Frage von kathiHIhi, 116

Warum sind Parteien für uns wichtig?

Antwort
von voayager, 55

Hätten wir einen Sozialismus, denn wäre es kontraproduktiv x-erlei Parteien zu haben, denn so würde man dem Klassenfeind nur Plattformen und Tribünen verschaffen. Die Kraft der Arbeitenden würde so nur unnötig zudem zersplittert werden.

Im Kapitalismus liegt es auf der Hand, dass es etliche Parteien geben, muß ist doch eine solche heterogene Gesellschaft in mehrere Klassen und Schichten aufgespalten, so dass eine jede ihre entsprechende Partei ggf. mehre Schattierungen an artverwandten Parteien wünscht und deren Bedürfnisse dann mehr oder minder abdeckt.

Kommentar von Immofachwirt ,

Ist das nicht eher Wunschdenken, dass die Arbeitenden alle einer Meinung sind?

Und wer ist bitte ist der Klassenfeind? Hätten wir einen Sozialismus, wie du das in deinem ersten Satz schreibst, gäbe es ja ohnehin keinen Klassenfeind mehr.

Die Frage wäre dann nur noch zu klären, wer die Arbeit organisiert und wer bestimmt, was passiert?

Hätten wir dann eine Autokratie, wo andere Meinungen sanktioniert werden?

Kommentar von voayager ,

Ic habe nie behauptet, dass alle Arbeitenden einer Meinung sind. Das brauchen sie auch nicht, wäre ohnehin utopisch, weil komplett weltfremd. Darum geht es auch garnicht, es geht vielmehr um Interessen und Bedürfnisse und zwar nicht die aparten Extras, diese können nie durch eine Partei befriedigt werden - wozu auch - sondern es geht um Grundbedürfnisse wie Vollbeschäftigung - ausreichen Wohnraum, billige Mieten, Strom und Gas, ausreichend Bildung gute Gesundheitsversorgung usw.

Die bürgerliche Ideologie suggeriert uns immer wieder das Menschen verschieden sind und das dies der Sozialismus nicht berücksichtige. Das ist indes blanke Verleumdung.

Der Klassenfeind ist die Bourgeosie und zeitweilig auch ein Teil des Kleinbürgertums.

Im Sozialismus schlaft der Klassenfeind keinesfalls, er ist auch noch ganz lebendig und präsent, so z.B. all die Enteigneten, die noch im Lande sind, etliche einstige höhere Angestellte, einstige mittlere und erst recht höhere Beamte, Geistlichkeit und EX-Offiziere, Adlige etc.

Eine fortschrittliche linke Partei ist kein steriler und dogmatischer "Verein", sondern hat eine beachtliche Bandbreite div. Auffassungen innerhalb der sozialitischen Grundübereinstimmung. In einem steten Diskussionsprozeß lotet die Partei ihre Postionen aus, die Mehrheit entscheidet und bis zum nächsten Parteitag herrscht eine betimmte Generallinie vor.

Wo genau gibt es so was? Nun, in Kuba gibt es sowas. Gerade hat der Parteitag stattgefunden, etliche Anträge und Resolutionen liegen vor, über die diskutiert und abgestimmt wird. Einiges wird wohl revidiert, umgeändert oder auch verworfen. Ab einer gewissen Zeit ist dann dieser Prozeß abgeschlossen und die jeweilige Position bis zum nächten Parteitag so festgelegt.

Antwort
von VinurVerndari, 62

Jeder Mensch hat seine eigene Meinung, in der Demokratie ist das auch erwünscht, dennoch kann nicht jeder sich selber wählen, weil dann niemand eine Mehrheit bekommt. Parteien dienen dazu, für bestimmte politische Strömungen das Sprachrohr zu sein - teilen Menschen die Ansichten einer Partei, dann wählen sie diese. Somit wird (theoretisch) jede Meinung mit eingebunden, wenn auch nur allgemeiner und nicht so exakt (eigene Ansichten zu bestimmten Themen können ja durchaus von denen der Partei abweichen, auch bei Parteimitgliedern ist das so)

Antwort
von Immofachwirt, 41

Weil Bürgerinitiativen nur ein Thema diskutieren...

nämlich das Thema, weshalb sie gegründet wurden. In Parteien indessen wird über alle politschen Themenfelder gestritten und diskutiert.

