Frage von Obstraucher, 84

Warum sind obdachlose Menschen angenehmere Gesprächspartner als der normale Durchschnittsmensch?

Antwort
von silberwind58, 34

Die meisten Menschen glauben ja,ein Obdachloser ist ein dummer,ungebildeter Mensch! Stimmt ja gar nicht! Das sind Menschen,die oft nichts oder wenig dafür können,das Sie obdachlos sind! Ich hab seid kurzem einen Nachbarn,der war obdachlos und der ist mir tausenmal lieber ,als die Frau Doktor von über mir! Eine unhöfliche,intolerante Person!

Antwort
von RobertMcGee, 8

Als Außenstehender hat man eine ganz andere Sichtweise auf die Gesellschaft und auf der Straße auch jede Menge Zeit, darüber und über alles Mögliche nachzudenken. Hin und wieder findet man Bücher, die jemand zum Verschenken vor die Tür stellt, in einigen Städten gibt es frei zugängliche Bücherschränke, an denen man sich kostenlos bedienen kann, so kann man sich auch geistig aktiv halten. Natürlich findet man auch immer eine aktuelle Tageszeitung, wenn man danach ausschau hält.

Die Straße bietet sehr viel mehr Lebenserfahrung, als wenn man jeden Tag das gleiche tut und in der Routine des Alltags festhängt. Man sieht mehr, lernt die Menschheit in all ihren guten und schlechten Seiten kennen, bekommt einen Einblick in "das Milieu", daß dem Normalbürger idR verschlossen bleibt.

Intoleranz kann man sich auf der Straße nicht leisten, jeder Mensch braucht soziale Kontakte und ein anregendes Gespräch ist sehr viel mehr wert, wenn man als "Ausgestoßener" gilt und regelmäßige Kontakte zur Seltenheit geworden sind. Der unter Normalbürgern recht weit verbreiteten Arroganz fehlt jegliche Grundlage, wenn man erstmal auf der Straße lebt.

Menschenkenntnis ist eine der wichtigstens Fähigkeiten, die man auf der Straße zum Überleben braucht. Täglich muss man sich die Frage stellen, wem man genug vertrauen kann, um zB über den eigenen Schlafplatz zu reden, wem man mit Informationen über gute Schlafplätze weiterhelfen kann, ohne daß diese kaputt gemacht werden und auf wessen Informationen man sich verlassen kann. Man muss wissen, wen man um was bitten kann und wem man helfen kann, ohne ausgenutzt zu werden. Man muss schon am Anfang erkennen können, wer zu welcher Kategorie Mensch gehört, denn Feinde kann man sich nicht leisten, wenn man keinen sicheren Rückzugsort hat.

Eine positive Einstellung zueinander ist auf der Straße das höchste Gut.

Antwort
von Kapodaster, 47

Das ist schwer zu verallgemeinern, ich habe mich schon sehr gut mit Leuten aus beiden Gruppen unterhalten. Andererseits gibt es in beiden Gruppen Leute, die man lieber meiden sollte.

Bei obdachlosen Menschen mögen die positiven Gesprächserfahrungen daher kommen, dass sie viel erlebt und dadurch viel nachgedacht haben. Außerdem freuen sich viele von ihnen sicher über einen Gesprächspartner.

Antwort
von haendekuessen, 38

Meiner Erfahrung nach sind viele (aber nicht alle) Obdachlose aufgeschlossen gegenüber sozialen Kontakten. Denn sie haben in dem Sinne ja keine Nachbarn oder Hausbewohner, zu welchen sie Kontakte pflegen. Zudem sind sie oftmals noch arbeitslos, so dass auch hier soziale Kontakte fehlen.

Antwort
von TheLegendary, 35

"Angenehm" ist nicht durch eine Norm definiert ... Das ist deine persönliche Wahrnehmung.

Antwort
von Rngnrn, 32

Vielleicht weil sie glücklich sind, dass sich jemand mit ihnen beschäftigt, nachdem sie praktisch aus der Gesellschaft gestoßen wurden.

Eventuell aber auch, weil sie sicher keine Termine einzuhalten haben oder auch weil sie besonderes "abhängig" sind von anderen.

Antwort
von TorDerSchatten, 15

Das ist eine schnöde Verallgemeinerung. Es gibt unter dieser und jener Bevölkerungsgruppe gute und schlechte Gesprächspartner.

Antwort
von Steffile, 49

Vielleicht haben sie mehr Zeit?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten