Frage von sherazade1, 173

Warum sind Türken so empfindlich was Erdogan betrifft und warum fühlen sie sich direkt angegriffen wenn es um ihn geht?

Expertenantwort
von DottorePsycho, Community-Experte für Psychologie, 163

Ich erlebe Türken grundsätzlich recht dünnhäutig, also schnell beleidigt. Kritik ist nur bei den wenigsten erlaubt, geschweige denn erwünscht. Und sofort heisst es, man sei Islamhasser oder durch die Lügenpresse falsch informiert. Dabei ist mein Eindruck - und ich darf dazu etwas meinen, weil ich selbst Muslim bin, viel in islamischen Ländern verkehre und auch in der Türkei selbst viele Freunde habe - dass die Deutsche Presse eher noch gemäßigt berichterstattet, um die Fremdenfeindlichkeit nicht zu schüren.

Viele verwechseln da irgendetwas grundsätzlich; wenn ich etwas Kritisches ässere, heisst es sofort "Gibst Du misch Respekt, Alda!". Völlig sinnfrei - als wäre Kritik respektlos. Alternativ auch gerne mal "Du bist kein Muslim!" wenn ich Erdogan kritisiere. Dieser Umgang mit Kritik führt nicht gerade dazu, dass man diese Leute intellektuell ernst nehmen kann. Allen voran Meister Erdogan höchstpersönlich, der alles und jeden wegen Beleidigung verklagt und  offensichtlich nicht merkt, wie er sich damit im Ansehen demontiert.

"Ich kann den Mann nicht mehr ernst nehmen." bleibt mir nur deshalb im Halse stecken, weil er zuviel Macht hat und noch viel Unheil über die Welt bringen wird. So als Reinkarnation von Herrn H.

Und wenn man sich jetzt mal anschaut, wieviele zigtausende Gegner Erdogan ausgedeutet hat, muss man sich direkt wundern, warum nur eine Handvoll direkt in den Putsch involviert war und dieser so kläglich gescheitert ist. Sorry, da kann etwas nicht stimmen - also ganz abgesehen davon, dass die Listen unmittelbar nach dem Putsch aus der Schublade gezogen wurden.

Eine mögliche Erklärung für die Empfindlichkeit hinsichtlich Erdogan könnte sein, dass man keine Argumente hat. Ausser "Erdogan hat die Türkei nach vorne gebracht, indem er für wirtschaftlichen Aufschwung gesorgt hat." habe ich noch kein Argument gehört. Ansonsten hat er die Türkei ganz schön nach hinten gebracht. Und wirtschaftlich wird sich das Blatt auch wieder wenden, da bin ich mir sicher. Oder hat die Türkei größere Ölvorkommen, die ihr den Ar**h retten könnten? Wer will denn jetzt noch mit der Türkei?

Kommentar von DottorePsycho ,

Solange Erdogan und Konsorten dort an der Macht sind, reise ich nicht mehr offiziell in die Türkei ein - allenfalls noch über die grüne oder blaue Grenze - vielleicht als Fluchthelfer für Richter, Staatsanwälte, Journalisten etc.

Kommentar von HansH41 ,

Nach deinem obigen Kommentar bist du ohnehin auf Erdogans schwarzer Liste und darf nicht einreisen.

Oder schlimmer: nicht mehr ausreisen.

Kommentar von DottorePsycho ,

Auf DER Liste stand ich auch vorher schon. :-)

Kommentar von Spaghetti74 ,

Super Experten Antwort. Das ist wenigstens mal eine konstruktive Aussage. Schade, dass man so qualitativ hochwertige Aussagen nicht im TV und Zeitungen hat, schade! :-)

Kommentar von BencilHayvan ,
 "Gibst Du misch Respekt, Alda!"

