Frage von GiancarloBVB, 61

Warum sind Menschen Rassisten?

Hallo die Frage stelle ich mir schon lange z.B wieso hassen manche "andersfarbige"? Sie sind doch genau wie die Personen von denen sie gehasst werden außer das sie eine dunklere Hautfarbe haben?
Wenn ich ehrlich bin finde ich das Menschen die andere aufgrund ihrer Hautfarbe niedermachen einfach unterbelichtete Idioten mit nur einer Gehirnzelle sind. Weil ich könnte doch auch sagen Menschen mit blauen Augen sind schlechter als welche mit braunen Augen obwohl das rein nichts mit Intelligenz zutun hat. Meine Persönliche Meinung ist das Leute die andere nur wegen ihrer Hautfarbe diskriminieren einfach Idioten sind weil es keinen Grund gibt sie niederzumachen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Yamato1001, 41

Hallo
Rassismus ist ein natürlicher Schutzmechanismus des Menschen.
Er entsteht a) dadurch, dass der Mensch von Natur aus vorsichtig sein sollte bei fremdem um zu überleben. Und sich das in die heutige Gesellschaft überträgt oder b) durch einen Schutzmechanismus nach negativen Erfahrungen.

Ich denke in jedem vom uns steckt auf eine Art ein Rassist, es ist nur die Frage wie stark er zu tage tritt.

Durch die beiden obem genannten Punkte können sowohl Leute ohne Erfahrung mit Migranten wie auch Leute die viele Migranten kennen zum Rassismus neigen.

Lg

Kommentar von Yamato1001 ,

Danke für den Stern :)

Antwort
von atzef, 45

Der wesentliche Grund dürfte darin liegen, dass die Menscheit jahrtausendelang unter gesellschaftlichen Verhältnissen der systematischen Abwertung und Ausgrenzung anderer Menschen gelebt hat. Gerade mal seit der Französischen Revolution leben wir die Idee einer gleichen Rechtsstellung aller Menschen kraft Geburt.

Und nach der Franz. Rev. hat es immerhin knapp 150 Jahre gedauert, bis man sich in Europa und Deutschland dazu durchringen konnte, Frauen das Wahlrecht zu gewähren und den Zugang zu Gymnasien und Hochschulen...

Zuvor wurde ein Großteil der Menschen eben in Sklavenhaltergesellschaften gegeißelt oder in feudaler Leigeigenschaft.

Diese jahrtausendelang andauernde Ungleichwertigkeitsmachung von Menschen hat sich dabei tief in die Rechtssysteme, die politischen Systeme, die gesellschaftliche Theoriebildung, das kulturelle Erbe etc. pp. hineingegraben.

In Deutschland z.B. musste erst die Bundesrepublik auf den Trümmern des Faschismus entstehen, um der formalrechtlichen Gleichstellung aller Menschen unter Absehnung von irgendwelchen Individualmerkmalen zum Durchbruch zu verhelfen.

Und auch das dauerte seine Zeit! Erst Anfag der 60er Jahre wurde die Strafbarkeit der Homosexualität abgeschafft! Und erst in den 70er Jahren die formale Gleichberechtigung von Mann und Frau auch im BGB und dem Familienrecht umgesetzt!

In der Hälfte der US-Bundesstaaten herrschte bis in die 70er Jahre hinein praktisch Apartheid wie in Südafrika. Und auch dort wurde die Apartheid erst in den neunziger Jahren überwunden.

Menschheitsgeschichtlich sind wir also gerade mal am Anfang der Umsetzung dieser Idee der formalen Rechtsgleicheit aller Menschen und dafür eigentlich schon bewunderungswürdig weit gekommen! :-)

Fraglos bleibt aber noch eine Menge zu tun...

Antwort
von thetee99, 42

Psychologisch nennt sich der Effekt wohl "negative Integration". Menschen einer bestimmten kulturellen, ethnischen oder religiösen Gruppe, grenzen sich meistens elitär ggü. anderen ab. Das stärkt das "Wir"-Gefühl, den Zusammenhalt und die Verbundenheit mit der eigenen Gruppe, aber auf Kosten anderer Gruppen.

Dieses zusammenrotten in Gruppen oder Sippen haben wir wohl irgendwie im Blut, seit der Steinzeit - zumindest war es da noch überlebenswichtig einer Gruppe oder Gemeinschaft anzugehören... alleine ist man verhungert oder anders gestorben ;)

Heute gibt es diese Notwendigkeit nicht mehr so wie damals, was die Menschen aber wohl noch brauchen ist die Identifikation und das Gefühl der Zusammengehörigkeit mit anderen, um sich sicher zu fühlen.

Antwort
von gandalf8989, 48

Es heißt, das Wesen eines Rassisten steckt in jedem von uns - blöd aber ist halt so. Ist im Tierreich genauso, da gibt es auch nicht Friede , freude, Eierkuchen. Es geht aber auch nicht nur um die Hautfarbe, sondern auch um die Bevölkerungsschicht. In Amerika haben die Leute vor schwarzen Vorurteile, weil sie so erzogen worden sind, dass schwarze weniger wert sind ( s. Sklaven), oder weil die Kriminalität von andersfarbigen höher ist usw., was man natürlich nicht verallgemeinern darf
Außerdem bist du streng genommen auch ein Rassist, weil du davon ausgehst, dass man nur gegenüber dunkelhäutigen rassistisch ist

Kommentar von atzef ,

"das Wesen eines Rassisten steckt in jedem von uns"

Und wo genau? Konnte das schon lokalisiert werden?

