Frage von marktschreyer, 710

Warum sind viele Atheisten so verbissen, wenn es um den Gottesglauben religöser Menschen geht?

Das ist doch auch Fanatismus, wenn man versucht gläubige Menschen klein zu reden,

oder etwa nicht?

Antwort
von zippo1970, 204

Als religiöser Mensch bzw. als Christ, sag ich mal....Leider wird umgekehrt auch ein "Schuh" draus.....

Gläubige sind ja auch oft "verbissen", wenn sie ihren Glauben vor Nicht/Anders Gläubigen "verteidigen".

Der Mensch neigt generell dazu, wenn er eine starke Überzeugung hat, diese Überzeugungen auch gegen andere "überzeugend" und manchmal "übertrieben" zu vertreten. Natürlich ist da mal sehr schnell die Grenze zum Fanatismus erreicht, oder auch überschritten.

Das findet man aber nicht nur bei religiösen Themen, sondern auch zum Beispiel bei Politik, Sport, Ernährung, oder Umwelt- und Tierschutz.

Deswegen würde ich sagen, dass Menschen die sich engagieren, etwas glauben, und Meinungen/Überzeugungen haben, auch mal über das Ziel "hinausschießen", wenn sie ihre Sache, gegen andere vertreten.

Das ist meines Erachtens verständlich, aber leider nicht immer schön. Und wenn es dazu führt, dass man andere "klein" macht, oder nicht ernst nimmt, sie beleidigt und schmäht, hört das Verständnis meinerseits auf.

Bei allen Überzeugungen, muss man sein Gegenüber immer als Mensch wahrnehmen, und respektieren. Auch wenn man seine Meinung nicht teilt.

Es fällt Menschen oft schwer, mit ihrem Verhalten selbstkritisch umzugehen, und sich selbst und ihr Tun in Frage zu stellen. Das ist dann keine Frage der Weltanschauung, sondern einfach nur menschlich.

So würde ich es mir auf jeden Fall erklären.....

LG :-)

Antwort
von Panazee, 43

Das in dem Lied ist etwas sehr übertrieben radikal formuliert, aber was stimmt ist, dass gläubige Menschen sehr empfindlich sind, wenn es um ihren Glauben geht. In der Politik wird oft mit viel härteren Bandagen argumentiert und man fühlt sich nicht gleich so massiv persönlich angegriffen.

So und jetzt habe ich alle deine Vorurteile bestätigt und auf gehts ...

Wobei dieses Lied sich nur auf Radikale bezieht, die meinen, dass ihr Gott ihnen befiehlt Leute zu töten, die gegen Gott lästern. Solche Menschen findet man bei GF so gut wie gar nicht.

Antwort
von Dackodil, 22

Mir ist völlig wurscht, was mein Gegenüber glaubt - oder auch nicht.

Wenn allerdings einer versucht, mich zu missionieren, haue ich ihm auch meinen Atheismus um die Ohren.
Aber ansonsten bin ich ein sehr friedlicher Mensch ;-)

Antwort
von Schwoaze, 106

Ganz egal in welche Richtung die "Missionierung" erfolgt, hin oder weg von der Religion, alles was so verbissen gemacht wird, ist einfach schlecht!

Auf so einer Mission ist man man ja für Argumente jeglicher Art taub.

Antwort
von quopiam, 187

Es ist einfach eine Frage der Perspektive. Wer zum Perspektivwechsel nicht fähig ist, ist nicht in der Lage, den Standpunkt des jeweils anderen einzunehmen. Mithin ist es ihm nicht möglich, diesen jeweils anderen Standpunkt als für den Anderen gültig zu akzeptieren und zu tolerieren.

Wenn ich an Gott glaube, ist dieser Glaube für mich der einzig wahre und mögliche. Wenn ein anderer nicht an Gott glaubt, ist diese Überzeugung seine einzig wahre und mögliche. Wenn wir uns begegnen braucht es nichts weiter als zu akzeptieren, daß jeder von uns beiden die FÜR IHN einzig wahre und mögliche Überzeugung hat und dabei bleiben möchte, auch wenn er die eine oder andere ethische, politische oder sonstwelche Frage diskutieren möchte. 

Das ist so simpel, daß ich mich immer wieder frage, warum Menschen das nicht verstehen und praktizieren (können). Man könnte es Engstirnigkeit oder Mangel an Empathie nennen. Aber das ist ja schließlich nicht angeboren... Gruß, q.

Antwort
von Hamburger02, 173

Nun ja, die Verbissenheit der Religionen zwingt ja geradezu dazu, entsprechend dagegen zu halten. Das passiert auch nur dort, wo Religion öffentlich auftritt und sich als was besseres darstellt, was sie nicht ist. Glauben, der privat praktiziert wird, interessiert in der Regel auch Atheisten nicht.

In der Regel wird vor allem gegen die Religionen argumentiert, die für sich den Anspruch ergheben, die einzig wahre Religion zu sein, die die Weltherrschaft erringen möchte.

Religion ist ja auch kein harmloses Videospiel sondern die Geschichte hat gelehrt, dass Religion in erster Linie dazu dient, das einfache Volk zu unterdrücken und in Kriege zu führen. Früher war das vor allem das Christentum, heute ist es vor allem der Islam.

Kommentar von MeGusta97 ,

Nun ja, die Verbissenheit der Religionen zwingt ja geradezu dazu, entsprechend dagegen zu halten.

Widerspruch. Nicht in allen Fällen, sondern in den wenigsten. Denn nur die wenigsten sind wirklich so streng in ihrer Glaubensweise, dass sie anderen sogar damit schaden. Und dann ist es meiner Meinung nach für alle (Ob gläubig oder nicht) höchste Zeit zu handeln. 

Antwort
von Dackodil, 16

Es ist mir völlig wurscht, was mein Gegenüber glaubt - oder auch nicht.

Lediglich wenn versucht wird, mich zu missionieren haue ich demjenigen meinen Atheismus um die Ohren.

Aber ansonsten bin ich ein sehr friedfertiger Mensch.

Antwort
von LuzifersBae, 55

Finde ich nicht.

Weißt du ich als Atheist(ehemaliger muslim) kann nur sagen, dass ich an Gott geglaubt habe, BEVOR ich wirklich darüber nachgedacht habe. Denken, hinterfragen. Kritisch sein. Das was religiöse Menschen bei ihren Religionen nicht sein können. Genau dies regt uns auf. Und vor allem das solche Religionen SO eine große Rolle in unserer Gesellschaft spielt, regt uns nur mehr auf.

Oder das religiöse Menschen uns als "Unwissend" bezeichnen oder versuchen unsere Meinung zu manipulieren. Sowas kommt bestimmt bei jedem 2. religiösen Menschen vor, und das ist einfach unglaublich nervig. In meinem Augen sind die WIRKLICH UNWISSENDEN, meistens die streng religiösen Menschen, die nichts anderes sehen wollen und die diese Welt ZU ernst nehmen.

Antwort
von Shiranam, 17

Deine Frage geht von einer Unterstellung aus. Du fragst nicht, ob es so ist, sondern warum es so sei.

Zur Frage, ob Atheisten so fanatisch sind, kann ich nur sagen: Manche ja, aber natürlich nicht alle. Ich z.B. respektiere Menschen, die gläubig sind und dazu stehen; warum auch nicht? Von mir aus kann jeder glauben, was er will, solange er anderen Leuten auch diese Freiheit zugesteht.

Ja, ich sehe es auch als "Fanatismus" gläubige Menschen "kleinzureden" und vom "Atheismus" zu überzeugen. Das ist einfach nicht notwendig.

Ich habe meine Meinung, warum es Religion gibt und weiß, dass sie einigen Menschen guttut. Ich persönlich glaube jedoch nicht.

Es gibt auch Religionen/ Sekten, die Menschen nicht guttun.


Antwort
von TheDarkSlam, 88

Hallo, ich bin Atheist. Ich denke es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, ich versuche z.B. nicht meinen Nichtglauben anderen Leuten auf zu zwingen.(falls du das meinst) Mir ist aufgefallen, das vor allem wenn ich meinen Nichtglauben gegen über Moslems erwähne, sie mir SOFORT ihren Glauben aufzwingen wollen. Da das ja gar keinen Sinn mache etc.^^
Wenn mich dann solche Leute irgendwann extrem aufregen, weil sie nicht aufhören, lege ich ihnen ein Paar logische und teils Nachvollziehbare "Beweise" dar. (Wenn Moslems von meinem Nichtglauben erfahren, geht das (ohne das ich etwas mache, teilweise weiß ich gar nicht, dass sie das wissen) manchmal soweit, dass sie mich ignorieren und mich hassen, für nichts...(bei Christen ist es nicht so)Aber ansonsten lasse ich jeden das glauben, was er möchte, auch wenn es mir unlogisch und unverständlich erscheint. Der Rest spielt sich dann nur in meinem Kopf ab. Ich denke es ist Zufall, so wie ich in meiner Region viele Moslems habe die mir ihren Glauben aufzwingen wollen, hast du bei dir vielleicht viele Atheisten, dabei nehme ich die Atheisten auch nicht in Schutz, da sich sowas nicht gehört, egal ob Religion oder nicht.

Ich hoffe ich konnte helfen,
bei Fragen schreib einfach,

Lg Tim:)

Antwort
von Giustolisi, 198

Es geht doch nicht darum, Menschen klein zu reden, es geht um den Glauben. Gläubige nehmen das nur immer persönlich, wenn man gegen ihre Überzeugungen argumentiert.
Ich spreche ja nicht wildfremde Leute an, um sie von meiner Sichtweise zu überzeugen, das ist Sache der Zeugen Jehovas.
Wer in der Öffentlichkeit (zum Beispiel hier) über seine Glaubensüberzeugungen berichtet, muss sich aber nicht wundern, dass es Menschen gibt, die das anders sehen und vielleicht auch schlüssige Argumente für ihre Sichtweise haben.

Ich habe immer Freude an einer guten, sachlichen Diskussion, ob es um Glauben oder irgend ein anderes Thema geht. Oft genug wird mir dabei aufgezeigt, dass ich falsch liege. Darüber freue ich mich auch, denn dann habe ich wieder was dazu gelernt.
Ob ich einem Anderen einen Denkfehler aufzeigen kann, oder selbst einen aufgezeigt bekomme ist egal, beides ist gut.

Blöd wird es dann, wenn ein schlüssiges Argument ohne guten Grund abgelehnt wird, was bei Diskussionen mit Gläubigen leider oft passiert. Dann versuche ich, das Argument auf eine andere Art zu erklären, doch auch das meistens ohne Erfolg. Selbst bei einfachsten Argumenten geht das oft so. 

Das kann man schon als Verbissenheit interpretieren, denn meistens sind es sehr einfache Argumente, die nicht schwer zu verstehen sind.
Ich weiß ja, dass die Indoktrinierung Ursache dafür ist, aber es ist trotzdem schwer zu begreifen, dass intelligente Menschen unfähig sein sollen, einfachste Argumente nachzuvollziehen. 

Da es in einer Diskussion maximal eine richtige Antwort geben kann (sonst wäre es nur ein Meinungsaustausch) wird eben weiter diskutiert, oder es wird einem irgendwann zu blöd. Eine Diskussion kann auch an der Begriffsstutzigkeit des Gegenübers scheitern.

Antwort
von MarkusKapunkt, 247

Es kommt darauf an.

Eine fruchtbare Diskussion wird von vielen Menschen - egal ob gläubig oder nicht - schnell als Angriff auf die eigene Überzeugung und somit auf die eigene Identität empfunden. Es kommt nicht darauf an, ob es tatsächlich als Beleidigung gemeint war oder die Absicht dahinter steckte, den anderen klein zu reden - wenn er es so empfindet, dann ist das nunmal so. Die Diskussion kann mit ganz normalen und vor allem sachlichen Argumenten geführt werden, das ist völlig egal - wenn beide Parteien von ihrer Sicht überzeugt und der Meinung sind, der jeweils andere irrt und will einen nur beeinflussen, dann kann der Ton irgendwann schärfer werden. Das liegt ganz in unserer Natur.

Welche Seite hat nun Recht, wo doch kein Beweis dafür oder dagegen da ist, ob es Gott gibt oder nicht? Wer ist in diesem Streit nun der Fanatiker? 

Ich definiere Fanatismus so: wer keine andere Überzeugung als die eigene gelten lässt und andere Meinungen immerfort angreift und auf Menschen mit dieser Meinung herabsieht, ist ein Fanatiker. Die Überzeugung, ein Mensch mit einer anderen Meinung würde in die Hölle kommen ist dabei die extremste Vorstellung, aber nur etwas drastischer aber keineswegs moralisch anders zu bewerten als die Überzeugung, der andere sei ungebildet und dumm, passe nicht in die heutige Zeit und sei deshalb nichts wert. 

Ein Mensch, der allerdings bloß an religiöse fundamentalistische Inhalte glaubt und daran festhält, muss noch kein Fanatiker sein. Er kann ja sowohl an die Schöpfung glauben, die Evolution ablehnen, aber trotzdem davon überzeugt sein, dass jene, die nicht daran glauben, trotzdem von Gott geliebt, seine Vergebung erfahren und nicht in der Hölle landen werden - was den Wert der Ungläubigen dann eben nicht herabsetzt und den Fundamentalisten nicht fanatisch macht. (Ob es solche Menschen tatsächlich gibt?)

Auch wenn Fanatismus sehr oft eine Begleiterscheinung von Fundamentalismus ist und ich bislang noch keinen Fundamentalisten erlebt habe, der nicht auch ein Fanatiker ist: Fanatismus gibt es tatsächlich auf beiden Seiten, da hast du völlig recht. Nur bei religiösen Fundamentalisten ist er häufiger und radikaler ausgeprägt.

Antwort
von SturerEsel, 52

Ich bin Atheist und ich habe noch nie versucht, "verbissen gläubige Menschen klein zu reden" - eher war es umgekehrt, dass mich verbissene Gläubige "erretten" wollten.

Sollen sie doch glauben, was sie wollen. Wenn der- oder diejenige aber versucht, mir einzureden, dass unsere Welt vor 6000 Jahren erschaffen wurde - weil es so in der Bibel steht - dann bekommt er/sie eben Kontra.

Ohne Religionen wäre diese Welt ein friedlicherer Ort.

Antwort
von WESTundHB, 10

Ich bin auch Atheist und lasse jeden seinen Glauben. Nur Ich will auch , dass man mich nicht wegen meines Nichtglaubens belästigt , Ich stütze mich in meinen Glaubensfragen auf Fakten und erkläre nur jemanden , dass er Falsch liegt , wenn er mir seinen Glauben einreden will.

Antwort
von joergbauer, 29

Wer als Christ allzu offensiv und öffentlich und innerlich gefestigt auftritt, bekommt meist schnell mit, daß dies von Atheisten so nicht geduldet und akzeptiert wird. Sie haben wohl nichts dagegen, wenn man still und unbemerkt seinen Glauben hat und niemanden damit "nervt", aber es zu wagen, den Glauben an Gott, Jesus und Bibel über die Wissenschaft und die menschliche Logik zu stellen, stößt bei nicht wenigen eben auf strikte Ablehnung. Dann erntet man Spott, Verachtung und Aggression.

Sicherlich gibt es auch Christen, die manchmal auf eine unweise und/oder unsensible Art und Weise ihren Standpunkt klar machen wollen, und dadurch nur noch mehr Ablehnung provozieren. Das passiert, wenn auch nicht in böser Absicht. Ob das bei Ungläubigen auch immer so ist, lasse ich mal stehen. Nur weil man etwas nicht stets haarklein erklären, beweisen oder vermitteln kann (sowohl Gläubige wie Ungläubige) bedeutet das nicht zwangsläufig, daß die Argumente immer falsch, unpassend oder verkehrt sind. Manchmal aber schon. Aber auch das sieht eben jeder anders.

Ich mache einen Unterschied zwischen einem religiösen Menschen und einem Menschen, der ganz unkirchlich und im wörtlichen Sinn unreligiös an das biblische Evangelium von Jesus Christus glaubt, und sein Leben versucht danach friedlich auszurichten. Für Atheisten ist das wohl eher alles irrelevant und sie nehmen das so gar nicht wahr und ernst. Über Religionen kann man streiten und kontrovers diskutieren - das ist manchmal auch sicherlich nötig und richtig. Aber wer das Evangelium verstanden und verinnerlich hat, weiß an wen und warum er glaubt und hat den Beweis dafür in seiner Seele (durch den Heiligen Geist).

Sich darüber lustig zu machen und solchen Menschen dann Fanatismus, Einfältigkeit und Unlogik vorzuwerfen (nur weil man ihren Glauben nicht hat) ist schon ziemlich arrogant und daneben. Man kann nicht alles im Leben immer logisch und glasklar erklären und erkennen - das muss noch nicht einmal mit dem Glauben zu tun haben. Und trotzdem ereifern sich manche Atheisten (nicht alle) zu meinen, sie hätten die ultimative Erkenntnis über das Leben und alle Zusammenhänge. Ich sage offen, daß ich als Christ auch vieles nicht weiß. Aber was mir geistlich durch Gott (an den ich glaube) klar wurde, daran halte ich fest und bilde mich weiter (Studium). Bisher hat mir das nicht geschadet - im Gegenteil! :-)

Antwort
von kiniro, 82

Es gibt mehr religiöse Fanatiker als verbissene Atheisten.

Übrigens sind Fanatismus und Verbissenheit zwei Paar sehr unterschiedliche Schuhe.

Ich betrachte mich in der Angelegenheit als eher rationalen Atheisten.

Verbissenheit ist vielmehr bei Menschen anzutreffen, die viel zu oft gegen diverse Ungerechtigkeiten angekämpft haben.

Antwort
von theantagonist18, 98

Ich bin vollkommen neutral aufgewachsen, wofür ich meinen Eltern sehr dankbar bin. Lange Zeit war mir Religion vollkommen egal. Ich war nicht dafür und nicht (stark) dagegen. Insgeheim habe ich den Glauben an Gott aber nie verstanden. Ich habe mich nicht mal aktiv dazu entschieden nicht an Gott zu glauben, sondern eigentlich war es schon immer so.

