Frage von McClory, 51

Warum sind schwule oft so kompliziert?

vergolge diese Erfahrungen oft in GR. Es ist immer das selbe. Sende ich ein Bild (ich wiege 85kg) kommt nur "Du bist nicht mein Typ" kann anschreiben, wen ich möchte, es ist schon vorprogrammiert. Ich bin auch mehr der Bez. Typ.

Jetzt war es so, mir fiel ein Profil auf, der Typ schrieb im Profil. Das er nicht mehr alleine sein will. Das hier nur oberf. Typen sind und das er nette Kontakte sucht. Ein Profilbiöd hatte er nicht.

Ich schrieb ihm ein Kommentar, das es mir leid tut, das er diese Erfahrungen erlebt. Er meinte, dass das stimmt. In einer nachfolgenden Nachricht kam dann, das er nicht höfflich sein will, aber wissen will, mit wem er schreibt und bat um ein Bild. Er wollte mir dann eins als Antwort schicken. Was ich gutmütiger wieder tat. Es vergingen 10min u ich dachte mir mal wieder, da kommt nix. Schrieb ihn an und konnte die Nachricht nicht senden. Da ich geblockt wurde... mal wieder und in meinen Augen unnötig. Ich verstehe die Kerle leider nicht mehr. Ob irgendwas böses oder schlimmes passiert, wenn man mal 5min oder so chatter. Erlebe es leider sehr oft und seit meinem 23Lebensjahr, bis heut (31)ist für mich auch die Zeit stehen geblieben, da ich kein einziges Date mehr hatte. Geht mir auch garnicht um ein treffen. Im allgemeinen fände ich einen chat erstmal schon gut, aber auch hier, muss man immer der Typ sein und da fall ich leider immer raus. Anders ist es bei Frauen, da bekomme ich oft Kompliemente zuhören, das ich ua schöne Augen hätte. Manchmal bereue ich es wirklich, das ich soviele Jahre (Hoffnung!) mit meiner suche da vergeudet hab u keine Frau/ Familie gegründet habe. So denk ich heut, den da hätte ich mehr von.... und da ich ein Familienmensch bin, wäre ich sigar Glücklicher. Die Gays sind mir einfach kompl. Es reucht schon ein harmloses Hi u schon ist man derren Feind. Merk es allein an diesen Fußtapsen, wieviele sich da schon angegriffen fühlen.....

Eigentlich schade, vorlanger Zeit mit 17-20 konnte ich noch Kerle komischerweise treffen, verlief zwar auch immer am ende zu das ich nicht derren typ bin, aber ich konnte sie noch tteffen...

Mit 19/20 sahte mir auch mal einer, den ich schon oft getroffen hatte, das er mich liebt...war schön... u am nächsten Tag, wurde ich ohne Grund geblockt, was weniger schön war. Aber so verläuft es sich meist auf kurioserweise. Kerle machen Kompl. u am ende wollen sie mich nichtmal treffen.

Und andere haben jede Woche ein Date..

Antwort
von M1603, 33

In einem Chat kann man sich nun einmal aussuchen, mit wem man reden moechte und mit wem nicht. Da ist nichts verpflichtend und da ist es auch nicht schlimm, wenn man jemanden einfach wegblockt, weil man keinen Spass mehr am Chat hat.

Um schauen zu koennen, ob man mit jemandem etwas zu tun haben moechte, oder nicht, muss man diese Person irgendwie bewerten koennen. Und wenn man ehrlich ist, reichen zwei nett gewechselte Chats dazu nicht aus. Im besten Fall moechte man sich ja mit dieser Person irgendwo blicken lassen und das geht nicht, wenn einem die Person auesserlich absolut unsympatisch ist. Du wirst wahrscheinlich auch nicht jeden Menschen neutral behandeln koennen. Auch du hast Vorstellungen von einem attraktiven Menschen und wirst diesen auf jeden Fall bevorzugt behandeln.

Das Ganze wuerde dir uebrigens auch in Chats mit Frauen aehnlich gehen.

Anders koennte es sein, wenn du Leute ausserhalb des Internets kennenlernst und sich etwas aus einer Freundschaft entwickelt. Dann wird das Auessere auch eine Rolle spielen, aber unter Umstaenden nicht mehr das einzige (bzw. wichtigste) sein, worauf man bauen wird.