Deine Antwort an sich bleibt dir überlassen und Kritik sehe ich persönlich als notwendig und wichtig an, doch differenziere ich zwischen Kritik der Verbesserung willen und Kritik der Kritik willen, wobei letzteres nicht selten Kritik ist, sondern schlichtweg Hetze ist, um einem Klischee Geltung zu verleihen, die Person ist Verruf zu bringen oder sie mit Klischees zu assoziieren. 

Gerade deshalb stellt sich mir die Frage, warum du einerseits von berechtigter Kritik deinerseits sprichst und andererseits Erdogan-Anhänger oder gar Türken im Allgemeinen mit gerade solchen Sätzen in Verbindung setzt. Wer diesen Leuten mal zuhört, der erkennt, dass sie nicht bloße Anhänger einer Partei oder wie man sie hier inzwischen darstellt Sekte sind, sondern Erfahrungen aus der Vergangenheit äußern, sie mit der Politik Erdogans vergleichen und durchaus auch positive Dinge hervorheben, die ebenso faktisch nachweisbar inzwischen eingetreten sind.

Wer die Politik vor Erdogan kennt, der weiß, dass vor allem die Infrastruktur und die Sozialstaatlichkeit sehr hinkte. Krankenhäuser waren vollkommen überfüllt und verschmutzt, Kranke mussten ewig warten, waren verzweifelt: Behinderten wurde kaum geholfen. Nahrung war teilweise vollkommen überteuert, die Schere zwischen Arm und Reich groß. Dies als "wirtschaftlicher Erfolg" abzuwerten, ist unzureichend. Erdogans Außenpolitik wiederum kritisiere ich ebenso, aber das weite ich hier nicht aus. 

Das sind alles Dinge, die das Leid dieser Menschen wiederspiegeln. Es ist keine Propaganda, sondern traurige Realität. Ich sage nicht, dass man Erdogan mögen muss - ich selbst kritisiere ihn auch, weil ich nicht mit allem zufrieden bin - aber gerade als Muslim solltest du dann auch die Hintergründe deiner Glaubensbrüder ernstnehmen und sie nicht in Verruf bringen, indem du dieses lächerliche Türkenklischee vom assideutsch sprechenden Türken auspackst. Gewiss gibt es da draußen einige Türken, die dich dahingehend schnell in deine Schranken weisen. Ebenso empfinde ich es schlichtweg als feige, diese Form von (Schmäh)kritik in einer anonymisierten Plattform zu äußern. 

Denn als Mensch, der sich in seiner Antwort auf seine Kritik beruft, benimmst du dich nicht, sondern viel mehr wie die gleichen Deppen, die in ihren "Kritiken" mehr beleidigen, diffamieren und rassistische Äußerungen von sich bringen. Nichts anderes ist der obige Satz von dir. 

Einem politischen Befürworter Erdogans gleich zu sagen, er solle doch das Land verlassen, ist ebenso schwachsinnig: Das ist politische Verfolgung und Brandmarkung von anderen Menschen und durch die Bagatellisierung eben solcher Äußerungen - schließlich hätten solche Türken eine dünne Haut, sie sollten sich mal nicht so anstellen - verhältst du dich keineswegs islamkonform, sondern öffnest diversen Leuten Tür und Tor.

De facto kann ich den Menschen durchaus Verständnis entgegenbringen, wenn du sie derart nachäffst, denn ein Muslim hört sich unabhängig von seiner politischen Einstellung die Probleme anderer Muslime an, versucht sie vielleicht mit seiner Meinung zu überzeugen, bringt aber auch Verständnis für ihre Ansicht entgegen, die keineswegs intolerant sein muss: Ich kenne genug AKP-Wähler, die durchaus kritikfähig sind. Vergiss nicht, dass es gerade diese ach so verhasste Türkei ist, das am meisten für die Muslime tut: Sein es die Palästinenser, Syrer, Mazedonier etc: Die Hilfe, die diese Länder erhalten, kannst du überall nachlesen: Gleich ob du seine Politik magst, erkenne bestimmte Dinge an. 

