Frage von Leha304, 55

Warum sind Verben auf -at, -et und -it immer kurz sind (Metrik)?

Hallo, diese Regel habe ich nur ohne Erklärung im Internet gefunden, in der Schule haben wir allerdings gelernt, dass bei langvokalischen Konjugationen die Stammesauslaute und die von ihnen gebildeten Formen naturlang sind. Was ist jetzt richtig und warum ist das so? Danke schonmal

Expertenantwort
von Volens, Community-Experte für Latein, 9

Bei Verben werden diese Endungen tatsächlich immer kurz gesprochen, weil es in Latein (anders als im späteren Französisch) keine Betonung auf der letzten Silbe gibt.

Bei einer möglichen Betonung auf der zweit- oder drittletzten Silbe wird die letzte Silbe nur noch kurz angestoßen.

ducebat
iniit

usw.

Kommentar von Leha304 ,

Aber warum wurde uns dann in der schule gesagt, dass bei langvokalischen Konjugationen die Stammesauslaute und die von ihnen gebildeten Formen naturlang sind? LG

Kommentar von Leha304 ,

Es ging dabei übrigens um diesen Satzteil : Dum licet, et loris passim potes ire solutis

Kommentar von Volens ,

Den Titel hatte ich nicht so im Fokus.
Ich habe von der normalen Aussprache geredet.
In Kunstformen ist es etwas anders,
da halte dich mal an die DieChemikerin.
Sie weiß viel darüber.

Antwort
von DieChemikerin, 37

Hi,

Die sind NICHT immer kurz. Sobald ein konsonantisch ablaufendes Wort darauf folgt, greift die Positionslänge in der Regel.

LG

Kommentar von Leha304 ,

Danke erstmal :) Naja also bei mir kam das Problem bei diesem Satzteil auf: Dum licet, et loris passim potes ire solutis (...)

Ich hätte das et bei licet lang gemacht, laut Lösungen aus der Schule soll es aber kurz sein,was ich aber nicht verstehe. Kannst du mir das an diesem Beispiel nochmal besser erklären?Das mit dem konsonantisch auslaufenden Wort verstehe ich nämlich nicht.Danke

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten