Bei vielen Sachen fällt mir immer wieder auf, das die Menschen heutzutage immer rücksichtsloser werden. Jeder denkt nur noch an sich und nimmt auf andere keine Rücksicht mehr.
Warum ist das so?

Der tägliche "Lebenskampf" wird immer härter, lässt immer weniger Freiräume zu. So kommt es zwangsläufig zu diesem Verhalten, daß in erster Linie an sich selbst gedacht wird. Aber es stimmt, leider müssen viele Menschen die Rücksichtnahme erst wieder lernen.
weil jeder immer am meisten haben will,alles am besten haben will. In der heutigen Gesellschaft wollen alle profitieren weil viele ärmer sind und es Ihnen nicht so gut geht wie anderen. Deswegen wird die Gesellschaft immer rücksichtsloser

In dieser Gesellschaft ist fast jeder sich selbst der nächste.Es ist für viele schon ein Kampf ums überleben.Man nehme nur die Kinderarmut, Hartz4, die Rentner. Eine grosse Mitschuld trägt meiner Ansicht auch dieser Staat.

Das ist ein Gesellschaftsproblem und hat meiner Meinung nach NICHTS MIT DEN LEBENSUMSTÄNDEN zu tun. Es gibt auch Länder in denen es den Leuten deutlich schlchter geht als in Deutschland und trotzdem gibt es dort viel mehr Solidarität!
Es liegt wohl auch heute viel an der Erziehung. Das Modell "Familie" scheint vom Aussterben bedroht. Früher wurden dort Werte vermittelt, das fehlt heute. Wie sollen z. B. Kinder dann diese Dinge lernen, wenn sie es selber nie kennengelernt haben? Und heute siegt leider immer der, der am meisten seine Ellebogen benutzt, lügt, betrügt....

Es heißt doch nicht umsonst : Jedeer denkt an sich zuerst , Gott für uns Alle
Kabark am 31. August 2007 10:06 Es heisst "Jeder für sich und Gott gegen uns alle". ;-)
Lorenz N. am 31. August 2007 10:08 Ich kannte bisher nur: "Jeder denkt an sich, nur ich ich denk' an mich!" :-)
cathystraum am 31. August 2007 10:32 @Lorenz: damit ist an alle gedacht :-))
Schlimm, bin ganz deiner Meinung.......sehr viele sind egoistisch und rücksichtslos! Wohin führt das noch?
Im Gegensatz zu anderen Antwortern wird der tägliche Lebenskampf nicht härter. Früher war er härter, als man noch jeden Tag in der Höhle raus musste, sammeln, ackern und verteidigen. Das Leben heute ist leichter. Immerhin gibt es hier alles im Überfluss. Die Industrie macht uns weis, Erfolgreich ist wer sich nach oben kämpft. Karriere muss sein. Alles für die Firma und für die vermeintliche eigene Freiheit. Zufrieden mit dem was man hat, ist heute kaum einer mehr. Der Nachbar hat eine Protzkiste? Muss ich auch haben, große Autos sind Status - das kostet - mehr Arbeit - weniger Zewit für Familie - weniger Zeit für sich = sxxeiss Leben. Da Werte verdreht werden kann sich auch niemand mehr orientieren, da Kinder von ihren Eltern Egoismus und Neid vorgelebt bekommen (aaalllllesss MEINEEE) und Raffgier ausleben, statt sich auch einmal zu besinnen, lernen sie es nicht anders und werden selber Macker. Wer spielt denn noch mit seinen Kindern? Haben die nicht zum großteil alle so Spielkonsolen und gammeln stunden lang vor der Glotze ab? Es fängt bei jedem Selber an. Nicht fragen sondern vormachen. Das heisst ausserdem auch einmal "verzichten", selber hintenanstehen, geben statt nehmen. Auf die Karriere pfeiffen und sich an dem freuen was man hat. Vormachen bedeutet einen steinigeren Weg zu gehen. Aber wer vorlebt kann auch fragen - will es dann allerdings nicht mehr. Wozu auch? Das schwere ist, vorleben auch wenn man selber einen "Nachteil" hat - gerade dann wenn man einmal nichts zurückbekommt, weiter machen. Die Belohnug ist ein ausgeglichens Leben zu führen. Was man ausstrahlt bekommt man wieder - was man sät erntet man.
Tolle Antwort!Kann mich da nur anschliessen.Vor allem in dem einen Punkt-keine Zeit für die Familie.Ich denke das ist auch das Hauptproblem unserer Gesellschaft.Die meisten Mütter,die ich kenne, arbeiten mit.Kinder werden schon im Babyalter abgegeben, meist zu Großeltern (die, so ist mein Eindruck, auch nicht immer gefragt werden, ob sie das möchten)oder in den Hort.Später sind viele Kinder sich selber überlassen, man ist ja stolz, das sie so selbstständig sind.Zeit mit ihnen zu verbringen,ja die hat ja keiner,die Kinder laufen nebenher.Und gibts mal Probleme, geht man halt zum Kinderpsychologen,oder Schülernachhilfe etc.Gespräche finden nur noch am Rande statt, wenn überhaupt.Das schlechte Gewissen, dass sich dann vielleicht ja doch irgendwann mal meldet, wird gestillt, indem die Kinder mit Konsumgütern zugemüllt werden.Ich will hier nicht alle über einen Kamm scheren, es gibt bestimmt genug Familien, in denen beide Elternteile arbeiten müssen um über die Runden zu kommen. Aber die meisten, die ich kenne, gehen nach eigenen Angaben arbeiten um mehrmals im Jahr in Urlaub zu fahren, ein 2. Auto zu fahren,um den Kindern auch alle Wünsche erfüllen zu können usw.Wir haben 4 Kinder, ich bin von Anfang an zu Hause geblieben, wir haben alle auf vieles verzichten müssen.Aber ich war da bzw.bin da, wenn meine Kinder Sorgen oder Probleme haben.Ich werde oft verständnislos angeschaut,wenn ich sage, dass ich nicht berufstätig bin u.kriege meistens zu hören:Also nein, dass könnte ich ja nicht, den ganzen Tag nur die Kinder um mich, ich brauche meinen Job!! Das kann ich einfach nicht verstehen.Aber das ist unsere Gesellschaft heute, alles auf einmal haben wollen, auf nichts verzichten.Auf der anderen Seite Oberflächlichkeit pur.

