Warum sind manche Jugendliche im Internet so verdammt naiv und unvorsichtig?

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35 Antworten

Ist es wirklich fehlende Aufklärung oder ändert sich die Welt/ die Gewohnheit gerade wieder mal, ohne dass einige es mitbekommen?

Ich bin mit der Idee aufgewachsen, immer im Internet ein Pseudonym anzugeben etc. Und dann kam der Trend auf, dass man in Foren seinen echten Vornamen oder sogar Vor- und Nachnamen angab und oft Adresse oder sogar Telefonnummer veröffentlichte (die berühmten Wohnungsführungen/ Renovierungstagebücher + Impressum mit vollständiger Adresse...).

Inzwischen sind Klarnamen in einem Bereichen "Pflicht" - bei Facebook werden deshalb einige gesperrt, andere habe noch deutlich sichtbar Pseudonyme, schreiben aber weiter dort.

Die Folge von all dem ist, dass es einem zunehmend egal wird. Man versucht nicht mehr krampfhaft, seine Identität zu verschleiern durch falsche Angaben von Alter, Wohnort, Beruf usw., im Gegenteil, immer mehr Menschen schreiben das ganz offen und nehmen dann auch an Treffen teil, auf denen andere einige der Angaben ja nachprüfen könnten.Genauso kleiden wir uns heute auf eine Art, die noch vor 20 Jahren als zweifelhaft angesehen worden wäre - besonders im jungen Alter (Kinder, Jugendliche). 


Was früher ggf. "gefärlich" gewesen wäre und jemanden auf falsche Gedanken gebracht hätte, ist heute oft schon die Norm (z.B. 12jährige schminken sich und kleiden sich so, dass man sie für mindestens 18 halten könnte).Viele geben relativ viel von sich im Internet preis - standardmäßig. Wir posten unserer Namen, unseren Wohnort, Fotos von teils sehr persönlichen Ereignissen oder Orten, Fotos unserer Kinder - bis ins Babyalter, Töpfchenfotos etc. Das könnte man auch als "gefährlich" ansehen, aber es ist inzwischen schon so verbreitet, dass sich die meisten gar keine Gedanken mehr darum machen.


Vermutlich könnte man die meisten Leute finden oder zuordnen, wenn man sich Mühe geben würde - sie posten hier etwas von ihrem Geburtstag, erzählen dort von ihrer Abifeier, machen ein Video mit einer Wohnungsführung, fragen in Fachforen etwas über ihren Beruf nach - und erwähnen dabei, wo sie ihn ausüben usw. Man sieht an der Praxis des "Doxxing", dass viele User recht einfach ihren Klarnamen und Adressen zuzuordnen sind.Je verbreiteter es wird, diese Art Infos online zu stellen, desto weniger wird man gerade die heranwachsende Generation davon abhalten können, das zu tun. Es geht schon los damit, dass viele Schulen/ Lehrer Facebookgruppen haben.

 Facebook verlangt offiziell Klarnamen. Und schon ist ein Teil der Privatsphäre weg. Wer dann recherchiert, kann bestimmt auch schnell andere private Details finden bzw. zuordnen.Das Verständnis von Privatsphäre verschiebt sich. Mehr und mehr Hemmungen fallen, aber bei allen/ den meisten, daher weiß ich nicht, ob man es noch als gefährlich bezeichnen kann, wenn es fast jeder irgendwo so macht. Die Zahl der potentiellen Opfer wäre dann doch zu groß, oder nicht?

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Hallo!

Für mich ist es die Gier nach Selbstinszenierung bzw. nach Selbstbestätigung aka "Likes" -------> außerdem sind die meisten mit ca. 14 emotional noch nicht reif genug, um die Gefahren der Social Networks erkennen zu können & ein Gefühl für den richtigen Umgang mit den "modernen Medien" zu entwickeln... das ist mMn da das Hauptproblem. Deswegen sind viele so arglos: Sie wissen es nicht besser & suchen Selbstbestätigung. Dazu gehören Fotos von Partys, mit denen man protzt offenbar genauso wie jede Menge peinliche Kommentare & Ähnliches, was dann "natürlich" alles für jedermann einsichtbar ist.. viele können die Gefahr nicht einschätzen. 

Aber das betrifft nicht nur Jugendliche -----------> es fallen mir auch immer wieder Leute auf die etwa in meinem Alter sind (bin 25) oder älter sind & die echt die dämlichsten Sachen posten... scheinbar ohne sich Gedanken zu machen.

