Frage von Lichtgestalt90, 310

Warum sind sehr Reiche Leute so extrem dekadent?

Also Leute die sehr Reiche sind sehr oft auch sehr dekadent und arrogant, wieso halten sie sich für etwas besseres nur weil sie mehr Geld (meist nur geerbt) haben? Warum gibt es überhaupt so reiche Leute? Für mich sind das Schmarotzer die auf Kosten der Ärmeren leben. Ich meine die die richtig viel Geld haben. Wieso sind die so verweichlicht und dekadent? Wird das noch lange so gut gehen wenn Reiche immer reicher werden und Arme immer ärmer?

Antwort
von kevin1905, 76

Also Leute die sehr Reiche sind sehr oft auch sehr dekadent und arrogant

Kann ich nicht zwingend bestätigen. Ich kenne einige Leute die 7 und 8 stellige Vermögenswerte haben, mich selbst eingeschlossen. Klar gibt es darunter auch Menschen, die nicht so meins sind, aber ganz sicher nicht alle.

wieso halten sie sich für etwas besseres nur weil sie mehr Geld (meist nur geerbt) haben?

Wenn du ein Self-Made-Millionär bist, bist du karrieretechnisch und finanziell was besseres, ganz objektiv betrachtet. Menschlich ist das Einkommen oder Vermögen aber kein Maßstab.

Warum gibt es überhaupt so reiche Leute?

Weil sie intelligenter, mutiger, zielstrebiger oder einfach nur glücklicher (lucky) waren oder sind. Wenn ich z.B. ein eigenes Unternehmen gründe gehe ich ggf. ein sehr großes Risiko ein. Dass ich dafür nach einigen Jahren harter Arbeit, schwieriger Entscheidungen und Entbehrungen (meine Ehe ist daran z.B. zerbrochen) am Ende finanziell frei darstehe ist der gerechte Lohn.

Ich meine die die richtig viel Geld haben. Wieso sind die so verweichlicht und dekadent?

Was ist denn für dich richtig viel Geld und was verstehst du unter Verweichlichung?

Wird das noch lange so gut gehen wenn Reiche immer reicher werden und Arme immer ärmer?

Die Frage ist teilweise falsch gestellt. Sie müsste lauten wie steht es um die Armen dieses Landes im Vergleich zu den ärmsten der Welt. Verglichen mit denen relativ gut.

Allerdings ist das Wegbrechen der Mittelschicht makroökonomisch eine durchaus relevante wirtschaftliche und schlussendlich auch soziale Gefahr.

Für mich sind das Schmarotzer die auf Kosten der Ärmeren leben.

Für mich sind Arme Leute die auf Kosten des Staates leben obwohl sie arbeiten könnten, Schmarotzer. So hat jeder seine Sicht der Dinge.

Sei froh in einer freiheitlich, demokratischen marktwirtschaftlichen Situation leben zu können.

Wenn du mit deinem Leben nicht zufrieden bist, musst du daran etwas ändern, niemand sonst. Neid, Missgunst und Verachtung werden aber nicht zu dauerhaftem Glück oder Zufriedenheit führen.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Intelligenter? Haha nein das sind sie nicht unbedingt, mir fehlt es einfach an Egoismus, und ich bin zu empathisch, ich hab nicht das Bedürfnis reich und materialistisch zu werden auf Kosten Anderer, nein danke. Materialismus ist eine Krankheit.

Kommentar von CalicoSkies ,

Wenn du dein Geld ehrlich erwirtschaftest, hat das nichts mit "auf Kosten anderer" zu tun :D

Wenn du eine App 100 Millionen mal verkaufst (für 2,99€ das STück), nimmst du 299 Millionen ein - was ein riesiger Gewinn für dich ist, aber nur ein Lächerlicher Betrag für die Einzelpersonen, die das gekauft haben...

Hat WhatsApp denn arme Leute ausgebeutet / sich auf Kosten anderer bereichert, bevor Facebook es gekauft hat für einen Milliardenbetrag?

Kommentar von Lichtgestalt90 ,


 Wozu das ganze Geld? Wozu überhaupt Smartphones die alle verblöden? Warum entwickeln wir nicht sinnvollere Technologie?

