Frage von mermaid13, 206

Warum sind viele Menschen immer noch so sexistisch und sehen weibliche Lebensformen als minderwertige "Wesen" an?

Antwort
von mychrissie, 46

Weil Ignoranz und Idiotie leider nicht die Forpflanzungschancen mindert.

Sonst wären diese Trottel längst ausgestorben.

Antwort
von StevenArmstrong, 32

Hallo,

das liegt an der patriarchalsichen Struktur unserer Gesellschaft:

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/geschichte/SteinzeitFeministen/story/26637935

Und der Jugend wird diese Patriarchat eingetrichtert:

https://derhonigmannsagt.wordpress.com/2015/07/19/bravo-raet-maedchen-zur-unterw...

MfG

Steven Armstrong

Kommentar von OwainMaur ,

Manche Mythen sterben einfach nicht aus. Es gibt kein Patriarchat, hat nie ein Patriarchat gegeben. Wissenschaftler versuchen seit nunmehr 150 Jahren den Blödsinn vom Patriarchat aus der Welt zu schaffen. Bester mir bekannter Versuch: 

https://sciencefiles.files.wordpress.com/2012/06/heike-diefenbach\_2012\_das-pat...


Kommentar von StevenArmstrong ,

(Scmunzel) Ach, gab es dann seit der Steinzeit ein Matriarchat?

Antwort
von CamelWolf, 54

Ich erlebe das in meinem Umfeld ganz anders.

Vor dem Gesetz sind Mann und Frau ohnehin gleich und Männer, die sich sexistisch äussern, werden eher als primitive  Hinterwäldler beurteilt. Die Frauen in meinem Umfeld haben tendenziell die besseren Abschlussnoten in Schule und Studium, die Einkommensunterschiede liegen nicht am Geschlecht, sondern an den Ausfallzeiten. Hier liegt das Problem darin, dass Ausfallzeiten grundsätzlich Karrierekiller sind, egal, ob Männer oder Frauen die Familienzeit zu Hause nehmen.

Und was irgend ein Ewiggestriger in seinen Gedanken zusammenspinnt, darf nicht als Maßstab für unsere Gesellschaft herangezogen werden.

Kommentar von Francescolg ,

Ich denke auch, diese ständige Debatte um Gehälter, Vorstandsporten und andere "Quoten", das ständige Wiederholen dieser Themen schadet unserer Gesellschaft mehr, als das es dem (schon angespannten) Geschlechterverhältnis dient. Den vielen Singles wird es dadurch auch überhaupt nicht leichter gemacht.. 

"Ausfallzeiten" als Wort hat sofort einen negativen Touch, obwohl man eigentlich (oft) hierbei etwas viel wertvolleres für die Gesellschaft leistet, als wie wenn man weiter die Karriereleiter emporgeklommen wäre. Und es dürfen m.E. auch 3-5 Jahre sein, die man sich für die Erziehung frei nimmt, weil ich Nichts davon halte, Kinder unter 3-5j  alleine in irgendeine Bildungseinrichtung abzugeben! Bildungseinrichtungen, die die letzten Jahre wie die Pilze aus dem Boden geschossen sind, bei denen ich bezweifle, dass alle Mitarbeiter vernünftig und lange ausgesucht wurden. Ich kenne z.B. viele Studienabbrecher, Umsteiger, ehemalige Langzeitarbeitslose und Menschen mit schlechten Sprachkenntnissen, die in solchen Einrichtungen arbeiten. Eben, weil hier bei der Einstellung alles sehr schnell gehen musste (so in meiner Region) und die Kindergärten in Rekord-Tempo eröffnet wurden..  Und wenn man nur zwischen Pflegebranche und Kindertagesstätte wählen tut (beruflich), ist es klar, dass viele einen Job anstreben, der ihnen ~1800-2xxx Euro monatlich einbringt, als in der Pflegebranche. Wie steht es um die Qualifikation von Erziehern? (nur meine Meinung)

Diese Zahlenspiele um "gerechte Gehälter" enthalten viele Faktoren nicht, z.B. wie steht es um die Gesundheit? Wie alt werden Menschen? Welche weiteren Einnahmequellen gibt es? Unter welchen Voraussetzungen ist jemand Führungskraft geworden, oder unter welchen Voraussetzungen wurde das Gehalt erhöht? Usw. Einfach nur auf die Lohnabrechnung zu schauen und dann zu behaupten, dass Frauen benachteiligt werden, nur aufgrund der Bruttozahl, ist ein Blick mit Scheuklappen. Lasst uns doch auch jedes allein erzogene Kind als 500.000 € Einnahmen bewerten ("-ideell-").

Die ganze Debatte führt einen negativen Touch mit sich: "Kinderkriegen", "Auszeit", "benachteiligt sein", all diese Wörter führen zur Bildung von Gespenstern, die dafür sorgen, dass sich viele dagegen entscheiden. Immer und immer wieder wird das Kinderkriegen schlecht dargestellt, explizit oder implizit.. Das Resultat: Kaum noch Kinder - 50% geschiedene Ehen - Single-Rentner - demografischer Wandel und nur noch in den niedrigsten und in den höchsten Schichten "geburtenreiche" Familien, und die Mitte bricht weg.

Kommentar von StevenArmstrong ,

"Vor dem Gesetz sind Mann und Frau ohnehin gleich"

Auf dem Papier (rolleyes).

Es heißt auch nicht umsonst "Papier ist geduldig". Das GG wurde 1948/49 geschrieben, die Charta der UN 1944/45.

https://de.wikipedia.org/wiki/Artikel_3_des_Grundgesetzes_f%C3%BCr_die_Bundesrep...

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