Frage von Dunktins, 686

Warum sind viele Deutsche voreingenommen gegenüber Türken?

Ich rede nicht von allen. Aber ich hab die Erfahrung gemacht, dass viele Türken in eine Schublade gesteckt werden, z.B. Türken sind aggressiv, wollen sich nicht integrieren, können die Sprache nicht richtig, wollen nichts mit Deutschen zu tun haben, respektieren unsere Religion nicht usw. Warum ist das immer noch bei vielen so? Wir leben schon so viele Jahrzehnte miteinander, haben die deutsche Staatsangehörigkeit, aber werden immer noch von vielen wie Fremde behandelt.

Antwort
von Suboptimierer, 354

Ich habe eher den Eindruck, dass die Beziehung zwischen Deutschen und "Deutschtürken" (kann man das so sagen?) durch die Flüchtlingsdiskussionen in den Hintergrund gerückt sind, also quasi auf später verschoben wurden.

Aber welches Thema ist dadurch nicht in den Hintergrund verschoben worden? Alles andere erscheint auf einmal unwichtig.

Antwort
von Diodeicieli, 283

Natürlich sind nicht alle Türken gleich. Ich denke, es hängt auch sehr stark von den eigenen Erfahrungen ab, die man mit Türken gemacht hat. Bei mir beispielsweise, überwiegen die negativen Erfahrungen mit Türken die positiven Erfahrungen.

Zerstörte Wohnungen, Sachbeschädigung, Belästigung in der Öffentlichkeit, das sind alles Dinge, die ich selbst schon sehr oft erlebt habe, und in den meisten Fällen waren es nun mal türkischstämmige Jugendlichen oder sogar ganze Familien im Fall der verschandelten Wohnungen.

Dazu kommt noch, dass ich viele Türken persönlich kenne, teilweise sogar ser gut mit ihnen befreundet bin/war und sie mir oft erzählen, wie es sich so in einer türkisch/ muslimischen Familie lebt. Besonders oft sind es die Mädchen und Frauen, die unter den Regeln der Familie leiden. Denn obwohl sie in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, gewähren die Familien, meistens auch einfach nur der Vater, den Frauen kaum Freiheiten.

Insofern denke ich, dass da schon etwas dran ist, wenn man sagt, dass es oft einfach an mangelnder Integration, und schlichtweg einfach fehlender Bildung liegt.

Kommentar von jackycola88 ,

Besser hätte man es nicht erklären können...top

Antwort
von Annyka67, 304

Integration, Bekleidung usw... kann man an allen Nationen der Welt etwas beurteilen... siehe Russen... Polen...Albaner  usw...

In Jeder Nation gibt es Leute die sich nicht bzw. schlecht integrieren können und / oder sich ganz gut integrieren können...

Mein Schwiegersohn ist Türke und ich kann überhaupt etwas schlimmes über ihn und seine Familie sagen... Die sind ganz normale Menschen wie du und ich...

Antwort
von fanofpaolo, 268

Hallo.

Also, ich würde nicht sagen, das sich Türken nicht integrieren können oder ich persönlich mit Türken nicht zurechtkomme.

Ich denke, das wir Deutsche häufig auch viel zu schnell Vorurteile schaffen, ohne das wir überhaupt den Menschen, welche in unser Land flüchten, die Möglichkeit gegeben haben, uns vom Gegenteil überzeugen zu können.

Es gibt auch Ausländer in unserem Land, welche sehr sehr hilfsbereit sind und meiner Meinung nach auch in Situationen, wo wir "Einheimischen" die Beine einziehen würden, Zivilcourage beweisen. - Und das finde ich TOP!

Das ist meine Meinung!

Antwort
von Fun92, 365

Naja pauschalisieren sollte man wirklich nie :/

Kenne auch einige mit denen man richtig gut klar kommt :)

Aus der Hauptschule damals kenne ich aber auch noch aggressive pöbelnde Personen. Auch das die Integration nicht überall so gut geklappt hat ist wohl kein Geheimnis :/

Kommentar von MeliS1998 ,

Aus der Hauptschule damals kenne ich aber auch noch aggressive pöbelnde Personen.