Kommentar von kevin1905 ,

nein danke. Materialismus ist eine Krankheit.

Schreibt er auf einer kapitalistischen Errungenschaft (dem PC), eine weitere kapitalistische Errungenschaft nutzend (Internet).

Deine Weltsicht ist nicht allgemeingültig.

Der Kapitalismus ist nicht dafür verantwortlich, dass Leute ihre Freiheiten anders nutzen als du deine.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Der Kapitalismus ist dafür verantwortlich das Arme immer ärmer werden und Reiche immer reicher.

Kommentar von kevin1905 ,

Der Kapitalismus ist dafür verantwortlich, dass die Armen heute viel reicher sind als die Armen vor 100 Jahren.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,


 Stimmt nicht guck in andere Länder. Aber dir geht's ja sowieso nur ums Geld.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

lichtgestalt:

wenn dich die technischen Errungenschaften stören ...

wieso verwendest du diese dann?

entwickle doch dann selber Errungenschaften, die deiner Meinung nach dringend erforderlich sind ....

und soll kevin, nur weil du NEIDISCH bist, sein Geld verschenken, welches er sich erarbeitet hat?

Kommentar von Dovahkiin11 ,

"Kann ich nicht zwingend bestätigen. Ich kenne einige Leute die 7 und 8 stellige Vermögenswerte haben [...] Klar gibt es darunter auch Menschen, die nicht so meins sind, aber ganz sicher nicht alle."

Menschen mit einer gesunden Empathie und sozialen Kompetenzen nehmen ihre Verantwortung gegenüber denen wahr, die unverschuldet in Elend leben und haben gar nicht erst solche Vermögenswerte und eine Garage voller Sportwagen. Aber man beweist sich schließlich lieber selbst, wie viel besser man es hat als andere. Diese ungerechte Vermögensverteilung muss beendet werden und spaltet die Welt nur in Einzelteile. Schade, wie Menschen auf Materielles fokussiert sind.

Kommentar von CalicoSkies ,

Auch hier gilt: Man kann sozial und wohlhabend sein, das schließt sich gegenseitig nicht aus.

Bill Gates war der reichste Mensch der Welt und hat sein halbes Vermögen gespendet und gibt mit seiner Foundation mehr Geld für die Weltgesundheit aus als die WHO :D

Wie kommt ihr alle auf die Idee, dass "viel Geld verdienen" sofort heißt, dass man derartig abdreht?

Antwort
von wfwbinder, 76

Deine Behauptungen treffen noch am ehesten auf Leute zu, die viel geerbt haben und von Beruf Sohn, oder Tochter sind, oder denen der Reichtum anderweitig zugefallen ist.

Die Reichen, die ich kenne, haben fast alle hart und viel für den Reichtum gearbeitet udn sind meistens (Ausnahmen bestätigen die Regel)sehr disziplinierte und sparsame Leute (deshalb auch reich), oder freundlich und großzügig.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

Von wegen.

Kommentar von lesterb42 ,

Dein Beitrag ist die reine Provokation. Wenn wfwbinder reiche Leute mit bestimmten Eigenschaften kennt, gibt es daran doch nichts herumzunöhlen. Du kennst diese Leute doch garnicht.

Antwort
von AriZona04, 114

Das hat es doch schon immer gegeben und die Welt dreht sich immer noch. Ja, Geld verdirbt den Charakter und ärmere Leute haben mehr Herz. Ich habe keine Ahnung, warum Reiche arrogant sind und sich etwas auf ihr Geld einbilden. Sie tun mir regelrecht leid. Denn sie werden nie echtes Mitgefühl füreinander empfinden können. Es liegt - meiner Meinung nach - an der Erziehung und dem Satz "Arme sind nichts wert". Dass das nicht stimmt, wissen die Reichen nicht, denn kaum jemand von denen gibt sich mit "Armen" ab. Nunja, ich gebe mich auch nicht mit Reichen ab, warum auch? Ich möchte nicht arrogant werden müssen :) Aber ich neide ihnen auch nicht ihr Hab und Gut. Weil ich es nicht brauche, um glücklich zu sein. Ich steh drüber! Ich guck mir deren Villen und Schlitten an und denke: Gut, dass ich das für mich nicht finanzieren muss (man stelle sich allein die Heizungskosten vor - hihi). Und wenn ich mir vorstelle, wie die sich gebären müssen bei Anlässen - nein, Danke. Und wie die sich kleiden müssen - mit Anzügen und so - brrrr.  Ich bin nicht asozial, aber mir geht es gut. Ich finde diese Einstellung gesünder. Vielleicht hilft Dir das ja, mit dem Reichtum anderer klar zu kommen.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Ich finde es auch lächerlich dieser ganze Prunk? Wozu? Wäre ich Reich würde ich das Geld sinnvoll verwenden nicht für Prunk ausgeben.

