Frage von Solnnis, 69

Warum sind wir Spätaussiedler so sehr vermischt?

Also ich selbst bin zur zwei drittel slawisch und alle meine Freunde haben auch Russen oder Ukrainer in ihren Familien.

Warum ist das so? Den Deutschen hat man das ja so verkauft, als ob richtige Volksdeutsche nach Deutschland kämen. Soweit ich weiß kamen ja in den 80ern meistens solche Volksdeutschen an, die sich auch sehr schnell integrierten aber in den 90ern kamen ja in sehr großen Zahlen Leute an, die kein Deutsch sprechen konnten und schon total vermischt waren und die sich auch schwerer getan haben mit der Integration.

Aber warum hat man uns denn damals die Einreise erlaubt, obwohl wir kulturell eigentlich keine Deutschen mehr sind?

Antwort
von atzef, 3

Wie immer hat die Politik ein wenig Zeit gebraucht, um den Rechtsrahmen der Wirklichkeit anzupassen.

So sind die 90er Jahre von einer permanenten Verschärfung des Nachweises der "deutschen Volkszugehörigkeit" geprägt und werden begleitet vom drastischen Rückgang der Migration aus der ehemaligen SU nach Deutschland.

"Vermischung"... Na ja, Liebe und Geilheit scheren sich bei normalen Menschen nicht wirklich um Staatsangehörigkeiten...:-)

Antwort
von DinoSauriA1984, 1

Weil man kulturelle Unterschiede nicht per DNA-Test feststellen konnte. Das ist doch eher eine Frage der Erziehung und des Umfeldes der Betroffenen.

Antwort
von JBEZorg, 28

Ihr seid aber definitiv die intoleranteren Deutschen mit solchen Ansichten. Wo liegt denn das Problem? Wenn Menschen zusammenleben,dann heiraten sie evtl.

Jetzt suche mir in Deutschland einen Deutschen, der ein "reinrassiger" Deutscher in 10.Generation ist. Du merkst in welche Richtung wir dann abrutschen?

Antwort
von OlliBjoern, 27

Normalerweise antworte ich ja nicht gerne nur mit einem Wikipedia-Hinweis, aber es ist schon sinnvoll, sich einmal

 https://de.wikipedia.org/wiki/Aussiedler\_und\_Sp%C3%A4taussiedler#Deutsche\_Vol...

durchzulesen, weil dort auch die rechtlichen Dinge (Paragraphen usw.) beschrieben sind. Zudem kenne ich diese Paragraphen auch nicht auswendig.

Da ich Schach spiele, kenne ich recht viele Russlanddeutsche (auch solche aus Kasachstan) oder Ukraine-Deutsche.

Antwort
von archibaldesel, 43

Der Ariernachweis hat man 1945 abgeschafft. 

Kommentar von Solnnis ,

Und was willst du mir damit sagen? Deutsch fühle ich mich nicht und bin es auch ethnisch nicht. 

Kommentar von archibaldesel ,

Und was willst du mir damit sagen? Wenn du dich russisch fühlst, steht dir die Rückreise doch frei. Niemand zwingt dich hierzubleiben.

Kommentar von Solnnis ,

Nein, ich wohne jetzt hier und hier wird das Russentum verbreitet. 

Kommentar von OlliBjoern ,

Das ist richtig. Allerdings gibt es das "Bundesvertriebenengesetz" und auch die Feststellung der "deutschen Volkszugehörigkeit" nach  § 6 BVFG. siehe Wikipedia-Eintrag...

Kommentar von NutzerinA ,

Achso

Antwort
von cherskiy, 25

bin zur zwei drittel slawisch

Du, es gibt sogar "Deutsche", die zu 100% slawisch sind, nälmlich die Sorben. (Łużyczanie) in Sachsen und Brandenburg. Dann gibt es noch Dänen in Schleswig Holstein und Friesen.

Warum ist das so?

Tja, warum ist die Banane krumm? Weil sich das heutige deutsche Völk aus germanischen, keltischen und slawischen Stämmen gebildet hat? Googel mal woher die Name Bayern, Köln, Bonn, Leipzig, Dresden, Rostock stammen. Dämmert's?

und die sich auch schwerer getan haben mit der Integration.

Das hat nichts mit der Herkunft sondern mit der individuellen Fähigkeit sich anzupassen zu tun. Integration ist auch nicht in allen Bereichen des Lebens lobenswert.

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