Frage von LeserinLektorin,

Warum sind Männer keine Gentlemen mehr?

Früher gehörte das doch zu ihren Tugenden: Der Frau die Tür aufhalten, den Stuhl zurechtrücken, schweres Gepäck abnehmen, den Mantel in die Pfütze werfen, damit die Frau trockenen Fußes darüber gehen kann? Wo sind diese Werte hin? Gibt es noch Gentlemen, die unter 70 sind? Warum hat das aufgehört? Ich als Frau würde mich freuen, wenn solche Männer öfter meinen Weg kreuzen würden und nicht der Arbeitskollege die Tür vor mir zufallen lässt, obwohl ich gerade beladen wie ein Esel hinter ihm noch den Türspalt erreichen möchte ... sehr schade. Also: Was ist mit Eurer Höflichkeit geschehen?

Hilfreichste Antwort von Entdeckung,
14 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Auch heute gibt es noch Gentlemen mit all der erforderlichen Tugend und Höflichkeit.

Allerdings sind auch Höflichkeit und Tugend der Zeit unterworfen.

Um an einem Bespiel zu verdeutlichen was ich meine:

Früher gab es eigene Herrenzimmer, in welches sie die Herren nach dem Essen zurückzogen, um dort (unter anderem) auch zu rauchen und so die Damenwelt durch den Rauch nicht zu stören.

Früher galt eine Frau nur dann als wirklich tugendsam, wenn sie "unberührt" in die Ehe ging und eine "zu frühe" Schwangerschaft hat so manche Frau "ins Wassser" (also in den frühen Tod) getrieben.

So hat sich im Laufe der Zeit so manches geändert.

Geändert hat sich aber nur das Kleid, in welchem Höflichkeit und gutes Benehmen daher kommt.

Das alles tut mir nicht wirklich leid.

Oder doch ... wenn ich es mir so recht überlege:

Es würde mir, denke ich, schon gefallen, wenn ein Herr seinen Mantel über eine nasse oder schmutzige Stelle meines Weges legte ich und mich aufforderte, meinen Fuß darauf zu setzen ... aber ... das ist schon klar, gefallen würde mir das nur, wenn es sich dabei nicht um meinen Ehemann handelte und ich mir über das Reinigen das Mantels keine Gedanken mehr machen müsste !!! ;-)

Kommentar von NonVegetarian,

Höhö... ;) Na wenn ich meine Madame den Mantel waschen lassen müsste, würde sie mir auch sagen ich soll mich mehr wie ein A-- gegenüber Damen verhalten... :-P

Kommentar von Entdeckung,

Aber so soll es auch gar nicht sein ... keine Dame würde es schätzen, wenn "ihr" Held sich für eine andere zu derartigen Don Quichoterien hinreissen ließe ;-)

Kommentar von Nietzsche81,

Bist Du Dir sicher, dass Du den Herrn de la Mancha und nicht den Herrn de Marco meinst?

Kommentar von Entdeckung,

Also bis vor kurzem war ich mir sicher, dass ich den Spanier meinte, den de la Mancha ... mit seinen Windmühlen ... aber das war zu einer Zeit als ich noch nicht wusste, dass es auch einen Herrn de Marco gibt ... und jetzt frage ich mich (aber eigentlich Dich) wer ist das und wie passt der wohl hier ins Bild?

Kommentar von Entdeckung,

Da hast du mich jetzt aber überrascht ... danke !

lg

e

Kommentar von ursula39,

@Entdeckung.. Du meinst die Zeit der Reifröcke ?

Durch diese waren die Türen, und auch die Stühle auf denen die Damen Platz nehmen wollten, ohne Hilfe unerreichbar!

Um die wunderbare, bis zum Boden reichende Garderobe der Angebeteten vor Schmutz zu schützen, drapierte ihr Begleiter , wenn sie die Kutsche verliess, seinen Umhang als Teppich in den Staub der Straße...

Kommentar von Entdeckung,

Das hast du schön beschrieben ... ja, meinte ich auch ... aber nicht nur ...

Antwort von sanne172,
28 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Erst einmal - ich kenne durchaus noch höfliche Männer, die einem die Tür aufhalten,
selbst wenn man mal nichts zu schleppen hat.
Andererseits haben sich ja nicht nur die Männer verändert ;-)
Die Belohnung, die sie zu anderen Zeiten für ihre Höflichkeit erhielten,
bleibt ja heute meistens aus. Männer können nicht mehr als Gegenleistung Anpassung und Unterordnung erwarten. (Zum Glück)
Aber das ist eben die Kehrseite der Medaille.
Männer müssen heute nicht höflicher und hilfsbereiter sein als Frauen.
Und das finde ich auch gerecht :-)

Unsere Söhne sind hilfsbereit ohne auf das Geschlecht zu achten - eher auf die Bedürftigkeit.
Das kann dann heißen, dass sie lieber einem alten oder behinderten Mann die schwere Tasche tragen, als einer Frau.
Und das ist richtig :-)
Wir Frauen können doch solche Dinge selbst ganz gut, oder?

