Frage von Maimaier, 310

Warum sind Nazivergleiche ein Tabu?

Es geht darum, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, um sie in Zukunft nicht zu wiederholen. Die Vergangenheit zu Verarbeiten. Die Zusammenhänge zu verstehen. Warum kam es zu Weltkrieg und Völkermord?

Hier kommt der Nazivergleich ins Spiel. Es gibt ja viele Kriege und Völkermorde, viele totalitären Regime. Wenn man jetzt diese Vergleichen könnte, könnte man Gemeinsamkeiten herausarbeiten. Die Dynamik verstehen, wie solche Strukturen entstehen. Anstelle der lähmenden Scham käme die Einsicht, das was bei den Nazi's falsch lief, sich leider immer noch wiederholt.

Warum also kein Nazivergleich?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MaganRevan, 132

Die Zeit des Nationalsozialistmus schwebt über Deutschland wie eine Wolke, und steht hinter jedem Deutschen wie ein Schatten. Man ist tunlichst darauf bedacht nichts zu machen um in diese Sparte gesteckt zu werden.

Ich will es nicht schön reden, ich finde es auch nicht in Ordnung, was zu diesem Zeitpunkt in Deutschland passiert war, aber wenn wir nicht darüber sprechen dürfen, Angst haben deshalb gleich als Nationalsozialist zu gelten, egal ob im Kontext der geschichtlichen Vergleiche zwischen damals und heute in anderen Ländern, oder eben in einem einfachen Gespräch.

Wir wurden darauf gedrillt nicht darüber zu sprechen udn doch wird es in der Schule gelehrt, während des Grundwehrdienstes,  und in vielen anderen Bereichen wird es auch immer und immer wieder aufgekocht, aber warum dürfen wir nicht darüber sprechen?

Nach meinem Empfinden ist die Zeit der Buße eig. schon vorbei, denn die Generationsunterschiede zwischen denen die Schuld tragen und denen die heute Leben einach immer größer wird. Wer in der heutigen Zeit nicht in der Lage ist darüber zu sprechen, der ist nicht offen für eine Diskussion zu diesem Thema, aus Angst wahrscheinlich, oder aus anderen Gründen, kann ich schlecht einschätzen, da es von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist.

Um zum Punkt zu kommen, es ist die Angst mit ihnen verglichen zu werden, und die Angst sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen, zumindest meiner Meinung nach.

Kommentar von earnest ,

Hinter mir steht kein solcher Schatten.

"Wir" dürfen auch "darüber sprechen".

Ich wurde nicht, wie von dir behauptet, "gedrillt".

Den Holocaust "nicht in Ordnung" zu finden, eine schreckliche Verharmlosung, finde ich echt stark.

Kommentar von MaganRevan ,

Hallo earnest,

vielen dank für deine konstruktive Kritik an meinem Beitrag. Ich kann nur von meinen Empfindungen sprechen und habe sie allgemein gehalten. Danke, dass du mich darauf hinweist. Ich werde das bei einem nächsten Beitrag gerne berücksichtigen. :)

Was den Holocaust angeht, was soll ich dazu sagen? Es ist passiert, ich empfinde dies als eine Gräueltat und finde nicht in Orndung, was dort passiert ist. Die Information, dass ich es nicht in gut heißen kann, was damals passiert ist, ist herüberkommen, ich werde das nächste Mal kräftigere Wörter verwenden um so etwas abzubilden.

LG

maganrevan

Antwort
von DODOsBACK, 118

Es ist nicht verboten, Dinge allgemein zu vergleichen - die Voraussetzungen für Hitlers Aufstieg, die Art, wie er sich an der Macht hielt, seine Propaganda, den fanatischen Glauben seiner Anhänger, das Wegschauen der restlichen Welt usw.

Was verboten ist, sind Vergleiche, bei denen Menschenrechtsverletzungen, Terror, Morde, Grausamkeiten usw. gegeneinander aufgerechnet werden.

Es darf keine "schlimmeren" und "weniger schlimmen" Morde geben!