Antwort
von undNichtAnders, 26

Und wenn du einfach Pech hast? Ich kenne nur wenige homosexuelle Paare und auch Singles, ich entdecke nichts Außergewöhnliches oder Kompliziertes an ihnen, weiß aber, dass die Partnersuche schwierig sein kann, weil es ja doch viel mehr Heteros gibt und sich die Nichtheteros wiederum nicht immer outen.

Ich kann verstehen, dass du das Internet für die Partnersuche nutzt, aber die "real"-Komponente ist trotz allem nicht zu vernachlässigen. Du schickst ein Bild und schon bist du aus dem Rennen. Das passiert anderen genauso, unabhängig von der Orientierung. Ein Bild sagt nicht alles. Da fehlt ganz viel an Information! Schau dich mal um. Wo könntest du noch einen Partner finden?

Die zweite Sache, die mir auffällt, ist was du über Frauen sagst. Nur du kannst wissen, ob du zu 100% schwul bist, aber dass du die Möglichkeit, mit einer Frau eine Familie zu gründen, überhaupt in Erwägungs ziehst - das würde ein 100%-Schwuler in meinem bescheidenen Schubladendenken nicht tun. ;) Bist du vielleicht bisexuell?

Und zu guter Letzt: ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich zu verzweifeltes Suchen nicht positiv auf den Erfolg auswirkt. Manchmal ist es gut, ein paar Monate lang Pause zu machen, sein Leben so zu leben ohne das Ziel einer Partnerschaft. Wirkt echt Wunder. Und wenn nicht das, es entkrampft dich, macht dich freier.

Alles Gute für dich.

Antwort
von Myosotis16, 36

Schwule sind nicht komplizierter als Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung.

Vielleicht stellst du dich nicht richtig vor. Du musst für andere interessant sein. Oder dein Foto ist unvorteilhaft.

Kommentar von Wurzelstock ,

Ganz so einfach ist es nicht, Myosotis. Sobald auch nur die Vermutung besteht, dass ein Kind oder Jugendlicher homosexuell sein könnte, wird er heimlich von den Beschützern so lückenlos wie möglich beobachtet. Sie kontrollieren seinen Umgang, seine aktiven und passiven Werbungen und nehmen massiv Einfluss auf seine Kontaktanbahnungen. Sie führen sogar geheime Protokoll darüber, die der Betreffende nie zu Gesicht bekommt. Hinzu kann noch die individuelle Eifersucht mit all ihren Folgen kommen.

Dieses restriktive Verhalten der Szene kommt noch zu den normalen Problemen der Partnerfindung hinzu, die selbstverständlich auch existieren. Eins lässt sich in den seltensten Fällen vom anderen unterscheiden.

Kommentar von Myosotis16 ,

" Sie kontrollieren seinen Umgang, seine aktiven und passiven Werbungen und nehmen massiv Einfluss auf seine Kontaktanbahnungen. Sie führen sogar geheime Protokoll darüber, die der Betreffende nie zu Gesicht bekommt. Hinzu kann noch die individuelle Eifersucht mit all ihren Folgen kommen."

Das wußte ich nicht.

Wer sind "die Beschützer"?

Kommentar von Wurzelstock ,

Das weiß ich nicht. Es ist ein interner Terminus technicus.

Sie sind wohl der dominante Teil in einer homosexuellen Beziehung, müssen aber auch selbst nicht unbedingt homosexuell sein. Sie unterweisen die jüngeren und submissiven im richtigen Verhalten gegenüber der nicht-homosexuellen Welt, achten intern auf sittliches Verhalten, aber auch auf die Einhaltung der allgemeinen und speziellen Gruppennormen. Die aber werden, wie in jeder Kleingesellschaft, viel rigoroser praktiziert als in der Großgesellschaft. Die öffentlichen Verteidiger der Sexualmoral kommen viel häufiger aus diesem Kreis, als aus den kirchlichen Institutionen, die, soweit katholisch, bekanntlich auch zum großen Teil homosexuell geprägt sind. (Es ist sehr leicht, ein tadeloses Eheleben vorzuweisen, wenn beide Ehepartner sich nichts aus dem anderen Geschlecht machen.)

