Frage von sgn18blk, 256

Warum sind so viele der Meinung, dass Einstein gläubig war?

Er war nicht mal religiös. Trotzdem gibt es Menschen die anfangen Lügen zu verbreiten. Weshalb denn? Können Sie das nicht wahrhaben..?

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Physik, 110

Schon zu Lebzeiten Einsteins wurde er von Gläubigen als Zeugen angeführt, wogegen er sich allerdings mehrfach vergeblich gewehrt hat. Mit dem Gott der Juden und Christen habe er nichts zu tun, er verstehe Gott eher wie Spinoza. Einstein stellte selber fest, dass es eine Lüge sei, dass er an den Gott der Gläubigen glauben würde.

Nun ist es aber bei religiösen Diskursen regelmäßig so, dass Argumente von Gläubigen nicht nach der Kategorie "wahr-falsch" sondern nach der Kategorie "passt mir - passt mir nicht". Das nennt sich Apologese und wird im Theologiestudium ausgiebig geübt. Argumente, die einen Gott bestätigen werden genommen, Argumente gegen einen Gott werden abgelehnt, jeweils unabhängig vom Wahrheitsgehalt.

Antwort
von klausog333, 163

Folgende Zeilen stammen aus den s.g. Glaubensbekenntnis von Albert Einstein. Sie liegen aus dem Jahr 1932 als handschriftliche Manuskript und als Tonaufnahme vor. Hoffentlich reicht dieser allen hier dieser Beweis und beendet die blöden Anschuldigungen und Verleumdungen.

"Das Schönste und Tiefste, was der Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen. Es liegt der Religion sowie allem tieferen Streben in Kunst und Wissenschaft zugrunde. Wer dies nicht erlebt hat, erscheint mir, wenn nicht wie ein Toter, so doch wie ein Blinder. Zu empfinden, dass hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen sei, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachem Widerschein erreicht, das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös. Es ist mir genug, diese Geheimnisse staunend zu ahnen und zu versuchen, von der erhabenen Struktur des Seienden in Demut ein mattes Abbild geistig zu erfassen."

Kommentar von vonGizycki ,

Das sagt alles!

Antwort
von kami1a, 105

Hallo! Einstein war nicht religiös aber er hatte schon seinen eigenen Glauben der wohl auch einen Gott beinhaltete. 

Was wirklich von ihm zu wenig bekannt wurde waren richtig gute Sprüche

Beispiele - alles Gute.

Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren. Albert Einstein.

Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen. Albert Einstein.

Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität. Albert Einstein.

Expertenantwort
von SlowPhil, Community-Experte für Physik, 63

Einstein war gläubig. Nicht im Sinne einer bestimmten Religion oder gar einer ganz bestimmten Konfession, natürlich, dann hätte er ja auf Autoritäten hören und sich bestehenden Dogmata abschließen müssen (wobei das Judentum weniger dogmatisch ist als seine jüngeren Geschwisterreligionen), was seinem Geist Beschränkungen auferlegt hätte.
Wohl aber im Sinne des Christiaan Huygens zugeschriebenen Spruchs: Mein Vaterland ist die Welt, die Wissenschaft ist meine Religion. Genau so dachte auch Albert Einstein. In einem Brief, den er 1955 an die Angehörigen seines kurz vor ihm verstorbenen Freundes Michele Besso schrieb, bezeichnet der sich und alle Gleichgesinnten (Besso eingeschlossen) als »gläubige Physiker«, und zwar im Huygens'schen Sinne (der Ausdruck könnte ja auch bedeuten, dass jemand Physiker und zugleich auch »gläubig«, d.h. religiös ist, was Einstein aber nicht war).

Antwort
von Vanelle, 43
Trotzdem gibt es Menschen die anfangen Lügen zu verbreiten

Worüber ereiferst Du Dich eigentlich?

Unabhängig davon, ob er sich einer Religionsgemeinschaft zugehörig fühlte, darf man davon ausgehen, Gott war für ihn existent.

"Wissenschaft ohne Religion ist lahm und Religion ohne Wissenschaft ist blind."

Eine einer ganzen Reihe Aussagen, die darauf schließen lassen, dass er "gläubig", aber keineswegs einverstanden, mit den Ansprüchen der jüdischen bzw. christlichen Religionsgemeinschaften.

Kommentar von gottesanbeterin ,

Einstein war nicht "gläubig", er war wissend!

Antwort
von nowka20, 20

Einsteins Gottesbrief

http://www.ebay.com/itm/Albert-Einstein-Historic-1954-God-Letter-Handwritten-Sho...

This private letter expresses views never meant for public consumption by of one of the most prolific minds of modern times on the subjects of God, religion and tribalism.

Few people have had access to the thoughts and uncensored opinions of this brilliant mind as it relates to his personal views on God and religion. The personal nature of the letter and the timing of it in Albert Einstein's life adds to the implication of the certainty with which he wrote it. The sureness of his script and the methodical nature with which he chose his words lend to the documents weight. The ideas expressed are the culmination of a lifetime of work exploring the most principle questions of existence. If there were a guide for seekers of answers, this letter would be the introduction.