In den letzten Jahren habe ich mir wieder vermehrt Gedanken zu diesem Thema gemacht und langsam festgestellt, dass ich nicht nur nicht gläubig bin, sondern eigentlich aktiv dagegen bin. Ich wurde immer sicherer in meiner Haltung gegenüber Religion und verstand immer weniger, wie sie denn überhaupt in dieser modernen Welt noch eine so enorme Rolle spielen kann. Ehrlich gesagt rege ich mich manchmal innerlich schon sehr auf, wenn ich manchen religiösen Menschen beim reden zuhöre oder sehe, was sie hier schreiben. Das kommt mir alles so unglaublich unrealistisch vor, an was viele glauben, dass ich einfach keine Toleranz mehr dafür aufbringen kann. Ich versuche selbst immer etwas zurückhaltend zu sein und nicht nur Verachtung auszudrücken, denn genau eine solche radikale Vorgehensweise legen viele Gläubige an den Tag. Falls es aber dann doch passiert, dann weil ich meine tiefgehende Ablehnung der Religion und des Glaubens an Gott nicht angemessen zurückhalten kann. 

Kommentar von holodeck ,

Na, wenigstens bis du ehrlich.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Bei mir war es eher umgekehrt. Ich bin atheistisch erzogen. In meinem Kopf gibt es aber inzwischen Platz für eine göttliche - KEINE RELIGIÖSE - Welt. Ich glaube, darin liegt eines der Probleme. Gott wird mit Religion gleichgesetzt. So, wie Gott in den Religionen gebraucht wird, ist es oft missverständlich; jedenfalls für diejenigen, die keiner oder einer anderen Religion angehören.

Ich denke, man kann an das Göttliche glauben, ohne religiös zu sein.

Kommentar von theantagonist18 ,

Man kann nicht wirklich religiös sein, ohne an Gott zu glauben, aber man kann an Gott (oder Ähnliches) glauben, ohne wirklich religiös zu sein. Da stimmte ich dir schon zu. Mit gefällt keins von beiden ;)

Antwort
von Respawn618, 49

When people ask why I have a problem with religion, it's hard to come up with a single answer...

http://imgur.com/r/atheism/mpQA0

Antwort
von KatKatKat9, 216

Darauf gibts leider (meiner bescheidenen Ansicht nach) keine Antwort die auf alle diese Menschen passt, die du meinst. Manche sind einfach zu logistisch veranlagt um an ein Wolkenreich und eine Höhle voll Feuer nach dem Tod zu glauben und an einen Mann der das alles verwaltet. Ok 2. (Teufel) 

Manche haben schlechte Erfhrungen in ihrem Leben gemacht und wenden nun den Spruch an ; Wenns Gott wirklich gebe würde er so viele schlimme sachen nie zulassen. Darauf sagen dann immer die total gläubigen dass das gute nicht ohne das schlechte existieren kann und das gott für alles einenplan hat..

Und dann gibts noch die, die zwar nicht an Gott, Himmel Hölle und teufel glauben aber dennoch an eine höhere Macht..

ja mehr fällt mir grade nicht ein. aber jeder Mensch hat einen Grund zu glauben oder nicht zu glauben oder in dieser ganzen sache neutral zu sein (wie ich) Ich denke eig relativ viel über sowas nach weil ich sehr philosopisch veranlagt bin und das eine sehr philosophische frage ist.. ok ich hoffe ich konnte dir helfen :)

Kommentar von Garfield0001 ,

das lustige ist dass der Teufel die Hölle gar nicht regieren wird. mal Bibel lesen hilft. er wird irgendwann genauso in die Hölle kommen wie jeder andere, der sich gegen Gott entschieden hat. auch steht - glaube ich - nix in der Bibel von Feuer, sondern von Angst und Zähneknirschen. Hölle heißt ja nur "Abwesenheit von Gott" und das kann man sich vielleich gar nicht so vorstellen. aber das hat nix mit der Hölle zu tun die die Kirche im Mittelalter gelehrt hat. wir Leben ja im 21. Jahrhundert und da sind viele des Lesens mächtig. soll helfen, hab ich mir sagen lassen :-)

Antwort
von MeGusta97, 24

Ich verstehe es auch nicht. Ich bin selbst Anhänger einer Religion, reibe aber keinem meinen Glauben unter die Nase. Ich lasse mir auch mein Leben dadurch nicht einschränken. Viele andere Anhänger dieser Religion (der ich auch angehöre) sind schon radikal und versuchen ihren Glauben, wenn auch mit Gewalt zu verbreiten.

Ich bin strikt gegen diese Maßnahmen, und trotzdem werde ich auch verurteilt, was ich überhaupt nicht gerecht finde. Diese Antwort ist viel mehr eine Frage an eben diese Atheisten: Warum fällt es euch so schwer, Leute glauben zu lassen was sie wollen? 

Ich denke dass einfach sehr viele Atheisten aggressiv werden, wenn sie hören wie Leute sich von ihrer Religion einschränken lassen und diese sogar als Rechtfertigung dafür nutzen, um Leute zu ermorden. Das sind alles so Dinge die jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand verachtet. Ich habe auch kein Problem, wenn jemand (m)eine Religion kritisiert und sich über diese lustig macht, jedem dass seine. Aber man sollte mich nicht dafür verurteilen, wenn ich dementsprechend auch ablehnend reagiere. 

Antwort
von soulbridge1, 32

Ich frage mich grade, ob mir eigentlich schon mal ein Mensch begegnet ist, der nicht an irgendetwas glaubt?

Glaubt man nicht an die Philosophie, die man lebt?
Manche sind ja auch Wissenschaftsgläubig.
Es soll ja sogar Menschen geben, die an den Kapitalismus glauben.

Erschreckend, wie man da nicht tollerant sein kann, wo doch alle für Meinungsfreiheit sind.

Ich schätze mal, wenn da jemand verbissen ist, dann ist er sich nicht sicher und hat Angst davor, sich nicht sicher zu sein.

Alle Anderen sehen es nicht so verbissen, und das Einzige was sie nicht tollerieren ist Intolleranz.