Liebe elkera,
bitte achte doch in Zukunft darauf solche Fragen im Forum unter der Kategorie "Community" zu stellen.
Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
Verena vom gutefrage.net-Support

Die leben einfach nach dem Motto: "Alle denken nur an sich, allein ich denke an mich".

Die Hetze macht wirklich auch viel aus, aber auch der Umgangston und die Stimmung. Bin hier im Northwest der USA sehr sehr angenehm überrascht gewesen, wie freundlich - und nicht nur aufgesetzt freundlich - man miteinander umgeht. Respekt, Umgang, Ehrgefühl (Schüler finden es unehrlich zu spicken, bei uns ist das Volkssport, hab ich selber mit Spaß gemacht)... Im Straßenverkehr lässt einem fast jeder vor, nach dem ersten Blinken die Spur wechseln..
Fällt richtig auf. Sehr angenehm. Sehr nette und auch aufgeschlossene Leute, internationales Publikum. Hätte das nie gedacht.
Hallo Luise, das was du schreibst kenne ich teilweise auch von anderen Ländern. Nur hier in Deutschland, sind die Leute zum Teil sehr rücksichtslos geworden. Finde ich eigentlich schade.
Luise am 31. August 2007 19:41 Finde ich auch ausgesprochen schade. Ich glaube aber, wenn man auf Leute nett zugeht, auch auf die unhöflichen und griesgrämigen, dann bringt das schon was. Jeder muss bei sich anfangen, bei seiner Familie und seinen Kindern. Ein bisschen selber strahlen, das bringt andere auch zum Strahlen. Jeder von uns ist ein Mosaiksteinchen in der Welt, man muss versuchen ein gutes, nettes, freundliches Steinchen zu sein, das steckt auch die Umgebung an.

Ich finde, dass die kirchliche Erziehung ( oder fehlende! ) der Auslöser ist. Vor wenigen Jahren gab es noch Religion in der Schule, heute nur noch Ethik; ein Schulfach !!!
Kirchenaustritte und antiauthoritäre Erziehung geben den Rest. Der Mitmensch ist doch nichts mehr wert.
Anderen Ländern auf dieser Erde geht es schlechter als uns hier, aber man hält sich an ethische Regeln und Gebote des jeweiligen Glaubens. Dabei ist es egal, welche Konfession zu Grunde liegt. Das sind nun mal wichtige Regeln zum Zusammenleben.

Die Kinder sind das Produkt ihrer Eltern. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Letzten Winter habe ich einem Freund die Meinung gesagt, weil er seinem Sohn zeigte, wie man sich am Skilift vordrängelt. Unfassbar. Er war danach noch beleidigt.
Als ob es früher leichter gewesen sei - ich empfehle eine Zeitreise ins 19. Jhdt, lieber Drache! Rücksicht ist aus der Mode gekommen und wird von den Eltern nicht mehr gelehrt. Stattdessen heißt es: Setz Dich durch, lass Dir nichts gefallen! Auch die Ratgeberbücher strotzen vor "Zeit für sich nehmen", "an sich selber denken", "nein sagen lernen", "böse Mädchen kommen überall hin", usw. usf.
Von all den "Tschakka"-Seminaren zum Thema "Durchsetzen und Manager werden" ganz zu schweigen!
Ich hab nie behauptet, daß es früher leichter war. Aber es wurde alles viel ruhiger angegangen, man hat sich noch mit den Nachbarn beschäftigt, aufeinander geachtet, gegenseitig geholfen. Die Hetze wie heute war einfach nicht so da.