--> Vereine dort, wo du zu spalten vermagst. Dieser Satz entstammt teils meiner Philosophie, teils der islamischen Geschichte. Nimm dir das zu Herzen, auch böse Erdogan-Anhänger sind Muslime. Für das, was du hier sagst, wirst du dich im anderen Leben rechtfertigen müssen, wenn du im Unrecht bist. Habe deine Meinung, aber drücke sie so aus, dass du niemanden damit verletzt. Das du kein Muslim bist, würde ich niemals sagen: Das steht nicht in meinem Ermessen, aber dein Verhalten kollidiert mit einigen Dingen. 

Gruß,

(K)ein Erdogan-Anhänger, sondern ein Freidenker mit einem objektiven Standpunkt. 

Antwort
von voayager, 116

Leider sind so ziemlich ale islamischen Staaten patriarchalisch, eine Aufklärung wier in Europa gab es nicht, also herrschen oftmals Verhältnisse wie wir sie auch einst in Europa hatten.

Wenn man bedenkt, dass viele türkische Kinder, zumindest die Jungs ihren Vätern die Hand küssen, das wird einfach erwartet, dann isses klar, dass Erdogan als eine Art 2. Vaterfigur fungiert.

Solche patriarchalsischen Jungens und Männer sind recht dünnhäutig, da pflichte DottorePsycho vollkommen bei. Und es ist auch zutreffend, dass jegliche Kritik an der Türkei von vielen Türken als ein persönlciher angriff gewertet wird. Diese egozentrische Art, findet man übrigwens auch gehäuft bei unserer Unterschicht, also bildungsfernen Leuten. Solche einfach strukturierten Menschen haben es nicht gelernt, eine gewisse Abstraktionsebene, von sich wegführend, zu verinnerlichen. So wird denn alles auf sich selbst bezogen, was eine Diskussion mit einem gewissen Niveau unmöglich macht.

Ich habe das so einige Male erlebt und mich dann jedes Mal auf dem Absatz rumgedreht, weil ansonsten völlig sinnlose Streitereien rauskommen.

Antwort
von soissesPDF, 92

Falscher Nationalstolz gepaart mit einem mangelhaften Demokratiebewußtsein.
Die Türken fühlen sich in Folge des Ersten Welkrieges von der Geschichte benachteiligt.
Nun wollen sie wieder Weltpolitik spielen, eine Revision der Geschichte erlangen.

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Politik, 95

Zunächst einmal das Grundsätzliche anhand eines Zitats aus diesem Strang:

Ich bin selbst Türke und mag erdogan nicht, aber ich hasse es wenn andere Leute nur mit den meistens einseitigen medienwissen zu mir kommenund sagen dass er ein Diktator ist und dass sie ihn deshalb hassen.


Sehr viele Türken lesen nur die türkischen, vom Staat gesteuerten Medien. Sie ignorieren völlig die Tatsache, dass mittlerweile alle regimekritischen Medien in der Türkei beseitigt sind. Sie folgen auch den Predigten der vom türkischen Staat gelenkten Geistlichen in den Moscheegemeinden. Daher ist ihr "Wissen" über das, was in der Türkei geschieht, sehr einseitig und regimefreundlich. Kurz: sehr vielen Türken fehlt offenbar jegliche Medienkompetenz!

Der Grund: obwohl ich ihn nicht mag hat er in den letzten 14 Jahren mehr getan als die meisten Politiker zuvor und die Leute in der Türkei wollen lieber ihre Familien halbwegs durchbringen und in wohlstand leben statt sich um ihre Freiheit zu sorgen so wie sie es mir sagen, weil es sehr viel armut in der Türkei gibt.