Keine "schlimmen" und "weniger schlimmen" Vorurteile.

Keine "stärkere" und "schwächere" Menschenverachtung usw.

Man sollte gar nicht erst versuchen, die Situation eines afro-amerikanischen Sklaven mit dem eines kriegsgefangenen Zwangsarbeiters in Nazideutschland vergleichen. Oder gegeneinander aufrechnen, ob es "besser" ist, als Sklave geboren zu werden oder erst später versklavt zu werden.

Damit wird man keinem der beiden Betroffenen gerecht, so etwas ist purer Schwachsinn, und deswegen sind solche Vergleiche auch tabu!!!

Antwort
von napoloni, 76

Ich weiß nicht, ob es irgendwas gibt, was sich mit dem Holocaust vergleichen ließe. Von Grausamkeit und Opferzahlen her gibt es durchaus Fälle, die mit den Nazis mithalten können.

Aber eine industrielle Massentötung von Mitbürgern, veranlasst durch eine vom Volk gewählte Regierung, in einem Land von unserem Zivilisationsgrad, durchgeführt von ganz normalen Bürgern... das bleibt schon einzigartig.

Wenn jemand vergleichen will, stellt sich mir die Frage, warum. Beim Vergleich besteht immer die Gefahr, die Schrecken des Dritten Reichs zu verharmlosen. Und der Verdacht, genau dieses zu wollen. Es gibt gerade im rechten Lager ernsthaft Leute, die es für vollkommen korrekt halten, Männer, Frauen, Kinder und Großeltern zu ermorden, weil Stalin ja auch viele Millionen Leute ermorden ließ. Kurzum: Idioten legitimieren sich durch Idiotereien anderer Idioten.

Die Nazizeit ist unser geschichtliches Erbe. Wir heutigen Deutschen haben keine Verantwortung für Dinge, die damals geschehen sind. Aber wir haben Verantwortung für den Umgang mit unserer Geschichte. Das finde ich durchaus komfortabel! Unsere Geschichte gehört uns, und die sollten wir uns auch von niemandem nehmen lassen.



Kommentar von marylinjackson ,

Nicht einzigartig...

Die Stalinschen Säuberungen begannen noch vor dem Holocaust. Die Anzahl der Opfer geht in die Millionen.

Es waren auch Massentötungen, hier mit industriell gefertigten Maschinengewehren.

Antwort
von FragaAntworta, 147

Was für ein Vergleich sollte aus dieser Zeit etwas taugen? Diese Zeit gehört zu einem furchtbaren Komplex an Ideologie, d. h. man kann daraus lernen, sollte aber tunlichst Vergleiche mit heute lebenden und handelten Personen vermeiden, mit diesen in Vergleichen genannten wird es sonst keine Annäherung mehr geben.

Antwort
von komplex, 18

Schwierig die Grausamkeiten und Gräueltaten des NS-Regimes,kritisch und ohne Emotionen wie Scham, Ekel oder Wut zu betrachten

Kein Mensch kann so abgestumpft sein, ohne sich davon in irgendeiner Form emotional bewegen zu lassen. Es sei denn der psychogene Massenmörder.

Den Vergleich mit anderen ähnlich gelagerten historischen Gräueltaten (vielleicht sogar noch der Versuch einer Skalierung) birgt große Gefahren.

Zivilgesellschaftliches Engagement für eine bessere Welt mit guten, Beispielen und Projekten für menschliches, tolerantes und soziales Miteinander wirkt u.E. nachhaltiger und positiver als die Darstellung von menschlichen und politischen Katastrophen.

oder anders ausgedrückt: wenn man entdeckt hat, wie schlimm die Geschichte war, muss man Vorstellungen und Ideen haben oder entwickeln wohin es gehen soll, sonst bleibt man dabei stehen.

Antwort
von Maxieu, 27

Die Frage enthält eine falsche Voaussetzung:

Vergleiche sind überhaupt kein Tabu. Ganz grundsätzlich kann alles mit allem verglichen werden, z. B. auch ein Elefant mit einem Kaugummi und das Universum mit einem Hexenschuss - um mal ein paar entlegenere Beispiele zu wählen.

Wer behauptet, etwas lasse sich mit etwas anderem nicht vergleichen, begeht, wenn man ihn wörtlich nimmt, einen logischen Fehler, denn um zu der Behauptung der Unvergleichbarkeit zu kommen, muss er ja immer schon verglichen haben.

Da zwei historische Ereignisse niemals identisch sein können, kann es im Einzelfall nur darum gehen gewisse Parallelen (so vorhanden) und immer vorhandene Unterschiede herauszuarbeiten. That's all.

Gerade wegen der immer vorhandenen Unterschiede ist auch überaus problematisch, aus der Vergangenheit "Lehren" ziehen zu wollen. Gängige Praxis ist, sich die Vergangenheit so zurechtzulegen, dass als "Lehre" das herauskommt, was man soundso schon für richtig hält.

Ein Beispiel, das sich auch auf die Zeit des NS anwenden ließe (im Zeitraffer):

"Rüstung führt zu Krieg" - Lehre: "Wehret den Anfängen - Abrüstung jetzt!"

"Wenn du Frieden willst, sei wehrhaft! Rüste mindestens so stark auf, dass
potenziell kriegerische Mächt abgeschreckt werden!"

Kommentar von Maxieu ,

Sorry, habe einige Auslassungsfehler begangen (ein "r", ein "es", ein "e", ein Komma) , die ich nicht mehr korrigieren konnte. Bin noch nicht ganz wach.

Antwort
von suziesext04, 96

es geht gar nicht um Nazivergleich als Tabu, sondern eher darum, dass die Naziklatsche als Argument-Ersatz herhalten soll in der politischen Auseinandersetzung.

Wenn du jeden, der die gegenwärtige Regierungspolitik bzw den Mainstream kritisiert, sofort als Rechtsextremisten oder Nazi diffamierst, dann wird das inflationär, es wirkt einfach nicht mehr, weil viele Leute durchaus den Unterschied erkennen können zwischen ideologischen Neonazis und, sagen wir mal, klar formulierten Argumenten der AfD, die ja nicht mal 'rechts' sind, sondern einfach zur Sache kommen.

Kommentar von Miramar1234 ,

Das ist ein sehr gutes Argument in der jüngeren Politik! 

Kommentar von BismarckHering ,

Die junge Dame ist einfach gut , bitte mehr davon.

Antwort
von earnest, 44

Sie sind ja kein Tabu.

Es kriechen immer wieder angebräunte Zeitgenossen aus der rechten Ecke hervor, die zum Beispiel die Toten, die ein Stalin zu verantworten hat, mit den 6 Millionen "aufrechnen". 

Und diese Zeitgenossen sind nicht allein. Wir hören immer wieder von Totalitarismus-Theoretikern, daß sich "rechter und linker Terror" die Waage hielten.

Diese Zeitgenossen vergessen, daß der von Deutschen angerichtete Holocaust in dieser Form in der Geschichte einmalig war.

Gruß, earnest



Kommentar von Maxieu ,

"in dieser Form in der Geschichte einmalig"

Bei allem Respekt, lieber earnest, ich glaube mit solchen Rückversicherungen kommt man nicht weiter.

Was wäre in dieser oder jener Form in der Geschichte nicht einmalig?

Man will dann doch eigentlich sagen: "einmalig entsetzlich", "unvergleichlich grausam" o. Ä.

Aber wer will das letztlich beurteilen?

Die Opfer sterben ja nur ihren individuellen Tod, und selbst wenn man sie befragen könnte: Wie sollten sie ihr eigenes Sterben mit dem von anderen Menschen so vergleichen können, dass daraus etwas objektiv Verallgemeinerbares herauskäme?

