Frage von MCraft, 133

Warum sind so viele Leute gegen Trump?

Nicht im Sinne von "der ist doch eigentlich ganz nett", sondern im Sinne von "Hillary ist doch das viel größere Übel!"

Natürlich ist Trump definitiv kein guter Innenpolitiker und er ist sowieso nicht der hellste. Aber mir ist ein "Hitler der innenpolitik" lieber als ein "Hitler der Außenpolitik". Ich befürworte vor allem seine Zuneigung zu Putin, da somit die Gefahr eines dritten Weltkrieges fast ausgeschlossen ist (fehlt halt noch China, da will er ja aber eher wirtschaftlich vorgehen, nicht militärisch).

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dan030, 47

Mal abseits irgendwelcher "Populismus"-Debatten ein anderer Erklärungsansatz:

Die US-Bürger hatten die Wahl zwischen Clinton und Trump. Clinton gehört zu den Kreisen, die man "politisches Establishment" nennen könnte. Trump gehört da definitiv nicht zu. Soweit mal als Ausgangssituation.

Mit der Wahl von Trump läuft es letztlich auf einen Machtverlust des bisherigen politischen Establishments hinaus. Und das betrifft nicht nur unmittelbar die Politiker, sondern auch alle, die mit ihnen irgendwie verbandelt sind oder von dem bisherigen Machtgefüge profitiert haben.

Dazu gehören insbesondere auch etliche größere Medien, und einige sonstige Unternehmen der Wirtschaft. Und die wettern natürlich gegen einen drohenden Macht-/Einflussverlust.

Hier in Deutschland (bzw. Europa alllgemein) hat man darüber hinaus Sorge, dass in einer Ära Trump die Globalisierung rückgebaut wird. Wobei auch hier wieder vornehmlich Finanz- und Einflussinteressen eine Rolle spielen: Von der Globalisierung profitieren in erster Linie die Großunternehmen. Und die Politiker fürchten eine in außenpolitischen Fragen egoistischer vorgehende USA, weil das für Europa mit einem potenziellen Einflussverlust einhergeht.

In Folge wird die Meinungsmacherindustrie angeworfen und auch hierzulande gegen Trump gewettert.

Zumal man bzgl. Anti-Globalisierungs-Tendenzen noch dazu Sorge hat, dass die AfD hier Auftrieb erhalten könnte. Was wiederum dann auch hierzulande mit einem Machtverlust des bestehenden politischen Establishments führen könnte.

Was für die Bürger relevant und wichtig ist, interessiert bei alledem eigentlich niemanden. Es geht um Geld und Machterhalt, diesseits wie jenseits des großen Teiches.

Meines Erachtens ist der US-Wahlausgang ein Feiertag für all diejenigen gewesen, die über die letzten 10 Jahre nicht von der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung profitiert haben. Denn es stehen globale Veränderungen an, die das Profitgefüge massiv verschieben können.

Kommentar von MCraft ,

Meine Güte, Danke!

Endlich eine hilfreiche Antwort! Geht doch.

:)

Antwort
von MickyFinn, 20

Nun ja... viele haben sich auf eine Konfrontation mit USA und Russland gefreut. Auch Merkel war voller Vorfreude und ließ die in Deutschland stationierten US-Atomwaffen modernisieren. Auch wurde das Militärbudget um Milliarden von € aufgestockt. Tja.. die NATO-Truppen die an der Grenze zu Russland stationiert sind kommen sich nun so fehl am Platz vor, wie eine Bulette in der Salatbar.

Dabei hatten sich doch so viele über ein Blutbad und Chaos gefreut... aber nein... der Spielverderber Trump musste ja unbedingt die Wahl gewinnen. Ist doch alles Öde... jetzt haben wir weiterhin Frieden und TTIP können wir auch fast vergessen... wo soll man denn hier bitteschön Genmanipulierten Mais und Chlor-Hühnchen herbekommen? Darauf haben sich doch so viele gefreut... echt langweilig -.-

Kommentar von MCraft ,

Ich weiß nicht, ob ich das hier als hilfreich betrachten soll. Einerseits ist die Antwort nonsense, andererseits kann ich mal wieder lachen. ^^

Antwort
von Suboptimierer, 77

? Die Argumentation verstehe ich nicht.