Das ist das Kernproblem der türkischen Volksmentalität: sehr viele Türken begreifen immer noch nicht nicht, dass Freiheit und Wohlstand, so wie in Europa, keine Gegensätze sein müssen. Die türkische Mentalität, die ich als eine Untertanenmentalität bezeichnen möchte, begnügt sich vornehmlich mit persönlichem Wohlstand und ist bereit, dafür auf Freiheiten zu verzichten. Diese Einstellung erklärt sich aus der historischen und kulturell-religiösen Vergangenheit der Türkei, die, nicht zuletzt was die Religion angeht, bis heute den Standpunkt des gehorsamen Unterordnens als Selbstverständlichkeit anpreist. Kritisches Hinterfragen des Sinnes politscher oder religiöser Anordnungen und Vorschriften verbieten das politische Regime ebenso wie die Religion, und alle Verstöße dagegen werden als Staatsverbrechen oder als Sünde mit weltlichen oder religiösen Strafen geahndet.

Insofern ist für eine Mehrheit der Türken das, was Erdogan treibt, nichts Besonderes: der Autokrator befiehlt, der türkische Untertan gehorcht brav und "gottergeben". Und dieser bedingungslose politische und religiöse Gehorsam wird auch gegen alle Kritiker vehement verteidigt, weil sich die Türken davon materielle Vorteile auf Erden versprechen - und später einen Platz im Paradies.

MfG

Arnold


Antwort
von JBEZorg, 68

Weil er als Staatsoberhaupt auch stellvertretend für das Land ist. Und ob es den immer ach so tollen Westmenschen passt oder nicht sie oft von Oben herab mit erhobenem Zeigefinger mit rügender Miene Möchtegernweltlehrer spielen wollen. Das kommt einfach nie gut an. Sogar unabhängig davon ob Erdogan gut oder schlecht ist. Der Westen nimmt sich heraus andere belehren zu dürfen und nach Belieben Staatschefs anderer Länder durch den Kakao zu ziehen wenn ihnen irgendwas nicht passt. Das ist ugehobelt und arrogant.

Kommentar von earnest ,

Du drückst dich an einer Antwort auf die Frage vorbei - um mal wieder das von dir Übliche abzulassen: Kritik am böhhhsen "Westen".

Charakeristisch wieder einmal deine Häme: die "ach so tollen Westmenschen".

Da ich sehr gute Erinnerungen mit der Türkei verknüpfe, tut es mir fast körperlich weh, wenn jemand Herrn Erdogan ohne Wenn und Aber als "stellvertretend für das Land" bezeichnet.

DAS hat die Türkei, das haben die Menschen in der Türkei meiner Meinung nach nicht verdient.

Kommentar von JBEZorg ,

Ich habe exakt die gestellte Frage beantwrtet. Du bst derjenige, dem die Antwort nicht schmeckt und der deswegen versuch sch hier um das Thema herumzudrücken.

Ja, de böööse Westen vergrault viele Ausländer mit seinem arroganten Gehabe. Insbesondere bezüglich der jeweiligen Staatschefs und Regerungen die mir nichts dir nichts schnell mal als Regime bezeichnet werden, verspottet und ausgelacht ohne über die Implikationen nachzudenken. Dadurch gewinnen auch solche Leute wie Erdogan eigentlich nur Sympathisanten.

Es gib einen Grund dafür, dass es die siplomaische Eikette-Regeln gibt. Auch seinen Feinden und politischen Gegenern gegenüber sollte man auf dem diplomatischen Parkett repektvoll begegnen... um die eigene Position nicht unnötig zu schwächen. Wer das nicht erkennt ist blind vor Arroganz.

Da ich sehr gute Erinnerungen mit der Türkei verknüpfe, tut es mir fast körperlich weh, wenn jemand Herrn Erdogan ohne Wenn und Aber als "stellvertretend für das Land" bezeichnet. 

Hast du meinen Beitrag überhaup gelesen? Er ist Staatschef, ob e dir oder wem auch immer gefällt oder nicht. Wenn er nach Deutschland kommt muss die türkische Fahne gehisst werden und und und. Ist einfach so. Unahängig davon wieviele Deutsche und Türken ihn gut finden.