Und wenn man die Opferperspektive verlässt, bleiben nur ideologische bzw. psychologisierende Täteranalysen ("pseudowissenschaftlicher Antrieb"/ "einmalig empathielos"?) oder emotional blasse Beschreibungen unterschiedlicher mörderischer Handlungsabläufe (per Gewehrkugel/Gas/ Machete etc.).

Es gibt m. E. keine Möglickeit, auf diese Weise eine besondere
Betroffenheit objektiv zu verankern und dann womöglich erzieherisch zu reklamieren oder gar verordnen zu wollen.   

Kommentar von waldfrosch64 ,

Das einzig sicher verankerte  ist hier ,die absolute politische Korrektheit von einem @earnst !

Kommentar von earnest ,

Das Thema ist zu ernst für deine dümmlichen "Scherze", waldfröschin.

Du disqualifizierst dich wieder einmal selbst durch solch plumpes "Stalken".

Kommentar von earnest ,

Das kann JEDER beurteilen, der sich mit Geschichte enigermaßen auskennt, maxieu.

Antwort
von Miramar1234, 168

Die tiefschürfenden Vergleiche ,auch wenn diese verletzend sind ,sind die Besten.Die gespielte Empörung darüber,ist Teil der politisch zur Schau gestellten Machtspielchen,z.B.im Bundestag.Wenn ich heute Fleißig,Zuverlässig,Exakt und zäh bin,dann soll es Gutmenschen geben,die diese Grundtugenden so bewerten,das man damit auch ein "KZ" betreiben könnte....man kann also auch Verunglimpfung betreiben.Beste Grüße.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Am nazihaftesten wirkt deine Rede eigentlich bei dem Goebbels-Begriff "Gutmensch". Kein Benehmen.

Kommentar von Miramar1234 ,

Am intolerantesten wirkst auch Du selbst,denn den Begriff Gutmensch gab es schon in der preußischen Zeit,wenn er auch tatsächlich vom Propagandaminister zu dem wurde,wie er heute wahrgenommen wird,ist es dennoch kein Nazi-Begriff,oder?!

Kommentar von Sachsenbruch ,

Lass du dich man weiter wahrnehmen ...

Kommentar von Miramar1234 ,

Natürlich,solange man den § Volksverhetzung nicht ins unermeßliche ausweitet,bleib ich was ich bin.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Volksverhetzungs-§? Ich verstehe, dass du da Berührungsängste hast.
Aber steh dazu. :)

Kommentar von Miramar1234 ,

Natürlich tue ich das,wenn eine Gruppe von einem Minister als Pack bezeichnet wird,kann es keine Volksverhetzung sein,wenn diese Gruppe den Herrn Minister als Pack bezeichnet,bzw.die SPD -Geschäftsstelle,mit Ihr seid das Pack versehen wird.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Und du fühlst dich angesprochen?

Kommentar von Miramar1234 ,

Als Teil eines Volkes,muß man sich angesprochen fühlen.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Man kann ja nicht wissen, was für ein Volk du so um dich hast ...

Kommentar von Miramar1234 ,

Auch eine Interpretation von einem Deutschen Volk.)

Kommentar von Sachsenbruch ,

Du scheinst da mehrere zu kennen.

Kommentar von Miramar1234 ,

Ich werde dazu gezwungen.Zur Auswanderung fehlen mir noch rund 40.000 Tacken.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Na denn ... Augen auf beim Asylantrag in einem anderen Land.

Kommentar von Miramar1234 ,

Nein ich bin stolz genug solange zu sparen um die Anforderungen an Willemstad zu erfüllen.Hoffentlich werden die Anforderungen nicht schneller erhöht ,als ich sparen kann.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Dir muss es ja so richtig schlechtgehen, im deutschen Volk, meine ich. Verzweifelt sparst du dagegen an.

Kommentar von Miramar1234 ,

Noch geht es mir nur im Kopf schlecht,bevor es mal körperlich werden könnte...) Nein Verzweiflung ist es noch nicht.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Echt? Im Kopf?

Kommentar von Maxieu ,

"ein Goebbels-Begriff"?