Den Eltern oder Schulen ist da m.E. weniger ein Vorwurf zu machen, da es immer wieder umfangreiche Projekttage gibt, wo soziale Netzwerke erklärt werden, tlw. mit Experten vom Kreismedienzentrum & der Polizei, die das Ganze schülergerecht erklären. 

Ich persönlich (m, 25) bin bei Facebook seit Ende 2010 aktiv, aber ... was heißt "aktiv": Ich poste kaum was, habe von mir 1-2 Fotos online, nix öffentlich gestellt (noch nicht mal die Freundesliste oder den Wohnort), einen sehr überschaubaren Freundeskreis & halte es für sinnlos, mich online zu "publizieren". Für mich ist das Ding 'ne Methode um z.B. mit ehemaligen Mitschülern Kontakte zu halten oder mit meinen Verwandten aus Jugoslawien. Das mit den Klarnamen find' ich kein Problem ---------> aber es kommt drauf an, wie man sich präsentiert. Und wer will kann sich bei Facebook durchaus abschotten... es gibt viele Privatsphäre-Einstellungen, das ist es nicht!

Meine Meinung!

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Kommentar von Labertaschen
04.04.2016, 00:05

Ich teile deine Meinung. Ich bin 16 Jahre alt, extrovertiert, gesellig und so wurde ich auch erzogen. Aber immer hat meine Mum gesagt, dass ich egal wo, aufpassen soll, was ich mache.

Meine Klassenkameradin hat mich letztens verstört angeschaut als ich gesagt habe, dass ich diverse User auf Instagram nicht folge oder die Anfragen verweigere von Menschen, die ich nicht einmal Ansatzweise kenne. Sie meinte darauf nur, dass sie wollen würde, dass so viele Menschen wie möglich ihre Bilder liken. Ich frage mich, was ein leere Klick ihr bringen soll.

Es sagt nicht aus, ob sie ein guter Mensch ist. Es sagt nicht aus, wie viel wirkliche Freunde sie hat. Es sagt auch nicht aus, wie viele Menschen in Wahrheit ihr das schlechteste auf der Welt wünschen würden, weil wenn man jemanden folgt, dann liket man die Bilder, basta.

Eine andere Bekannte habe ich mal in der Stadt aus Zufall getroffen. Als ich fragte, was sie denn vor hat, erzählte sie mir (Sie war damals 15!!!!!), dass sie einen Bekannten von Lovoo trifft...

Da sind bei mir alle Alarmglocken geschrillt! Sie kennt den Typen doch gar nicht! Sie meinte daraufhin, so naiv wie sie ist, dass die Profile alle gaaanz sicher zertifiziert ist...blablabla. Als ich meinte, dass man diese Zertifizierung gaaanz sicher auch überlisten kann, hat sie mich ausgelacht. Ein Jahr später kam die Nachricht:" Lovoo: Tausende Fakeprofile. Seien sie gewarnt!"

Was soll ich sagen, ich kann es nicht fassen, dass manche so naiv sind.

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Ich bin selbst in dem alter und verstehe es leider auch nicht ^^ ich weiß auch nicht wieso man mit 14(!) im internet nach sexpartnern sucht oder so ich meine ich bin nicht prüde oder so aber auch echt nicht so verzweifelt und ähm bitchig (xD)

ich glaube einfach das viele sich etwas beweisen wollen sagen können wollen das sie die ersten waren oder soetwas aus erfahrung weiß ich auch das viele eltern das auch fasst garnicht juckt dazu muss man natürlich auch sagen das man soetwas eig. Nicht kontrolieren kann
ich find es selber affig und ziemlich erbärmlich und wie gefährlich das ist steht ja nochmal auf einem anderen blatt

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Kommentar von Darkmalvet
03.04.2016, 02:34

Ich finde es ist ja nichts schlimmes daran, wenn Jugendliche sich Sexualpartner in ihrem Alter suchen, aber doch da wo sie sicher sein können nicht von Triebtätern in eine Falle gelockt zu werden.

Also im echten Leben.