Es steht dir auch nicht zu zuentscheiden was die Türkei verdient hat.Das müssen Türken unter sich ausmachen. Und wenn sie Erdogan unterstützen. So sei es.

Antwort
von earnest, 107

Der Sultan vom Bosporus verkörpert Fundamentalismus, übersteigerten Nationalismus, ein schlichtes Weltbild und Macho-Gehabe in seiner Person.

Viele türkische Männer dürften ähnlich gestrickt sein.

In der Türkei wandern gerade Männer in den Knast, die anders gestrickt sind.

Gruß, earnest


Kommentar von voayager ,

recht oft werden sie im Knast dann zwangsgehockelt

Antwort
von Daria700, 15

Ja die verehren den sehr!Ist sowas wie ein Heiligtum ein Wort falsch und dan...!Reagieren sehr empindlich darauf,leben hier und nennen die Türkei ihre Heimat!Wie passt das?Haben mehr Ehrerbitung vor dem als vor unserer Regierung oder?Oder kommt einen das nur so vor???

Antwort
von frischling15, 91

Weil sie inzwischen selbst zu tiefst enttäuscht von dessen Handlungsweise sind , und es nicht wahrhaben wollen !

Sie trauen sich ja selbst hier in ihrer selbstgewählten neuen Heimat nicht , Kritik zu üben .

Antwort
von Modem1, 120

das ist  ihre mentalität die ihm in blut steckt.kritik können sie absolut nicht ab.wehe man ist nicht ihrer meinung dann wird so getan als ob man die familie beleidigt hätte.oft wird man falsch verstanden,redet völlig aneinander vorbei.mir kommt es manchmal so vor als ob wir auf 2 planeten wohnen.

Antwort
von Geraldianer, 96

Die Anhänger Erdogans sind mit ihren Vorstellungen noch im 19. Jhrd. behaftet. Vergleichbar mit Teilen der CSU und der AfD.

Die Ehre der Nation steht für sie über der eigenen Verantwortung. Weil sie, nicht in individualistischen Kategorien denken.

Die Türkei war als Osmanisches Reich eine Großmacht. Der von den besetzten Ländern erzwungene Schrumpfungsprozess ist für viele Türken heute noch eine offene Wunde.

Ähnlich wie Putin spielt Erdogan deshalb genau diese nationalistische Karte und schafft die Demokratie im westlichen Sinne ab.

Kommentar von BTyker99 ,

Selten so einen Unsinn gelesen...

Kommentar von DottorePsycho ,

Bitte beleidige meinen Lieblings-Despoten Putin nicht! :-)

Das einzige, was die beiden verbindet, ist die Homophobie.

Kommentar von Geraldianer ,

... Pressezensur, Verhaftung von Gegnern, Frömmelei, Operettenauftritte, Nationalistisches Geprotze und die orginelle Auslegung der eigenen Geschichte nicht zu vergessen, um nur die wichtigsten Übereinstimmungen zu nennen.

Antwort
von Pestilenz3, 20

Türken sind generell bei jedem kleinen mist "beleidigt"

Antwort
von phalangit, 130

Ich bin selbst Türke und mag erdogan nicht, aber ich hasse es wenn andere Leute nur mit den meistens einseitigen medienwissen zu mir kommen und sagen dass er ein Diktator ist und dass sie ihn deshalb hassen.
Der Grund: obwohl ich ihn nicht mag hat er in den letzten 14 Jahren mehr getan als die meisten Politiker zuvor und die Leute in der Türkei wollen lieber ihre Familien halbwegs durchbringen und in wohlstand leben statt sich um ihre Freiheit zu sorgen so wie sie es mir sagen, weil es sehr viel armut in der Türkei gibt.

