Frage von Raabtt, 161

Warum sind "Wir" so bzw. die Gesellschaft so?

Ich habe lange nachgedacht, wie ich diese Frage Formulieren soll oder sollte ,damit jeder eine ernste und ausführliche Antwort darauf geben kann und es auch möchte !

Man kommt aus der Schule und weiss noch nicht richtig wohin es im Leben hingehen soll. Man weiss es vielleicht aber man brauch noch ein wenig Zeit. All dies sind Gründe wenn man sich mal eine Auszeit gönnt von Schule oder diesem Alltag. Von Stress und druck.... Erst recht vom Berufsleben.

Und wenn man dann ,mal nichts macht bekommt man von allen Seiten zuhören,man sei faul, dumm, krank, "hartz 4 beschimpfungen","man lebt auf andere Leuts kosten" , man bekommt gesagt"andere kommen abends müde von der Arbeit"(((( Diesen Satz finde ich persönlich schon heftig,ist es eine Norm das man kaputt /und unzufrieden von der Arbeit kommen muss ,nur weil man den ansprüchen der Gesellschaft entsprechen /"will/ muss))).

Und die die das sagen machen einfach eine Ausbildung.Machen diesen job/ Arbeit nur,wegen des Geldes,weil man was machen,muss . Sind nicht erfüllt. Und sind die jenigen die mit knapp 35 jahren oder auch 40 jahren die Tage bis zur Rente zählen und vielleicht auch noch Sekunden genau bzw. Auch die Stunden"(alles schon erlebt)

Ich versteh das Alles nicht . ^^^^

Antwort
von Tasha, 51

Heute ist es mit Pflichtpraktika schon etwas besser. Nach meinem Abitur wussten die meisten nicht, was sie machen sollten und suchten sich spontan einen Beruf aus (oder auch ein Studienfach - "was nehme ich denn mal?").

Man hätte früher - auch in der Familie - damit anfangen können, zu überlegen, was jemand (Kind, Jugendlicher) kann und welche Berufe dafür in Frage kommen, was man da machen muss. Wir wussten zum großen Teil nicht, was man in verschiedenen Berufen genau macht, teilweise hatten wir gar keine Vorstellung von bestimmten bekannten Berufen. Das lag daran, dass in den ganzen Jahren vorher das Thema nie erwähnt worden war. Auch nicht das Thema, was kann ich eigentlich, was habe ich überhaupt für Fähigkeiten, was fällt mir leicht, was macht mir Spaß - und in welchen Berufen könnte ich das einsetzen?

Es kommt wohl auch sehr auf das Umfeld an: Sind meine Eltern und anderen Verwandten "Arbeitstiere", die nur fürs Geld eine Tätigkeit ausüben, die sie hassen? Haben sie gelernt, Freude oder wenigstens Zufriedenheit dabei zu empfinden oder warten sie jeden Tag auf den Feierarbend? Haben meine Eltern oder andere Verwandten einen Beruf, der ihnen etwas bedeutet, den sie freiwillig auch weiter ausüben würden, der ihrem Leben einen Sinn verleiht, den sie als wichtig empfinden?

Dann werden sie mir eher helfen, etwas zu finden, das mich auch erfüllt und zu meinen Fähigkeiten passt.

Ich habe mir übrigens die Auszeit nach der Schule genommen. Für mich war das die gymnasiale Oberstufe/ das Fachgymnasium. Ich konnte mir nicht vorstellen, schon zu entscheiden, was ich beruflich machen möchte nach dem Realschulabschluss, ich fühlte mich noch viel zu jung. Keiner hatte uns so richtig darauf vorbereitet und daher haben viele meiner Klassenkameraden in den ersten Monaten noch mal die Ausbildung oder den Schwerpunkt der Oberstufe gewechselt. Es hatte auch kein Lehrer mal angesprochen, was man mit seinem Fach machen könnte. Viele hatten Chemie geliebt in der Schule und sind damit in Ausbildungen oder bei Schwerpunktfächern erst mal gescheitert, weil wir offenbar viel zu wenig Stoff durchgenommen hatten und man eine ganz falsche Vorstellung von dem Fach hatte. Dem hätte der Lehrer entgegen wirken können, indem er uns mal Infos über weitere Inhalte oder Anwendungen im Beruf gegeben hätte. Wir hatten alle die Illusion, dass uns das Fach schon weiter Spaß machen würde, wenn es in Schule oder Ausbildung drankommen würde. Wir hatten aber gar keine richtige Ahnung von Chemie, nicht genug, um das beurteilen zu können.

Ich habe das Gefühl, dass heute immer noch einige einfach blind einen Beruf wählen, weil ihn die Eltern ausüben oder er "gut klingt", weil man viel verdienen kann oder er "etwas mit Sprachen/ Kindern" etc. zu tun hat, ohne genau zu wissen, worum es dabei geht und ob sie das wirklich ihr Leben lang so ausüben wollen.

Tatsächlich hörte ich mal von einem Berufsberater, wenn man ein bestimmtes Fach studieren würde, wäre der Berufsalltag dröge und die Einstellungschancen gering "aber man hat dann wenigstens ein schönes Studium gehabt". Zu einem anderen Beruf hieß es, dass die Ausbildung den Arbeitgebern noch nicht gut bekannt sei, und man deshalb geringe Einstellungschancen hätte, weil alle fragen würden, was man da eigentlich machen wolle/ könnte. Das wurde so lapidar gesagt, als ob es bei der Berufswahl nur um die Ausbildung ginge und alles danach Glückssache oder eben Pech sei.