Kommentar von turalo,

Männer können nicht mehr als Gegenleistung Anpassung und Unterordnung erwarten. (Zum Glück)

Ich erbringe als "Gegenleistung" auch nichts vergleichbares. Natürlich passe ich mich an, jeder muß sich in einer Partnerschaft anpassen, was nicht Unterordnung bedeutet. Wir sind gegenseitig füreinander da, da gehört es m. E. schon ein bißchen dazu, daß der Mann einen etwas hofiert.

Kommentar von sanne172,

Eben, in einer Partnerschaft fällt das für mich unter gegenseitige Wertschätzung.

Und das genieße ich durchaus :-)
Ich bezog die Frage mehr auf das öffentliche Leben -
auf das Verhalten sich relativ fremder Menschen.

Kommentar von Schmankerl,

@sanne172 , .. feinste sahne !

Antwort von Humpelschtilz,
18 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Gleichberechtigung heist doch nich gleich unhöflich!! - Ich denk mehr Gentleman&Gentlefrau. Oder höflichkeishalber umgekehrt ;o))

Antwort von Nietzsche81,
17 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Alec Guinness hat mal gesagt:

"Eine Lady ist eine Dame, die aus Männern Gentlemen macht." Nein, liebe Damen, ich möchte hier nicht die Schuld abwälzen, obwohl, eigentlich möchte ich das doch...;-) Die Emanzipation hat die Rollenbilder verändert. Der Mann, der der Frau die TÜr aufhalten wollte, hat sie auf einmal böse, weil das herabsetzend wäre usw... Es ist für alle, Männlein wie Weiblein, schwieriger geworden ein für sich selbst passendes Bild aus den verschiedenen Rollenangeboten herauszufiltern.

-

Die Aufgabe die sich daran anschließt ist, sich den passenden Gegenpart, mit entsprechenden Präferenzen zu suchen. Die Gentlemen sind mit Sicherheit kaum weniger geworden, sie sind nur schwerer zu finden, da sie nicht mehr alle einen schicken Cutaway tragen. Herzlichen Glückwunsch, das ist der Preis des Individualismus

-

Und zu glauben, dass früher alle Männer Gentlemen waren, ist übrigens auch eine romantische Verklärung.

Kommentar von auchmama,

Und zu glauben, dass früher alle Männer Gentlemen waren, ist übrigens auch eine romantische Verklärung.

Eindeutig zu viel Fernsehen geschaut...;-)

Kommentar von Nietzsche81,

Ich habe hier jetzt ganz viel negatives über die Emanzipation gelesen, das verstehe ich nicht. Die Emanzipation war etwas grundlegend Gutes. Allerdings bedeutet Emanzipation viel mehr als nur: Frauen dürfen jetzt auch Kampfpilot werden. Die E. hat die Rollenbilder in der Gesellschaft verändert. Aber sie bezieht sich nicht nur auf die Frau, sondern auch auf den Mann. Auch der Mann musste und muss sich emanzipieren. Das ist oft noch nicht angekommen. Die neuen Rollenbilder sind allerdings viel offener, flexibler und durchlässiger und vermitteln daher viel weniger Sicherheit als die traditionellen Rb. Sich in einer so pluralisierten Welt zurechtzufinden und den eigenen Platz klar zu definieren fällt aufgrund der Konkurrenz der Lebensentwürfe natürlich nicht leicht und führt zu Unsicherheit.

-

Auch eine emanzipierte Frau würde es nicht ablehnen, wenn ihr ein Arbeitskollege die Tür aufhält, wenn sie voll bepackt ist. Umgekehrt sollte sie es genauso halten, sonst ist etwas in der Schieflage.

-

Erst wenn das Rollenverständnis des einen Partners den anderen einschränkt, dann gibt es ein Problem. Ansonsten sind alle Lebensentwürfe erlaubt. Das heißt Emanzipation. Man muss eben nur den passenden Partner mit den gleichen Präferenzen finden.

Kommentar von NonVegetarian,

Tolle Antwort und toller Kommentar Hr. Nietzsche81! DH! MfG NonVeg

Kommentar von KatzeNini,

"Eine Lady ist eine Dame, die aus Männern Gentlemen macht."

da ist was dran-- klasse Zitat!

Antwort von AllesKnower,
14 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die ist noch existent, aber haben Frauen sich nicht auch verändert bzw. deren Verhalten, das nennt man Emanzipation und die hat auch Nachteile !