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ich denke die meisten sind selbst garnicht die für die sie sich ausgeben o.ô

ansonsten ist es eben nicht so einfach eine sache zu überblicken mit der man aufwächst. das internet/social media ist für die normalität. war schon immer da. dementsprechend gehen die von vornherein viel selbstverständlicher (oder halt anders ausgedrückt naiv) damit um. dazu kommt, dass eltern sich davor bislang noch gedrückt haben, daher selbst keine ahnung haben was da so abgeht und ihre kinder deshalb auch nicht aufklären können. da muss immer erst ein sternTV beitrag kommen über beispielsweise younow oder ähnliches, bis mal jemand drauf aufmerksam wird was die kinder so treiben ^^

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Kommentar von Darkmalvet
03.04.2016, 02:44

Also diejenigen die diese Threads erstellen sind deiner Meinung nach die Bösen, die damit andere locken wollen.

Wie dem auch sei, ich finde es einfach schlimm, wenn man wieder mal in Fernsehen oder Zeitung von Jugendlichen ließt, die zum Opfer wurden, nur weil sie nicht aufgepasst haben und im Internet an Verbrecher geraten sind.

Dann denk ich mir immer, sowas muss doch nicht sein.

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Fehlende Aufklärung. Ich bin auch ein Jugendlicher und wir haben die Risiken des sogenannten Internetz sogar in der Schule behandelt. Eigentlich sollte man aber in dieser Generation ein bisschen schlauer sein was Internet betrifft wenn man schon damit praktisch aufwächst. Zu einem grossen Teil kann man dieses Unvorsichtige Verhalten und die Naivität auch auf mangelnde Intelligenz zurückführen... Ein bisschen überlegen hilft meist schon!

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Ich vermute mal sie wollen ihr Selbstwertgefühl steigern

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Jugendliche Verstehen die Gefahren des Internet nicht. Sie müssen erst begreifen, dass es auch eine böse Seite der Welt gibt. Man kann ihnen das so oft sagen wie es nur geht, aber sie wollen es selber herausfinden.

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Diese Jugendlichen sind sich der Gefahren nicht wirklich bewusst. Man hört einiges, aber selbst ist man nicht betroffen und mir kann nichts passieren. Sehr gefährlich.

Ich vertrete schon seit Jahren die Meinung, an Schulen sollte so ein Fach Informatik oder einfach nur der Umgang mit dem Internet eingeführt werden.Damals sagte ich ab 14, heute denke ich mir ab 12.

Aber natürlich sind auch die Eltern mit in der Pflicht und sollten kontrollieren, was die Kinder so im Netz treiben.

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Kommentar von Junge194
04.04.2016, 23:56

"Ich vertrete schon seit Jahren die Meinung, an Schulen sollte so ein Fach Informatik oder einfach nur der Umgang mit dem Internet eingeführt werden."

An meiner Schule ist das zwar kein Fach, aber jedes Jahr kriegen wir mehrstündige Vorträge über dieses Thema (Umgang mit Medien etc.).

Wir lernen das übliche, nämlich, dass wir mit unseren persönlichen Daten gut umgehen sollen usw.

Aber viele scheint das wohl nicht zu interessieren.

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Ich glaube bei manchen ist es einfach dieses sicherheitsgefühl. schlechte note: inernet. stret mit den eltern/Freunden: internet. klar es ist gefährlich aber man musste sie einfach mehr aufklären und nicht nur meckern ;)

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Hallo! Jugendliche waren schon immer naiv und unvorsichtig. Durch das Internet sind die Risiken halt vielfältiger geworden - und global

Ich wünsche Dir alles Gute.

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Ich glaube das hängt alles mit der aktuellen Medien Kultur zusammen, im Grunde wird man ja heute von früh bis spät mit dem Thema Sex konfrontiert.
Ob man will oder nicht.
Verständlich, das Jungs in dem Alter, dann unbedingt Geschlechtsverkehr haben wollen aber da die meisten, im Reallife Angst davor haben, versuchen sie es im Internet.
Denn dort wird einem ja viel versprochen...
Sehr traurige Entwicklung...

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Kommentar von DonkeyDerby
03.04.2016, 11:11

im Grunde wird man ja heute von früh bis spät mit dem Thema Sex konfrontiert.
Ob man will oder nicht.

Da haben wir offensichtlich ganz unterschiedliche Wahrnehmungen. Ich bin in den 1970-ger Jahren aufgewachsen. Da drehte sich viel mehr um Sex als heute. U.a. auch durch AIDS, aber auch durch andere Einflüsse, habe ich eher den Eindruck, dass seit den 1990-ger Jahren eine "neue Prüderie" Einzug hält.