Kommentar von kevin1905 ,

Du wirst aber nie reich, weil dir die innere Haltung komplett abgeht.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Ich bleib lieber Bescheiden. 

Kommentar von kevin1905 ,

Nicht nur im Geldbeutel! ;-)

Chacun à son goût

Antwort
von BlindPhoenix, 110

Weil die leute keinen bezug mehr zum wert von geld haben. Für sie war es immer selbstverständlich genug zu besitzen dass sie sich keine gedanken darüber machen. Grade wenn die leute da rein geboren wurden haben die das einfach nicht anders gelernt. Das macht aus ihnen aber nicht unbedingt schlechte menschen

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Wenn das System crasht dann wird es schmerzhaft für sie.

Kommentar von BlindPhoenix ,

Definitiv. Nicht für alle da manche trotzdem tierische sparfüchse sind und gerade deshalb so viel geld haben. Aber man kann auch hier nichts verallgemeinern. Doch wenn das system wirklich crashed sind nicht nur die reichen aufgeschmissen. Denn mit echten ausnahme situationen wurd noch kaum einer wirklich konfrontiert der in unsrer gesellschaft lebt.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Es wird crashen, nein es MUSS crashen.

Kommentar von BlindPhoenix ,

Früher oder später ist das unausweichlich. Aber woher kommt der hass bei dir auf das system? 

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Nun das System ist absolut unfair gegenüber Armen.

Kommentar von BlindPhoenix ,

Das stimmt. Da habe ich auch schon harte erfahrungen machen müssen. Aber was wäre denn dein alternativ plan? 

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

Keine Ahnung ich bin kein Genie, ich habe nur erkannt das das System asozial ist.

Antwort
von archibaldesel, 95

Das ist ein Vorurteil, ungefähr so, als würde man behaupten, alle Harz IV Empfänger seien dumm und faul.

Oder woher nimmst du deine Erkenntnis? Wie viele Superreiche kennst du persönlich? Du musst nicht alles glauben, was in Bild oder Gala steht.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Bald wird dieses System sowieso crashen und Geld kann man nicht essen.

Kommentar von archibaldesel ,

Dann kauf dir schon mal Konservendosen und eine Schrotflinte, damit du vorbereitet bist.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Schrotflinte würde wohl nicht reichen.

Kommentar von archibaldesel ,

Du könntest natürlich auch in ein Land auswandern, in dem es solche Unterschiede nicht gibt. Ich würde Nordkorea empfehlen. Da gibt es fast nur Superarme. Sozialistisch gerechte Verteilung der Armut. Nicht schön, aber irgendwie fair.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Stimmt nicht auch da gibt es Oligarchen, und fair ist es auch nicht. Du gibst dich mit allem zufrieden oder?

Kommentar von archibaldesel ,

Oligarchen gibt es sicher nicht, schau mal nach der Bedeutung des Wortes. Aber es gibt trotzdem eine Führungselite. Das ist aber eher eine militärische als eine wirtschaftliche Elite. Ich habe schon mit Absicht "fast nur Superarme" geschrieben. Leichte Abstriche muss man schon machen. Aber die Masse hungern sozialistisch gerecht. Das ist doch schon nahe an deinem Ideal. Die klassenlose Gesellschaft ist in der Praxis ein Mythos.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Doch das sind Oligarchen. Und nein ich will nicht das alle superarm sind ,aber es kann nicht sein das wir solch extreme Reiche Leute haben.

