschaft nach oben entwickeln und nicht nach unten.

Die sozialen Netzwerke tun ein übriges, ich verweigere mich deshalb total gegenüber facebook. (Siehe Bild!)

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Kommentar von sgn18blk
08.04.2016, 04:00

Jemand der mich wirklich zu 100% versteht. Genau aus dem Grund brauche ich so etwas wie Facebook auch nicht. Super Antwort! :)

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Aber jetzt geht es nur noch um soziale Netzwerke..

So ist es! Die Jugend von heute meint, das sei fortschrittlich und merken gar nicht, wie sie sich zurückentwickeln! Auf normale Ebene - nämlich von Mensch zu Mensch - können viele gar  nicht mehr kommunizieren!

Wer sich daran erfreut, sind die Therapeuten - die haben Arbeit ohne Ende!

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Sie trainieren die Selbstbestätigung,
weil man Texte die immer zeitversetzt sind keine unmittelbare Kommunikation sind, kann man sie so oder so auslegen.

Auf der anderen Seite kann, muss und will sich auch nicht jeder die Selbstbestätigung ausschließlich im 'Wissen' holen.

Im Sozialen kann man durch Wissen genauso abstumpfen wie durch Onlinekommunikation.

Trotzdem behält man dabei das soziale Zugehörigkeitsgefühl was auch Ansichten aufrecht erhält. Das heisst sie bleiben einfach naiv.

Naives ist aber auch geboren und fast gleichbedeutend mit spirituell, wohingegen Wissenschaft die menschliche Einzigartigkeit z.B. durch die Evolutionstheorie herabsetzt.
(z.B. die relativ neue Debatte zwischen Kreationisten und Darwinisten)

Und man lernt auch, selbst wenn man sich kein Wissen aneignet oder mit Wissenschaft beschäftigt.

Das liegt auch ein bischen am Schulsystem, wir sind ja auch in der Pisa-Studie nur im Durchschnitt. Auch weil Internet mehr Spaß macht als Schule.

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Es herrscht die Doppelmoral, und die Jugend ist völlig verwirrt. Ich zähle mich da übrigens auch dazu. Ich bin jetzt 19, mit 14 hab ich mich für eine Lehrstelle entscheiden müssen. Da hatte ich keine Ahnung von nichts, ist ja auch kein Wunder. 9 Jahre alle Tage 7h in der Unterrichtsvollzugsanstalt gesessen und immer gemacht was der "Lehrer" verlangt hat. 

Ich habe zwar schon ein bisschen was von den globalen Problemen mitbekommen, bin aber mit einem sicheren Gefühl in die Polymech Lehre gestartet. Die "oben" habens schon im Griff, mit den Problemen werden wir klar kommen habe ich mir gedacht.

Jetzt bin ich im 4. und letzten Lehrjahr und sehe die Welt völlig anders. Ich finde "Narrenschiff" von Reinhard Mey beschreibt die Situation ziemlich gut. In der Fabrik stellen wir Getriebe für Flugzeuge, Raketen, Panzer usw. her. Der Lehrmeister redet ständig von Verantwortung und wenn ich ihn Frage wo die Verantwortung ist wenn er Waffen herstellt "Wenn wirs nicht machen würden, machts ein anderer". Der Inbegriff von Verantwortungslosigkeit... 

Verantwortungsvoll leben heisst, die Welt sollte durch mein Leben besser werden. Mit der Definition, müssten wir hier in Europa alles ändern. Aber klar wenn die Jugend eine Veränderung für unmöglich halten, weils die Alten auch nicht anders machen. Was soll dann sonst passieren mit der Jugend? Das die Schule noch obligatorisch ist finde ich sehr Fragwürdig. Wenn nach 9 Jahren schule eine Cola Zero Werbung so gut funktioniert, hat doch das Schulsystem versagt oder etwa nicht? Die Schüler merken doch ganz genau wenn sie was lernen, wieso sollten sie die Schule nicht migestalten können? Wäre ja nicht so schwer, Zeit ist ja offensichtlich vorhanden. 

Gerhard Hüther hätte zB Ideen für neue Schulsysteme.

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Also nachdem ich mir mal ein Paar Antworten durchlesen habe, gebe ich auch mal meinen Senf dazu.

1. Viele behaupten hier einfach "Ja, hast Recht. Das Bildungsniveau sinkt.". Sie geben aber nicht mal ne Quelle an von bspw. einer Studie die das belegt. Sie sagen das vermutlich aus eigenen schlechten Erfahrungen, die sie gemacht haben. Problem dabei ist, dass sie sich eher die negativen Erfahrungen einprägen als die Positiven. Das führt zu einer viel zu einseitigen Sicht.

2. Haben digitale Medien und soziale Netzwerke sicherlich viele Nachteile, z.B. den, dass Freunde sich mehr schreiben als sich zu unterhalten.

Aber die Möglichkeit zu haben und zu nutzen, einen Fremden auf der anderen Seite des Äquators anzuschreiben und somit sogar noch Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern, ist sehr fortschrittlich. die wenigsten der Leute, die sich hier über die schlecht gebildete Jugend aufregen, hätten sich getraut bspw. im Urlaub einen Fremden anzusprechen um Sprachkenntnisse zu verbessern. 

Man sollte auch mal die Positiven seiten der Vernetzung betrachten, und nicht nur schwarz-weiß denken.

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Ich glaube das kommt dir nur so vor... 