Kommentar von sherazade1 ,

vielen Dank für deine Antwort, ist schön und hilfreich das auch mal von einer anderen Sichtweise zu hören:)

Kommentar von phalangit ,

Bitte sehr freut mich wenn ich helfen konnte

Kommentar von earnest ,

Klar doch, alles eine Erfindung der Lügenpresse.

Auch, dass der Sultan vom Bosporus gerade die Hitlersche Machterweiterung 1:1 abkupfert. Siehe Ermächtigungsgesetz vom März 1933 und die Folgen ...

Kommentar von Jessy74 ,

Hallo Phalangit, 

es stimmt das Erdogan viel für sein Volk tat aber das schließt nicht aus was die Presse berichtet, wo genau siehst Du jetzt einen Zusammenhang?

Er hat gerade 2000 Richter in Gefängnisse gesteckt und beschlagnahmt ihr Vermögen, nebenbei redet er über die Todesstrafe um die auch alle schön loszuwerden - hebt das Gute dann das kranke Verhalten auf?

Ach ja nur zur Info, bin keine Bildleserin, Islamhasserin oder noch irgendwie ungebildet - bevor wieder derartige " Kommentare " losgehen - habe viele Verwandte in der Türkei. 

Die Lage dort unten mit der Hitlerzeit verglichen - jeder der für ihn ist wird gut behandelt und die anderer Meinung sind werden verfolgt - aber die Strassen sehen jetzt gut aus, da hast Du vollkommen recht!

LG

Kommentar von vanillakusss ,

Die Türken wollen in Wohlstand leben und ihre Familien durchbringen.....

Ja, Erdogan will jetzt die Richter enteignen, die auf seiner Liste stehen. Nicht nur, dass die ihren Job verloren haben, ihnen sollen die Immobilien, die Bankkonten und die Autos weggenommen werden. Wie die wohl ihre Familien durchbringen? Ausreisen dürfen sie nicht, viele landen im türkischen Knast.

So viel dazu. Was Erdogan treibt ist echt eine Ohrfeige in das Gesicht eines jeden freien Menschen. Egal was er früher für die Türkei getan hat, jetzt sorgt er für den Untergang des Landes. Und dumme, fehlgeleitete Moslems, feiern ihn dafür. Dass man in der Türkei Angst hat etwas gegen ihn zu sagen, kann ich sogar verstehen (ich habe unter Ceausescu gelebt....) aber warum sich Moslems in Deutschland so aufplustern, ist mir ein Rätsel.

Kommentar von vanillakusss ,

phalangit, man hat die Wahl, zwischen dem Teufel und dem Beelzebub..... Warum muss man seine Freiheit gegen ein Stück Brot tauschen?

Und zu dem einseitigen Medienwissen..... Hast du mitbekommen was Erdogan seit geraumer Zeit treibt? Keiner kann mehr frei berichten, es wurden haufenweise Zeitungen und Sender geschlossen. Wenn schon einseitig berichtet wird, dann in der Türkei, nicht in Deutschland.