Von denen kenne ich auch welche, aber das waren nicht nur Kinder von Migranten sondern da waren genau so auch deutsche darunter...

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Politik, 135

Im Grunde machst du das, was du kritisierst: du verbreitest das Vorurteil, dass "viele deutsche voreingenommen gegenüber türken" seien.

Ich sage: du liegst falsch! Es sind nur wenige Deutsche, eine Minderheit, die pauschal über Türken urteilen, wie du es beschrieben hast!

Man muss also differenzieren: die Deutschen in der übergroßen Mehrheit sehen Türken, die hier geboren sind oder wenigstens "viele Jahrzehnte" mit Deutschen zusammenleben, die die deutsche Sprache beherrschen, also in der Gesellschaft integriert sind oder sogar "die deutsche Staatsangehörigkeit" besitzen, als ihre Mitmenschen und Mitbürger an. Warum auch nicht? Nur eine kleine Minderheit der Deutschen hat auch gegen diese türkischen oder türkischstämmigen Mitmenschen Vorbehalte.

Die Gruppe von Türken jedoch, die zwar schon "viele Jahrzehnte" in Deutschland leben, mit Deutschen aber wenig bis nichts zu tun haben wollen, die die deutsche Sprache nicht oder unzureichend beherrschen, keinen Schulabschluss erwerben, keinen Beruf erlernen, die sich also nicht in die Gesellschaft integrieren wollen, auf Kosten der Gemeinschaft leben, vielleicht sogar kriminelle oder gar extremistische Anwandlungen haben und die Deutschen nicht als ihre Mitmenschen und Mitbürger ansehen, diese Gruppe von Türken ist sehr schlecht angesehen und in der Tat wenig beliebt sowohl bei der o. g. Minderheit, aber auch der übergroßen Mehrheit der Deutschen und selbst bei den integrierten türkischstämmigen Mitbürgern! Das ist meine Erfahrung!

Noch eine Bemerkung: Meine Erfahrung zeigt mir auch, dass zwischen der Gruppe von Türken, die sich nicht integrieren wollen, und der Gruppe von Deutschen, die pauschal und undifferenziert alle Türken bzw. türkischstämmigen Menschen - und nicht nur die! - in Deutschland ablehnen, viele Gemeinsamkeiten bestehen, z. B. Bildungsferne, extremistische Haltungen, Neigung zu asozialem bzw. kriminellem Verhalten, materiell prekäre Lebenssituationen. Auch wenn sie sich hassen: diese deutschen wie türkischen Gruppen leben beide außerhalb der deutschen Gesellschaft und haben sich in einer gemeinsamen Außenseitergruppierung der deutschen Gesellschaft gewissermaßen "integriert".

MfG

Arnold

Antwort
von UrielKatzer, 162

Ich sehe ein Problem in dem Zusammengehörigkeitsgefühl der Türken und allgemein der Muslime. Wenn auf einem Spielplatz z.B. nur eine Schaukel steht, und ein türkisches Kind schaukelt darauf, dann braucht sich ein deutsches Kind erst gar nicht mehr anstellen, es würde doch nicht mehr dazwischen kommen. Anschließend darf nämlich erst der Bruder des türkischen Kindes schaukeln, und dann der Vetter, die Schwester ... 

Ein zweites Problem sind Zweikämpfe zwischen Jugendlichen. Immer gibt es mindestens zwei, drei aggressive türkische Jugendliche darunter. Immerhin muss man der Mehrheit der Türken zugestehen, dass sie mittlerweile versuchen mäßigend auf ihre aggressiven Verwandten und Bekannten einzuwirken. Aber jetzt kommt das große ABER! Was passiert denn, wenn der aggressive Türke mal der Schwächere ist?! Dann hat es der Stärkere des Zweikampfes anschließend mit ALLEN Türken vor Ort zu tun. Und wenn er weg läuft, dann laufen aber wochenlang 30 bis 50 Türken hinter ihm her, wo immer sie ihn sehen.  