The auction is for the original, handwritten, in German, letter and envelope, sent from Princeton NJ, to Eric B. Gutkind, on January 3, 1954, a year before Einstein passed away, sent as response to Gutkind's book “Choose Life: The Biblical Call to Revolt”.

Antwort
von Eselspur, 84

Einstein ärgerte sich, dass ein Zitat von ihm von Christen missbraucht worden war und stellte klar, dass er in landläufigen Sinn keiner Religion angehörte. Das wiederum freut Dawkins und manche Atheisten, die leider nur das zu Kenntnis nehmen, das in ihr Weltbild passt.

Auch wenn das Originalzitat Einstein schon gepostet worden ist, es drückt ziemlich eindeutig aus, was er empfand. Es ist aus dem Text "Mein Glaubensbekenntnis" und wurde von Einstein handschriftlich verfasst und auch gesprochen: 

"Das Schönste und Tiefste, was der Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen. Es liegt der Religion sowie allem tieferen Streben in Kunst und Wissenschaft zugrunde. Wer dies nicht erlebt hat, erscheint mir, wenn nicht wie ein Toter, so doch wie ein Blinder. Zu empfinden, dass hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen sei, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachem Widerschein erreicht, das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös. Es ist mir genug, diese Geheimnisse staunend zu ahnen und zu versuchen, von der erhabenen Struktur des Seienden in Demut ein mattes Abbild geistig zu erfassen."

http://www.einstein-website.de/z_biography/glaubensbekenntnis.html

Wenn heute Atheisten sich bemühen würden, dem hinter dem Erlebbaren verborgenen Geist ein wenig zu erahnen, würde viel Unsinn nicht geschrieben werden und unsere Welt sähe ein schönes Stück menschlicher aus!

Kommentar von kalippo314 ,

Einstein sprach von den Geheimnissen des Universums, nicht von einem Gott.
In dem Sinne sind die allermeisten Atheisten religiös, vermutlich sogar religiöser als Gottesgläubige die sich nicht für Wissenschaft interessieren.

Kommentar von Eselspur ,

Ich will nicht ausschließen, dass es religiöse Menschen gibt, die das anders sehen, die meisten Christen werden wohl Gott als größtes Geheimnis sehen: 

Zu empfinden, dass hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen sei, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachem Widerschein erreicht, das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös. 

Kommentar von kalippo314 ,

Jeder ist also bezüglich dessen, wie er persönlich Schönheit und Erhabenheit definiert, religiös.

Diese Schönheit muss aber definitiv nicht von einem Gott oÄ. ausgehen.

Können wir uns darauf einigen?

Kommentar von Eselspur ,

ich denke nicht, dass jeder Schönheit und Erhabenheit anerkennt. Gerne können wir uns darauf einigen, dass seit dem Mittelalter die christliche Theologie lehrt, dass das Schöne, das Wahre und das Gute Eigenschaften Gottes in der Art und Weise sind, dass immer wenn etwas schön, wahr und/oder gut ist, Gott selber erfahrbar ist. Also, wenn du Konsens haben willst: ich habe keine Schwierigkeit, jeden der Schönheit und Erhabenheit verehrt als Gottsucher zu sehen, auch wenn der Betreffende nicht an Gott glaubt. D'Accord?

Kommentar von kalippo314 ,

Auf keinen Fall. Einstein war kein Gottsucher, weil er die Schönheit des Universums und der Physik erkannt hat und ebenso wenig bin ich das.

Kommentar von Eselspur ,

Kalippo, bitte lies zuerst den Text, bevor du etwas schreibst!

Antwort
von muhamedba, 32

Was sind den deine Quellen? Ich höre das so zum ersten mal.

Antwort
von segler1968, 102

Aber ist es nicht einfach völlig nebensächlich, ob Einstein religiös war? Waren Planck, Heisenberg, Dirac, Schrödinger etc. es? Weiß ich nicht und tut auch nichts zur Sache: Physik kümmert sich nicht um religiöse Fragen. Es behandelt das WIE und nicht das WARUM.

Davon abgesehen ist ein strenger Glaube für Wissenschaftler untypisch. Einfach deshalb, weil Wissenschaft völlig anders funktioniert. Persönlichkeitstypen, die zu Mystifizierungen neigen oder etwas unreflektiert hinnehmen, sind im Nachteil. Die besten Wissenschaftler sind die, die eben nicht einfach das glauben, was alle anderen glauben, sondern genau das wiederlegen möchten.

Kommentar von Fantho ,

Die besten Wissenschaftler sind die, die eben nicht einfach das
glauben, was alle anderen glauben, sondern genau das wiederlegen möchten.

Lese mal Bernard Haisch (ein renommierter Astrophysiker) und dessen Werk 'Die verborgene Intelligenz im Universum'...

