Frage von Akainuu, 72

Warum sind viele Leute politisch so inaktiv?

Ich sehe sehr oft, dass Leute eine bestimmte politische Meinung - mehr oder minder - vertreten, sie aber kaum äußern oder gar verteidigen.

Ohne politische Aktivität ist eine Demokratie doch dem Untergang geweiht.

Wie sehr ihr das? Seid ihr aktiv/inaktiv? Und wenn ja, warum?

Beispiel: 1000 Leute auf einem Platz, ein Dutzend beteiligt sich - wenn überhaupt aktiv, der Rest sagt einfach nichts. Ich verstehe diese Passivität inzwischen echt nicht mehr, die Leute treten überhaupt nicht mehr für irgendwelche Überzeugungen ein, geschweige denn haben eine richtige.

Antwort
von voayager, 16

Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber das ist vom Staatsapparat durchaus gewünscht. Das fängt schon in der Schule an, wo zwar die Staatsorgane dargestellt werden, nicht jedoch politische Aktionsformen angemssen dargestellt werden. Offensichtlich haben die staatstragenden Parteien Angst, das Volk könnte sich so erheben, sich emanzipieren und ggf. die Herrschenden beiseite schieben. Daher soll alles möglichst geräuscharm vwerlaufen, das Bestehende möglichst konserviert werden.

Welches Interesse soll denn die Regierung haben, dass im September eine große Anti-TTIP-Demo sein wird, wenn diese doch TTIP will.


Kommentar von Maxieu ,

"...Das fängt schon in der Schule an, wo zwar die Staatsorgane dargestellt werden, nicht jedoch politische Aktionsformen angemssen dargestellt werden."

Du bist doch vor gefühlten hundert Jahren zur Schule gegangen und hattest ein Poster von Ernst Thälmann über deinem Bett.
Wie willst du solche Behauptungen dann belegen?
(Und rede dich bitte nicht mit dem Wort angemessen heraus.)

Kommentar von voayager ,

Du, ich kenne die jetzigen Schulbücher, denn die besitze ich und ich kenne auch hier und Anderswo zahlreiche Reaktionen von Schülern, das reicht ja dann wohl.

Mir iss übrigens nicht bekannt, dass es zahlreiche kommunistische und anarchistische sowie linkssozialistische Lehrersleut an den Schulen gibt.

Antwort
von FischersFratze, 18

Ich interessiere mich durchaus für Politik, allerdings habe ich das Problem, dass ich sobald es darum geht Lösungsansätze oder Wege zu finden selbst häufig keine Antwort finde und daher im Hinblick auf Politiker für mich selbst nicht sagen kann welche Partei letztendlich den besseren Lösungsansatz vertritt.

Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass ich und ich nehme an es geht auch vielen anderen ähnlich, dadurch, dass die Politik für "normal" Arbeitende Menschen aufgrund simplen Zeitmangels nahezu undurchschaubar ist, einfach verunsichert bin.

Vielleicht kann mir an dieser Stelle jemand erklären wie man das alles nebenbei noch verstehen und richtig einordnen kann

Ich würde mich über Kommentare freuen.

Antwort
von kazon500, 11

Ich bin ein sehr politischer Mensch, aber trotzdem inaktiv, denn ich denke, dass nicht wirklich Politik über die Welt entscheidet sondern der Markt.

Insofern würde ich deine These abändern: Durch den kapitalistischen Marktmechanismus ist die Demokratie dem Untergang geweiht.

Du siehst ja bereits in anderen Europäischen Ländern, dass sich der Staat aus vielen Bereichen zurückzieht, beispielsweise Privatisierung des Straßenbaus (bspw. Kroatien), oder Privatisierung des Gesundheitssystems.

Es können noch so viele Menschen politisch aktiv sein, aber solange sie den Kapitalismus unterstützen, wird sich auch die Politik nach diesem richten und das in allen möglichen Themenkomplexen. Der einzige Fall wo dies nicht der Fall ist, sind moralische Entscheidungen, beispielsweise Abtreibung oder so was, und sehr eingeschränkt beim Umweltschutz, wobei diese gesetzesentwürfe eher Lippenbekenntnisse sind, denn keine Partei will ihre "Schenkungen" von Bayer oder so verlieren xD.

Aber um zum ursprung deiner Frage zurückzukommen: Politische Menschen sind nicht politisch aktiv, weil sie eine so pessimistische Einstellung ggü. Politik haben wie ich, oder, weil sie einfach zu Faul sind.

Des weiteren sind Menschen generell weniger politisch aktiv, wenn sie zufrieden sind. Frei nach dem Motto: Warum soll ich was ändern (wollen), wenn bei mir alles gut ist.

MFG

Antwort
von tryanswer, 38

Ich gehe zur Wahl. Das ist eben das Tolle an einer repräsentativen Demokratie. Ich muß mich nicht dauernd mit irgendwelchen unterbelichteten Stammtischhelden und ihrer politischen Überzeugung auseinandersetzen und kann mich um wesentlicher Dinge im Leben kümmern.

Kommentar von Akainuu ,

Ich meine nicht unbedingt übliche Stammtischhelden, die politische Wahlbeteiligung an sich ist schließlich auch nicht glänzend. 

Kommentar von tryanswer ,

Das kann ich allerdings auch nicht wirklich nachvollziehen.

Kommentar von whabifan ,

Menschen fühlen sich von der Wahl nicht angesprochen, also gehen sie nicht wählen. Ist ja weiter nicht schlimm. Es wird immer verteufelt wenn man keine Meinung hat. Finde ich persönlich Quatsch. Gibt viele Dinge wo ich keine Meinung in der Politik habe. 

Kommentar von tryanswer ,

Das ist schon richtig, nur geht es bei der Wahl nicht um einzelne, sondern darum, wer in der nächsten Wahlperiode die Entscheidungen treffen wird. Und irgendeinen Bezug zu diesen - oder zumindest einen Teil der - Entscheidungen hat doch eigentlich jeder in der Gesellschaft.

Antwort
von whabifan, 28

Die Politiker tun das ja. Man sollte schon ein wenig informiert sein, jedoch habe ich auch nicht die Zeit und nicht das Fachwissen sämtliche Gesetzesentwürfe zu lesen. Wir haben eine repräsentative Demokratie. Ich als Bürger deligiere anhand meiner Stimme meine Zuständigkeit an Berufspolitiker. 

Antwort
von Thelostboy342, 7

Sie sollte aktiver werden, damit soetwas sich nicht unbemerkt wiederholt:

http://www.gutefrage.net/frage/wie-kann-es-moeglich-sein-dass-man-mit-komplett-g...

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