Frage von MaxMustermann03, 169

Warum sind unter den Flüchtlingen FAST NUR Männer?

Wenn ich mir mal die Nachrichten anschaue, sehe ich fast nur Männer unter den Flüchtlingen. Warum ist das so? Nicht das ich ein Rassist oder so wäre, aber langsam sehe sogar ich ein, das zu viele kommen.

Antwort
von TUrabbIT, 72

Fast nur ist etwas übertrieben, aber ja laut offiziellen Statistiken sind 2/3 der nicht deutschen Zugewanderten letzten Jahres Männer.

Dafür gibt es verschiedene Gründe,

Bei Flüchtlingen aus Kriegsgebieten:
-Weil die Männer den Weg besser bzw. sicherer absolvieren können, während die Familie in einem Flüchtlingslager sonstwo ist und ggf. sicherer legal nachgeholt werden können.
-Weil sie den Kriegsdienst (für welche Gruppierung auch immer) verweigern aber gezwungen werden sollten
-Weil sie oder Angehörige von einer Gruppe bedroht werden da sie oder die Angehörigen (vermeintlich) für eine verfeindete Gruppe gearbeitet haben
-Da Männer in einigen Kulturen als wertvoller als Frauen angesehen werden
-Andere Gründe...

Bei Flüchtlingen aus Armutsgebieten:
-Weil (junge) Männer am ehesten durchkommen und vor Ort einen Job oder sonst eine Geld Quelle finden können und damit die Familie und die Menschen in der Heimat unterstützen können.
-Damit die Männer dort lernen und zurück kommen und das gelernte anwenden sollen
-Gefahr durch Behörden oder Gangs

Antwort
von marylinjackson, 34

Nicht die Schwachen, sondern die Stärksten schaffen es bis zu uns. Sie lassen ihre Schutzbedürftigen zurück.

Antwort
von spagat1987, 90

Das überwiegend daher, dass Frauen oft mit den Kindern zu Hause bleiben und dann "nachgeholt werden". Für Frauen mit einem oder mehreren Kindern ist so eine Reise natürlich deutlich riskanter und erschwerlicher als für einen Mann. 

Antwort
von voxymo, 89

Weil die jungen Männer in ihren Heimatländern als erstes dran sind. Entweder sie erschießen für Gruppe A ihre Landsleute oder werden von Gruppe A als Verräter erschossen. Da haben halt nicht alle Bock drauf.

Kommentar von Mrpat1605 ,

Genau, und gucken dann hier in Deutschland im TV, wie Soldaten aus anderen Ländern, den IS bekaempfen, für IHRE Freiheit, und das vielleicht sogar mit ihrem Leben bezahlen muessen. Fantastisch

Kommentar von kayo1548 ,

"wie Soldaten aus anderen Ländern, den IS bekaempfen"

das klingt ja als wäre es "gut" gegen "böse", eine Partei gegen eine andere.

De facto ist es aber so, dass es dort undurchschaubar viele Parteien gibt die an die Macht wollen.

Da muss man sich dann natürlich fragen für was man da kämpfen sollte oder ob der Kampf einer solchen Gruppe den eigentlichen Zielen entspricht.

Auch stellt sich die Frage ob das irgendwo von Erfolg gekrönt ist und last but not least hat man ja evtl auch eine Familie um die man sich kümmern muss (evolutionspsychologisch ist die Teilnahme an einem Krieg geringer wenn man Kinder und co hat) und natürlich darf man auch nicht vergessen, dass es viele Menschen gibt die den Krieg einfach satt haben und eben wenig Lust und auch Angst haben da zu kämpfen.

Antwort
von ManuViernheim, 29

Da fast nur junge Männer kommen die später ihre Familien nachholen, sieht man, dass das Wirtschaftsflüchtlinge sind.

Antwort
von onur90, 80

Sagen wir mal deine Stadt oder dein Dorf wurde zerstört . In deiner Familie bist du ein Mann ,ein Kind , eine Mutter und ein Säugling . Was glaubst du wie hoch die Chance ist für eine Mutter und ihr Kind denn weiten Weg zu schaffen ? Da schickt man lieber Vorerst denn Mann der nach einer Zeit seine Familie abholt .

MfG

Onur90

Kommentar von marylinjackson ,

Merkwürdigerweise kommen diese jungen Männer meistens nicht aus Kriegsgebieten. Sie erzählen, sie wollen hier studieren.

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