Die Auszeit sollte man sich nehmen - vor dem Schulabschluss oder später. Man kann sich auch immer noch umorientieren. Für viele beginnt die Ausbildung er nach dem Studium, wenn sie sich spezialisieren oder festlegen müssen (vor allem Studenten solcher Fächer wie BWL oder Pädagogik). Dann hatte man genug Zeit, mal darüber nachzudenken, was man eigentlich machen will, aber das muss einem bewusst sein und man muss es auch mal gemacht haben. Einige sagen nach Abschluss des Studiums immer noch "ach, irgendwas wird sich schon finden", ohne genau zu überlegen, was davon denn zu IHNEN passen würde!

Antwort
von Maimaier, 45

Das Problem ist die Spezialisierung. Jeder kennt und sieht nur sein Spezialgebiet, seine Aufgabe. So denkt jeder, er müsste sich nur genug anstregen, das es insgesamt besser wird. Was die Menschen dabei nicht sehen, ist wie alles zusammenhängt, sie verstehen nicht wie die anderen Bereiche funktionieren, und so schaden sie sich gegenseitig ohne es zu wissen oder ohne sich dafür zu interessieren oder sogar aus Absicht. So passiert es, das die Räder sich immer schneller drehen, viel schneller als nötig, aber es geht in die falsche Richtung.

In der Schule lernt man nur noch viele einzelne Spezialgebiete, die nicht mehr zusammenhängen. In der Physik weiß man nichts davon, das nicht nur Wärme, sondern auch Kälte erzeugt werden kann, weil Pflanzen zur Biologie gehören. In der Religion weiß man nichts davon, das Gott die Natur ist, weil die Natur zur Naturwissenschaft gehört. In der Politik weiß man nichts über den Sinn des Lebens, weil Philosophie nicht zur Politik gehört. Usw.

Und so gibt es immer mehr Waffen, Schulden, Umweltzerstörung, es wird schlimmer anstatt besser. Immer mehr Wettbewerb und Kampf gegeneinander.

Hilfreich ist Miteinander.

Antwort
von kevin1905, 22

Ich kann deinen Gedankengang durchaus nachvollziehen.

Die Frage ob des Warums halte ich jedoch für Schwer zu beantworten. Generell habe ich mich weitestgehend davon verabschiedet Fragen nach dem Warum zu stellen, da diese oft unbeantwortet bleiben.

Wenn ein Mensch es als Lebensziel oder Bestandteil ansieht nach der Schule einem Job nachzugehen, jeden Tag von 9 bis 5, 40 Stunden die Woche, 40 Jahre oder mehr, dann ist das seine Sache. Ich könnte das nicht, wollte es nie und hab es stattdessen anders gemacht.

Auf dem Weg zum Erfolg und zur eigenen Wesenserfüllung gibt es nichts nutzloseres als Meinungen oder Ansichten von Personen die nicht da sind, wo du hin willst.

Antwort
von Etter, 51

Und was genau willst du wissen?

Warum jmd. nach der Schule GAR NICHTS macht verstehe ich auch nicht. Wenn man nicht genau weiß, was man machen möchte, kann man Praktikas in verschiedenen Bereichen machen. Nen Auslandsjahr (z.B. Work and Travel) ist auch nicht ungewöhnlich oder ein FSJ oder schulische Fortbildung. Alles Möglichkeiten die einem offen stehen.

Ich habe z.B. nach der Schule ne schulische Ausbildung gemacht, um ungefähr festzustellen, ob mir der Arbeitsbereich gefällt.

Je nachdem was man später machen möchte, ist ein Auslandsjahr von großem Vorteil (setzen manche Firmen quasi vorraus).

Persönlich ist es mir allerdings schnuppe, ob jmd. auf der faulen Haut liegt, solange es nicht auf meine Kosten ist ;)

Zum Rest: Warum kommt man müde von der Arbeit nach Hause. Nun ein 8 Stunden Job ist, nahezu egal was man macht, recht anstrengend. Wenn man nicht mehr bei den Eltern wohnt kommt man dann u.U. noch nach Hause und muss kochen, entweder alleine oder mit Freund/in. So hat man dann einen gemütlichen 8-9 Stunden Tag.

Selbst wenn man seine Arbeit mag, wird das irgendwann anstrengend. Zumal man nicht nur Dinge tun kann, welche einem Gefallen, sondern auch mal Aufgaben durchführen muss, welche man nicht so mag.

Antwort
von MrGamer90, 65

Die heutige Gesellschaft ist entstanden durch die alte Gesellschaft. Die alte Gesellschaft ist entstanden durch die ältere Gesellschaft. Die Gesellschaften entwickeln vielseitig.

 z.B. Durch Religion, Stadt oder Dorf, Reich oder Arm, Talent oder Dussel, Herkunft, Kultur, Familie oder auch Bildung zählt auch dazu.

Gesellschaften entstehen weil man nicht alleine sein möchte und immer mitreden kann, obwohl viele einfach keine Ahnung warum sie gerade in dieser Gesellschaft sind. Vielleicht weil sie keine andere Gesellschaft kennen.

Egal was du machst es wird immer welche geben die werden meckern. 

Wenn du arbeitest und du bekommst 5.000€, dann sagen die Leute die 2.000€ bekommen die genau die selben Arbeit machen, "Das hast du nicht verdient/Du hast dich hochgeschleimt"--Neidisch. 

Wenn du arbeitslos bist bekommst HartzIV, dann sagen die selben Leute die 2000€ verdienen, du bist faul, du schnorrst, du Assi. Wie du es selbst schon erwähnt hast.

Und wenn du genauso viel verdienst würden sie sagen "Der musst verschwinden sein Charakter passt uns nicht". Die Menschen müssen was finden und die anderen beleidigen nur um sich besser zu fühlen.

hier siehst du eigentlich nur der Mensch ist ein Egoist, er gönnt einen niemanden was.