Du weißt es besser als diese beiden hier:

http://www.diss-duisburg.de/2011/11/das-stigma-gutmensch/     ?

Na, dann warte ich auf deine Belege.

Kommentar von Miramar1234 ,

Klasse,auf Verlinkungen,gerade bei einfachen Sachverhalten steh ich ja nicht so,aber das war jetzt wirklich eine Spitzenleistung!

Kommentar von suziesext04 ,

hi Miramar1234 "soll es Gutmenschen geben". Ja soll es :D das Wort stammt aber nicht aus Preussen, sondern aus der Bibel: "Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen"

Denn mit dem ironischen Wort Gutmenschen sind sie gemeint, die Pharisärer und Heuchler, die ihre Scheingutheit zur Schau stellen und sich haushoch überlegen fühlen über alle andern, die nicht so gut sein können wie sie selbst.

Das Gegenteil zum Gutmenschen ist ein wahrhaft guter Mensch, der gut ist zu andern, und nicht bloss gut ist darin, andere als ungut zu diffamieren.

Kommentar von Miramar1234 ,

Das ist in der Tat richtig,und damit war Preußen allenfalls eine Durchgangsstation.) Aber bibelfester waren die Preußen sicherlich als ich.)

Antwort
von waldfrosch64, 16

Ist das denn nicht offensichtlich ? 

Dann könnte man diese  Nazigräuel  doch nicht mehr dazu instrumentalisieren um die deutschen zu knechten  und ihnen einen Selbstmord zu verordnen .Dem alle Welt kopfschüttelnd zu schaut ,ausser den Griechen und den südlichen EU Staaten  welche schon so weit  gebracht worden sind die deutschen als erneute systematischen Ausbeuter zu betrachten, ob allem was jüngst passierte .

Und man müsste die aktuellen Gräuel der USA und NATO zur  nehmen .Das darf nicht sein !

Die Deutschen müssen den USA dienen und Russland hassen ,am Besten noch dorthin mit  Waffen ziehen .Seid eh schon überall ..Ein Rommel hätte davon nur Träumen können ..

Diese  würden dann wo möglich die Kraft und den Mut finden, Leute wie Merkel und Gauckler endlich dahin zu bringen wohin sie gehören -In den Knast oder in die Gummizelle .

  • Für alle die jetzt schon wieder vorauseilenden Gehorsam leisten wollen: .. bei mir funktioniert diese Nazikeule nicht, ich bin weder deutsche noch in Deutschland  zuhause .Gott sein dank !
Antwort
von marylinjackson, 15

Ja, es sollte ein Tabu sein, diesen Begriff ständig zu erwähnen.

Nazivergleiche werden heute inflationär und völlig unüberlegt getätigt.

Nazis oder "Nasen" werden nur noch als Schimpfworte, die beleidigen sollen, gebraucht.

Dabei gibt es wohl noch kaum einen lebenden Nationalsozialisten, und Neo-Nazis ist eine Gruppenbildung, die hier nicht gemeint ist.

Faschistoide Strukturen entstehen immer wenn es um Machtkämpfe geht. Bis in die Familie hinein! 

Antwort
von lastgasp, 53

Es geht darum, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, um sie in Zukunft nicht zu wiederholen.

Gar nicht mal so schlecht für einen Anfang. Hauptsache, man/frau begreift diesen Satz als Aufforderung an sich selbst.

Die Vergangenheit zu Verarbeiten.

Darin sind die Deutschen allerdings wahre Weltmeister, wie man gestern wieder einmal im Bundestag bestaunen durfte, als Ruth Klüger (https://de.wikipedia.org/wiki/Ruth_Kl%C3%BCger) zum alljährlichen "Ihr Deutsche habt zwar meinen Vater und meinen Bruder ins Gas geschickt, aber Ihr seid ganz toll im Umgang mit den Flüchtlingen."

Warum kam es zu Weltkrieg und Völkermord?

Zu letzterem hat Raul Hilberg in seinem Standardwerk "Die Vernichtung der europäischen Juden" alles gesagt.