Zum Teil setzen sie sich mit ihrem Autoritätsanspruch über natürliche Autoritäten wie Eltern oder Lehrer hinweg. Abweichungen werden in geringerer Bandbreite toleriert, Verstöße strenger sanktioniert. Zum Teil mit kriminellen Methoden, bis hin zum Fememord. Es gäbe nur wenige kriminellen Elemente, erfuhr ich aus zuverlässiger Quelle, aber die brächten die ganze Szene in Verruf.

Tatsache ist, dass sie gedeckt werden. Einfach durch die bekannte Regel, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt. Niemand weiß, in welcher Position ein Mensch sitzt, der dieser Szene angehört, und dadurch - das ist natürlich - bis zu einem gewissen grad seinen Leuten verbunden ist.

Ich habe den Begriff Beschützer von Homosexuellen nur im Zusammenhang mit mehr oder weniger großen Ängstlichkeit (bis Angst) nennen hören. Wenn sich ein Beschützer vor einem Außenstehenden outet, dann ist das immer mit einer unverhüllten Drohung verbunden: "Halten Sie sich raus!"

Sie agieren nach Art einer Geheimgesellschaft. Ohne ihre Zustimmung geht nichts in unserer Gesellschaft.

Indiskretionen wie diese hier, werden gewöhnlich unterdrückt, oder heftig geahndet. Zumindest aber - durchaus qualifiziert - in Abrede gestellt.

Kommentar von Myosotis16 ,

Da ich mit vielen (unter andrem auch homosexuellen) Künstlern (Maler, Tänzern, Theaterregisseuren, Filmemachern ...) zu tun habe und mit einigen von ihnen eng befreundet bin, wundert es mich, dass ich noch nie von "Beschützern" gehört habe.

Aber vielleicht wird dieses "Insiderwissen" auch nicht geteilt. Eine Geheimgesellschaft - das hört sich fast abenteuerlich an.

Vielleicht ergibt sich mal eine Gelegenheit, die es erlaubt, dass ich vorsichtig einen meiner Freunde danach frage.

Ist es möglich, dass unter den Homosexuellen nur wenige über solche Machenschaften informiert sind? Oder wissen im Grunde nach einiger Zeit alle was da läuft?

Du kannst mir auch schreiben, wenn du es hier im Forum nicht veröffentlicht sehen willst.

Kommentar von Wurzelstock ,

Es liegt im Wesen einer Geheimgesellschaft, dass auch ihre Mitglieder nicht gleichmäßig über alles unterrichtet sind. Das ist nicht anders wie z. B. in einer Partei. Auch die bilden ja keinesweg einen monolithischen Block, und nicht jeder, der einer Partei angehört, gibt sich jederzeit als solcher zu erkennen.

Zudem - völlig unabhängig von einer Zugehörigkeit - hat jeder Dinge, die er aus Gründen des Taktes, oder der Verbundenheit nicht bekannt macht, um niemanden mutwillig oder versehentlich zu schaden. Wird aber aus Angst geschwiegen, dann können immer Strukturen entstehen, die sich einer gesellschaftlichen Kontrolle entziehen, ohne dass die Gesellschaft davon weiß. Das halte ich für ein Übel.

Ein Beispiel aus anderem Bereich führte Edward Snowden vor. Ob und inwieweit er sich strafbar gemacht hat, ist eine offene Frage, die geklärt werden muss. Doch der Welt hat er in jedem Fall einen wichtigen Dienst erwiesen.

Anders ist es z. B. mit dem gerade bekannt gewordenen Fall im BND: Dieser Maulwurf informierte nicht etwa die Gesellschaft wie es Snowden tat, sondern nur seine islamistische Klientel.

Kommentar von Myosotis16 ,

Danke für deine ausführliche Antwort.

Ich finde es schlimm, dass ausser Russland Snowden kein anderes Land aufgenommen hat. Er wird von vielen verurteilt, mehr als mancher Schwerverbrecher, der grausam jemanden ermordet hat aus nicht nachvollziehbaren Gründen.

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