Frage von BestOnce, 96

Warum sind so viele der Meinung, dass man nur an Dinge glauben kann die man beweisen (visuell, mathematisch, etc.) kann?

Manchmal wird man für dumm erklärt, wenn man sagt, dass man an Gott glaubt. Warum ist das so?

Antwort
von PWolff, 29

Weil seit der Aufklärung genug Zeit vergangen ist, dass der Szientismus zur breiten Masse durchgesickert ist, aber noch nicht genug, dass die Ergebnisse der modernen Erkenntnistheorie vom Ende des 19. Jhd. / Anfang des 20. Jhd. das getan haben, ebenso wenig wie die neureligiösen Bewegungen der 2. Hälfte des 20. Jhd.

Besonders, was das letzte betrifft ist seit etlichen Jahrzehnten eine Modeströmung in die entgegengesetzte Richtung zu beobachten, aber es dauert noch eine Weile, bis das die deutliche Mehrheit erfasst hat.

Wenn wir aus der Vergangenheit extrapolieren können, werden sich bis dahin zwei bis drei Gegenströmungen so weit etabliert haben, dass vorauszusehen ist, dass eine von ihnen sich auch in der breiten Masse durchsetzen wird.

Antwort
von ThomasJNewton, 16

Nicht alles lässt sich beweisen.
Und wenn es keine Beweise gibt, richtet man sich nach Hinweisen oder Erfahrungen.

Die Schwerkraft ist auch nicht bewiesen, also dass sie morgen noch gilt.
Aber da sie mehr oder weniger kontinuierlich seit dem Urknall bewiesen ist, stelle ich mir den Wecker, wenn ich am nächsten Tag einen Termin habe.
Auch wenn die Schwerkraft natürlich 1 Stunde vor dem Wecker ausfallen könnte, und ich dann in Minuten tot wäre, weil die Luft ins All entfleucht.

Für Gott gibt es aber nicht nur keine Beweise, sondern nicht mal den geringsten Hinweis.
Dass Menschen sich irgendwas ausdenken und andere daran glauben, ist für mich kein Hinweis, sondern eine Eigenart der Menschen.

Welches Wort/Attribut fändest du denn angemessen für einen Menschen, der Dinge glaubt, nur weil er sie glauben will, und ohne dass es den geringsten Hinweis auf einen Verdacht gibt, dass das auf Tatsachen beruht?
Der es nur deshalb glaubt, weil andere es erzählen, und weil er sich besser damit fühlt, teils sogar überlegen.

Ein gläubiger Mensch ist nicht unbedingt dumm, aber der Glaube ist dumm.

Auch dein Vergleich ist nicht unbedingt schlau.
Gottlose Menschen glauben nicht nur an bewiesenes, aber nie nicht an haltloses.

Antwort
von MightyM01, 41

wenn man etwas weiß muss man ja nicht mehr daran glauben. aber glauben und Wissenschaft müssen müssen ja nicht unbedingt in Konkurrenz zueinander stehen. 

Ich persönlich halte es da eher mit George Weinberg.

"Man created God in his image: intolerant, sexist, homophobic and violent."

Die Menschen haben sich ihre Götter erschaffen, und nicht andersherum.

Antwort
von Internetwaise, 49

Weil man, wenn man etwas beweisen kann, das eben dann tatsächlich so ist.
Man aknn sich dieser Sache dann zu 100%-ig sicher sein, während man bei Sachen die eben nur sein könnten nicht definitiv sagen kann das es so ist.

Antwort
von GradWach, 64

Weil es wahrscheinlicher ist, das etwas wirklich so ist, wenn man es beweisen kann. Aber du kannst ja trotzdem an alles glauben was du magst 

Antwort
von JTKirk2000, 2

Vielleicht weil solchen Menschen die Bedeutung des Wortes "glauben" nicht bewusst genug ist, um diese von der Bedeutung des Wortes "wissen" unterscheiden zu können.

Antwort
von Marko212, 31

Das hat mit beweisen erstmal garnicht soviel zu tun (es gibt so viel unbewiesenes in der Physik etc).

Vielmehr können sich einige Menschen nicht vorstellen dass es etwas lebendiges gibt was alles zusammehält oder wie auch immer man es beschreibt. Vielmehr erscheint es denjenigen als logisch das alles aus "toter" Materie besteht.

An was man glaubt liegt je nach Inteligenz an dem was einem beigebracht wurde oder an dem was die eigene Denkweise für logisch empfindet.

Auch sagt die Inteligenz nichts dadrüber aus ob man gläubig oder ungläubig ist. Einstein war überzeugter Jude und meinte das alles nur Sinn ergibt wenn es etwas wie Gott gibt.

Wenn jemand allerdings jemand anderen wegen seinen Weltansichten für dumm erklärt glaube ich kaum das bei dieser Person ein weites Blickfeld vorhanden ist.

Kommentar von Dummie42 ,

Einstein war überzeugter Jude und meinte das alles nur Sinn ergibt wenn es etwas wie Gott gibt.

Mal abgesehen vom Resttext, der auch nicht überzeugend ist, ist die Behauptung, Einstein habe an Gott geglaubt, absolut unwahr!

Kommentar von Marko212 ,

Es stimmt das Einstein sich im Kreis der Wissenschaftler später nichtmehr klar und oft unterschiedich geäußert hat, absolut unwahr ist sie aber keinesfalls.

„Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.“

Ein sehr berühmtes Zitat Einsteins.

Zum Rest des Textes:

Ich habe versucht einen langen Gedankengang in einen kurzenText zu fassen. Dass dieser Text für manche nicht verständlich geschrieben ist kann gut sein.

Ich probiere es mal mit diesen Sätzen:

Auch in der Wissenschaft gibt es viele Dinge die nicht bewiesen sind aber an die die Leute glauben. Glauben tut jeder, egal ob es nur an einen morgigen Sonnenaufgang ist.

Vielmehr können sich viele Menschen nichts Übersinnliches vorstellen.

Je nach Art der Inteligenz glauben einige an das ihnen vermittelte und andere an ihre logischen Schlussfolgerungen (die bei mir übrigens zu einem Gott führen aber das sei jetzt bei Seite gelassen)

Das letzte war wohl verständlich genug.

Kommentar von Ryuuk ,

Vielmehr können sich einige Menschen nicht vorstellen dass es etwas lebendiges gibt was alles zusammehält oder wie auch immer man es beschreibt.

Warum sollte man auch an so ein vages Konzept glauben? Wenn du nichtmal konkret sagen kannst, was du überhaupt meinst, habe ich keinen echten Grund es in Betracht zu ziehen.

Vielmehr erscheint es denjenigen als logisch das alles aus "toter" Materie besteht.

Kannst du mir irgendeinen guten Grund nennen, davon auszugehen, dass alle Materie im Univerum lebendig ist und nicht nur die Materie, die den wissenschaftlichen Kriterien von lebendig entspricht?

Einstein war überzeugter Jude und meinte das alles nur Sinn ergibt wenn es etwas wie Gott gibt.

Das ist schlicht falsch, wenn nicht sogar glattweg gelogen. Einstein hat sehr deutlich bekundet, dass er nicht an einen persönlichen Gott glaubt und kein überzeugter Jude ist.



Kommentar von Marko212 ,

Lese dir doch bitte meinen anderen Kommentar durch. Es macht mir, offensichtlich im Gegensatz zu dir, keinen Spaß dich zu zitieren und alles zu wiederlegen. Dass das Thema zu komplex ist um es hier verständlich zu beschreiben sieht du aber hoffentlich doch ein. Du kannst mir gerne deine Nummer oder E-Mail Adresse schicken und ich erkläre dir ausführlich was ich versuchte auszudrücken.

LG

Antwort
von AbbathFangirl, 47

Menschen können halt einfach sehr engstirnig sein.

Ich persönlich halte die These, es gäbe einen Gott, auch für gewagt. Allerdings würde ich es mir nie herausnehmen, andere Leute wegen ihres Glaubens an Gott / übernatürliche Dinge im Allgemeinen für Dumm zu erklären.

Jeder soll an das Glauben, was ihn glücklich macht.

Antwort
von nobytree2, 38

Wenn etwas bewiesen ist, warum sollte man dann noch daran glauben? Glaube ist gerade dann eine moralische Entscheidung, wenn etwas unbewiesen ist.

Antwort
von DonkeyDerby, 30

An Dinge, die man beweisen kann, muss man nicht glauben. Glauben und Wissen schließen einander aus.

Wenn Dir Dein Gottesglaube hilft und wenn er Dich zu einem besseren Menschen macht, ist dagegen nichts einzuwenden. Das schließt auch nicht aus, dass man auch als gläubiger Mensch naturwissenschaftliche Fakten anerkennt.

Antwort
von RobertMcGee, 27

weil "Glauben" häufig und oft auch mit voller absicht, insbesondere von Gläubigen oft mit voller Absicht mit "Wissen" verwechselt wird.

Antwort
von slutangel22, 51

Manche sind der Meinung, dass blinder Glauben ohne Hinterfragen oft zu Shice führt. Kann man mit Blick auf die Geschichte auch nicht ganz abstreiten.

Antwort
von Ryuuk, 13

Weil es dumm ist, etwas einfach blind zu glauben. Und da es keine echten Beweise für Gott gibt, ist jeder Glauben an ihn, blinder Glauben.

Antwort
von Wippich, 31

Man glaubt an das was man sich selbst erklären kann.Ich glaube auch nicht an Gott,aber an ETs 

Antwort
von Jamesboond, 18

Weil es auch so ist!

Antwort
von Kurpfalz67, 21

An Dinge, die man beweisen kann, muss man nicht glauben!

Das fällt dann in die Kategorie Wissen!

Also, ich glaube nicht an Gott, finde dich deswegen aber nicht dumm. 

Nur nachvollziehen kann ich es nicht, was dir andersherum wahrscheinlich ähnlich geht.

Also, jeder nach seiner Fa­çon.



Antwort
von Ideenlos227, 22

Ich habe noch nie gehört, das jemand der nicht unter Drogen war einmal Gott gesehen hat. Satan kann man sehen. Man kann ihn beschwören.

Meine Theorie.

Kommentar von Marko212 ,

Wenn es etwas böses gibt muss es allerdings auch wieder etwas Gutes geben sonst wäre das böse Mittelwert und nicht böse.

Kommentar von Ideenlos227 ,

aber was ist das Böse?

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