Souli

Antwort
von hummel3, 159

Weil sie selbst nicht glauben können, oder wollen, spüren diese Atheisten vermutlich den unstillbaren Drang in sich, auch den Rest der Menschheit von ihrer einseitigen "Weisheit" zu überzeugen. 

Wenn ihnen das nicht gelingt, stört das und macht sie in ihrer eigenen Haltung oft unsicher.

Leider können wohl die wenigsten Atheisten darüber hinwegsehen, dass es offensichtlich zwei gegensätzliche, nicht beweisbare Theorien zur Existenz Gottes als Schöpfer unseres Universums gibt. 

Die Vernunft würde doch in solchen offenen Fragen raten, Großmut zu bewahren. Dasselbe gilt übrigens auch für fanatische religiöse Missionare, denn auch die gibt es. 

Kommentar von 666Phoenix ,

fanatische religiöse Missionare, denn auch die gibt es.

Hummel, ich bin ja platt! Pass nur auf, dass Du mir nicht aus Versehen sympathisch wirst! :-)

Allerdings sind genau Deine einleitenden Sätze zu "Atheismus" (bzw. zu dem, was Du darunter verstehst) ein Ausdruck religiösen Fanatismus.

"Zwei nicht beweisbare Theorien"?? Welche ist die zweite?

Kommentar von MrRayman ,

Leider können wohl die wenigsten Atheisten darüber hinwegsehen, dass es offensichtlich zwei gegensätzliche, nicht beweisbare Theorien zur Existenz Gottes als Schöpfer unseres Universums gibt.

Meist versucht man die Welt mit Modellen zu beschreiben. Das Model, was alle Messungen von Experimenten erklären kann, ist anscheinend ziemlich gut. Nun kann es vorkommen, dass zwei Modelle fähig sind alle Messwerte zu erklären. In der Praxis setzt sich das "einfachere" Model durch, da es als wahrscheinlichstes Model angesehen wird.

Wenn man genau diese Denkweise auf Gott anwendet, kann sowohl das Model "Wissenschaft" wie auch das Model "Wissenschaft und Gott" alle (oder zumindestens viele) Phänomene erklären. Das Model "Wissenschaft" ist dabei aber deutlich einfacher.

Hier setzen bestimmt auch viele Atheisten instinktiv an. Es ist eben schwer zu verstehen, warum man am Model "Wissenschaft und Gott" oder sogar am Model "nur Gott" festhalten kann. Auf rein naturwissenschaftlichen Argumenten wird man ein solches Model nur sehr schwer rechtfertigen können.

Kommentar von 666Phoenix ,

MrRayman

Wenn man genau diese Denkweise auf Gott anwendet, kann sowohl das Model "Wissenschaft" wie auch das Model "Wissenschaft und Gott" alle (oder zumindestens viele) Phänomene erklären.

Wenn ich mir auch eine gewisse Sympathie für Deinen Beitrag nicht versagen kann, so muss ich Dir doch sagen, dass Du hier ein wenig agnostischen Unsinn verlauten lässt!

Das Modell "Gott" ist, egal wie, von wem, wann und wo, komplett "daneben"!

Antwort
von holodeck, 36

"Mock them. Ridicule them in public. Don’t fall for the convention that we’re all too polite to talk about religion.” Richard Dawkins, einer der Leithammel der neuen Atheisten, bei der Reason Rally    

(Verspottet sie. Macht sie öffentlich lächerlich. Fallt nicht auf die Übereinkunft herein, dass wir alle zu höflich sind, um über Religion zu sprechen.)

Das ist eine unmissverständliche Aussage. Eine Kampfansage, die von vorneherein jeden Dialog verhindert. Und so verstehen es auch die Dawkins Jünger und greifen die dank höherem Ziel scheinbar sozial kompatible Erlaubnis zum Sau rauslassen begeistert auf.                     

Das unten verlinkte Bildchen soll das Selbstverständnis der neuen Atheisten abbilden:

http://www.skepticmoney.com/wp-content/uploads/2014/02/old-atheists-vs-new-athei...  

Bei den Psychologen nennt man Selbstaussagen dieser Art einen "Blinden Fleck", weil sie nicht zum tatsächlich gelebten und allenthalben sichtbaren Verhalten dieses "Nein" passt.  

Ernsthaftere Wissenschaftler und Atheisten wie Peter Higgs beginnen bereits, sich für Dawkins & Co. fremdzuschämen. 

https://www.theguardian.com/science/2012/dec/26/peter-higgs-richard-dawkins-fund...   
 

Die Debatte um religiöse Extreme und Entgleisungen MUSS geführt werden. Wie bei jedem anderen nicht gesellschaftskonformem Extremismus auch. Aber gewiss nicht nach Art des "Hau-den-Lukas", wie von Dawkins gefordert. Extremisten wie Dawkins schaden ohne jeden Zweifel der dringendst notwendigen Säkularisierung der Gesellschaft.    

Kommentar von 666Phoenix ,

holodeck, wo warst Du denn in den letzten (geschätzt) 27 Monaten?

Gleich zur Klärung, hier soll nicht über die sog. "Neuen Atheisten" geredet werden! Das wäre so ähnlich, als wenn jemand über Christen reden will und dann dauernd die Christlich-Orthodoxen oder die ZJ zitiert!

Extremisten wie Dawkins schaden ohne jeden Zweifel der dringendst notwendigen Säkularisierung der Gesellschaft.

Der dringendst notwendigen Säkularisierung dieser Gesellschaft schaden nicht vordergründig Dawkins & Co. Die größten Hindernisse sind Jesus, Allah & Co. und deren Bodenpersonal! Heute wird der islamische Fanatismus/Extremismus versucht, mit dem christlichen Extremismus zu bekämpfen: a la "christlich geprägtes Abendland", "christliche Grundwerte", "deutsche Leitkultur", mit der Politik der AfD, der NPD, von Pegida, "Frigida", mit der unsäglichen Diskussion darüber, ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht,  mit der schwachköpfigen Debatte über Burka- und Burkiniverbot u. ä. 

Kommentar von holodeck ,

holodeck, wo warst Du denn in den letzten (geschätzt) 27 Monaten?