Das ist lediglich eine rechtsextremistische These, die versucht, Rassismus als etwas "Natürliches" zu biologisieren. DAS aber ist wirklich "blöd", weltanschauliche Ansichten zu genetisieren. :-)

Kommentar von gandalf8989 ,

wo ist das bitte schön eine rechtsextreme these? kein rechtsextremer sagt, dass sie so sind weil die Natur es vorsieht, dass jeder ein Rassist ist. sie sagen vll, dass es eine biologische Abgrenzung gibt... außerdem ist das eine These die JEDER Psychologe vertritt. auch die Welt halt mal einen artikel darüber geschrieben... und " könnte das schon lokalisiert werden?" , willst du mich verarschen?

Antwort
von feldmann111, 5

man hat als einheimischer(egal in welchem land!),bestimmte vorstellungen vom mitmenschen......die reichen von-bis!!!.wenn dann so ein mensch,gegen die gepflogenheiten des anderen verstosst(egal in welcher hinsicht)bezeichnet derjenige der gegen diese regel verstossen hat,denjenigen der ihn darauf aufmerksam macht im strengsten fall als"rassisten".....dabei ist es eigentlich der/die,der/die den anlass gegeben hat der wirkliche rassisten!!!.das geht von der religion-über sitten und gebräuche-bis in den privaten lebensraum hinein.dieser mensch ist der eigentliche RASSIST,der es nicht zuwege bringt sich der jeweiligen umgebung anzupassen!!!....

Antwort
von SPN4eva, 38

Rassismus kommt meistens von schlechten Erfahrungen. Das ist ein psychologischer Schutzmechanismus. 

Kommentar von thetee99 ,

Was ist mit Vorurteilen? Menschen die privat keinen echten Kontakt zu Personen anderer Herkunft haben... irgendwo aufm Dorf gibt es sowas vielleicht noch... aber trotzdem ganz Vorne mitdabei sind, wenn es um deren Beschimpfung geht?

Kommentar von SPN4eva ,

Das sind einfach Mitläufer die vom Hörensagen Mist aufgeschnappt haben und unüberlegt übernehmen. Charismatische Führer können bei sowas sehr überzeugend sein. Vorurteile sind allerdings normal, man muss halt das Individuum trotzdem respektieren. Denn es ist in unserem Gehirn verankert und primär um unseren eigenen Stamm zu kümmern und Menschen mit Fremdartigem Aussehen werden da ausgeschlossen. Wir sind halt noch auf Steinzeit programmiert.

Kommentar von atzef ,

So, so, Sklavenhalterei z.B. von Farbigen in den Südstaaten kam von "negativen Erfahrungen"...?

Und Antisemitismus wohl von den vielen Kindern, die Juden gekocht und gegessen haben, was...?

Kommentar von SPN4eva ,

Die Sklavenhalterei ist ne ganz andere Zeit. War die Frage nicht auf heute bezogen? Übrigens kam die Sklavenhalterei daher, dass Afrika kolonialisiert wurde und zwar sehr einfach, daher haben die von den "Wilden" auch nichts gehalten. Antisemitismus ist auch steinalt, das gab es tatsächlich vor Hitler. Wird also irgendeine Glaubensüberlegenheit gewesen sein, sowas war damals üblich. 

Antwort
von soissesPDF, 16

Rassistisch sind die Menschen schon seit Neanderthaler und Homo Sapiens aufeinander trafen.
Biblisch schon mindestens sein Kain & Abel.
Es braucht dafür keinen wirklichen Anlass, nur irgendein Unterschied.

Das Konzept von Mutter Natur ist, dass sich das jeweilige Genom als überlebensfähig erweist, ob mit oder ohne Intelligenz.
Die jeweilige Politik seiner Zeit instrumentalisierte und ideologisierte dieses Konzept.
Seither wiederholt sich die Geschichte von Kain & Abel ohne Ende.

Antwort
von marylinjackson, 27

Rassismus ist was ganz anderes.

Ich habe Schwarzafrikaner erleben können, wie sie auf etwas heller häutige Afrikaner herab blickten. Sie grenzen sie ebenso aus, wie manche Weiße die Schwarzen.

Vielleicht mag der Mensch nur Leute, die so aussehen wie er selber und die sich  äußerlich ähnlich sind

Menschen mit Vitiligo oder Weißhäutigkeit, auch Rothaarige, haben sehr oft  deshalb mit ihren Minderwertigkeitskomplexen zu kämpfen.


Antwort
von Antwortapparat, 11

Weil sie keinen blassen Schimmer haben was das Wort Rasse bedeutet.

In der Biologie wird die Art Homo sapiens heute weder in Rassen noch in Unterarten unterteilt.

Die Verwendung des Wortes Rasse ist vereinzelt in romanischen Sprachen seit dem frühen 13. Jahrhundert nachgewiesen. Vermehrt gebräuchlich wurde es im 15. Jahrhundert, und zwar hauptsächlich bei der Beschreibung von Adelsfamilien und in der Pferdezucht. In der Folgezeit fand es zunehmend Verwendung für verschiedenste Arten menschlicher Kollektive, etwa für Religionsgemeinschaften („christliche Rasse“) oder auch für die Menschheit insgesamt. Zur Klassifikation von Menschen im Sinne einer anthropologischen Taxonomie wurde es wohl erstmals 1684 von F. Bernier benutzt. 

Der Mensch, homo sapiens, ist eine Art, eine andere Art wäre z.B. der Affe oder der Walm u.s.w.

Wer heute noch von Menschen Rassen spricht hat einfach die Zeit verpennt..

Antwort
von lupoklick, 28

Warum schmeißen Menschen  - ohne nachzudenken - mit Dummworten eines Adolf H. um sich???

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