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Entweder wollen sie nicht hören das es auch Risiken gibt oder keiner sagt es ihnen (sollte aber schon klar sein)

Bei den Leuten die nicht hören wollen, muss erst was passieren damit sie es merken

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Weil sei noch jung sind und es ihnen naturgemäß an Erfahrung fehlt. Darum ist es besonders Heute wichtig, dass die Eltern davon Ahnung haben. Doch leider ist dem nicht so.

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Ich erlebe es immer wieder dass Menschen im realen Leben ihr Gesicht zeigen. Gestern erst saß ich im Bus und 30 Personen hatten ihr Gesicht nicht einfach durch ein anderes Bild ersetzt. Und manchmal bin ich im Garten und mein Nachbar zeigt mir einfach sein Gesicht. Einmal hat er mir sogar seine Telefonnummer gegeben. Ich weiß ja nicht mal wie alt er ist. 

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Es gibt auch Erwachsene, die unvorsichtig sind, was den Umgang mit dem Internet anbelangt.

Sie fallen auf Gewinnspiele rein, die rein logisch betrachtet nur Abzocke sind.
Manche von ihnen stellen Baby-/Kinderfotos ein, posten öffentlich Dinge, die besser im kleinen Kreis geblieben wären.

Das Dümmste (oder wie ich es sonst nennen soll), was ich mal im Netz gelesen habe, war: Klarname, Ort und Beruf der Schreiberin. Hätte ich Interesse gehabt, hätte ich leicht herausfinden können, wo sie arbeitet(e?).

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Stell dir vor: Überall wird mit Bild nach Sexualpartnern gesucht. Sobald du die Straße betrittst bist du Teil des analogen Geschehens. Im Internet behilft man sich halt mit Profilbildern.

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Ich verstehe das auch nicht. Ich bin ja auch noch im Jugendlichenalter und trotzdem verstehe ich es nicht. In meiner Umgebung sind zum Glück alle recht gut aufgeklärt und da wird sich trotz End-toEnd-Verschlüsselung nicht mal über WhatsApp verabredet (oder kaum), weil alle Hacks befürchten. Klingt vielleicht schon übertrieben.

Ich persönlich bin weder bei Facebook noch auf Twitter und melde mich in jedem Forum mit einem anderen Pseudonym an, sodass man die nicht zuordnen kann. Zumindest nicht so schnell. IP-Adresse wechsle ich auch ab und an. Trotzdem passe ich natürlich auf, was ich wo poste - wobei ich der Meinung bin, dass man schon mal was aus seinem Leben erzählen darf. Es muss halt vielleicht was standardmäßigeres sein, sodass man es wirklich keiner bestimmten Person zuordnen kann. Aber darüber lässt sich streiten. Ganz persönliche Daten würde ich nie posten, auch keine Fotos und das sage ich auch allen, dass sie das lassen sollen. Oder zumindest mich nicht namentlich erwähnen sollen. Ich selber erwähne im Netz nicht mal meinen Vornamen.

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Ich glaube, dass es für die jetztige Jugend schon so normal geworden ist mit den Medien umzugehen, dass sie mit den Gefahren nicht vertraut sind oder das sie die Gefahren ausblenden, da für sie diese Medien so vertraut sind. Früher war es noch etwas besonderes, aber heute integriert es sich so in deren Alltag.

Und wenn das mit der Partnersuche klappen würde, hätten sie natürlich auch viel gewonnen. Also es hätte auch etwas gutes und für sie überwiegen diese Vorteile.

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ich sehe eher die naivität im internet bei der generation 50 plus, die meisten jugendlichen wissen sehr genau was sie da tun, früher hat man ja auch in der schule mal etwas probiert ( mal heute bauchfrei, einen kurzen rock anziehen), heute macht man das auf fb. sie wachsen heutzutage mit dieser bestätigungssucht auf. sie sind durchgehend mit dem internet verbunden, dinge die in unserer kindheit so gar nicht vorhanden waren. die welt ist unglaublich klein geworden...

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Einmal koennte fehelende Ausklaerung der Grund sein. Internetsicherheit kann zwar im Schulunterricht sein, ist aber immer noch nicht Teil des Lahrplans und kein Muss. 

Da kommt es schon auf das persoenliche Engagement von einzelnen Lehrern und die Praktik der Schule an. Und Eltern sind teilweise noch unqualifizierter als ihre Kinder auf dem Gebiet.

Davon mal abgesehen ist das Teenagergehirn etwas besonderes (wirklich, rein physiologisch gesehen): es liebt Risiken...


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