Du musst entscheiden zu welcher  Gesellschaft du gehören willst. 

Kommentar von Etter ,

Nun abgesehen davon, dass du keine 2. Gesellschaft erwähnst und somit keine Auswahl besteht, beziehst du deine Aussage über Egoismus auf sämtliche Menschen, was auch dich und den Fragenden inkludiert.

Jetzt denk nochmal drüber nach. Vorallem über die Sache mit dem Entscheiden.

Kommentar von MrGamer90 ,

ohhh stimmt ist mir selber nicht aufgefallen, bin halt schon seit 24 Stunden wach. xD

Die erste Art ist Neidisch. 

2 Gesellschaft wäre, dass sie sich bei dir einschleimen und tun als seien sie die beste Freunde und wenn du nichts mehr geben kannst lassen sie dich fallen.

Oder die bei dir alles ausplaudern sie dir überhaupt nicht zuhören und nur von sich reden, wie schlecht es denen geht und so weiter und über andere lästern. Diese Art wäre Egoistisch. 

Die andere wäre in meinen Augen, diese Leute die dir einfach sagen was sie von dir Denken oder dich Ignorieren und so tun als gäbe es dich nicht. Sorgenfreie Gesellschaft.

Vllt kennst du ja den Spruch "lieber richtige Feinde als falsche Freunde haben." 

Ich merk ich bin zu Müde ^^

Antwort
von Wurzelstock, 41

Eine Auszeit "gönnt" man sich nicht. Sie ist vielmehr eine Notwendigkeit zur Auslösung eines AhA!-Effektes, um den es nach deiner Schilderung ja auch dir geht.

Als erstes würde ich an deiner Stelle einmal überprüfen, ob die Vorwürfe, die man dir macht, berechtigt sind oder nicht. Das geht sehr einfach. Entweder nach der Methode der Moslems oder der Katholiken: Vier Wochen lang nichts anrühren, was Geld kosten würde. Auch das ist eine Auszeit, und wird dir eine gründliche Portion Erkenntnis bringen.

Es ist eine uralte religiöse Übung, durch die sich die Menschen auf die Wurzeln ihrer Existenz besinnen. Sie sind unserer Gesellschaft, deren Teil Du bist, nicht mehr gewärtig. Wir arbeiten nicht wegen des Geldes, sondern wegen des Essens und Trinkens.

Dann kannst Du anfangen zu gammeln. Du wirst es mit der richtigen
Einstellung beginnen; denn dein Unmut ist bisher nichts als ein
unreflektiertes Rabulieren.


Antwort
von MarkusGenervt, 50

Das eigentliche Dilemma in unserer Gesellschaft ist, dass die Menschen Herdentiere sind. D.h., dass primär auf die Herden-Führer gehört wird und sekundär auf die Mehrheit der Herde.

Die Herden-Führer sind diejenigen, die mächtig und erfolgreich sind – bei den Menschen also die Wirtschafts-Führer. Diese wiederum sind prinzipielle Egoisten – ihr Hauptinteresse liegt im eigenen Wohlstand. Daher vertreten sie dann auch Standpunkte, dass die Arbeiterschaft ihnen selbstlos zu dienen habe. Aus Sicht eines Anführers ist dies auch ein absolut vertretbarer und zielorientierter Standpunkt. Da muss man sich nur mal die Kämpfe der Gewerkschaften anschauen, die sich teilweise heute noch körperlicher Gewalt erwehren müssen.

Nun wiederholen diese "Clan-Chefs" ihre Parolen immer wieder – denn nur durch ständige Wiederholung lernen wir –, bis Einige der (abhängigen) Angestellten/Arbeiterschaft anfangen zu überlegen, "da könnte was dran sein – schließlich ist er ja nicht umsonst unser Chef". Wenn nun mehrere "Abhängige" diesem Gedankengang folgen, entwickelt sich mit der Zeit ein progressiver Schneeballeffekt und nun tritt das Schwarmverhalten in Kraft.

Spätestens jetzt wagen nur noch die wenigsten Individualisten gegenteiliges Gedankengut zu pflegen, geschweige denn, dagegen zu handeln.

Du siehst, so einfach ist es, die Massen mit einem Gedanken zu infizieren – "Geh arbeiten, Du faule Sa...!!!" –, der niemandem nutzt, außer denen, die einzig davon profitieren: den – Achtung, jetzt kommt's – Groß-Kapitalisten.

Wie oft habe ich schon solche Parolen gehört von eben denjenigen, die selber am unteren Ende der Nahrungskette ihr Dasein fristen. Anstatt sich nach oben zu wehren – z.B. gegen Ungerechte Löhne oder ungesunde Arbeitsplätze und -zeiten –, ist es dann auch simpler nach unten zu hacken.

85% des Bruttovermögens in 10% der Hände und 10% dieses Kapitals bei den unteren 50% der Menschen (interessant wird es bei den unteren 30%: die haben nämlich nur noch Schulden!!!) – wer die Wirklichkeit hinter diesen Zahlen nicht erkennen will, ist selber Schuld an seinem Elend – was ja dann auch leider ignoriert wird ... [::kopfschütteln::]

DIES ist der Grund, warum Dich alle anmachen!

Ignoriere sie. Nimm Dir Zeit, Dich selbst zu finden, wer Du eigentlich bist und was Du vom Leben erwartest. Du hast schon recht damit, dass die Meisten unglücklich mit ihrem Arbeitsleben sind. Aber das hat sich jeder selbst eingebrockt.
Ach übrigens: KEINE Lebensentscheidung ist für alle Zeit in Stein gemeißelt. Solange Du noch atmest, kannst Du Dich immer wieder neu entscheiden. Diese Freiheit hast Du – Mensch.