Ich war mitten unter Euch. Hatte allerdings andere, wichtigere, Baustellen als Religion, für deren Aufreißen man letztlich auch Herrn Dawkins verantwortlich machen kann. Das Thema Religion langweilt mich, um ehrlich zu sein, die Diskussionen verlaufen jetzt schon seit Jahren nach dem immer selben Muster, ohne jede Bewegung auf beiden Seiten. Dazu kommt, dass das häufig rüde Diskussionsklima auf dieser Plattform mir auch seelisch nicht gut tut. Deshalb nehme ich längere Auszeiten oder halte mich extrem im Hintergrund.   

Die größten Hindernisse sind Jesus, Allah & Co. und deren Bodenpersonal!  

Das außerdem.

Aber gefragt war ja, weshalb viele Atheisten so verbissen sind. Und meine Erfahrung ist nun mal leider, dass die besonders verbissenen Atheisten zur Gruppe der Neuen Atheisten gehören.  

Kommentar von 666Phoenix ,

Das Thema Religion langweilt mich, um ehrlich zu sein, die Diskussionen verlaufen jetzt schon seit Jahren nach dem immer selben Muster, ohne jede Bewegung auf beiden Seiten.

Stimmt! Das Thema langweilt inzwischen! Aber es gibt bedeutend mehr verbissene Nicht-Atheisten als verbissene Atheisten!

Kommentar von holodeck ,

Insgesamt magst du Recht haben. Für meine Themen stimmt das aber leider noch immer nicht ;-)

Kommentar von 666Phoenix ,

Was sind denn Deine Themen, falls es kein Geheimnis ist?

Kommentar von holodeck ,

Hauptsächlich war ich damit befasst, die falschen Behauptungen von selbsternannten "Männern der Wissenschaft" hier auf GF zurechtrücken. Beispielsweise bei Themen wie Nahtoderfahrungen sowie Bewusstsein und Gehirn.

Kommentar von 666Phoenix ,

Interessant! Und? Haben die das kapiert?

Kommentar von holodeck ,

Nein. Sie bräuchten hierfür ein weniger dogmatisches Weltbild. Oder auch: weniger Verbissenheit ;-)

Antwort
von Nreins, 96

Zu Anfang will ich etwas festhalten: Ich sehe Atheismus als Religion und eine Zugehörigkeit zu keiner Religion eben als keine.

Mich persönlich störrt es wenn Menschen in ihrem religiösen Fanatismus sich an mich klammern oder unumgehbare Fakten ablehnen. Das gilt für jeden von uns. Wenn jemand von deinem Gerede über deine Religion genervt ist, lass ihn in Ruhe, egal wie wichtig es dir ist deine Meinung in ihn rein zu prügeln. Denn genau so entsteht der Streit erst richtig.

Zum Schluss will ich noch sagen: Seit bei solchen Gesprächen immer nett zueinander, vertragt Kritik und schluckt euren Hass bitte runter, wenn es dazu kommt.

Viel Glück beim Diskutieren:D

Antwort
von Manioro, 192

Ach weisst Du.. solange es nur beim Reden bleibt, werden alle das aushalten müssen. Ein bisschen kritische Auseinandersetzung schadet niemandem.  Ob das unbedingt auf dieser Seite sein muss wage ich zu bezweifen, weil das hier ja nunmal kein Diskussionsforum ist.

Kommentar von Garfield0001 ,

ich habe erlebt dass Christen als geisteskrank bezeichnet wurden. das finde ich nicht mehr tolerierbar und "nur reden".

Kommentar von Manioro ,

Es gab Zeiten in denen Christen alle Atheisten (und Andergläubigen) als geisteskrank (bzw. Schlimmeres) bezeichnet haben. Wenn man von etwas überzeugt ist, wird es immer Menschen geben die das ganz anders sehen. Desto größer die Themen sind desto mehr werden sie umkämpft. War schon immer so und wird immer so sein. Klatr sind nicht alle Mittel ok. Und ich würde mir auch eine sachliche Diskussion wünschen. Aber die Realität ist nunmal eine andere.

Kommentar von MeGusta97 ,

@Manioro wir leben in Zeiten, in denen Christen (nicht selten) als geisteskrank und wesentlich schlimmeres bezeichnet werden. Beleidigungen gegenüber anderen Glaubensrichtungen gab es schon immer, und gebracht haben sie immer nur Wut und Hass. 

Kommentar von Mewchen ,

Ich wurde auch schon als naiv und dumm von einem ehemaligen Freund bezeichnet, weil ich eben der Ansicht bin, dass es Gott eben nicht gibt. Er meinte, ihn würde es aber nicht verwundern, dass ich so ticke, da ich ja nur eine Frau bin, der die Führung ihres gläubigen Mannes fehle.... Soviel dazu

Antwort
von Machtnix53, 25

Ich muss mich als Atheist mit gläubigen Menschen nicht darum streiten, solange es ihre Privatangelegenheit bleibt.

Wenn sie aber mich oder andere aus religiöser Überzeugung angreifen oder diskriminieren, streite ich gerne mit ihnen. Dann ist es Notwehr und wenn ihr Glauben dabei Schaden nimmt, ist es ihre eigene Verantwortung. 

Mit Luftballons sollte man sich von Dornen fernhalten.

Antwort
von Furino, 149

Dann waren wohl die Herren der Inquisition alle Atheisten, welche so verbissen um den Gottesglauben kämpften.

Mal vorher schon nachdenken.

Kommentar von marktschreyer ,

Was haben die Gläubigen von heute mit der damaligen Inquisition zu tun, sind sie jetzt im hier und heute dafür noch verantwortlich?

Ausserdem war von Gottesglaube im Allgemeinen die Rede und nicht nur vom katholischen Glauben.

