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Warum sind wir Menschen so?

gefragt von ElvanL am 13.06.2009 um 3:38 Uhr

Rein wissenschaftlich verhält sie jeder Mensch so, bei allem was er tut, den größtmöglichen Eigennutzen davon trägt. Das heisst also, das es keinen Menschen auf der Welt gibt, der selbstlos handelt, es also noch nie auf der Erde eine selbstlose Handlung gegeben hat. Das ist doch traurig, oder? Ich kenn einen Psychologiestudenten, der sein Studium verworfen hat, weil er gelernt hat wie wir Menschen sind und dardurch den Glauben an die Menschheit verloren hat. Ich frage euch also: Kennt ihr eine Handlung eines Menschen, in die man absolut keinen Eigennutzen hineininterpretieren kann?

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Menschen x 3.899

anonym
beantwortet von bikay am 13. Juni 2009 07:22
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mh, naja - im gewissen maße ist das schon in ordnung, denke ich. hat ja auch alles etwas mit überlebenstrieb zu tun. um bei dem beispiel hilfsbereitschaft zu bleiben: wenn man hilfsbereit ist, weil die dankbarkeit (die man am ende nur evtl dafür bekommt)einem ein gutes gefühl gibt was ist falsch daran? absolute selbstlosigkeit würde ja bedeuten sich selbst völlig zu vergessen. und wer kümmert sich um einen, wenn man selbst es nicht tut? im weiteren sinne ist das vielleicht schon etwas traurig, aber die idee ist ja auch, daß so keiner vergessen sein sollte. und ich denke, wer sich selbst gegenüber achtsam ist, kann es auch anderen gegenüber sein. wenn man sich selbst dadurch eine freude machen kann, daß man hilfsbereit anderen gegenüber ist, was soll schlimm daran sein?! so ist dann eben zwei menschen gleichzeitig geholfen, ist doch ok


heureka47
beantwortet von heureka47 am 13. Juni 2009 05:08
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Ausschlaggebend ist nach meinen Erfahrungen und Erkenntnissen allein, was wir GLAUBEN! Das ist eine uralte Weisheit. Steht schon in der Bibel: "Euch geschehe nach eurem Glauben". Die "äußeren Umstände" sind sozusagen "wertfrei"; sie bekommen ihren "Wert" erst dadurch, daß wir sie - jeweils individuell unterschiedlich - bewerten.

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Wie du schreibst: Der eine verliert angesichts der Zustände in der Welt den Glauben an das Gute und verzweifelt; der andere jedoch sagt sich: "Wirklich eine große Herausforderung! Will doch mal sehen, was ICH der Sache / den Menschen GUTES tun kann!

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So kann jeder Mensch - was aber die wenigsten wissen - selbst über Glücklich- oder Unglücklichsein im Leben ENTSCHEIDEN. Kommt eben darauf an, wie er die Dinge für sich deutet und welche Schlüsse bzw. Konsequenzen er daraus zieht.

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Ich WAR die ersten 40 Jahre meines Lebens im Grunde unglücklich, weil ich alles in eine ganz bestimmte Richtung gedeutet habe: nämlich GEGEN MICH gerichtet. Und ich hatte eine ganz grundsätzliche Angst- und abwehrhaltung inne. Bis ich damit dem Selbstmord nahe war - so weit war ich dann. Und in dem Moment kam der rettende Impuls: Das es auch ANDERS gehen könnte! Und ich lernte, wie es anders gehen kann. Und seit 15 Jahren bin ich ein bedingungslos glücklicher Mensch und kann mein Leben unter allen Umständen gern annehmen.

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Wir dürfen nicht erwarten, daß das "Gute" von außen auf uns zukommt. Das "Gute" kommt nur in die Welt, indem WIR SELBST es hineinbringen! Und das Bewußtsein von Glücklichsein kommt nur in unser Bewußtsein, wenn wir es dort hineinbringen, und zwar durch unsere Entscheidung dazu!


gnat01
beantwortet von gnat01 am 13. Juni 2009 03:51
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Mutter Theresa fällt mir da spontan ein... (und meine Oma...)

Kommentar von 5f3178081dad4be0cc6a71f309744cd7smallMrKompetenz am 13. Juni 2009 03:53

Mutter Theresa handelte aus Neid oder aus "innerer" Eitelkeit, aus Eitelkeit vor sich selbst. Insofern tatsächlich nicht eigennützig.