Leben statt Knechtschaft. Es ingenuus!

Kommentar von MarkusGenervt ,

Nachtrag:

Natürlich muss jeder für seinen Unterhalt (Wohnen, Nahrung, etc.) selber sorgen, aber welcher Mensch hat denn bitte das letzte Mal selbst davon leben können? Erst waren es die Lehnsherren und nun sind es die Wirtschafts-Führer, die ihren Profit aus der Arbeitsleistung von jedem Einzelnen raus pressen.

Kommentar von Etter ,

Also selbst ich als armer Azubi konnte meine eigene Wohnung+Essen und Trinken sponsoren.

Kommentar von MarkusGenervt ,

Das Stichwort hier ist "armer Azubi".

Schon mal darüber nachgedacht, dass Du eigentlich kein "armer" Azubi sein müsstest – wenn es sozial gerechte Löhne geben würde?

Natürlich haben mittelständische Unternehmen auch keine großen Summen, die sie in Löhne und Gehälter investieren/weitergeben können, denn der Mittelstand leidet genau so an der Schieflage der Kapitalverteilung.

Kommentar von Etter ,

Exakt deswegen war ich ein armer Azubi.

Ich habe in einem mittelständischem Unternehmen gelernt. Hätte ich im Öffentlichen oder einer größeren Firma angefangen, dann hätte ich bedeutend mehr verdient.

"wenn es sozial gerechte Löhne geben würde?"

Wie definieren die sich denn? Das was ich brauche? Das was ich möchte?

Letzteres fände ich toll, da ich dann direkt ~4500€ in 2 Hobbys pumpen könnte + nochmal so 1500 für n neuen Rechner.

Die Frage ist: Wer soll das bezahlen?

Ansonsten vll. noch um n bissl was richtig zu rücken:

Ich als armer Azubi hatte keine WG-Wohnung, sondern meine eigene in einer Großstadt, ein Auto und habe allgemein einen recht guten Lebensstil gehabt (gutes und reichlich Essen, Fitnessstudio und immer mal wieder weggehen war auch drin).

Und ich weiß, dass ich eher im unteren Lohnbereich war. Viel mehr nach unten war da aus meinem Wissen heraus in meiner Klasse netmehr.

Kommentar von MarkusGenervt ,

Also unter "sozial gerecht" verstehe ich, dass das gesamte Brutto-Inlandsvermögen zunächst einmal angemessener und damit gerechter aufgeteilt würde – so mal als Ausgangspunkt. Und – schwupp-di-wupp – hast Du deine 4500€ – ungefähr.

Nein, ernsthaft, jeder wie er es verdient und wie er es braucht.

Was willst Du mit 20 Autos? Oder ein Schloss mit 200 Zimmern?
Solche Wünsche werden nur durch den allgegenwärtigen Konkurrenzdruck ("immer mehr"), den wir uns gegenseitig machen, geschürt.

Das Gesamt-Kapital in Deutschland würde mehr als reichen, damit uns allen die Sonne aus dem Arsch scheinen würde. Dies ist sogar weltweit der Fall.
Wir haben uns nur daran gewöhnt, uns um die Brotkrumen zu streiten, die man uns vorwirft. Durch diese Zanke kommt auch keiner mehr auf die Idee, mal auf zu schauen, WER uns eigentlich diese Krumen vor die Füße wirft.

Und diese unsäglichen, ewigen Sprüche von wegen, dass diese Wirtschafts-Führer das ganz Kapital benötigen, um die Wirtschaft in Schwung zu halten, ist doch nichts anderes als kompletter Unfug! Es wird auch nicht wahrer dadurch, dass es immer wieder wiederholt wird.

Immer das gleiche Spiel: Vulkan, Siemens, Nokia, Opel, Schlecker etc.pp. (nur mal so die Bekanntesten aus Deutschland)
Erst Lohnkürzungen, dann Kurzarbeit, dann Steuervergünstigungen, Subventionen, Extras usw. usw. usw.
Am Schluss dann Massenentlassungen und die Kapitäne sitzen auf einem riesigen Haufen Zaster und wissen nicht mehr wohin mit Ihren Milliarden!

Oder noch härter: Monsanto (Jahres-Umsatz 15 Bio. US-$) verdient ein unglaublich unverschämtes Vermögen, indem die Agrar-Industrie gezwungen wird krank machende Lebensmittel zu produzieren. (Mal abgesehen wie pervers das ist.)

Und? Was verdienst Du?

Verdienen die das?

Verdient der VW-Vorstand seine "Erfolgs"-Zulagen?

Und was machst Du? Freust Dich über 2,5% "erkämpfte" Lohnerhöhung jeweils in diesem und nächsten Jahr.
Wow, 50€ mehr im Monat! Davon kauf ich mir doch glatt den ... ja was denn?

Wärend Du Dich freust, über einmal Pizza mehr im Monat, freuen sich einige wenige mit ein paar Flaschen Moët à 10.000 Tacken, die dann auf einer der Luxusjachten in Nizza geköpft werden, um damit die Tussies zu baden. Ach ja, und gearbeitet haben diese Typen noch nie.

Soviel mal zu gerecht.

Es geht hier nicht um Kommunismus oder Sozialismus oder sonst irgend ein -ismus. Es geht nur um Gerechtigkeit und dass man ehrlich von dem leben kann was man verdient und nicht die Hälfte an den Lehnsherrn abtreten muss.

Wunschdenken? Aber ja, solange wir alle weiter daran glauben, dass unsere Armut sein muss.

Kommentar von Etter ,

"Und – schwupp-di-wupp – hast Du deine 4500€ – ungefähr."