Kommentar von archibaldesel ,

Ein Oligarch ist ein Wirtschaftsführer. Keine Wirtschaft, keine Führer.

Was machen wir mit dem Superreichen, die ihr Vermögen in karitative Stiftungen einbringen? Die Bill & Melinda Gates Foundation hat ein Vermögen i. H. v. 42 Mrd. USD von Superreichen wie Bill Gates und Warren Buffet, das ausschließlich karitativ z. b. Für Aidsforschung und gegen Hunger ausgegeben wird. Auch schlecht?

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

Das ist um noch mehr Geld zu scheffeln.  Aber keine Sorge die Endzeit ist eingetroffen, Gott wird bald über uns richten.

Kommentar von DronenKevin420 ,

die superreichen haben reserven. zb in form von gold immobilien etc. wenn das system crasht können sie sich sicherheitsdienste und auftragskiller leisten die einen supermarkt etc ausrauben KÖNNTEN. das system wird aber nicht crashen

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Auch die Reichen sterben irgendwann.

Kommentar von archibaldesel ,

Die Aussage ist jetzt mal absolut korrekt.

Antwort
von Dovahkiin11, 62

1.Weil sich dieses Bild in der Gesellschaft eingeprägt hat. Der Mensch versucht schon seit immer, sich abzugrenzen. Diese Rangordnung gibt es selbst unter Tieren. Ein derart dekadentes Verhalten zeigt folglich nur von einer schwachen, primitiven Persönlichkeit. 

2. Durch eine ruinierte Welt mit einer Ungerechtigkeit riesigen Ausmaßes.

3. Sehe ich genau so.

4. Es geht jetzt bereits nicht gut. Sieh nach Afrika und Bangladesch. Selbst wir sind schon dekadent, wenn wir über Luxus-Probleme herfallen und tonnenweise Lebensmittel wegwerfen. Dieser Trend wird sich fortsetzen, und bis zum Ende dieser Entwickung bin ich hoffentlich schon im Jenseits.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Wie wird es wohl enden?

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Mit immer größerer Ungerechtigkeit.

Antwort
von MSsleepwalking, 48

Inwiefern hat das Thema mit Homosexualität zu tun?

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

Da hab ich mich wohl verschrieben.

Antwort
von eggmcmuffin42, 105

manche können damit nicht umgehen und meinen, die sind in der Tat etwas besseres. Aber das gilt definitiv nicht für alle. Es gibt solche und solche. Auch "arme" Leute können arrogant sein und sind es teilweise auch.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

Die Verteilung ist einfach asozial.

Kommentar von kevin1905 ,

Ne.

Du bist einfach arm und erfolglos und suchst die Schuld dafür bei anderen Menschen, dem System etc.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Nun das System ist auch nicht sozial.

Kommentar von eggmcmuffin42 ,

Nein. Man sieht immer nur das eine, dass sie reich sind und Geld haben. Man sieht aber nicht, wie viel sie dafür aufgebracht und ggf. geopfert haben, soweit zu kommen. In einem letzten Motivationsvidoe habe ich folgenden Satz gehört "Loser sehen die Schuld immer gerne bei anderen und nie bei sich!". Das finde ich ganz passend. Sorry, aber das ist wirklich so. Neid ist auch fehl am Platz.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,


 Die meisten von denen sind miese Betrüger, also die Superreichen. Ich bin nicht neidisch, ich bin nur entsetzt wie viele Leute unter dem Kapitalismus leiden müssen, es geht dabei gar nicht um mich.

Kommentar von eggmcmuffin42 ,

woher weißt du das es miese Betrüger sind? Kennst du sie und deren Geschäftsmodell? Kannst du dir sicher sein, dass es sie sind und nicht ihre Angestellten, die auch Ziele haben und mehr Geld erreichen wollen, aufgrund von Zielen und Provisionen? Kennst du solche persönlich?