Wenn man zwischen Pest und Kolera wählen müsste und sich zum Beispiel für Pest entscheiden würde, dann darf man doch trotzdem noch verkünden, dass man Pest nicht so toll findet? Man darf doch trotzdem ein Pestgegner sein. 

Kommentar von MCraft ,

Du verstehst das falsch.

  1. Es geht mir gerade um die Deutschen, die sagen dass wegen Trump der 3. Weltkrieg ausbrechen wird und Hillary Clinton ja so viel besser sei (obwohl sie die einzige von den beiden ist, die mit Krieg droht).
  2. Ich sage nicht, dass man jemanden mögen muss, der gewissermaßen auf Erzwungene Art und Weise gewählt wurde. Vor allem, weil ich hier ja von den Deutschen spreche (hätte das vielleicht in die Frage reinschreiben sollen...)
Kommentar von Suboptimierer ,

Man darf nicht vergessen, dass Clinton eine Frau ist, unterbewusst mit Merkel verglichen wird und dass Frauen bei den Deutschen allgemein eher ein unkriegerisches Bild vermitteln. Frauen und Krieg passen in den Köpfen der Deutschen nicht zusammen, weil in der Vergangenheit Krieg immer Männersache war. Deswegen auch an der einen und anderen Ecke das Schmunzeln über eine Frau als Verteidigungsministerin.

Clinton wird schon bald Geschichte sein. Keiner wird mehr über sie reden. Trump wird in den Fokus rücken und da wird die Kritik ansetzen. Ich finde es fast schon witzig, wenn es nicht so ernst wäre, dass Trump schon vor seiner ersten Amtshandlung als schlimmster Präsident der Geschichte in den Köpfen abgespeichert wurde.

Es wird jedenfalls nicht mehr lange mit Clinton verglichen werden.

Kommentar von MCraft ,

Ja gut...

Da hast du wohl recht. Die meisten Deutschen sind heutzutage ja leider sowieso Vollpfosten. :/

Zumindest die im Internet... und in den Schulen... und eigentlich auch fast jeder der nicht älter als 20 ist. Wobei... ich glaube diese Altersgrenze könnte vielleicht etwas höher sein...

Kommentar von Suboptimierer ,

Was man vielleicht auch noch erwähnen sollte ist, dass wir recht schnell uns eine Meinung über jemanden bilden und Menschen in Schubladen stecken. Wer zuerst etwas Schlimmes ankündigt, hat somit "verloren".

Trump hat sich derartig negativ in den Köpfen manifestiert, dass er als der Böse und sie als die Gute empfunden wurde. Nach dieser Kategorisierung hätte Clinton im Prinzip proklamieren können, was sie wollte, weil dieses Bild sich festgesetzt hat. Überspitzt formuliert: Selbst wenn sie die Sklaverei hätte wieder einführen wollen, so hätte es trotzdem noch sehr viele Menschen gegeben, die nicht mehr in ihrem Denken hätten umschwenken wollen und können. "Trump war und bleibt der Böse. Basta."

Kommentar von MCraft ,

True...

Antwort
von GrasshopperFK, 64

Weil die Mehrheit gegen Trump ist. Viele bilden sich ein Urteil, ohne auch nur ein Wahlprogramm von ihm, oder Hillary Clinton gehört zu haben ;)

Die Amerikaner haben bewusst einen politisch unerfahrenen Menschen gewählt. Was das für sie und auch für andere Nationen bedeutet, wird sich zeigen. Es bringt garnichts, jetzt in irgendeiner Weise zu "spekulieren". Zudem weiss man auch nicht ob Hillary Clinton die bessere Alternative gewesen wäre.

Die erste Rede von Trump nach dem Ergebnis, war definitiv ordentlich und hat in keinster Weise agressive, oder unberechenbare "Ambitionen" gezeigt.

Kommentar von MCraft ,

Mir geht es eher um die deutschen die sagen, dass wegen Trump der 3. Weltkrieg ausbrechen wird und Clinton ja so viel besser ist... :/

Kommentar von GrasshopperFK ,

Ja und auch darauf, kannst du meine Antwort beziehen ;)

Kommentar von fiwaldi ,

Der Witz ist ja, dass das andere Übel (Hillary C.) mehr Stimmen bekommen hat. Das US-Wahlsystem hat aber das Ergebnis verschoben. Nach unseren Wahn.., Pardon, Wahlvorstellungen, hätte sie jetzt die Trümpfe in der Hand

Kommentar von fiwaldi ,

Das Beste an der Siegesrede war sein Sohn, der nahezu demonstrativ mit blödem Blick die Jubelrede verfolgte.

(Gedenkenlesen: Wann hört der Alte endlich auf, so'n Shit zu labern)

Wenigstens 1 Ami scheint also nicht so begeistert zu sein.

Kommentar von MCraft ,

Was will ich jetzt damit? Mir geht's um die Köpfe der Deutschen ._.

Kommentar von fiwaldi ,

Sieh mal oben nach, da wurde gefragt:Warum sind so viele Leute gegen Trump?
Sind "Leute" automatisch Deutsche?
Der Knabe, auch wenn nur Amerikaner, gehört nach meinem Verständlis auch zu 'Leute'.

Der Duden definiert es so: "Leute: mit anderen zusammen auftretende, als Menge o. Ä. gesehene Menschen"
Von Deutschmenschen keine Rede!

Kommentar von MCraft ,

Von Deutschen ist hier aber mehrfach die Rede, mein Gott! >.<

Les dir hier mal meine Antworten zu den Antworten durch und du wirst eventuell (hoffentlich) merken, dass ich nun mal vergessen habe, dieses Detail in der Frage selbst zu erwähnen!

Also sieh du dich mal um! Wenn du mich jetzt hier für den Deppen hältst, der sich gewaltig vertan hat, bin ich wohl im falschen Film.

Kommentar von fiwaldi ,

Falscher Film kann hinkommen

Antwort
von kubamax, 51

Er ist vom Gehabe her eher ein Mussolini.

Kommentar von MCraft ,

Was? ._.

Kommentar von kubamax ,

Schon äußerlich. Ein großer aufgeblasener Angeber und Maulheld, ein bekennender Macho, ein Brüllaffe.

Kommentar von MCraft ,

Damit kann ich mehr Anfangen ^^

Aber die Sache ist die: Hillary ist eher die Kriegstreiberin, Trump ist eher der geldgeile, bekloppte Versager (?).

Deswegen verstehe ich nicht, warum so viele Deutsche sagen, der 3. Weltkrieg kommt von Trump und nicht von Hillary

Kommentar von kubamax ,

Ich auch nicht. Einer hat damit angefangen und die Info verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Schöne neue Internetwelt.

Kommentar von MCraft ,

Naja, wenigstens sind wir einer Meinung.

Antwort
von Unbekannt2112, 42

Sollten erstmal alle auf sich selbst schauen. Ich meine Deutsche sind genau so blöd und heulen über eine Wahl rum die sie nicht mitmachen konnten? Wer hat die CDU gewählt und danach nach der Flüchtlingskriese so geheult? Die Deutschen!

Kommentar von MCraft ,

Bleibt aber immer noch meine Frage: Warum denken so viele, dass Trump der beginn vom 3. Weltkrieg bedeutet und Clinton nicht?