Wenn ich jetzt raten müsste, würde ich vermuten, dass ich mir dafür dann von den 4500€ nichts mehr kaufen kann, da wenn jeder sehr viel Geld hat vmtl. die Preise für alles hochgehen (Inflation des Verderbens). Warum sollte man auch für Milch 1€ nehmen, wenn man doch stattdessen auf 5€ den Liter hochgehen kann. Genug Geld haben die Leute ja.

"Nein, ernsthaft, jeder wie er es verdient und wie er es braucht."

Was VERDIENE ich denn? Was BRAUCHE ich denn? Wird nur Nahrung abgedeckt? Werden Luxusgüter wie Kippen und Alc abgedeckt? Brauche ich das Geld, wenn ich x Tausend für Hobbys rausballer?

Das waren auch schon Fragen im letzten Post von mir, welche unbeantwortet blieben. Außer man zählt "soviel man verdient" als Antwort auf "wieviel verdient man". Aus meiner Sicht nicht.

"Dies ist sogar weltweit der Fall."

Und was passiert, wenn jeder unfassbar viel Geld hat? Das Geld hat keinen Gegenwert mehr, da man dafür keinerlei Arbeit mehr erbringen muss. Das mag aus deiner Sicht für n paar Prozent atm eh schon gelten, allerdings gilt es nicht für die breite Masse, welche den Preis von den meisten Gütern ausmacht.

Man könnte aus dieser Sicht auch einfach Geld abschaffen. Selbes Prinzip, wird aber nicht klappen.

"Immer das gleiche Spiel: Vulkan, Siemens, Nokia, Opel, Schlecker etc.pp. (nur mal so die Bekanntesten aus Deutschland)"

Soso der pöhse pöhse Schlecker. Meinst du Schlecker die Drogeriekette? Die welche seit 2012 insolvent ist?

Nur mal ein Beispiel.

Ein Unternehmen muss immer damit rechnen, dass es Berg ab geht. Für sowas gibt es Rücklagen bis zu einem gewissen Punkt.

"Oder noch härter: Monsanto (Jahres-Umsatz 15 Bio. US-$) "

Ach herrlich.

Umsatz != Gewinn

Der Umsatz bezeichnet einfach nur die Einnahmen die durch Leistungen gekommen sind. Davon darf man erstmal noch die Ausgaben abziehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gewinn#Gewinn_in_der_Kostenrechnung

Wenn ich 10 Millionen Umsatz mache, aber 20 Millionen Kosten habe, dann habe ich einen "Gewinn" von -10 Millionen.

Was du versuchst als Umsatz darzustellen sind die Managergehälter.

Dazu sei gesagt: Starte doch ein eigenes Unternehmen. Dort bist du der Manager und kannst dir soviel Gehalt geben, wie du willst. Musst halt nur genug Gewinn machen. Außerdem musste die Risiken tragen.

Wenns so einfach und risikofrei ist, wie du das versuchst hinzustellen (Manager haben ja keinen Lohn verdient), dann sollte das ja kein Problem darstellen (ich kann dir im Vorraus sagen: Das kann ne ziemliche Schuldenfalle werden).

So hab ichs zumindest in meinem Kopf aus der letzten BWL Stunde vor x Jahren.

"Es geht nur um Gerechtigkeit und dass man ehrlich von dem leben kann was man verdient und nicht die Hälfte an den Lehnsherrn abtreten muss."

Faktisch gesehen konnte ich das, obwohl ich im Endeffekt am unteren Ende der Lohnkette stand.

"Es geht hier nicht um Kommunismus oder Sozialismus oder sonst irgend ein -ismus."

Eigentlich ist das genau das was du willst. Bloß dass Kommunismus nicht funktioniert.

Und bevor du antwortest: Ich hätte gerne vorallem mal meine Fragen vernünftig beantwortet, welche ich oben gestellt habe.

Kommentar von MarkusGenervt ,

OK, mit etwas anderem, als hohlen BWL/VWL-Rezitationen kann man wohl heutzutage nicht mehr rechen.

Du musst mir hier echt nicht den Unterschied zw. Umsatz und Gewinn erklären – und schon gar nicht auf die polemische Tour (10 mio. Umsatz & 20 mio. Kosten). Auf dieser untersten Schiene diskutiere ich nicht.

Und diese ewige Nölerei, dass der Kommunismus nicht funktioniert, ist auch nichts weiter als diffamierendes Propaganda-Gewäsch der letzten 70 Jahre. Oder willst Du mir allen Ernstes weiß machen, dass der Kapitalismus die höchste Errungenschaft der Menschheit sei – oder gar funktionierte?

Na, und was ändert es jetzt, dass Schlecker in Insolvenz gegangen ist? Wo ist das Geld? Sicher nicht in der Insolvenzmasse. Mal abgesehen vom sehr sachlichen "pöhse pöhse".

Deiner Polemik entnehme ich mal, dass Du also meinst, dass Du mit Deinen "Gegenargumenten" gleich meine gesamte Argumentationskette ad absurdum geführt hast?

Erst mal nachdenken. Das Spiel des Kapital-Abgreifens wird eben auf verschiedene Art und Weise gespielt.

Ernsthaft, Du glaubst wirklich noch an das "Märchen" der sog. Rücklagen? Klar braucht ein Konzern Rücklagen. Das Prinzip streite ich auch gar nicht ab. Es wird nur immer wieder gerne herangezogen um unverhältnismäßig hohe Gewinne zu rechtfertigen, welche dann in Privatvermögen umgewandelt werden (s. Panama & Co.). Aber darüber wird dann natürlich geschwiegen.