Nur mal ein Beispiel, Steve Jobs, Larry Page und Sergej Brin, Bill Gates, Mark Zuckerberg. Was haben sie alle gemeinsam? Ja, es sind "Superreiche". Aber sie spenden und haben sehr viel gespendet, verdammt viel! Und wie viel spendest du? Nur mal so am Rande. Klar, wer viel hat, kann auch viel geben. 

ich verstehe ja, dass das immer schwierig ist und es ist teilweise in der Tat nicht gerecht verteilt, aber es ist ja nicht jeder so. Klar, es gibt da auch schwarze Schafe, aber da gibt es wahrscheinlich noch mehr in der "mittleren" bis "oberen" Schicht, die auf Provision etc. nicht verzichten wollen ;)

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Mark Zuckerberg ist ein Gauner der übelsten Sorte, die anderen auch man sollte keinem Reichen trauen, niemals.

Kommentar von eggmcmuffin42 ,

Ok, ich sehe, du hast deine Einstellung und man spricht mit einer Wand. Diese Menschen haben die Welt verändert und einige davon werden sie noch verändern. Ich hoffe du bist kein Gauner oder Betrüger, in keinster Weise ;)

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Haben sie nicht das waren eher Leute die nicht so viel verdienten Wissenschaftler usw.

Kommentar von eggmcmuffin42 ,

:D Alles klar. Wissenschaftler haben das iPhone entwickelt? Den MAC in der Garage entwickelt? Das MS-DOS in der Garage erfunden? Google Algorithmus ausgegraben? :D 

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Das IPhone ist die unnötigste Erfindung die es gibt.

Antwort
von derbas, 58

Ich behaupte mal:
Weil Sie es können.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

Das heisst nicht das es akzeptabel ist.

Kommentar von derbas ,

Nö.

Antwort
von CalicoSkies, 102

Hey,

Gegenfrage: Was bezeichnest du als dekadent und was bezeichnest du als überheblich?

Machen wir mal ein Gedankenexperiment: Ich bin ein Kind aus einer Familie der oberen Mittelschicht; nicht zu wenig Geld, aber auch nicht zu viel.

Wenn ich jetzt irgendeine bahnbrechende Idee habe - beispielsweise für eine App, eine Software, ein technisches Gerät o.Ä., setzte diese Idee um, werde damit erfolgreich und verkaufe das Projekt dann für ein paar Milliarden Dollar an Google... dann bin ich reich.

Ich muss auf diesen fetten Gewinn natürlich ordentlich Steuern zahlen: 3 Millionen Dollar sind - gerundet - 2,65 Milliarden Euro; davon gehen über die Hälfte, nämlich 55% als Steuern drauf - übrig bleiben mir also ca. 1,2 Milliarden Euro - die restlichen 1,45 sind Steuern für den Staat.

Wenn ich also an den deutschen STaat 1,45 Milliarden Steuern bezahlt habe (mehr als vermutlich 99% der Bürger in ihrem Leben bezahlen werden), wie kannst du dann sagen, dass ich "auf Kosten der Ärmeren" lebe?

Wenn ich beispielsweise diesen Marktwert nur durch eine hohe Anzahl Benutzer erreicht habe (siehe WhatsApp), dann lebe ich hier nicht "auf Kosten der Ärmeren", sondern habe mein Geld selbst erarbeitet.

Mit dem restlichen Geld (wo die Zinsen i.Ü. auch versteuert werden!) kann ich nun tun und lassen was ich will - es ist ja meins.

Wenn ich Lust habe, kauf ich mir 20 Anwesen in Deutschland, wovon jedes eine Million kostet - oder eine Privatinsel; denn aufs Geld muss ich ja nicht achten, und ich kanns mir auch ohne Probleme leisten, dekadent zu sein, da ich das nötige Geld dazu habe.

Wenn ich erstmal soviel Geld gescheffelt habe, dann werde ich vermutlich auch immer reicher anstatt ärmer - schon allein durch die hohe mediale Beachtung jeglicher Sachen, die ich anfassen würde.

Von verweichlicht kann hier nicht die Rede sein - nur weil jemand viel Geld hat, "verweichlicht" er nicht... oder würdest du unsere Fußballnationalspieler mit ihren Millioneneinkommen als "verweichlicht" bezeichnen? :3

Was verstehst du unter verweichlicht? Dass man anstatt arbeiten zu gehen zuhause sitzen kann?

