ZwieZeit am 20.02.2009 um 10:54 Uhr
Bei Umfragen, wie glücklich und zufrieden sich Menschen fühlen, liegen Länder mit niedrigem Lebensstandard und wenig Besitz vorn.
Warum ist das so?
Müsste man nicht eigentlich glücklicher sein, wenn man ausreichend zu Essen und ein Wasserklosett hat?
Warum sind gerade Mitteleuropäer immer ganz weit hinten bei der Zufriedenheit? Und warum sind Depressionen eine Wohlstandskrankheit?
Viele Fragen auf einmal, ich weiß, danke für eure Antworten!

vielleicht weil sie nicht unter dem druck des konsumes stehen... :)
gute frage!

Sie können sich and en kleinen Dingen des Lebens freuen. Freuen sich auch noch mit dem Nachbarn udn müssen nicht aran denken was sie sich kaufen, wenn der Anchbar einen neuen Wagen hat.

hier bei uns werden die menschen verrückt gemacht, durch schönheitsideale, "dinge die man dringend braucht im leben", immer neues immer mehr... es ist echt schlimm

Nun, dass ist schwierig zu beantworten. Ich kannDir auch nur meine Vermutung mitteilen. Ich bin der Meinung, je mehr sich Menschen an Materiellen anhäufen umso weiter entfernen sie sich vom wirklichen Sinn des Lebens. Ich denke der besteht darin unsere Gaben und Talente zu entdecken und sie für uns und andere Menschen einzusetzen. Somit haben wir Freude und auch andere Menschen. So entstehen gesund Beziehungen. Doch leider sind in reichen Ländern die Menschen immer mehr auf ihr Hab und Gut fixiert. Es geht mehr um "Guck mal, ich habe was was du nicht hast!", als um "Was kann ich tun, um mir und anderen eine Freude zu machen!" Sie leben sehr oberflöchlich und nicht tiefgehend genug um wahre Freude zu empfinden.
ZwieZeit am 20. Februar 2009 10:59 ein guter gedankenansatz, danke

weil sie sich noch an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen können !

Weil sie nicht so verwöhnt und verzogen sind.
Wenn man sich mal auf das Wesentliche konzentriert, erkennt man erst, wieviel Müll man für lebenswichtig hält.

Weil es eben die Menschen in Entwicklungslaendern nicht anders kennen.
Da niemand etwas hat,gibt es dort auch keine Neider

Das ist echt ein seltsames Phänomen, aber wer wenig hat frut sich schneller und intensiver über etwas. Wer alles hat kann sich hingegen über nichts neues freuen.
Weil für sie noch andere Werte zählen als Besitz und sie sich daher auch über "kleine" Dinge freuen können!
Wenn man jeden Tag froh ist zu überleben, ist einem das Wetter, die lauten Nachbarn und dergl. egal!

Was man nicht kennt vermisst man auch nicht! Deshalb sind sie wahrscheinlich zufriedenener, auch weil sie nicht in einer Ellenbogengesellschaft leben oder neidisch sind...

sind sie das?
ZwieZeit am 20. Februar 2009 10:58 es gibt auch umfragen, wo es andersherum ist, aber große umfragen, wo es um den mentalen Zustand geht, sehen das so, ja

Weil sie sich nicht so viel und so gerne mit Problemen beschäftigen, und weil sie sich nicht so schuldig fühlen und weil sie nicht so viel denken(ordnen, einordnen, urteilen, beurteilen, verurteilen).

Immer mehr Raffen macht eben nicht glücklicher. Man sieht es doch. Wachstum ohne Ende und ohne Grenzen ist offensichtlich nicht gut.
In den Konsumländern zählt doch nur noch Geld, Geld, Geld. Der Druck immer mehr davon ranzuschaffen nimmt einem den Blick für das Wesentliche im, die Freude am und die Zeit für das Leben und damit auch das Glücklichsein.