Nur weil etwas ständig wiederholt wird, wird es dadurch nicht wahrer. Und nur indem man sich über Alternativen lustig macht oder sie diffamiert, werden sie deswegen auch nicht falscher.

Ach ja, dann noch diese These, dass das Geld seinen Wert verlöre, wenn jeder dasselbe hätte. Ach und wo ist der Unterschied zur derzeitigen Verteilung?

Was Du hier aufzählst ist doch eine Milchmädchenrechnung. Bei einem fairen Handel und fairen Marktbedingungen ergeben sich zwangsläufig mehr oder weniger große Kapitalverteilungsunterschiede. Das ist auch so in Ordnung und durchaus förderlich. Schließlich sah es zu den besten Wirtschaftszeiten in Deutschland mit der Kapitalverteilung auch mal ganz anders aus.
Eben im fairen Handel liegt die Kraft und Stärke eines gesunden Marktes. Schon mal was von "sozialer Marktwirtschaft" gehört? Aber bitte, komm mir jetzt bloß nicht damit, dass wir genau dies in Deutschland haben würden. Das hatten wir mal, aber das ist schon seit einigen Dekaden Vergangenheit.

Aber dann will ich mal etwas detaillierter auf deine "unbeantwortete" Eingangsfrage eingehen:

Was verdienst Du?
Ein Einkommen, das deinem Arbeitseinsatz und deiner (gesamt-)gesellschaftlichen Leistung entspricht.
Wieso verdient ein Arzt so viel mehr als ein Bäcker? Sorgt der Bäcker denn nicht sogar in einem noch viel größeren Umfang für Dein Leben und Gesundheit, als ein Arzt? Brot musst Du täglich essen, aber den Arzt brauchst Du nun dann und wann.

Was brauchst Du?
Du kennst doch – als alter BWL'er – sicher den Unterschied zwischen Bedarfen und Bedürfnissen? Und sicher ist Dir auch bekannt, dass sich die Abgrenzungen hierin je nach Gesellschaft nicht ganz eindeutig sind. Was für den Einen ein Bedürfnis ist, ist für den Anderen schon ein Bedarf. Die Grenzen fließen hier mit dem Wandel der Zeiten und Gesellschaften.
Somit lässt sich die Frage nach dem "wieviel" nur individuell beantworten. Und an dieser Stelle gibt es halt keine klare Antwort.

Wenn Du – als vernunftbegabter Mensch – meinst, dass Du ein Auto brauchst, dann brauchst Du ein Auto. Wenn Du Dich natürlich jeder Vernunft entziehst und mit unsinnigen Plattitüde daher kommst, muss ich mir hier auch gar nichts weiter erklären.

Im vernünftigen, fairen und sozialen Handeln liegt die Weisheit, der Wohlstand und die Zukunft einer jeden Gesellschaft.

Wer meint, – um es mal platt zu sagen – sich die Taschen voller Geld stopfen zu müssen, um dadurch glücklich zu werden, der handelt jenseits von sozial und fair.

Wie viel Geld, Reichtum und Luxus brauchst Du, um genug zu haben?
Das hängt alleine von Dir und Deiner Vernunft ab. Alles andere ist reine Panik-Macherei ohne profunde Recht-fertigung.

Das Dilemma in den Gesellschaften liegt im Irr-Glauben an den absoluten Kapitalismus. Doch absoluter Kapitalismus dient absolut dem Kapital – und nicht dem Menschen. Wenn das Kapital wichtiger wird als sein Zweck – und damit dem Menschen zu dienen –, dann läuft etwas gewaltig schief.

Denk-mal ...
... darüber nach!

Kommentar von Etter ,

:sigh:

"OK, mit etwas anderem, als hohlen BWL/VWL-Rezitationen kann man wohl heutzutage nicht mehr rechen."

Ich hab nahezu keine Ahnung von BWL. Es reicht dennoch dazu, um zu wissen, was Umsatz ist und das aus meiner Sicht diese Textstelle höchstens manipulatorisch sein könnte. Oder aber ziemlich unwissend, was der Begriff überhaupt bedeutet.

"und schon gar nicht auf die polemische Tour (10 mio. Umsatz & 20 mio. Kosten)"

Nennt ein Esel den anderen Langohr. Versuch nicht mit sowas zu manipulieren (frei nach dem Motto "Sehet her wieviel die Unternehmen doch haben, diese elenden Bonzen") und ich brauche keine Beispiele anzubringen, welche Grundbegriffe erklären.

"Und diese ewige Nölerei, dass der Kommunismus nicht funktioniert, ist auch nichts weiter als diffamierendes Propaganda-Gewäsch der letzten 70 Jahre."

Wo hat denn der Kommunismus über längere Zeit GUT funktioniert? Wo waren denn die Bürger mit dem Kommunismus wirklich zufrieden?

"Oder willst Du mir allen Ernstes weiß machen, dass der Kapitalismus die
höchste Errungenschaft der Menschheit sei – oder gar funktionierte?"

Das witzige ist, dass ich nie gesagt habe, dass Kapitalismus astrein ist. Die Idee von Kommunismus gefällt mir sogar ganz gut, aber aus meiner Sicht funktioniert es nicht. Alleine schon aufgrund menschlicher Fehler (Neid und Gier sind aus meiner Sicht Grundeigenschaften).

Kapitalismus funktioniert im Endeffekt auch schlecht, ist aber für mich das kleinere Übel.

"Deiner Polemik entnehme ich mal, dass Du also meinst, dass Du mit Deinen "Gegenargumenten" gleich meine gesamte Argumentationskette ad absurdum geführt hast?"

In Anbetracht der Tatsache, dass ich erstaunlich wenig Argumente bisweilen anführe, meine ich recht wenig. Was mich so n bissl nervt ist, wenn man immer nur mit Phrasen antwortet (s. "Jeder sollte verdienen, was er verdient"). Es ödet an und bringt eine Diskussion nicht weiter, weshalb es zu einem Monolog wird.