Da du geerbt schreibst, ein weiteres Gedankenexperiment: Irgendwann werd ich Abnippeln - vielleicht mit 60, vielleicht mit 80, aber irgendwann werde ich früher oder später draufgehen.

Vielleicht habe ich bis dahin [Adoptiv]kinder (ich bin ja homosexuell) - also wird einmal mein Sohn oder meine Tochter das ganze Geld erben (und muss es i.Ü. erneut versteuern, Erbsteuer)

Auch die können dann mit dem Geld tun oder lassen, was sie wollen - denn es ist Ihres, auch wenn sie es sich nicht erarbeitet haben.

Natürlich sollte man sich deswegen nicht überheblich aufführen - wenn ich über eine Milliarde Euro auf dem Konto hätte, könnte ich natürlich in der Bildzeitung eine seitengroße Anzeige mit einem Bild von mir und "Ich hab Geld und du nicht" schalten (mal als Extrembeispiel xD), aber das wird ja keiner tun :D

Aber dass ich dann nur noch teure Sachen trage, teurere Wagen fahre (die alle qualitätsmäßig auch viel besser sind als billige), in einem teuren Haus wohne und mir auch Sachen leisten kann, hat ja nichts mit überheblich zu tun.

Du musst daher beantworten, was du genau mit "dekadent" und "überheblich" meinst, denn ansosnten ist eine vernünftige Diskussion unmöglich.

Lg

Kommentar von CalicoSkies ,

PS: Ein Spitzensteuersatz ist aus sozialer Sicht gesehen völlig sinnvoll - aber mir mein eigenes verdientes Geld komplett wegzunehmen, um von Reich nach Arm umzuverteilen, wäre ebenfalls völlig ungerecht, da ich mir das Geld auch selbst erarbeitet habe.

Und das sage ich als Sozialdemokrat - denn 100% Steuern für Reiche kannst du völlig knicken, denn dann würden die einfach in ein anderes Land abwandern.

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Du bist ein Jammerlappen.

Kommentar von CalicoSkies ,

Wieso? :D

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

Weil du verweichlicht bist. Schonmal so richtig hart körperlich gearbeitet? Kann durchaus auch glücklich machen.

Kommentar von CalicoSkies ,

Wieso sollte ich körperlich arbeiten?

Ich gehe studieren und werde danach geistig arbeiten - was durchaus auch sehr anspruchsvoll ist.

Nicht jeder ist für körperliche Arbeit gemacht - vom Körperbau und der Statur her könnte ich es, aber warum sollte ich es tun, wenn ich die Möglichkeit habe, zu studieren, Akademiker zu werden und so meinem Traumberuf nachzugehen?

Mein Vater war Maurermeister und hat sich damit fast totgearbeitet - ich habe Respekt vor solchen Menschen, aber ich würde es selbst niemals tun.

So etwas wie "verweichlicht" in diesem Zusammenhang zu bringen ist unnötig - es ist nur eine andere Art von Arbeit...

Kommentar von Lichtgestalt90 ,


 Doch es ist verweichlicht , und du willst dich Mann nennen? Früher da gabs noch echte Männer aber heutzutage...

Kommentar von CalicoSkies ,

Mir baumelt da so ein komisches, längliches Ding namens Schniedel zwischen den Beinen rum - also bin ich denke ich ein Mann, ja xD*

Das was du hier als "Mann" bezeichnest ist eine soziale Geschlechterrolle, mehr aber auch nicht.

Deiner Meinung nach sind männliche Akademiker also alles keine Männer? Interessant. :D

Ab wieviel Einkommen / ab was für eine Tätigkeit ist denn jemand kein "Mann" mehr? :3

*Anmerkung: Damit will ich keinem Transmann nähertreten - sondern nur auf lustige Art meinen Standpunkt ausdrücken :D

Kommentar von wurzlsepp668 ,

@lichtgestalt:

hier jammert nur einer ...

und der nennt sich lichtgestalt  ....

Kommentar von Lichtgestalt90 ,

 Doch genau das meine ich mit Dekadenz. Wofür braucht du all diesen Unsinn? Wofür?

Kommentar von CalicoSkies ,

Gegenargument: Ich spiele beispielsweise Klavier.

