Frage von Prinzessle, 17

Warum sind so viele Leute unzufrieden, ja haben gar Depressionen, sind Lebensmüd?

dabei leben wir im Schlaraffenland....oder ist genau dies der Punkt, dass es uns zu gut geht, so dass wir uns nicht mehr steigern können und dies diese unverständliche Unzufriedenheit auslöst ? Denn wir müssten doch alle glücklich sein.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ClochardFranken, 8

Servus!

Schlaraffenland ist ja relativ. Leben und Glück, bedeuten ja mehr, als ein Dach über dem Kopf zu haben, einen vollen Kühl- und Kleiderschrank, eine Krankenversicherung, und was unsere Wohlstandgesellschaft noch so zu bieten hat.

Es ist natürlich schön, wenn Menschen in den kleinen Dingen ihre Zufriedenheit, oder sogar ihr Glück finden. Beneidenswert.

Aber wir leben auch in einer Gesellschaft, die dir immer Menschen vor Augen führt, die "Mehr" haben. Und sich vielleicht nicht so anstrengen wie man selbst. 

Neid ist kein schönes Gefühl, und neidisch zu sein, ist sicherlich nicht sehr vernünftig. Aber es ist auch sehr menschlich.

Dann darf man auch nicht vergessen, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben. Viele Menschen haben das Gefühl, dass sie nicht mithalten können. Das sie zurückbleiben. Auch aus solchen Gefühlen, kann kein Glück entstehen.

Manchmal ist Leben echt schwer. und man sollte das Leben, und das Gefühlsleben anderer, nicht oberflächlich beurteilen. Sondern sich erst ein Urteil bilden, wenn man das Leben des anderen, mal selbst gelebt hat.

LG :)

Kommentar von ClochardFranken ,

Dankeschön! :)

Antwort
von Tragosso, 6

Depressionen kann jeder bekommen. Nur, weil man eventuell alles hat (wie auch immer du das definieren magst, nicht jedem in DE geht es gut), ist das kein Schutz vor einer Erkrankung. Depressionen sind zudem nichts neues, es war nur früher viel eher das Problem, dass man sich darüber keine Sorgen machen 'konnte', weil man eben noch andere Probleme im Leben hatte als heutzutage. Außerdem wurde man damals eben einfach als faul und unnütz abgetan oder in die Irrenanstalt gesteckt, davor hatte man Angst, denn es war lange nicht so gesellschaftlich akzeptiert wie heutzutage psychisch erkrankt zu sein.

Mal davon abgesehen, dass es heute leider immernoch wegen Leuten wie dir negativ behaftet ist.

Deshalb leiden die Personen dennoch nicht weniger darunter. Leid ist sehr individuell, jeder empfindet andere Dinge als schrecklich. Was nützt es einem Depressiven zu wissen, dass anderswo Leute hungern? Das redet nur seine Erkrankung klein, nimmt ihn nicht ernst und verschlimmert dadurch sein Leiden.

Kommentar von o0Chichii0o ,

"tragosso" weiss wovon du sprichst

Kommentar von Prinzessle ,

Es ist ja genau das was ich mit dieser Frage aufschlüsseln möchte...was fehlt, woher rührt diese Unzufriedenheit..denn ich sehe sie ja Tag für Tag

Antwort
von TheTrueSherlock, 5

Ich weiß nicht, ob du das überhaupt begreifen willst oder einfach nur deine (festgefahrene) Meinung bestätigt haben willst.

Auch in einem Land wie Deutschland ist man mal traurig und natürlich gibt es auch Depressive. Wenn man seine Probleme immer mit anderen vergleicht, dann dürfte man nie traurig oder gar depressiv sein. Es gibt immer jemanden, dem es schlechter geht.

Uns mag es vielleicht gut gehen, aber wir haben mit ganz anderen Problemen zu kämpfen wie Menschen in Entwicklungsländern. Hier ist zum Beispiel der Leistungsdruck sehr groß, man will ein perfektes Leben führen, man geht unter, wenn man arbeitslos wird, man scheint nichts wert als Arbeitsloser zu sein, ... oder ganz klassisch: man hat ein Trauma hinter sich.

Und jeder hat eine andere Schmerz- / Stressgrenze. I-wann ist alles zu viel und man bricht zusammen. Jeder Mensch ist so individuell und die Krankheit Depression ist bei jedem anders, so dass man unmöglich Aussagen verallgemeinern kann.