Kommentar von Unbekannt2112 ,

Weil sie alle natürlich was gegen ihn haben? In Deutschland ist es doch üblich über andere zu Urteilen ohne sie zu kennen? ;)

Kommentar von MCraft ,

Dass sie was gegen ihn haben ist klar, sonst würde keiner sowas machen...

Kommentar von Unbekannt2112 ,

Doch, viele Laufen auch einfach mit der Menge

Kommentar von MCraft ,

There is no sense at this point...

Kommentar von Unbekannt2112 ,

Much sense. 

Antwort
von Matermace, 43

Trump ist extrem unberechenbar. Er wechselt seine Meinung zu jedem Thema sobald es ncht mehr populär genug ist.

Kommentar von Blastaz145 ,

Das ist nur wegen dem Wahlkampf

war schon bei vielen anderen auch so

Kommentar von Matermace ,

Er leugnet permanent Äußerungen die man ihm nachweisen kann, das war nicht bei vielen so.

Kommentar von MCraft ,

Das hilft mir nicht weiter. Warum sollten DESWEGEN so viele Deutsche glauben, WW3 wird von Trump und nicht von H.C. angezettelt?

Antwort
von atzef, 18

Gegen Trump sind so viele Leute, einschließlich der Mehrheit der US-Bürger, die gewählt haben, weil sie weder deine und Trumps "Zuneigung" für den russischen Autokraten noch dein Verständnis für einen "Hitler der Innenpolitik" teilen oder der unbelegbaren russischen Propagandalüge Glauben schenken, Clinton habe zu einem Krieg gegen Russland aufgerufen.

Kommentar von MCraft ,
  1. Habe ich nie gesagt, das Clinton zu einem Krieg aufgerufen hat, sondern nur gedroht. Aus 'ner Mücke 'n Elefanten...?
  2. Ich bin kein Freund der Russen, ich bin denen gegenüber eher neutral eingestellt, da ich nur wenig über sie weiß. Ich finde es nur gut, das Trump und Putin sich so gut verstehen. Warum? Weil sich die USA nach mindestens 70 Jahren Feindschaft endlich mal mit Russland wieder verträgt und sie sich zumindest fürs erste wahrscheinlich nicht im geringsten in die Haare kriegen.
Kommentar von atzef ,

Clinton hat auch nirgendwo mit Krieg gedroht. Clinton hat nur angekündigt, dass die USA auf Hackerangriffe eine "politische, wirtschaftliche und militärische ANTWORT" geben.

Die Bundesregierung hat ebenfalls auf vermehrte Cyberattacken Russlands und Chinas vor allem anderen eine MILITÄRISCHE ANTWORT gegeben und begonnen, in der Bundeswehr eine Einheit "Cyber- und Informationsraum" mit 13.500 militärischen und zivilen Mitarbeitern zum Schutz von Infonetzwerken und Waffensystemen und zur Entwicklung von Gegenstrategien aufzubauen.

Und auch das ist allenfalls in der russischen Lügenpropaganda eine "Drohung mit Krieg".

Die Verbreitung von Propagandalügen ist keine Mücke. Einen Elefanten aus einer normalen Schutzreaktion auf russische und weitere Hackerangriffe machst du, indem du das zur "Kriegsdrohung" hochjazzt.

Antwort
von lupoklick, 23

Trump ist KEIN Politiker

,,,, und hat DAMIT  die Wahl gewonnen

"Wir werden es DENEN in Washington schon zeigen. Wir müssen uns nur anstrengen. Ich habe bescheiden als kleiner Milliardenerbe angefangen und dank großer Mühe bin ich jetzt Millionär ,,,,,, EUCH schaffe ich auch noch !

God bless $$-Trump "

Kommentar von MCraft ,

Das hier hilft mir in keinster Weise weiter...

Kommentar von lupoklick ,

....  das tut mir aber eine Riesentüte Leid an.... 

Kommentar von MCraft ,

schön. ist vermutlich auch gut so. ._.

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