Hast du schonmal den Unterschied zwischen einem 5000€-Klavier und einem 100.000€-Flügel von Steinway / einem 300.000€-Flügel von Fazioli gehört?

Wenn ja (und du selbst spielst) dann würdest du verstehen, wieso ich mir dann beispielsweise auch einen 300.000€-Flügel leisten würde... hach, das wäre ein Traum *_*

Aus dem gleichen Grund habe ich jetzt auch als Student eine 4000€ teure Gitarre von Martin Guitars - es hat durchaus seine Gründe, wieso ich das haben will :)

Natürlich ist es auc hdeutlich netter und schöner, in einem Rolls Royce durch die Gegend zu fahren wie in einem VW Golf - auch das kannst du vermutlich gut nachvollziehen :D

Ich rede hier ja nicht von goldenen Wasserhähnen mit Diamantköpfen, sondern von völlig normalen Gegenständen höherer Qualität / höherer Güte als es ein normaler Arbeiten leisten könnte ^^

Es ist doch mein Geld und solange ich nicht wirklich nutzlose Sachen kaufe (wozu goldene Wasserhähne gehören :D) ist es doch mein Recht, das so auszugeben wie ich will, oder nicht?

Kommentar von Dovahkiin11 ,

"wie kannst du dann sagen, dass ich "auf Kosten der Ärmeren" lebe?"

Unser Luxus geht zwangsläufig auf die Kosten anderer. Googels und FBs Gewinn geht auf die Kosten unserer Identität und Intimität. Unsere Lebensmittel und Kleidung auf Kosten der ärmsten Menschen, die sich auf Plantagen und in Fabriken blutig arbeiten. Unser Konsum auf Kosten der Tiere, die in riesigen Mastställen industriell gezüchtet werden. Wir sind zufällig mit dem Privileg geboren, in Deutschland zu leben. Andere nicht, und allein deshalb haben sie weniger Rechte und Ressourcen. Europa und Nordamerika leben hochgradig auf kosten anderer.

Kommentar von CalicoSkies ,

Facebook lebt von den Daten von Menschen, die sie freiwillig an Facebook "verkaufen" (durch ihre Anmeldung) - ich sehe hier nicht, wo Facebook Menschen ausnutzt.

Mit billigproduzierten Lebensmitteln und Kleidungsstücken magst du Recht haben - aber wenn du Fair-Trade und Bio-Sachen kaufst, dann zahlst du wieder mehr Geld; also ist das genau ein Luxus, den sich ärmere Leute in Deutschland gar nicht leisten können.

All diese Argumentation ändert aber nichts daran, dass man sich durchaus ein Vermögen erarbeiten kann - und das auch ohne sich dabei sozial schlecht zu fühlen.

Man muss nicht 100% altruistisch sein - man kann spenden und unterstützt auf jeden Fall durch einen Spitzensteuersatz den deutschen Staat.

Bei uns in der Stadt gibt es einen Biometzger - der sein Fleisch ausschließlich von einem Bauernhof am Rande der Stadt bezieht (Bio)

Ich gehe dort einkaufen - das Fleisch dort ist allerdings so teuer (1 kg Hackfleisch kostet dort gerne mal 14-15€ statt 5 wie im Supermarkt), dass sich das vermutlich Leute, die ein geringes Einkommen haben, gar nicht leisten können..

Das Gleiche gilt auch für andere Güter: Da sind es meistens die Billiggüter, die zu Tausenden produziert werden, die unter extrem schlechten Arbeitsbedingungen produziert werden.

Somit ist es sogar nicht schlecht, mehr Geld zu besitzen und teurer einkaufen zu gehen...

Nochmal zu meinem Gedankenexperiment: Ich werde jetzt mal ein bisschen realistischer und sage, dass ich eine Computersoftware programmiere, die ich für 20€ das Stück verkaufe; und das ganze wird so ein verkaufsschlager, dass ich mehrere 100.000 Stück davon verkaufen kann.

Was sollte ich deiner Meinung nach mit den eingenommenen Millionen machen?

Behalten darf ich sie ja anschienend deiner Meinung nach nicht - soll ich sie zu 100% spenden? :D

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