Antwort
von o0Chichii0o, 7

haaach jaaa.. der sinn des lebens.. ist es wirklich der sinn.. gute noten schreiben.. später sehr viel Geld verdienen.. rente bekommen uns sterben.. macht das allein glücklich?

eher nicht.. nein..

zum glücklich sein braucht man Familie.. freunde.. liebe..

doch was ist.. wenn man gemobbt wird.. und/oder seine Familie verliert.. und/oder sogar komplett ohne liebe aufwächst.. wenn man tag und nacht nur noch über diese Probleme nachdenkt und nicht zur ruhe kommt?

und "wir müssten alle glücklich sein" wer ist schon 100% glücklich?

geht das überhaupt? immer nach "glück" zu streben.. immer JEDEN TAG und jede sekunde das ziel haben glücklich zu sein.. wird man davon nicht irgendwann unglücklich?

das ist wohl die antwort ^^

Kommentar von Prinzessle ,

ich sprach von Zufriedenheit....denn Glück ist ein flüchtiges Gefühl so wie Trauer.......ich stamme aus der Generation, wo mein Vater noch dem Hofhund den Knochen stahl, nur um etwas essen zu können.......er ist der zufriedenste Mensch den ich kenne....und er erfuhr nie Liebe, er musste für alles kämpfen.....tut er noch heute mit bald 90 Jahren

Kommentar von o0Chichii0o ,

da es dein VATER ist kennt er wohl liebe oder hasst du ihn? selbst wenn die liebe spät kommt.. und zufrieden ist man nur mit glück.. das ist ein und das selbe.. man ist nie 100% glücklich wenn man nicht 100% zufrieden ist.. verstehst du? und nur weil man um etwas kämpfen muss hat das wieder nichts mit glück zutun..

ich meine auch nicht dass man jemandem alles hinterher tragen muss damit er glücklich ist..

stellen wir uns mal folgendes vor..

du bist ein 3 jähriges Kind

wirst von deiner mutter geschlagen und von deinem vater vergewaltigt..

mit 6 wirst du auch noch in der schule gemobbt weil deine Eltern dir keine "neuen" Sachen kaufen..

 also hast du 0 freunde ich wiederhole 0.. nicht mal eine einziege beste Freundin oder so.. 0..

du bist 13.. feierst deine ganzen Geburtstage alleine..

du bist 16.. nichts hat sich geändert

du bist 18.. versuchst auf eigenen beinen zu stehen

du suchst dir ne Wohnung.. und suchst dir nen Job..

den Job hast du nicht bekommen..

zum glück wenigstens die Wohnung..

damit du nicht vollkommen alleine bist kaufst du dir 2 katzen

3 jahre später stirbt eine wegen einem Unfall

du lernst eine Person kennen.. ihr führt eine Beziehung..

sie/er verträgt keine katzen.. sie kommt ins heim..

ihr seid keine 2 Monate zusammen und sie/er verlässt dich

nun bist du 30.. hattest nur eine/n freund/in und lebst alleine in deiner Wohnung

findest trotzdem keinen Job..

verfällst in schulden..

1 jahr später findest du einen Job..

du hast zwar keine Freude am Job aber kannst wenigstens deine schulden abzahlen..

ein paar jahre später bekommst du krebs

den Job verlierst du auch wieder..

der Arzt sagt dass du nicht mehr lange hast und dich langsam von allen angehörigen verabschieden solltest

da wird dir nochmal klar dass du niemanden hattest.. dein leben lang..

dann bist du tot..

nah? naaah?? aber heyyy wenigstens musstest du nicht hungern.. so kann man doch echt zufrieden sein..

jetzt im ernst.. wenn du das durch machen musstest.. und du im Sterbebett liegen würdest

da würdest du dir doch auch denken "mein leben war die hölle auf erden" anstatt "ich hatte ein erfülltes leben im "Schlaraffenland"

Kommentar von Prinzessle ,

Ich glaube auf so einer verrückten Reise, wie du dies beschreibst würde ich mich irgendwann relativ früh fragen, was ich falsch mache....denn niemand ist einfach nur ein Opfer, dafür muss man nämlich auch einiges leisten.

Antwort
von ascivit, 7

Weil die Erwartungen hoch sind dass man glücklich zu sein habe und tatsächlich haben wir mehr Zeit nachzudenken. 