Ich bin in einem deutschen Slum aufgewachsen und war unglücklicherweise bei den Muslimen auch noch als Jude bekannt. Was meinst du wohl, was ich dir alles aus meinem persönlichen Erleben erzählen könnte? Aber ich will hier kein Öl ins Feuer gießen. Ich habe auch intelligente, freundliche, liebenswürdige und hübsche türkische Männer und Frauen kennen gelernt. Möge die Entwicklung in eine positive Richtung laufen.

Kommentar von Wippich ,

Kann ich nur zustimmen.Ich wohne in Dortmund Borsigplatz.Was man hier erlebt glaubt man nur wenn man dabei war.

Antwort
von DreiGegengifts, 182

So wie ich türkischstämmige Deutsche im Alltag erlebe, sind das sehr gut in die Gesellschaft integrierte Menschen, mit guten Sprachkenntnissen und einer tiefen Verankerung in die Kultur.

Regelmäßig kommen Statistiken und Untersuchungen zu anderen Ergebnissen. So täten sich Türken schwer bei der Bildung zu guten Ergebnissen zu kommen und würden nur selten höhere Posten erreichen. Ich kann über derlei nur lachen. Klar die Türken kamen vor allem als Gastarbeiter. Arbeiter - der Name sagt es schon. Man brauchte sie, damit jemand die schmutzige Arbeit macht. Es ist kein Wunder, dass diese Familien oft eher weniger eine Tradition der Schul- und Berufsbildung mitbringen.

Aus meiner Sicht ist aber auch die Art, wie bei uns die Wertschätzung gelagert ist, ein gesellschaftlicher Reinfall. Ich verstehe ja, dass ein technisiertes Land wie Deutschland auf Bildung setzt. Aber es gibt eben auch noch andere Perspektiven. Langfristig wird sich das angleichen. Aber heute ist es halt  so, dass auch die Türkischstämmigen mit 1er Abi deutlich geringere Chancen auf eine Stelle haben. Also hier braucht es einen Anpassungsprozess von beiden Seiten.

Antwort
von DrUnique, 186

Hierbei zu sagen, dass „viele Deutsche" voreingenommen gegenüber Türken seien, ist meiner Meinung nach übertrieben.

In Wirklichkeit sind es nicht hautpsächlich Türken, die sich Deutschland niederlassen. Es sind ebenso Kurden, Griechen und Syrer,  auch vor der Flüchtlingswelle 2015, sowohl dazu viele andere Menschen mit verschiedenen Nationalitäten nach Deutschland kamen.

Für mich, als Deutschen, sind solche Personen (obwohl die meisten schon seit Generationen hier leben) keinesfalls schlechte Menschen, Platzwegnehmer oder „Asoziale".

Der Begriff „Asozial", bzw.  „Assi", ist heutzutage leider allumfassend. Raucht jemand. - Asozial. Lästert jemand. - Asozial. Trägt jemand Jogginghosen - Asozial. Das Wort wird meiner Meinung nach so gut wie immer falsch genutzt.

Natürlich sind sämtliche Verhalten unangebracht und mögen einen falschen Eindruck verleihen, doch einen direkt als „asozial" abzustempeln, ist eher falsch, als das Wort zu nutzen.

Es mögen wohl nicht alle Deutsche so gestimmt sein wie ich (wie es auch genug andere sind), doch von „vielen" zu reden, ist wahrscheinlich übertrieben.

Vor 50 Jahren könnte es gut sein, dass ein größerer Teil der Deutschen eher komisch gestimmt war, doch dies schwindete wohl mit der Zeit.

Nur weil größere Gruppen von Personen mit anderer Nationalität auf eine Hauptschule oder eine Realschule gehen und eher weniger ein Gymnasium, geschweige denn eine Universität besuchen.