Gruß Fantho

Kommentar von kalippo314 ,

Vielleicht kannst du es ja mal zusammenfassen, Fantho, ich bezweifel dass irgendjemand Lust hat viele Stunden und Geld in ein Buch zu investieren nur weil es irgendetwas beweisen soll, was irgendjemand im Internet glaubt.

Kommentar von segler1968 ,

Habe den gerade gegoogelt: oh je, ein UFO-Jünger... Nein, dann lohnt glaube ich kein Lesen seiner Werke. Ich bin an Wissenschaft interessiert oder gute Unterhaltung. Aber nicht an schlechter Unterhaltung ohne wissenschaftlichem Background

Kommentar von segler1968 ,

Ich habe mein Diplom in theoretischer Astrophysik gemacht und nie von Haisch gehört. Was nichts heißen muss: es gibt viele Astrophysiker und zweifelsohne glaben davon einige an Götter. Ich zähle nicht dazu.

Antwort
von Giustolisi, 49

Einsteins Aussagen lassen darauf schließen, dass er Pantheist war.

Antwort
von HumanistHeart, 28

Weil Einstein gern mit Gottesbildern spielte um seine Ehrfurcht vor dem Universum auszudrücken.

Gott war seine bevorzugte Metapher dafür.

Insofern kann man das den Leuten nicht wirklich vorwerfen, es anzunehmen er sei gläubig gewesen. Auch wenn er es nicht war.

Antwort
von Karl37, 22

Einstein war nicht religiös, wohl aber gläubig. Einstein glaubte an keinen Zufall., sondern an einen Schöpfer, den man auch als Gott bezeichnen kann. 

Antwort
von Fantho, 58

Weshalb willst Du es nicht wahrhaben, dass es von ihm Nachweisliches an Religiösem gibt....

Er glaubte zwar nicht an einen biblischen Gott, war aber dennoch auf seine Weise reilgiös...

Ausserdem: Weshalb scheint es für Dich so wichtig zu sein? Weil er als ein Genie und klügster Mensch des letzten Jahrhunderts galt?

Mittlerweile ist ja jetzt bekannt, dass auch er sich geirrt hatte, wie zB in der Quantenmechanik...

Es gibt zB Astro-Physiker, welche an einen Gott glauben, und es gibt auch Astro-Physiker, welche nicht an einen Gott glauben...So what...

Worin liegt Dein Problem?

Gruß Fantho

Kommentar von sgn18blk ,

"auf seine Weise religiös..." ja, das stimmt. Worin mein Problem liegt? Nirgends. Hab ich erwähnt, ich hätte ein Problem?

Kommentar von Fantho ,

Hab ich erwähnt, ich hätte ein Problem?

Da Du es nicht explizit erwähntest, stellte ich diese Frage an Dich...

'Nirgends' hat schon genügt. Den Rest hättest Du Dir sparen können...

Gruß Fantho

Antwort
von Reggid, 66

ich habe mich nie damit beschäftigt welche religiösen ansichten Einstein genau vertrat (ist ja auch egal).

aber ihm wird z.B. auch fälschlicherweise nachgesagt dass er ein schlechter schüler gewesen wäre oder dass er die quantenmechanik vollständig ablehnte oder sogar gar nicht verstanden habe.

berühmten personen werden nachträglich immer viele eigenschaften und ansichten angedichtet. andere personen wollen durch derartige behauptungen einfach ihren eigen standpunkt stärken.

Antwort
von Brexitrockt, 94

so sind gläubige halt, was nicht passt, wird passend gemacht!

Kommentar von Fantho ,

So sind Atheisten halt: Was nicht passt, wird passend gemacht.

Oder mit 'Zufall' erklärt...

Inhaltsleere Phrasen kann ich auch....

Und nu?

Gruß Fantho

Antwort
von Ifosil, 87

Das frage ich mich auch, bin zwar mit so Behauptungen noch nicht in Kontakt gekommen, kann sie mir aber gut Vorstellen.

Antwort
von DietmarBakel, 70

"Gott würfelt nicht."

sagte Albert Einstein

Na irgendwie hatte er schon ein Verhältnis.

Kommentar von sgn18blk ,

Viel mehr meinte Er damit, dass die Physik keinen Zufall kennt.

Antwort
von 3plus2, 58

Albert Einstein, deutscher Physiker, Philosoph,
Begründer der Relativitätstheorie und Nobelpreisträger

"Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls nahe liegen, weil er sich nicht vorstellen mag, dass die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut von ihm zum ersten Mal gedacht werden.

 Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft. Die gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat sie kaum begriffen..."




Antwort
von Zicke52, 31

Keiner kann glauben, dass er gläubig war. Einstein hat das unmissverständlich klargestellt.

Aber Gottes Kinder nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau, wenn es darum geht, Propaganda für ihren unsichtbaren Chef zu betreiben. 

Kommentar von gottesanbeterin ,

Du verwechselst "Gottes Kinder" mit Kirchenschafen. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.

Kommentar von Zicke52 ,

Aha, dann behaupten also nur 'Kirchenschafe', Einstein sei gottgläubig gewesen?

Auch gut. Die 'Kirchenschafe' wird's freuen.

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