Antwort
von CatNSaege, 7

Depressionen ist eine Krankheit, die sich niemand aussucht, genauso, wie eine Erkältung. Das kannst du gerne unverständlich finden aber es ist so.
Du hast natürlich recht: wir haben alles im Überfluss aber dafür haben wir Stress, fehlende soziale Wärme, etc. lauter Gründe, die zu "Unzufriedenheit" führen können. Wenn das Essen (oder allgemein das nötigste) fehlt, wirkt sich das oft eher auf den Körper, als auf die Psyche aus.

Kommentar von Prinzessle ,

ich verfolgte mit dieser Frage genau dies......aber das Soziale, die Wärme, dafür sind doch auch wir zuständig oder wer denn, ausser wir ?

Kommentar von o0Chichii0o ,

in der heutigen zeit.. Instagram.. Twitter.. oder oder.. die ganzen sprüche "sei du selbst".. doch wenn man man selbst ist und "anders" ist wird man gemobbt und wird zum Außenseiter..

Kommentar von Prinzessle ,

darin bin ich ein Banause......ich lebe für mich.....und das schlage ich auch jedem vor....eben nur für sich zu leben und zufrieden zu sein, mit dem was er hat...ich werde nicht umworben, ich bin nicht, na ja stimmt nicht, diesen Bonus habe ich, ich bin schön, zumindest in in den Augen von anderen...

denn ch glaube, dass ich als schön empfunden werde, weil ich natürlich bin mit schmutzigen Fingern, zerzaustem Haar und dem grinsen im Gesicht und der Frage auf der Zunge.....wissend wer was mag....magst  du einen legendären Pfefferminzetee, Kaffee, Bier oder Wein........ich denke all dies Spontane hat mit meinem kunterbuntent zu tun, wo ich manchmal auch Riegel setzen muss..

ich wünsche mir und das ist nicht schwer, dass man keinen goldenen Löffel braucht um einfach zufrieden sein zu können !

Kommentar von CatNSaege ,

Das ist schön, denn etwa so lebe ich auch.
Aber dennoch kannst du trotz deiner Zufriedenheit eines Morgens aufwachen und hast Depressionen. Dir fällt, trotz deines Wissens, wie gut es dir geht, jede Bewegung schwer, Tränen laufen dir ohne Grund übers Gesicht, du vergisst zu atmen und merkst dies erst, wenn du schon fast ohnmächtig bist, du kannst nicht essen, nicht sprechen, nicht denken... ich wünsche dir, dass du diese Krankheit nie bekommst aber bitte denk daran, dass sie jeden treffen kann, unabhängig davon, ob er sein Leben zu schätzen weiß, oder nicht. Freu dich einfach, dass du gesund bist (und das ist meiner Meinung nach wichtiger, als dass du alles hast, was du zum Leben brauchst)

Kommentar von CatNSaege ,

Klar sind wir dafür zuständig. Aber eben wir als Gesellschaft und nicht jeder Einzelne. Wenn ein Mensch mit leichten Depressionen ohne Freunde in seiner Wohnung verwahrlost, ist es fast unmöglich für ihn, sich ein soziales Umfeld aufzubauen, das ihm gesundheitlich helfen könnte. Stattdessen wird seine Krankheit immer schlimmer werden.

Antwort
von FahrradLecker, 2

Ich denke schon. Denn alles im Universum sucht nach Gleichgewicht und wenn man fast alles hat und ein komplett sorgenfreies Leben führt, dann muss das früher oder später ausgeglichen werden.

Antwort
von PaploPueblo, 4

Ich denke eher unsere gesellschaft ist das problem.

Antwort
von xRazer69, 6

Wegen der Illumimati

Kommentar von Sibellchen ,

Ich muss lachen...

Antwort
von Ree83, 3

Wir leben im Schlaraffenland WEIL die Leute sich bis zur Depression etc. den Arsch aufreissen...sonst wären wir nicht im Schlaraffenland sondern im ist-mir-egal-Land und in dem Land gibt es nicht viel, genauer gesagt gar nix.

Kommentar von Anonask ,

Danke dude, für diesen kommentar hast du einen Preis verdient. Danke.

Kommentar von Ree83 ,

Ja und wo ist der Preis? Nix kriegste hier, nix :D
PS: Wo ist mein Auto Dude?

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