Nur deswegen zu sagen, dass diese deswegen dumm sind, ist Schwachsinn. Denn auch genügend (evtl. sogar mehr) Deutsche besuchen Hauptschulen. Und selbst eine Hauptschule oder Sonderschule zu besuchen, sollte keineswegs heißen, minderwertiger oder dumm zu sein, doch leider sind viele andere Leute mit Vorwürfen ausgerüstet.

Warum jetzt genau Vorwürfe von genügend Deutschen kommen, leigt wahrscheinlich tief in den Genen der Menschen, daher es schon vor Jahrhunderten Vorwürfe gegen andere existieren.

Diese Doku könnte die ganze Frage von deiner Seite aus eventuell besser beantworten.


Hiermit will ich noch mal beilegen, dass ich wie gesagt nichts gegen Personen mit einer anderen Nationalität nichts habe und dass selbst ich Wurzeln irgendwo anders her habe, selbst wenn man sieh mir beim Anblick nicht direkt ansehen mag.

Antwort
von 1988Ritter, 109

Warum sind die Deutschen voreingenommen ???

Mir fällt da jetzt mal so ganz spontan ein:

  • Du Opfer
  • Dhimmi (Tributpflichtiger)
  • Schweinefresser

Find ich tatsächlich auch sehr unpassend und unhöflich. Sowas sagt man einfach nicht.

Die Schubladen:

  • Wer mal den Unterricht auf einer Hauptschule besucht hat, der geht mit sehr vielen Fragen nach Hause.
  • Unerfreulichkeiten in den Schulen und auf Straßen sind bekannt.
  • Unerfreulichekeiten haben sogar dazu geführt, dass Medien ihren Sprachgebrauch dahingehend geändert haben, dass man nicht mehr von Türken sondern pauschalierend von Südosteuropäern reden soll, da man zuviele Problemberichte hatte, die Tendenzen aufzeigen.
  • Religöse Probleme sind bekannt, aber da muss man die Türken mal in Schutz nehmen, da ist es nicht eine Nationalität, da ist es vielmehr der Islam der den Umgang mit Andersgläubigen reguliert.
  • Dazu kommen dann noch die Unerfreulichkeiten der Parallelgesellschaften, zu denen dann auch schon viel berichtet wurde.

Wir leben schon so viele Jahrzehnte miteinander, haben die deutsche
Staatsangehörigkeit, aber werden immer noch von vielen wie Fremde
behandelt.

Da möchte ich dann korrigieren. Viele haben eher den Eindruck, man lebt nicht miteinander, man lebt eher nebeneinander.

.....und das finde ich, kann man den Deutschen nicht anlasten. Gerade die Deutschen haben nach dem 2. Weltkrieg zu den Zeiten des Wirtschaftswunders fast jede Nation hier gehabt. Denke ich mal an Griechen, Ex-Jugoslawen, Portugiesen, Spanier, Polen, Russen oder Italiener, die haben sich prima integriert, null Probleme und alles ist super.

Mein Rat:

Ich würde die Problemlösungen an anderer Stelle suchen.

Kommentar von 3plus2 ,

Wer den Koran liest, der ist nicht voreingenommen, sondern der weiß, dass die, die den Koran leben Probleme machen.

Kommentar von KenanNexus ,

Was für ein bödsinn probleme machen null ahnung von islam ( sagen dir leute die islam angeblich kennen) 

Antwort
von Annike, 85

Merhaba,
neden? Ben türkleri çok seviyorum ve türkçeyi öğreniyorum.

(Hallo, warum? Ich mag Türken und lerne Türkisch). Ok, das ich alle Türken mag, stimmt nicht so ganz. Es gibt unter ihnen, sowie auch unter den Deutschen viele schwarze Schafe.

Viellecht liegt denke ich anders, da ich mich mit der türkischen Geschichte befasst habe (schreibe meine Facharbeit über das Osmanische Reich) und kam durch die Sprache mit Türkeitürken in Kontakt. Leider sind einige (nicht alle) Deutschtürken in unserer Gesellschaft integriert. Sie sind vor mehr als 60 Jahren häufig aus Ostanatolischen Döfern hierher gezogen und haben sich nicht weiterentwickelt. Vielleicht haben sie damals besser in unsere Gesellschaft gepasst, da wir in manchen Dingen (z.B. vollständige Gleichheit zwischen Mann und Frau) auch zurück lagen. Doch die Türken in den Großstädten in der Türkei haben sich natürlich auch weiterentwickelt. Mein Freund aus Ankara kennt kein weibliches verschleiertes Familienmitglied. Sie schämen sich teilweise, wenn sie die Deutschland-Türken sehen.

Natürlich ist auch nicht jeder Deutschland-Türke ein 'asozialer'. Was noch dazu kommt, dass es schon ein gewisses äußeres Bild vom Klischee-Türken gibt: Hakennase, südländisches Aussehen. So kommt es vor, dass auch andere Menschen aus dem nahen Osten als Türken oder Muslime bezeichnet werden. (Obwohl nicht jeder Türke südländisch aussieht, und auch nicht jeder mit einer Hakennase Muslim ist) Leider greift man viel zu schnell zum Wort 'Türke'. Da finde ich es sogar noch treffender Kasachen, Usbeken, Azerbaidschaner etc als "Türke' zu bezeichnen (für alle, die nicht wissen, wovon ich spreche, ihr könnt euch die türkische Geschichte durchlesen) als einen, mit einem typisch 'arabischen' Aussehen.

Ich finde es übrigens schade, dass in vielen Schulen die türkische Geschichte nicht gelehrt wird. Dann glaube ich, würde man mehr verstehen, wer alles im nahen Osten wirklich 'Türke' ist, bevor man zu viel urteilt.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen.

Kommentar von Kimoki ,

Warum sollte die Schule  Türkische Geschichte lehren?In der Türkei würde es für Verwunderung sorgen,wen 1500 Jahre deutsche Geschichte auf dem Stundenplan stehen.

Antwort
von marylinjackson, 100

Es gibt nicht "die" Türken, so, wie es nicht "die" Deutschen gibt.

Persönliche Erfahrungen machen eben viele, und das prägt sie in ihrer Einstellung.

Was hast Du dagegen?

So habe ich festgestellt, dass ein bei uns integrierter Türke sich immer noch nichts von einer Frau sagen lässt.

Antwort
von Sinea99, 252

Hallo, du hast recht, man kann nicht alle Türken über einen Kamm scheren. Aber ich habe die Erfahrung gemacht und mache sie immer noch, dass bei allen Türken, die ich kenne, all das stimmt, was du aufgezählt hast, außer dass sie aggressiv sind. Ich persönlich komme gut mit ihnen zurecht, aber sie sind eben in allem anders als wir, das fängt schon bei der Kleidung an. Sie leben ihr Leben, wie es eben ihrer Herkunft entspricht. Also ist es doch auch richtig, wenn man sagt, dass sie sich nicht integrieren. Ich find auch nicht richtig, dass sie das nicht können oder nicht wollen, aber ich kann damit umgehen. Das kann nun mal leider nicht jeder.

Kommentar von kleinefrechemau ,

Wenn du von Klamotten ausgehst, integrieren sich viele Deutsche aber auch nicht. Außerdem besteht Integration nicht darin, dass man sich ein Dirndl oder eine Lederhose (sarkastische Übertreibung) überstülpt, das sind doch nur Äußerlichkeiten. Zudem sollte man bedenken, dass laut Studien die Italiener die am schlechtesten integrierte Nationalität in Deutschland sind...und die ziehen sich gar nicht soviel anders an als die Deutschen.

Kommentar von Sinea99 ,

Ich gehe nicht nur von Klamotten aus, obwohl Türken durch ihre langen Kleider und Kopftücher sich schon äußerlich deutlich von uns  Deutschen abgrenzen. Ich habe nur die Frage beantwortet, eben dieses ,, Warum".  Es geht hier nicht um Mode, sondern um voreingenommen sein und anpassen. Da gehen die Meinungen und Einstellungen wohl  manchmal auseinander, aber ich finde es nicht korrekt, wenn man sagt, wir integrieren sie nicht. Sie selber wollen es meistens nicht. Aber das wird nicht gesagt.