Kommentar von phalangit ,

Also das mir den Richtern würde meiner Meinung nach nicht sonderlich viel ändern weil die Richter und Juristen in der Türkei schon immer einen Anhang für korruption und parteiische Haltungen hatten (ich sage es weil ich es auch erlebt, gelesen und auch viele zeitgenössische berichte von meinen Großeltern gehört habe und diese sind weder für noch gegen erdogan) hatten nur gegen die Todesstrafe bin ich auch selber aber wenn ihr die Todesstrafe so verachtet warum wird dann die USA oder Japan welches beide demokratische Länder sind nicht kritisiert und ich hoffe ihr kommt nicht mit den türkei ist näher Argument hin außerdem würde ich ihn nicht mit Hitler vergleichen, weil Hitler selbst den Putsch angeführt hat während es dieses mal nur verhindert werden konnte und erdogans Ehefrau ist auch kurdin also Spielt Rassentrennung wohl keinen großen Thema wenn es ums religiöse konservativheit geht kann es vielleicht daran liegen dass er Schüler Erbakans war aber wenn er wirklich ethnische säuberungen machen wollen würde dann würden die kurden und aleviten in der Türkei heute nicht mehr kulturelle und religöse freiheiten erhalten als wie vor 20 jahren. Darüber hinaus hatte Hitler auch den Revanschismus der deutschen ausgenutzt und ich glaube auch nicht dass die Einwohner der Türkei in einen totalen Krieg mitziehen würden also keine sorge. Außerdem habe ich nicht gesagt dass alle Medien parteiisch seien nur wenn ich als Türke die Bild zeitung durchlese oder mir anhören muss wie ein n-tv Sprecher bei Terroranschlägen sagt dass es auch normal ist das es bei Terroranschlägen auch zivile Opfer gibt wie z.B. bei den Atatürk Flughafen Anschlag geschah zu sehen bekommen habe (das sind nur 2 der neueren beispiele)dann kann es mir keiner verdenken wenn ich einige Medien parteiisch bezeichne. Außerdem warum ist es Frankreich erlaubt bei Terroranschlägen den Ausnahmezustand zu verhängen und in der Türkei nicht wenn es einen Putsch gab. Ps ich mag erdogan auch nicht aber ich finde es auch gut wenn es diskutiert wird weil nicht jede Seite ganz ohne pro und Kontras ist.

Kommentar von Jessy74 ,

Sollten die Richter auch wirklich korrupt gewesen sein ( was man behauptet aber nicht nachweisen kann aber vor allem gleich tausende??! ) verdienen sie eine Verurteilung durch ein Gericht - und ganz bestimmt nicht eine Beschlagnahmung ihres Besitzes und die Todesstrafe.

Deine politische Gesinnung sagt nun viel darüber aus, wieso Du es merkwürdig findest das man Erdogan kritisiert :)

Nun zu der Todesstrafe. Die USA möchte - nach meinem Wissensstand - nicht in die EU eintreten und bettelt nicht ständig um die Verhandlungen wie die Türkei. Wenn die Türkei die Todesstrafe wieder einführen möchte, bitte gern, aber dann hat sie keine Chance in die EU aufgenommen zu werden - niemand hat je etwas anderes gesagt.

Präsident Hollande hat mit dem Ausnahmezustand nicht dafür gesorgt, das sein eigenes Volk, das nicht seine Meinung teilt erstmal aus dem Verkehr gezogen und mit der Todesstrafe verängstigt wird, damit auch ja alle still halten - das Du die beiden Länder und Präsidenten miteinander vergleichst, ist der Witz an sich.

Das Herr Erdogan den Putsch nicht selbst inszeniert hat ist noch gar nicht bewiesen, wie kommst Du darauf es direkt ausschließen?

Hitler ging genau den selben Weg, Erdogan macht kein Geheimnis daraus das er die Führung von Hitler verehrt und sein Gedicht - was ihn seine Freiheit kostete - sagt aus das er mit der Demokratie nicht viel am Hut hat.

Sollte Dir die Machtergreifung Hitlers nicht bekannt sein dann darfst Du gern einpaar Geschichtsbücher durchwälzen und dann wirst Du sehr beeindruckt sein welche Parallelen sich dort finden :)

LG

Antwort
von ettchen, 107

Nur diejengien Türken, die politisch dem Diktator nahe stehen, also Türken, die rechtsextreme politische Einstellung haben, stehen zu Erdogan. Türken mit demokratischer Gesinnung distanzieren sich von diesem größenwahnsinnigen Diktator, der den türkischen Staat ins Unglück steuert.

Kommentar von DottorePsycho ,

Mittlerweile kann schon das Distanzieren lebensgefährlich sein - zumindest in der Türkei. Aber auch hier in Deutschland gibt es ja schon Drohungen gegen Erdogan-Gegner.

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