Kommentar von Giustolisi ,

Die heutigen Katholiken haben natürlich nichts mit den diversen Inquisitionen zu tun, aber sie halten eine Organisation für gut, die sich bis heute nicht von ihren Verbrechen in der Vergangenheit distanziert hat. Dazu zählen eben auch die diversen Inquisitionen. 
Die heilige schrift der Christen regelt auch den Umgang mit Sklaven, aber die Kirchen haben nirgends klar gestellt, dass Sklaverei etwas Falsches ist. Es gibt noch viele weitere solcher Beispiele.
Man gewinnt dabei den Eindruck, dass die unmoralischen Seiten einfach stillschweigend ignoriert werden sollen.
Wenn sich die Christen zum Beispiel heute einig sind, dass Sklaverei falsch ist, warum erklären ihre Oberhäupter dann nicht, dass die heilige Schrift in dem Punkt falsch oder nicht mehr zeitgemäß ist? Das würde wahrscheinlich zu sehr an ihrem Absolutheitsanspruch kratzen, dass die einzige und ewige Wahrheit in einem Buch steht, das von Menschen geschrieben wurde, die nicht einmal wussten, wohin die Sonne nachts verschwindet.

Kommentar von quopiam ,

Das Ende der Sklaverei wurde von Christen eingefordert und schließlich auch durchgesetzt. Wo es Sklaverei heute noch gibt - und ich meine nicht Lohnsklaverei - da beruht sie auf Kulturen, die eben gerade nicht das Christentum zur Grundlage haben. 

Die Romkirche hat sich schon längst von Methoden und Doktrinen verabschiedet, die sie als falsch erkannt hat. Das ist Dir nur noch nicht aufgefallen, weil Du nach dieser Information vermutlich nicht explizit suchst. Aber so geschieht eben das, was die eigentliche Frage darstellt: Die Fanatiker betrachten nicht die verfügbare Wahrheit beider Seiten sondern die Klischees und Vorurteile, die man immer schon hatte. Hinzu kommt, daß man einfach mal alle einer vermeintlich zusammengehörigen Gruppe über einen Kamm schert. Das kannst Du hier tagtäglich beobachten. Und das ist es auch, was manchen Menschen die Lust verleidet, sich hier auf Diskussionen überhaupt schon einzulassen. Gruß, q.

Kommentar von Hamburger02 ,

Das Ende der Sklaverei wurde von Christen eingefordert und schließlich auch durchgesetzt.

Diese Behauptung kannst du auch belegen?

Tatsache ist, dass unter den Christen die Sklaverei Formen annahm, die jedes Maß sprengten. Und es waren keine Christen aus christlicher Motivation heraus, die gegen die Sklaverei auftraten, es waren die Humanisten der Aufklärung mit dem Hinweis auf die Menschernrechte, die bis dahin von der Christenheit einhellig abgelehnt wurden und auch heute noch teils abgelehnt werden. Du betreibst mal wieder die bei Gläubigen sehr beliebte Geschichtsklitterung.

Im Zuge der französischen Aufklärung im 18. Jahrhundert wurde die Kritik an der menschenunwürdigen Sklaverei immer lauter. "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" lauteten die Schlagworte der Revolutionäre.
Diese verbreiteten sich auch in den Kolonien, wie auf Kuba oder Haiti.

Der Theologe Troeltsch schreibt:
»Alle in theologischen Werken üblichen Verherrlichungen des
Christentums, daß es im Mittelalter wenigstens die Sklaverei abgeschafft habe, beruhen auf krasser Unwissenheit oder verlogener Apologetik.
Ungefähr das Gegenteil ist wahr ... Wo sie in Europa aufhörte, sind
politische und ökonomische Verhältnisse die Ursache; niemals aber ein Verbot der Kirche. Ja, die Sklaverei nimmt in Südeuropa gegen Ende des Mittelalters einen Aufschwung, und die Kirche ist nicht bloß am Sklavenbesitz beteiligt, sondern verhängt auch geradezu Versklavung als Strafe in den verschiedensten Fällen!«

Kommentar von Karl37 ,

Deine Forderung nach Belegen ist aber leicht beizukommen.

Papst Paul III. erlies am 2. Juni 1537 eine Bulle und verbot darin die Sklaverei und den Handel mit Sklaven für Christen.

Abbé Grégoire war der Wortführer im französischen Nationalkonvent, der 1794 die Sklaverei und den Sklavenhandel untersagte. Napoleon hob das Gesetz 1802 wieder auf und erst 1848 wurde in Frankreich sie Sklaverei endgültig verboten.

In England waren es anglikanische Theologen, die sich für das Verbot 1807 einsetzten.

Kommentar von Giustolisi ,

Das Ende der Sklaverei wurde von Christen eingefordert und schließlich auch durchgesetzt

Du unterschlägst die Kleinigkeit dass das Ende der Sklaverei von Christen gegen andere Christen durchgesetzt wurde, die die Bibel als Rechtfertigung her nahmen.
Das Ende der Sklaverei haben wir nicht dem Christentum, sondern der militärischen Überlegenheit der Nordstaaten zu verdanken.
Damit war das Kapitel aber noch lange nicht beendet, denn für die Sklaven änderte sich erst mal nicht viel. Vorher arbeiteten sie umsonst und ihr Besitzer sorgte für die Unterkunft und Essen, damit sein Eigentum seinen Wert behielt.
Nach dem Ende der Sklaverei arbeiteten die Sklaven für Unterkunft und Essen, nur dass sie sich jetzt den Sklaventreiber aussuchen konnten.

Die Romkirche hat sich schon längst von Methoden und Doktrinen verabschiedet, die sie als falsch erkannt hat.

Das ist mir bekannt, nur räumt sie eben nicht mit ihrer Vergangenheit auf, sondern schweigt sie tot. Die Grundlagen der ganzen Methoden sind immer noch Bestandteil der "Satzung".
Ihre Grundlage hat die Kirche nie dahingehend korrigiert.
Sie hätten zum beispiel die 10 Gebote um das Verbot der Sklaverei erweitern können, dann wäre es klar gewesen.

Kommentar von 666Phoenix ,

quopiam

Mach nur nicht Deine ansonsten sehr überlegten und honorablen Beiträge zur Farce, in dem Du Geschichtsklitterei betreibst!

Das Ende der Sklaverei wurde von Christen eingefordert und schließlich auch durchgesetzt. Wo es Sklaverei heute noch gibt - und ich meine nicht Lohnsklaverei - da beruht sie auf Kulturen, die eben gerade nicht das Christentum zur Grundlage haben.

Das Ende der Sklaverei wurde deswegen von Christen eingefordert, weil ihre Organisationsformen die christliche Missioniererei behinderte und bis heute v.a. in christlich geprägten Abendländern gefördert wird.