Hier kommt der Nazivergleich ins Spiel.

Das berühmte "aber"....

Es gibt ja viele Kriege und Völkermorde, viele totalitären Regime. Wenn
man jetzt diese Vergleichen könnte, könnte man Gemeinsamkeiten
herausarbeiten

Endlich, wir sind am Ziel. Ob Völkerschlacht von Leipzig, Volksaufstand in Ungarn, Verfolgung der Armenier, immer wieder diese platten Versuche, das Unerträgliche an diesem singulären Verbrechen in der üblichen Totalitarismussch.ße zu ersäufen.

Die Dynamik verstehen, wie solche Strukturen entstehen. Anstelle der
lähmenden Scham käme die Einsicht, das was bei den Nazi's falsch lief,
sich leider immer noch wiederholt.

Genau, diese lähmende Scham, diese permanente Selbstkasteiung muss endlich ein Ende haben. Wir verzeihen den Juden endlich für die Shoah, die uns immer wieder den Spaß an Sommermärchen, Spaßgesellschaft und anderen wahren deutschen Tugenden versaut haben. Sie müssen endlich einsehen, dass der Bürgerkrieg in Syrien, Militärregime in Afrika, die Silvester-Vorfälle in Köln exakt die gleichen Elemente enthalten wie das systematische Ausrauben und industrielle Vernichtung der europäischen Juden.

Antwort
von FooBar1, 131

Weil es wenig auf der Welt gibt was so viel Grausamkeit verursacht hat wie die Nazis

Kommentar von FragaAntworta ,

Nein, das sehe ich nicht so. Es gibt überall solche Perioden, dass einzige was damals so besonders macht ist das methodische Vorgehen, das Betrachten des Menschen als Vieh und Ware.

Kommentar von earnest ,

Wo, FragaAntworta, hat es eine industriell betriebene Vernichtung von 6 Millionen Menschen gegeben?

Kommentar von Militaerarchiv ,

Blödsinn. Wo ist der Unterschied ob industrielle Tötung, im Vergleich von einem Hutu mit der Machete zerhackt zu werden oder in einem Stalingulag an Hunger und Krankheit zu Grunde zu gehen?

Kommentar von Militaerarchiv ,

Völkermord bleibt Völkermord, ob mit Gas, Feuer oder Verhungern. Sonst würde man ja sagen können: Der Mord an den Armeniern (Indianern, Hugenotten, Tutsi........)war nicht so schlimm, war ja nicht industriell.

Kommentar von waldfrosch64 ,

das sagt man damit doch auch ...ein systematischer Völkermord an den Armeniern ist nicht mal anerkannt worden ...schert keinen einen Deut !

Kommentar von waldfrosch64 ,

Ein Iraki und ein Pariser das ist eben halt schon noch ein Unterschied .

Kommentar von FooBar1 ,

Und das ist keine unvergleichliche Grausamkeit

Kommentar von earnest ,

Und wer, FooBar1, hat zuvor oder hinterher 6 Millionen Menschen auf industrielle Weise umgebracht?

Kommentar von FooBar1 ,

Öh? Lies dir mal meine Antwort durch. Niemand natürlich

Kommentar von waldfrosch64 ,

Dann schlage ich mal vor, dich mit den Völkermord der Türken an den Armenischen Volk zu befassen . 

Aghet ist heisst dieser Genozid dem 3 Millionen Armenische Christen 1905 zum Opfer fielen ..Schon komisch dass du davon noch niemals gehört zu haben scheinst .Owohl es hier sehr krasse Dokus mit Filmateterial gibt de sehr an die Bilder von Auschwitz erinnern ..,..

Die Stalinistischen Gräuel ? Archipel Gulag?

Und und und und 



Antwort
von chokdee, 58

Es ist kein Tabu sondern man sollte nur sehr vorsichtig sein und nicht Mitmenschen defamieren.

Wenn es im geschichtlichen Kontext ist, dann ist es absolut kein Tabu.

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