Kommentar von OlliBjoern ,

Und viele wollen es auch, und machen es auch. Viele, nicht alle.

Kommentar von OlliBjoern ,

Von den türkischstämmigen Leuten, die ich kenne, ist keiner aggressiv. Das kann man nun auch nicht verallgemeinern, aber ich wollte auch mal meine Erfahrung hier einbringen.

Kommentar von Sinea99 ,

Ja, ich stimme dir da vollkommen zu, denn aus Erfahrung kann man das auch am besten beurteilen. Ich spreche auch nur von Türken, die schon lange in Deutschland sind, denn ich wohne mit  türkischen Nachbarn in einem Haus. Eine wirklich nette Familie mit zwei kleinen Kindern. Verstehe mich sehr gut mit ihnen, hauptsächlich mit der Frau, denn sie spricht perfekt deutsch. Aber das ist nur, wenn wir uns im Flur begegnen. Sonst aber halten sie sich ganz zurück, nehmen keine Hilfe an und ihre Kinder spielen nicht draußen mit unseren Kindern.

Das gleiche Verhalten sieht man auch bei türkischen Familien in den Schrebergärten. Wenn dort ein Fest ist, dann setzen sich nur die Männer zu uns, aber keine einzige Frau.

Ich finde das sehr schade, denn das ist ja kein Miteinander. Da bleibt es dann doch auch nicht aus, dass viele Menschen das nicht verstehen und je nachdem wie sie gestrickt sind, auch nicht so gut mit ihnen zurecht kommen. 

Und doch wäre es gut zu denken, dass alle Menschen eine Mentalität haben, die angeboren ist und da sollte doch das Wichtigste sein, einfach nur friedlich zu leben.

Antwort
von zehnvorzwei, 137

Hei, Dunktins, wie viel ist denn an dem, was du aufzählst, richtig? Ich kenne wunderbare türkische Leute und liebe die Türkei und ihre Menschen seit vielen, vielen Reisen quer durchs Land - aber ich sehe auch viele, die in unserem Land negative Eigenschaften in sich vereinen... Ist es nicht geradezu ungezogen, die Menschen ihres Gastlandes als "Kartoffel" zu verspotten?

Wenn wir nicht toleranter miteinander werden, die vielen türkisch-stämmigen Menschen und die vielen Deutschen - dann sehe ich schwarz für eine gemeinsame Zukunft. Ve daire. Selam.

Antwort
von Temas, 111

Es ist auch meiner Meinung nach ein Thema, das sehr Situationsabhängig ist, ich denke Türken im sozialen Brennpunkt in Köln oder Berlin werden ganz anders behandelt und verhalten sich demnach auch ganz anders, als Türken/Ausländer auf dem Land im Schwarzwald oder so. 

Entscheidend ist auch woher sie kommen, es ist ein gravierender Unterschied ob ein Türke aus dem Osten, Norden, oder Westen der Türkei stammt. Sie unterscheiden sich alle in ihrer Mentalität, in ihrem Glauben (also ob streng oder liberal) und Aussehen. 

Ich als Türke kann sagen, dass nach so vielen Jahren die meisten Deutschen die Türken nicht mehr wirklich als Fremde sehen, sondern fast schon als "Teil" der Bevölkerung. 

Ich finde so viele Vorurteile haben die Deutschen gegenüber den Türken jetzt gar nicht mehr, zumindest keine schlimmen. 

Und die meisten Vorurteile, wie "Sie respektieren unsere Religion nicht" oder "Sie beherrschen unsere Sprache nicht" stimmen meistens leider überein, aber nicht immer. 

Und gerade, weil sie so häufig übereinstimmen, sind vor allem diejenigen, die wenig mit Türken zutun haben, oft voreingenommen gegenüber den Türken.