Aus Wiki:

"Im September 1926 schlossen die 44 Staaten des Völkerbundes in Genf das Sklavereiabkommen, das aber den europäischen Kolonialmächten weiter den Einsatz von Zwangsarbeit in ihren Kolonien ermöglichte und auch an den übrigen Formen der Sklaverei wenig änderte. 1948 wurde die Sklaverei im vierten Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte erneut verboten, mit ähnlich geringem Effekt. 1956 schlossen 40 Staaten in Genf ein weiteres Abkommen über die Abschaffung der Sklaverei. Trotzdem ist die Praxis der Sklaverei heute noch vielfach verbreitet."

Die Lohnsklaverei willst Du ausschließen und schiebst wiedermal den nichtchristlichen Ländern den "Schwarzen Peter" zu. Gerade aber die Lohnsklaverei als moderne und krudeste Form der Sklaverei, auf deren ungezügelter Anwendung der Wohlstand der sog. abendländischen Kultur beruht, wird von angeblichen Christen und ihren Kirchen gefördert und gehegt. Z.B. deswegen, weil große  Ausbeutungsraten hohe Steuern, darunter auch Kirchensteuern, in die Kassen spülen!

Kommentar von Achwasweissich ,

Die christliche Kirche hat im frühen Mittelalter schon den Besitz christlicher Sklaven verboten, ein großer Schritt in vielen Kulturen wo es üblich war seine "Nachbarn" zu überfallen und zu versklaven um selber möglichst wenig arbeiten zu müssen. Als Ersatz suchte man sich "Heiden" die allerdings mit der Zeit recht selten wurden so das sich kaum noch jemand einen Sklaven leisten konnte. Später wurde der Besitz von Sklaven ganz geächtet, das sich nicht jeder daran gehalten hat ist eine Tatsache aber es war gegen den Wunsch der Kirche die nunmal auch nicht allmächtig war und ist, es gibt auch weltliche Gesetze ;)

Kommentar von Giustolisi ,

Die christliche Kirche hat im frühen Mittelalter schon den Besitz christlicher Sklaven verboten
Dafür gab es reichlich Leibeigene. Das ist nur ein anderer Name, denn die waren wie Sklaven den Launen ihrer Herren ausgeliefert.

Antwort
von 666Phoenix, 24

marktbrüller

Du weißt auch nicht, was eine "Atheist" ist! Du quatscht hier Dinge nach, die den Atheismus einfach nur auf primitive Art und Weise verteufeln sollen!

Kein Atheist will "gläubige Menschen klein reden"! Informier Dich bitte erst, was das ist: "Atheist"!

Also folgender Prozess: sich informieren, nachdenken, nochmals nachdenken, andere Leute (die Ahnung haben) konsultieren, nochmals nachdenken, sich nochmals informieren, DANN (und wirklich erst DANN!) seine Meinung äußern (mit der Möglichkeit, dass sie dann immer noch Nonsens ist!).

In dieser Reihenfolge bitte!

Kommentar von Liara220 ,

Geht's dir eigentlich noch gut ? 

Kommentar von 666Phoenix ,

Liara - Danke der Nachfrage - bestens, ich kann nicht genug klagen! Besonders nicht über dämliche Fragen und Antworten bzw. Kommentare!

Antwort
von 1900minga, 64

Das erlebe ich andersrum viel extremer.
Wehe, man glaubt nicht an Gott.

Antwort
von Jewi14, 180

Komisch, bisher habe ich es immer so erlebt, dass fanatische Gläubiger mit einer Besessenheit versuchen, andere von ihren Glauben zu überzeugen und wer nicht "errettet" werden möchte, dem wird die Hölle gewünscht.

Dumm nur, dass Atheisten auch nicht an die Hölle glauben.

Kommentar von RipeClown ,

Da hast du zwar recht, aber es gibt auch viele fantastische Atheisten die immer sagen

"es gibt keinen Gott"

"Religion ist dumm"

"religiöse Menschen sind dumm"

"ich glaube nicht dran"

"wie kannst du nur an ein Fantasie Wesen glauben"

Usw.

Kommentar von randomhuman ,

Es gibt keinen Gott zu sagen ist doch völlig legitim oder ich glaube nicht daran. Wo liegt das Problem an diesen Aussagen. Allerdings irgendwas als dumm zu bezeichnen ist nicht ok. 

Kommentar von ich313313 ,

""es gibt keinen Gott""


Ein Atheist glaubt nicht an Gott, sonst wäre nämlich kein Atheist. Fanatisch ist an der Aussage überhaupt nichts. Für einen Atheisten gibt es keinen Gott. Was soll er denn sonst sagen?


""Religion ist dumm""; ""religiöse Menschen sind dumm""


Ich bin mir sicher, dass auch viele Theisten Atheismus als dumm bzw. unverständlich ansehen. Es ist logisch, dass jeder seinen Glauben am besten findet. Sonst würde er nicht daran glauben.

Nur hat das eben überhaupt nix mit der Intelligenz eines Menschen zu tun. Jeder Mensch erklärt sich sein Dasein anders. Es ist nur die Weltanschauung.

"ich glaube nicht dran"


Man wird schon noch seine Meinung äußern dürfen, oder? Ebenso wie deine erste Aussage hat das wirklich gar nichts mit Fanatismus zu tun. Wenn ein Atheist an einen Gott glauben würde, wäre er kein Atheist.

Gläubige Menschen sagen ja auch, dass sie glauben! Warum sollte das ein Atheist deiner Meinung nach nicht dürfen?

""wie kannst du nur an ein Fantasie Wesen glauben""


Atheismus, so wie auch Theismus spielen sich in der Fantasie eines Menschen ab. Wie schon geschrieben, erklärt sich jeder Mensch sein Dasein und die Entstehung der Erde und des Universums. Diese Vorgänge sind nicht erklärbar, jeder macht sich eigene Vorstellungen (=Fantasie).

Aus dem Grund hatte der von dir zitierte Atheist recht. Er hätte es vllt nur etwas freundlicher ausdrücken können.



Keines der von dir genannten Zitate ist fanatisch. So viel dazu. Du möchtest ja auch deinen Standpunkt äußern, oder?



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