Frage von xStrikerLukas, 91

Warum sind wir eine soziale Marktwirtschaft?

Hey Leute kann mir jemand diese Frage beantworten? Wir schreiben morgen in Wirtschaft eine Arbeit und da wird diese Frage vorkommen.

Antwort
von Welling, 57

Marktwirtschaft, weil Anbieter und Nachfrager sich auf freien Märkten treffen (Wochenmarkt, Tante Emmaladen, Warenhäuser usw. usw.). Sozial ist diese Marktwirtschaft, weil sie einen gewissen Grad an sozialer Sicherheit bietet, für die der Staat sorgt. (Sozialversicherungssystem, Kinderbetreuung usw. usw.) Hierher gehört aber auch ein Verbraucherschutz. Monopole sind untersagt, Kartellabsprachen zu Lasten der Verbraucher weitgehend auch usw.)

Kommentar von voayager ,

soziale Sicherheit? Na du würdest staunen, wärest du davon abhängig.

Kommentar von Welling ,

hallo voayager, ich schrieb "gewisser Grad an Sicherheit". Wehe, ich hätte keine Krankenversicherung. Willst du jede Sicherheit leugnen?

Antwort
von barfussjim, 35

Die Wirtschaft folgt den Gesetzen des Marktes, zugleich gibt es umfangreiche soziale Ausgleichs- und Sicherungssysteme: Rentenversicherung, gesetzliche Unfall- und Krankenversicherung, Arbeitslosengeld, Grundsicherung, Wohngeld, das höchste Kindergeld der Welt, kostenlose Schulen und Hochschulen, subventionierte Kultur- und Bildungseinrichtungen mit Vergünstigungen für Geringverdiener und vorallem eine umfangreiche Gesetzgebung zu Arbeitnehmerrechten (Lohn, Arbeitszeiten, Urlaub, Kündigungsschutz, Streik, Rolle der Gewerkschaften etc) sowie strenge Auflagen für Wirtschaft und Arbeitgeber (Wirtschafts- und Handelsrecht, Umwelttecht. Kartellrecht etc.).

Antwort
von Kuestenflieger, 37

einer ist bei den antwortern , die selbst nie ernsthaft gearbeitet haben , sucht ihn aus .

Antwort
von berkersheim, 49

Weil das die Gründungsväter so ins Grundgesetzt geschrieben haben. Einmal wird die Freiheit der Bürger geschützt (Artikel 2). Zum anderen wird die Sozialbindung des Eigentums (Artikel 14 = Eigentum verpflichtet!). Dem Gesetzgeber ist aufgetragen, dies in Einzelgesetzen zur Ausführung zu bringen.

Kommentar von earnest ,

Na, da haben sie den Auftrag aber prächtig erfüllt ...

Dein erster Satz entbehrt der Logik. Etwas ist nicht notwendigerweise so, weil es in hehren Grundsätzen so geschrieben steht. 

Verwechselst du Verfassungsanspruch und Verfassungswirklichkeit?

Kommentar von berkersheim ,

Meine Antwort ist die Beantwortung der Frage. Das Warum steht in der Tat im Grundgesetz. Es steht allerdings auch im Grundgesetz, dass einiger Spielraum gegeben ist für die politischen Parteien, diesen Auftrag zu erfüllen. Mag sein, dass unsere Verfassungswirklichkeit Deinem persönlichen Verfassungsanspruch bzw. Deiner Interpretation nicht entspricht, aber das war nicht gefragt.

Antwort
von Kuestenflieger, 39

wir haben öffentliche schulen , rentenversicherung , krankenversicherung , sozialhilfe ,arbeitlosenunterstützung, .....

Kommentar von voayager ,

du hast dir nicht die geringste Mühe gemacht, diese "Systeme" mal ein wenig inhaltlich abzuklopfen. Hättest du das, dann tätest du nicht so tapfer aufzählen und auch noch meinen, das wäre alles eine soziale Segnung.

Kommentar von Sachsenbruch ,

"Soziale Segnungen" haben aber - auch historisch - immer diesen Doppelaspekt: Sie tun - grob gesagt - den Betroffenen einerseits gut und halten sie andererseits von Rebellion ab. Sie wurden sogar genau dafür einst erfunden ...

Antwort
von voayager, 49

Stimmt einfach nicht, was die Schule da meint zu wissen. Irgend ein gutsituierter Mittelschichtenlehrer oder Lehrerin wird gut vom Staat bezahlt und dann meinen solche Schulmeister/inen recht flott, dass es allgemein sozial hier zuginge. So was nennt man gemeinhin bornierte Denkweise.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Ich stimme Dir zu.
Allerdings - denke ich - kann es Einen als Armen sehr viel schlimmer erwischen als gerade in Deutschland.

Kommentar von voayager ,

Sicher, bedenke aber, dass Deutschland das wirtschaftlich viertstärkste Land der Welt ist. Da kann man schon Einiges mehr erwarten. Vor der Schröder-Fischer Regierung war D. tatsächlich ein relativ soziales Land, danach nicht mehr.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Ich stimme Dir wieder zu. Dennoch ... fast wie ein "Bedenkenträger" :) ... möchte ich immer noch lieber hier als in den meisten anderen Ländern arm sein. Wenngleich ich es dann - seit Schröder - eben auch tatsächlich wäre.

Kommentar von voayager ,

Bei H-4 ist die Bindung an Germany sicherlich sehr gering.

Kommentar von barfussjim ,

Warum ist dann Deutschland nach den USA das beliebteste Einwanderungsland der Welt? Warum bleiben eine Million Flüchtlinge aus dem Orient nicht freiwillig in Griechenland, dem Balkan, Osteuropa, Frankreich, Italien und Großbritannien, sondern wollen bevorzugt nach good old Germany? Weil es mit dem Sozialstaat und dem Hartz4-Satz hier so im Argen liegt?

Kommentar von voayager ,

Viele Einwanderer machen sich Illusionen in Sachen Germany. Deren Kalkulation ist die: große Wirtschaftskraft = großer Wohlstand für Alle. Wer hier ist, erzählt den Leuten zu Hause fast immer, dass er hier erfolgreich sei und wenn es 100 mal nicht stimmt, denn wer will schon als Versager dastehen. Das ist die eine Site, die andere ist die, dass zahlreiche Länder Ausländern entweder den Zutritt verwehren oder aber große Hürden erreichten, so dass es vielen Migranten vergeht.

Im übrigen wäre es mal interessant eine Befragung der hiesigen Migranten vorzunehmen, um so zu ermitteln, ob sie sich hier wohlfühlen oder nicht. Auffallend ist jedenfalls, dass die meisten Ausländer unter sich bleiben wollen und sich vor Deutschen abschotten. Das stimmt nachdenklich!

Antwort
von lupoklick, 16

weil unternehmerische Freiheit, Freiheit der Verbraucherentscheidung am Markt sowie der gesellschaftliche Konsens zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern

jedem ISMUS-Korsett haushoch überlegen und nicht an "Parteitagsbeschlüsse" gefesselt sind

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