Antwort
von kleinefrechemau, 240

Die Deutschen sind ein Volk der Vorverurteiler ;) Meine Erfahrungen sehen da ganz anders aus, Türken sprechen in der Regel gut Deutsch und integrieren sich mit am besten, wenn man die Nationalitäten miteinander vergleicht. Das Problem ist wahrscheinlich auch, dass alle dunklen Typen in einen Topf geschmissen werden, sprich die Leute können nicht unterscheiden, ob jemand aus der Türkei kommt, aus dem Iran, aus Syrien oder sonstwoher. Dazu kommt noch, dass viele Menschen vor allem Angst haben, was ihnen unbekannt ist. Konzentrier dich lieber auf die Menschen, die nicht so sind, da gibt es auch jede Menge davon.

Kommentar von Luftkutscher ,

Was, Türken können sich von allen Nationen am besten integrieren? Ich sehe das anders. Nach meinen Erfahrungen können sich Österreicher und Schweizer am besten integrieren, dicht gefolgt von den Luxemburgern, Belgiern, Niederländern, Dänen, Franzosen, Tschechen, Polen usw. Selbst Spanier und Italiener integrieren sich schneller und problemloser als Türken.

Kommentar von Chris10021999 ,

Ich würd mal sagen, das liegt daran, dass die deutsche Kultur mehr Ähnlichkeiten hat mit der Österreichischen als mit der türkischen^^

Kommentar von Temas ,

Ich finde man kann die Türken kaum pauschalisieren, da Türkei ein ziemlich großes Land ist, und der Unterschied zwischen West-und Osttürkei ist viel größer als der Unterschied zwischen Ost-und Westdeutschland. 

Meiner Meinung nach sind Türken aus der türkischen Westküste, in ihrem Lebensstil und Mentalität näher am europäischen als die aus den östlichen Regionen. Und dadurch auch wie du schon aufgeführt hast "anpassungsfähiger".

Wichtig hierbei ist zu wissen, dass nur die wenigen Türken in Deutschland tatsächlich aus dem westlichen Teil kommen, da die wirtschaftliche Lage im Osten der Türkei noch viel schlimmer ist/war und die es deshalb viel nötiger hatten auszuwandern. 

Und gut Deutsch sprechen meistens auch nur die Türken, die hier geboren wurden, bei Einwanderern erster Generation sieht es anders aus, da sie durch viele andere Türken in Deutschland es nie für nötig empfunden haben, Deutsch zu lernen. 

Antwort
von Holynoiz, 77

Erstmal sollte man "die Deutschen" nicht verallgemeinern, zum anderen ist Vorverurteilung kein deutsches Alleinstellungsmerkmal. Wenn man sich mal viele andere Länder anschaut, wo ganze Volksgruppen wesentlich aggressiver runtergemacht und brutal unterdrückt werden.

Antwort
von suziesext05, 72

in wirklich allen Völkern gibt es Animositäten und Schnellurteile gegen andere.

Was Türken in Deutschland anbetrifft, gibt es, glaub ich, keine Vorurteile, denn das was man an der jüngsten Türkengeneration wirklich verabscheut, kann man jeden Tag hautnah selber erleben, in der U-Bahn, in der Schule, was weiss ich. Es ist also kein Vorurteil, es ist eher eine unzulässige Verallgemeinerung, wenn man so widerliche Verhaltensweisen erlebt und dann denkt oder sagt: ALLE Türken sind so.

Das Problem ist find ich ziemlich gut aufn Punkt gebracht von EAV

Antwort
von User0000000, 14

deutsche geben zu schnell vorurteile und nicht alle türken sind aggressiv oder böse

Antwort
von biggie55, 68

In dem Zusammenhang verstehe ich diese,deine Frage überhaupt nicht...

https://www.gutefrage.net/frage/ist-das-normal-das-ich-hass-auf-fluechtlinge-hab...

bitte erklär das mal....

Deutsche sind voreingenommen gegen Türken (du bist Türke)

und du hast (in Deutschland) einen Hass auf Flüchtlinge?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community