"Und nur indem man sich über Alternativen lustig macht oder sie diffamiert, werden sie deswegen auch nicht falscher."

Wo habe ich mich drüber lustig gemacht? Nochmals: Ich find die Idee vom Kommunismus gut.

"Ach und wo ist der Unterschied zur derzeitigen Verteilung?"

Atm hat Geld einen Gegenwert. Das ist durch die aktuelle Verteilung gegeben aus meiner Sicht. Hatte ich aber auch schon geschrieben.

"Schon mal was von "sozialer Marktwirtschaft" gehört?"

https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Marktwirtschaft#Bedeutungsspektrum

Scheint deutlich mehr als eine Bedeutung zu geben.

Was genau meinst du also?

"Ein Einkommen, das deinem Arbeitseinsatz und deiner (gesamt-)gesellschaftlichen Leistung entspricht."

Bedeutung von 0. Wer soll das definieren? Die Regierung? Die Firma? Mein Nachbar?

"Wieso verdient ein Arzt so viel mehr als ein Bäcker?"

Um Arzt zu werden darf man erstmal 12 Semester studieren. Dementsprechend braucht man also gemütliche 6 Jahre, um Arzt zu werden. Außerdem ist das Studium zulassungsbeschränkt durch einen NC. Somit darf man sich schon während der Schulzeit anstrengen.

Quelle: http://www.bachelor-studium.net/medizin-studium.php

Um Bäcker zu werden brauchts 3 Jahre Ausbildung. Ein NC ist soweit mir bekannt nicht vorgesehen, solange einen ein Ausbildungsbetrieb annimmt. So zumindest, wenn du ein normaler Bäcker werden willst.

"Sorgt der Bäcker denn nicht sogar in einem noch viel größeren Umfang für Dein Leben und Gesundheit, als ein Arzt?"

Kann man sehen wie man will. Backen kann ich selber. Meine Wirbelsäule richten, mein Knie operieren oder einen Haufen Krankheiten kann ich nicht selbst behandeln, da ich sie entweder nicht kenne oder ich mich selbst nicht operieren kann/will.

Dazu sollte man überlegen, was passiert, wenn ein Arzt einen Fehler beim Operieren macht und was passiert, wenn ein Bäcker einen Fehler macht. Ersteres kostet einen recht einfach das Leben.

"Du kennst doch – als alter BWL'er – sicher den Unterschied zwischen Bedarfen und Bedürfnissen?"

Kann man von denken was man will, allerdings bin ich kein BWLer. Ebenso will ich nichts weiter mit BWL zu tun haben. Gleichzeitig finde ich es witzig, wie du oben noch die scheinbare Polemik meinerseits angekreidet hast, um jetzt selbst so zu schreiben.

Btw. ist es für mich ein Bedarf meine Hobbys ausleben zu können. Und die sind nicht gerade günstig :/

"Somit lässt sich die Frage nach dem "wieviel" nur individuell beantworten."

Im Endeffekt ist also eine Auslegung auf einen Staat nicht möglich.

"Wenn Du Dich natürlich jeder Vernunft entziehst und mit unsinnigen
Plattitüde daher kommst, muss ich mir hier auch gar nichts weiter
erklären."

Ich stelle nur Fragen, die aufkommen, wenn man sowas für den kompletten Staat fordert. Ob man sowas essentielles als Plattitüde abtut ist jedem selbst überlassen.

"Wie viel Geld, Reichtum und Luxus brauchst Du, um genug zu haben?"

Meine persönliche Antwort: Soviel dass ich mein Leben führen kann, wie ich es möchte. Und das ist leider ziemlich teuer.

Kommentar von Etter ,

Dann noch kurz als Info zu mir, damit nicht umbedingt falsche Gedanken aufkommen:

Ich interessiere mich vorrangig für Motorräder, Autos, Computerspiele, sowie Gleitschirmfliegen und Fallschirmspringen.

Ich kann dir sagen: Das wird mich einen Haufen Geld kosten. Und da die freie Ausübung von Hobbys aus meiner Sicht immer möglich sein sollte, müsste es möglich sein diese Tätigkeiten durchzuführen im Kommunismus.

Ich selbst bin, wenn man von einer Utopie sprechen würde, pro Kommunismus, wenn nicht eher noch pro Anarchismus.

Allerdings leben wir leider in keiner Utopie und rein aus meiner Menschensicht heraus ist auch keins von beiden möglich.

Zugegebenermaßen bin ich kein Freund des Kapitalismus, allerdings funktioniert es von den aktuellen Systemen wohl oder übel noch am besten.

Ich für meinen Teil ziehe mich jetzt aus der Diskussion zurück (auch wenn sie interessant ist), da es zum einen leider etwas OT (mag der Support meist weniger) wird und wir zum anderen wohl kaum auf einen Nenner kommen werden.

Kommentar von MarkusGenervt ,

Tja, soviel zu "platt reden" – dann noch mal zurück zur eigentlichen Post-Frage:

Diese "Diskussion" zeigt genau den Zustand unserer Gesellschaft:

Auf der einen Seite gibt es gute Ideen, welche aber auf der Anderen Seite durch ideologische Auf-Prägungen wieder platt gemacht werden.
(Anm.: meine Beispiele hatten auch nichts mit dem real existierenden Kommunismus zu tun. Es deshalb, weil es ähnlich "klingt", als Utopie abzutun ist halt auch wieder nur eine Gegen-Ideologie.)
Ideologien sind nichts anderes als Glaubensbekenntnisse – mit anderen Worten: Religion. Und die war schon zu allen Zeiten der Grund für die schlimmsten Kriege der Menschheit.