Kommentar von ElvanL am 13. Juni 2009 03:54

Die hat das alles nur für Gott gemacht ;)

Kommentar von 5f3178081dad4be0cc6a71f309744cd7smallMrKompetenz am 13. Juni 2009 03:56

Und "Gott" ist ein Konglomerat aus "innerer" Eitelkeit, Bosheit, Rachewünschen und unbefriedigter Geschlechtlichkeit ...

Kommentar von 4d1494149c12c0e8443acbc9d361f7d4smallgnat01 am 13. Juni 2009 04:01

wird der begriff "eitelkeit" nun mehrdeutig interpretiert??? http://de.wikipedia.org/wiki/Eitelkeit oder wieso benutzt du ihn in diesem zusammenhang?


Souljah69
beantwortet von Souljah69 am 13. Juni 2009 03:51
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Menschen sind immer irgendwo eigennützig. Wenn ich jemandem zum Beispiel ins kino einlade, könnte man z.B denken, dass das keine eigennützige Aktion war, weil ich etwas von mir für jemand anderen geopfert habe. Aber im Prinzip will ich dem anderen dadurch nur meine großzügigkeit zeigen & möchte, dass der andere meine großzügigkeit zu schätzen weiß. Jede Aktion ist in irgendeinem Punkt eigennützig, sonst würden wir sie gar nicht erst tun.


MrKompetenz
beantwortet von MrKompetenz am 13. Juni 2009 03:50
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Es gibt mächtigere Triebkräfte als den Eigennutz. So zB die Eitelkeit, den Neid, die Bosheit, den Hunger und die Geschlechtlichkeit.

An allererster Stelle aber steht die DUMMHEIT. Deren Reich ist unermeßlich.


anonym
beantwortet von dantes am 13. Juni 2009 03:42
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Diese Einschätzung ist eindeutig falsch. Ein Mensch verhält sich zwar gerne egoistisch, aber sicherlich nicht immer. Ein Mensch ist ein Herdentier. Es ist auf den sozialen Umgang angewiesen. Und nach deiner Aussage wäre dies nicht möglich.

Kommentar von ElvanL am 13. Juni 2009 03:49

Doch, da eine Gemeinschaft immer stärker, leistungsfähiger ist, als einer alleine. Und somit jeder aus der Gruppe, einen sogar sehr großen Eigennutzen davon hat. Desweiteren ist das keine Einschätzung von mir sonder eine wissenschafftliche Aussage, welche an jeder Psychologie Universität gelehrt wird.

Kommentar von dantes am 13. Juni 2009 10:24

Nö, das wird eben nicht so gelehrt. Es wird nirgends meines WIssens gesagt, dass es ausschließlich "schlechtes egoistisches" Verhalten gibt und keinerlei gutes Verhalten. Ich hab letztens einer älteren Dame beim Kartenautomat der DB geholfen. Und? Hab ich davon einen offensichtlichen Mehrwert? Sicherlich machen wir vieles auch durch eigenen Gewinn. Aber das ist normal, dass "gute Taten" in der sozialen Umgebung eben belohnt werden. Du kannst nicht den Umkehrschluß machen und das nun deshalb kritisieren. Zum Glück erwidern Menschen "gute Taten" mit Anerkennung, Gleichem, etc. Ansonsten würde unser soziales Gefüge hier zerkrümeln. Aber es ist falsch zu sagen, dass wir alles immer nur aus Selbstsüchtigkeit geschieht. Ich vergaß die Menschen, die in der NS-Zeit Juden versuchten zu helfen und sie zu verstecken. Von der Gesellschaft hatten sie sicherlich nicht ein Dankeschön zu erwarten. Im Gegenteil. Eher den Genickschuss. Gruß

Kommentar von ElvanL am 15. Juni 2009 14:05

Dantes, das ist ein sehr, sehr toller Ansatz! Das lässt doch hoffen. Danke. :)


anonym
beantwortet von Memmenie am 13. Juni 2009 03:40
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nicht alle menschen sind so.Wie der eigennutzen dann von aussenstehenden interpretiert wird, ist eben so ne sache.


anonym
beantwortet von ilsubuk am 13. Juni 2009 03:40
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hmmm.... fällt mir jetzt keine ein...


pinkesladygirl
beantwortet von pinkesladygirl am 13. Juni 2009 03:39
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Nein.

Kommentar von ElvanL am 13. Juni 2009 03:40

Toll.

Kommentar von 23d06a15c2aba22fd19ae636f016a4ebsmallpinkesladygirl am 13. Juni 2009 03:44

Ja sry aba is so.

Kommentar von ElvanL am 13. Juni 2009 04:11

Nix für ungut, aber du hast eine Sekunde, nach Veröffentlichung meines Textes mit "Nein." geantwortet. Ein Schelm der böses dabei denkt.


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