In größeren Parteien natürlich über mehr Themen, als in kleinen Parteien. Das hat den Vorteil, dass mehrere unterschiedliche Aspekte bei der Meinungsbildung mit berücksichtigt, bzw. ausdiskutiert werden können.

Bei Bürgerinitiativen wird häufig nur darüber diskutiert wie weit eine Forderung gehen darf, nicht aber darüber, wie sich die Forderung in Einklang mit anderen berechtigten Interessen bringen läßt.

Daher bin ich ein Anhänger von Parteien, weil sie meißt nicht so einseitig sind, sondern so vielfältig wie unsere Gesellschaft auch.

Antwort
von suziesext06, 34

in erster Linie sind Parteien nicht für uns, sondern für sich selber wichtig. Für Parteien, wie zb bei uns, ist der Staat eher ein Selbstbedienungsladen, und die Parteistrukturen entsprechen eher der Rotte und dem Rudel, denn gemeinsam lassen sich besser die Pfründen und Machtpositionen ergattern und verteidigen als müsste es jeder für sich allein tun.
im GG heisst es, die Parteien nehmen an der politischen Willensbildung teil. Inzwischen ist es so, dass die etablierten Parteien die politische Willensbildung exklusiv vornehmen und vor allem als politische Dienstleister, die die Wunschlisten ihrer in- und ausländischen Lobby Punkt für Punkt abarbeiten, und wesentliche politische Entscheidungen überhaupt nicht mehr zur Debatte stellen, sondern lediglich nur noch in allgemeinen Phrasen der staunenden Öffentlichkeit verkündigen.

Antwort
von 1988Ritter, 35

Parteien sind Organisationen von Menschen mit gemeinsamen oder ähnlichem Gedankengut.

Wenn man sein persönliches Gedankengut politisch umgesetzt sehen möchte, dann wählt man die Partei, die den Vorstellungen nahe kommen. Diese Partei vertritt dann die Ansichten in der Politik.

Mehrere Parteien sind in einem Staat besonders gut, da sich die Parteien dann besonders mit der Umsetzung des Willens der Menschen beschäftigen. Wenn sie das nicht tun, oder gar etwas anderes als wie sie es vorher versprochen haben, werden diese Parteien nicht mehr gewählt.

Antwort
von SwissWeasle, 33

Weil jeder Mensch eine eigen Meinung und eine eigene Sicht der Dinge hat. Eine Partei gibt Dir die Möglichkeit, in gewisse Teilgebieten als Gruppe von Gleichgesinnten aufzutreten. Parteien liefern sich eine gesunde (resp. sie SOLLTEN das tun) Konkurrenz, um ein Land so gut wie möglich im Gleichgewicht zu halten.

Antwort
von DrStrosmajer, 32

Das ist doch im Unterricht lang und breit behandelt worden.

Antwort
von joduck, 39

Weil wir sonst nicht in einer Demokratie leben würden

Kommentar von voayager ,

sagen wir mal lieber, weil wir sonst keine bürgerliche Demokratie mehr hätten

Kommentar von joduck ,

Wenn es nur eine Partei, oder sogar gar keine Partei gäbe, wäre das Diktatur, Monarchie oder Anarchie.

'keine bürgerliche Demokratie' = keine Demokratie, denn die beruht auf der Bevölkerung.

Kommentar von voayager ,

wie man sieht haste so viel Ahnung und Wissen vom Sozialismus, wie der Eisbär von der Wüste Sahara.

Antwort
von HMilch1988, 37

Damit wir das Gefühl bekommen, wir hätten eine Demokratie (freie Wahl) ;)

Kommentar von joduck ,

Das haben wir.. Nur machen wir nichts draus. Nicht immer den Politikern die Schuld geben, wenn wir denen zu viel Freiraum lassen ;)

Kommentar von HMilch1988 ,

Wenn man das Volk absichtlich in eine bestimmte Richtung lenkt, um ihnen eine politische Meinung einzutrichtern, dann ist das für mich keine Demokratie.

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