Katzentatze am 01.06.2007 um 12:49 Uhr
Als Koch lernt man z.B. wie man eine Rinderkraftbrühe klärt. Wenn man das in der Prüfung nicht kann, hat man ein Problem. Aber heute macht das in der Praxis eigentlich keiner mehr. Das selbe ist z.B. auch bei Landwirten. Da muss man Maschinen kennen, die es heute nicht einmal mehr gibt. Warum "modernisiert" man das nicht mal?
Als Koch sollte man nicht völlig hilflos sein, wenn die Tütensuppe alle ist. So etwas nennt man 'professionell'.
der lehrberuf in deutschland hat einen guten ruf. das hat damit zu tun, dass man vieles "von der pieke auf" lernt. eine rinderkraftbrühe ist eine grundlage für einige gerichte und man lernt, basics zu machen. warum sollte man das also dann nicht lernen? schaden kann es nicht.

Ich denke mal, wenn du einen Baum kennen willst, musst du bei den Wurzeln anfangen.... Es gibt halt Grundsätzliches, auf dem die Weiterentwicklung basiert und ohne die eine Weiterentwicklung nicht möglich wäre. Erst laufen kann, kann Sprintweltmeister werden, hmm? Im übrigen wird auch heute noch - gerade von Spitzenköchen - mit selbst gemachter Brühe gearbeitet. Meinst du etwa, die nehmen Soßenpulver von Maggie ?
Wieselchen1 am 1. Juni 2007 12:57 Es sollte heißen: Erst wer laufen kann, kann Sprintweltmeister werden. Sorry.
Katzentatze am 1. Juni 2007 13:00 Ich kenne viele Betriebe, von Pommesbude bis First Class. Keiner von denen macht das noch. Das kommt alles aus der Tüte. Dank Eto&Co gibts heute sehr sehr viel aus der Tüte.
Solf am 1. Juni 2007 13:01 Blödsinn... sorry !!!
Katzentatze am 1. Juni 2007 13:06 Glaubst du ernsthaft, das in einem Betrieb, vor allem wenn wenig los ist, der Hirschbraten frisch gemacht ist? Wie teuer soll der denn sein? Glaub was du meinst, ich weiß es. Auch sorry!
Wieselchen1 am 1. Juni 2007 13:06 Dann frag mal einen Herrn Tim Mälzer oder einen Herrn Johann Lafer, ob er so etwas zulassen würde. Du darfst nicht immer nur von der großen Allgemeinheit ausgehen. Es ist doch auch mögliche, dass dein Lehrlingskollege aus der Pommesbude aufgrund seiner fundierten Ausbildung zum 5-Sternekoch avanciert.... ;-)
Wieselchen1 am 1. Juni 2007 13:06 Dann frag mal einen Herrn Tim Mälzer oder einen Herrn Johann Lafer, ob er so etwas zulassen würde. Du darfst nicht immer nur von der großen Allgemeinheit ausgehen. Es ist doch auch mögliche, dass dein Lehrlingskollege aus der Pommesbude aufgrund seiner fundierten Ausbildung zum 5-Sternekoch avanciert.... ;-)
Das entspricht dann aber nicht dem Lehr-Beruf eines Koches. Das ist maximal Küchenhilfe!
Wieselchen1 am 4. Juni 2007 10:06 @ katzentatze: Meine Eltern hatten selber eine Gaststätte mit Restaurantbetrieb. Man hat zwar nicht alles frisch gemacht, aber meine Mutter hätte sich eher die Hände abgehackt, als dass sie ihren Gästen Cateringessen vorgesetzt hätte. Sie hat dann halt viel vorgekocht und im Kühlhaus oder in der Gefriertruhe aufbewahrt. Und wenn was gar nicht gehen wollte, hat sie halt ein "Themenfest" daraus gemacht, wo dann alles passend zum Essen dekoriert wurde usw. und hat dann eben alle Speisen für einen geringeren Preis angeboten. Das hat immer geklappt - so sind wir auf fast nix sitzen geblieben.
@ Ulrike: was entspricht nicht dem Lehr.Beruf? Das Aufwärmen von Fertigfraß? Da stimme ich dir zu.

Schau mal rüber über den grossen Teich bitte ! Da wird Handwerk " studiert " und keiner kriegt einen Nagel gerade in eine Wand ! Hier in unseren Breitengraden wird eine Super Ausbildung angeboten..!!
Denk doch einmal daran, dass auf Grund der schlechten Finanzausstattung im Schulbereich die Schulbücher in Deutschland eine "Lebensdauer" von 8 bis 10 Jahren haben. Dann muss man sich auch nicht mehr über veraltete "Lehren" wundern.
Wieselchen1 am 1. Juni 2007 13:17 Wenn ich mir überlege, dass es genau die Fachbücher waren, die mein Sohn in seiner Ausbildung selber kaufen musste - ist diese Antwort fraglich. Dann schon eher dieses Traditionsdenken: Was schon immer so war, muss auch immer so bleiben...... Ich denke nur einfach, man muss von der Pike auf lernen, damit man das, was man da macht, auch nicht nur "kann", sondern auch versteht und beherrscht. Warum sonst lernt man als Buchhalter in T-Konten zu buchen, wenn doch heute alles per Programme funktioniert und ein T-Konto nirgendwo mehr auftaucht? Ich sags euch: Jeder Buchhalter, der buchhalterische Probleme lösen muss, mit anderen Lösungen diskutiert stellt sich ans Flip-Chart und - malt ein T-Konto auf.... ;-)

M.E. lernt man in allen Berufen auch Grundlagen, aus denen sich alles entwickelt hat, um zu begreifen, wie und warum es funktioniert.
Vielleicht ein dummes Beispiel: wenn man alles 'modern' lehrt, dann kann man das Rechnenlenen in der Schule auch weglassen, weil man ja Taschenrechner hat...
"Erst wenn man weiss, wie es richtig ist, kan man wissen wie man es auch falsch machen kann." :-)

Dann frag mal einen Herrn Tim Mälzer oder einen Herrn Johann Lafer, ob er so etwas zulassen würde. Du darfst nicht immer nur von der großen Allgemeinheit ausgehen. Es ist doch auch mögliche, dass dein Lehrlingskollege aus der Pommesbude aufgrund seiner fundierten Ausbildung zum 5-Sternekoch avanciert.... ;-)
lol