Solange nur über einen Lösungsansatz theoretisch gestritten wird, wird sich auch nichts wirklich ändern oder verbessern.
Ebenso wenig ist es hilfreich, gleich alles platt zu machen, was irgendjemand einmal an die Wand gefahren hat. Es gibt so viele Variation eines "Richtig" oder "Falsch", dass auch die Grenzen dazwischen fließend sind.

Der Mensch neigt unglücklicherweise dazu, sich die Dinge des Leben einfach zu reden. Leider werden dadurch die Fragen des Lebens – welche eben nicht einfach sindnie beantwortet.
Und natürlich wird dann auch immer wieder die aller einfachste der Ideologien heran gezogen: Bist Du nicht mit mir, dann bist Du gegen mich.
Damit hat der "Krieg" schon begonnen.

Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass mein Lösungsansatz richtig ist, denn etwas Anderes als "Nein, das geht nicht!" habe ich nicht hören/lesen können. Doch solange es niemand ausprobiert, bleibt auch dies nur eine "Religion"...

Kommentar von Etter ,

"Du siehst, so einfach ist es, die Massen mit einem Gedanken zu infizieren – "Geh arbeiten, Du faule Sa...!!!" –, der niemandem nutzt, außer denen, die einzig davon profitieren: den – Achtung, jetzt kommt's – Groß-Kapitalisten."

Gegenargumentation: Womit besorgst du was zu essen? Vmtl. mit Geld. Wie erwirbst du dieses Geld? Vmtl. mittels Arbeit.

Im Endeffekt ist Geld eine materialisierte Form von Tauschhandel, wodurch das Handeln einfach wurde.

Wenn jetzt jmd. allerdings nichts tut (rezessiv eig. nichts zum Tauschen hat), aber dennoch was bekommt, dann fehlt es logischerweise an anderer Stelle.

Andere müssen somit MEHR arbeiten.

Der vmtl. deutlich leichtere Grund ist, dass man nicht gerne anderen Leuten das leichte Leben bezahlt. Mache ich auch nicht gerne.

Wenn jmd. nicht arbeitet, weil er keine Lust hat, dann ist das durchaus okay. Das soll er dann aber aus eigener Tasche bezahlen bzw. sich von nem Spender finanzieren lassen.

Wenn jmd. nicht arbeitet, weil es nicht geht (Krankheit, wurde gekündigt), dann finde ich es ziemlich gut, dass es in Deutschland ALG I und Hartz IV gibt.

Ich bringe mal noch n kleinen Vergleich: Stell dir vor du arbeitest jeden Tag 8 Stunden auf dem Acker um z.B. Rüben anzupflanzen. Jetzt kommt irgendwer und erntet einen Teil deiner reifen Rüben. Nicht weil er nicht selber Rüben anpflanzen könnte, sondern weil er keine Lust hat.

Siehst du das als gerecht an?

Kommentar von MarkusGenervt ,

Sieh mal, dass jeder für sein Leben selbst zu sorgen hat, ist ja auch nicht das Problem. Nur eben, dass heute – wie früher auch schon – kaum noch jemand von seiner eigenen Leistung mehr leben kann!!!

Ich habe mir mal den Spaß gegönnt, die BIP-Zahlen für Deutschland vorzunehmen. Ich wollte mal wissen, was steckt eigentlich wirklich hinter dem ewigen Spruch "ich möchte nicht, dass mir so ein Sozial-Schmarotzer auf der Tasche liegt"?

Ein Arbeitnehmer mit 2500 EUR bto. bei StKl. I  bezahlt ca. 330 EUR an Lohnsteuer und Sonstigem, ohne Sozialversicherungen. Davon gehen ca. 50 ct. Abgaben für Sozialleistungen (ALG-II + Sozialhilfe + Kinderhilfe) runter.
Das ist ja mal eine beachtliche Summe...

Nun fließt der Rest dieser Abgaben in viele andere Kommunal-, Landes- und Bundes-Projekte. Darunter fallen natürlich auch solche Sachen wie Wirtschaft-Förder-Mittel und -Subventionen, Baumaßnahmen, etc. Klar ein (kleiner) Teil fließt wieder zurück in Löhne und Gehälter.
Aber wie denkst Du, dass sich diese 85% Brutto-Inlandsvermögen in 10% der Bevölkerung ansammeln konnten? Etwa weil wir solche Unsummen an Sozialhilfen rausballern?

Denk mal darüber nach.

Kommentar von Etter ,

Wie gesagt: Ich bin selbst mit Azubigehalt+Sozialgeld (Kinder- und Wohngeld) klar gekommen.

Mit vollem Gehalt kam ich ohne Ende klar, da es locker das doppelte dessen war, was ich bis dahin hatte.

Antwort
von loema, 13

Wenn du eine Auszeit für dich in Betracht ziehst nach der Schule ist das völlig in Ordnung.
Ab deinem 18. Lebensjahr bist du für dich selbst verantwortlich.
Du kannst also deinen Rucksack schnüren, auf soziale Absicherung, die Wohnung deiner Eltern, das Geld deiner Eltern oder des Staates verzichten und durch die Welt reisen. Dich da niederlassen wo es dir in den Sinn kommt, und es dir möglich ist und da dann so Leben wie du möchtest.

Viele junge Menschen brechen nach der Schule auf und suchen sich ihren eigenen Weg. Das ist durchaus möglich.

Du musst dich dann aber unabhängig machen von dem System und von dem Geld der anderen Menschen.
Weil Geld annehmen bedeutet auch die Regeln zu befolgen ,unter denen das Geld gegeben wird.


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