Es gibt in jeder Situation solche und solche und es kommt immer darauf an in welchem Umfeld man sich aufhält. Da merkt man dann eben mehr wenn sich zb "gebildetere" Leute um einen herum aufhalten oder eben welche die einfach...mmmm...nicht so das Interesse an -Weiter-Bildung haben (um es mal nett auszudrücken)

Da uns durch Facebook, Youtube und Co so viele Vollpfosten tagtäglich gezeigt werden, gehen wir natürlich davon aus, dass die Gesellschaft immer mehr verblödet, allerdings haben wir es früher wahrscheinlich nur nicht so vor Augen gehalten bekommen ;)

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Weil Quatsch viel ansprechender und einfacher präsentiert wird als Nutz.

Das ist ein Grund.

Andere Gründe sind wahrscheinlich das Bildungsystem und der Mensch selbst. Beide halten die immer rasender Entwicklungen nicht mehr stand.

Einen der Hauptgrund ist daß, laut Studien, Bildung Geld verlangt. Gute Material ist teuer, gesunde Ernährung alles anderes als normal und weit verbreitet. Soziale Sicherheit immer kleiner.

Wissen ist Macht und die "da Unten" sollten nicht zu viel davon bekommen.

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Kommentar von Fotografin1958
08.04.2016, 05:03

Selbstverständlich kostet Bildung Geld ... aber es kosten den Schüler, Auszubildenden auch Mühe (sich selbst bemühen), sich auf den Hosenboden zu setzen, um zu lernen, Fleiß, Gewissenhaftigkeit und vieles andere mehr.

Meine Schulzeit liegt bereits eine paar Jahrzehnte zurück. Ich erinnere mich noch recht gut an übervolle Klassen (etwa dreißig Schüler pro Klassen waren die Regel), abgegriffene, alte Bücher, recht strammes, zügiges, anspruchsvolles Pensum, wenig oder keine Rücksicht auf Einzelne, Klassenreisen bestenfalls nach Amrum (und nicht nach Rom oder New York), trotzdem hat jeder vernünftige Rechtschreibung, Geographie, Naturwisschenschaften, Fremdsprachen und viel mehr gelernt. Meine Wenigkeit hat dabei mit einem mittleren Bildungsabschluss mehr und besser gelernt als so mancher heutiger Abiturient!

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Es gibt sicher noch andere Gründe als soziale Netzwerke. Diese "anderen Gründe" anzusprechen ist unbequem und nicht erwünscht. Im Prinzip kann man es hier herauslesen wenn man die viele Antworten liest.

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Das liegt überwiegend am Elternhaus. Wenn Eltern sich nicht kümmern können oder wollen, 

weil sie dem schnöden Mammon hinterher jagen, 

von morgens bis abends im Betrieb bzw. auf der Arbeit sind, um sich selbst zu verwirklichen, 

erschöpft nach Hause kommen und dann nicht mehr fähig sind, ihrem Nachwuchs gesundes Essen auf den Tisch zu bringen, geschweige denn die Werte und den Sinn des Lebens zu vermitteln,

die den Hals nicht voll genug bekommen, um möglichst viel Geld zu verdienen, um entweder ihrem Nachwuchs mit dem neuesten technischen Kram zu beschwichtigen, damit sie sich in sozialen Netzwerken damit brüsten können 

oder um sich selbst nutzlose Dinge zu kaufen, um damit Leute zu beeindrucken, die sie nicht leiden können, 

so lange wird das Bildungsniveau, teilweise auch die geistige Reife der Kids unverhältnismäßig sinken und sich Eltern und Kinder immer mehr auseinander entwickeln.

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Ich weiß gar nicht ob man so sagen kann, dass das Bildungsniveau sinkt. Man muss bedenken in letzter Zeit hat die Wissenschaft etc. große Fortschritte gemacht. Man kann es nicht mit der damalien Zeit vergleichen. Die Kinder von heute müssen demnach mehr leisten. Es ist schwierig zu sagen. Fakt ist jedoch, dass die Menschen schon immer der Meinung waren die Jugend wäre schlechter geworden. Selbst die alten Römer schrieben davon.

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Kommentar von paulklaus
09.04.2016, 13:21

Ich garantiere: Meine Schulzeit war daaamals weitaus schwieriger. Die Anforderungen des heutigen Abiturs sind schlicht lächerlich im Vergleich zu denen/dem der 60er Jahre.

Nur ein Beispiel: In Französisch behandelten wir in KLASSE ZEHN die Philosophie der Existentialisten !! Heute kennt man Sartre, Camus ... überhaupt nicht mehr !!

"Wir" konnten uns nicht spezialisieren (Wahl-Fächer), sondern mussten in jedem Fach gleich viel wissen !

-zig Beispiele könnte ich nennen !

Und: Einsen und Zweien wurden uns nicht - wie heute - "nachgeworfen" !!

pk, Lehrer

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Naja ich würde sagen, dass das ebend der "Mainstream" ist
. Das was angesagt ist, muss man in vielen Kreisen machen bzw. auch mögen sonst fühlt man sich alleine. Schau wie die die sich gegen diesen Mainstream wehren vond er Mehrheit belächelt und verstoßen werden.

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Früher war das nicht anders... aufgrund der Medienflut bekommst du es aber jetzt erst richtig mit ;)

Und die, die sich eben für andere Sachen interessieren - die sind da halt nicht...

Wie soll uns da ein anderes Bild suggeriert werden? ;)

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ERSTENS: Die - bewusste - Verdummung des Volkes ist politisch und medial gesteuert.

ZWEITENS: Die so genannten "sozialen Netzwerke" (Was für ein EUPHEMISMUS !!!) tragen erheblich zur Vereinsamung / Isolierung bei !

DRITTENS: Unser Schulsystem ist eine Katastrooophe !

pk

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