Kommentar von rayondesoleil,

Welche Nachteile z. B.?

Kommentar von AllesKnower,

Das Frauen nun an einen Mann nicht mehr die typischen Versorgeransprüche stellen können !

Kommentar von DollyPond,

das ist ein VOR- und kein nachteil, finde ich.

Kommentar von LeserinLektorin,

Das hat doch nichts mit Höflichkeit und guten Umgangsformen zu tun!

Kommentar von LeserinLektorin,

Ja, da hast Du Recht, aber in Wirklichkeit wünscht sich das doch jede Frau.

Kommentar von AllesKnower,

Ja und ich beachte die Regeln auch noch, nur bin ich mir sicher, dass das immer weniger Männer tun !

Kommentar von turalo,

Jede Frau wünscht sich einen aufmerksamen Partner an ihrer Seite. Auch wenn ich meine Autoreifen selbst wechseln kann, ist es dennoch schön, wenn das mein Mann für mich tut. Ich kann auch eine Kiste Wasser tragen, muß es aber nicht. Ich kriege eine Tür schon ganz allein auf, muß es aber nicht. Und so weiter.

Kommentar von LeserinLektorin,

Das sehe ich auch so. Es soll ja auch Männer geben, die sich ihre Brote morgens von der Frau schmieren lassen. Abends können sie das ja auch selbst.

Kommentar von turalo,

Ich schmiere durchaus auch ein Brot für meinen Mann, oder hole ihm einen Kaffee aus der Küche. Da bricht mir kein Zacken aus der Krone. Ich koche, putze, bügle ja auch für ihn. Und der Hammer: Es macht mir nicht mal was aus, ich mach' es gerne für ihn. Er gibt mir allerhand zurück....

Kommentar von NonVegetarian,

@turalo: Das ist das perfekte Beispiel von gegenseitiger Wetschätzung wie sie in einer Beziehung sein sollte finde ich. DH!

Antwort von Momo1965,
13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Tja, das wird wohl (auch) eine Folge der Emanzipation sein, um die die Frauen so lange gekämpft haben und immer noch kämpfen. Wie viele Frauen gibt es, die sich dem Mann gleichgestellt wissen wollten / wollen? Eine logische Folge daraus wäre, dass nun auch mal die Frau dem Mann die Türe aufhält usw. :-)

Ich persönlich bin da eher konservativ veranlagt und genieße es durchaus sehr, einen solchen Gentleman und Kavalier der "alten Schule" an meiner Seite zu wissen. :-)

Antwort von icke01,
11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Emanzipation hat uns nicht nur Vorteile gebracht....

Kommentar von turalo,

Weil viele Frauen es einfach falsch verstanden haben oder immer noch falsch verstehen.

Kommentar von LeserinLektorin,

Wieso? Wie kann man das denn falsch verstehen außer als nette Geste?

Kommentar von icke01,

leider...

Kommentar von turalo,

Ich meinte einfach nur, daß sich vielleicht manche (sich selbst unsichere) Frauen es mißverstehen,wenn Mann ihnen die Bohrmaschine aus der Hande nimmt und anbietet, das Regal schnell aufzuhängen. Daß sie es kann, sollte sie wissen, das muß sie nicht vor sich hertragen wie ein Banner. Das meinte ich.

Kommentar von icke01,

Geanu das ist es!
Dieses sich beweisen müssen führt leider oft dazu, dass höfliche Gesten abgelehnt werden, die dann schließlich ausbleiben.....wer kann es ihnen verdenken.
Man muss das ja auch annehmen können.

Antwort von auchmama,
10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

....also, ich findes es ganz in Ordnung, dass kein Mantel mehr in den Dreck fliegt, den ich danach wohl auch noch waschen darf...;-)

Bei mir benehmen sich die meisten Männer auch nich anständig. Ausserdem bin ich durchaus auch bereit, einem schwer beladenen Mann die Tür aufzuhalten.

Hat denn Höflichkeit nicht auch was mit Gegenseitigkeit zu tun?

Geh doch mal lächelnd durchs Leben und durchs Büro, Du glaubst gar nicht wie viele Türen sich, wie von Männerhand, alleine öffnen...;-)))

Kommentar von LeserinLektorin,

Na, ich weiß nicht ...

Kommentar von auchmama,

...was weißt Du nicht? Kann ich helfen?

Antwort von ursula39,
9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Da hätte eventuell ein: "Helfen sie mir bitte?", und eine Tasse Kaffee in der Mittagspause, das Arbeitsklima in gaanz neue Bahnen gelenkt?

Ich finde die Geflogenheiten aus der Postkutschenzeit übeholt, nicht mehr zeitbemäß!

Höflichkeit, und gesittetes Benehmen, auf Seiten der Männer sowohl der Frauen gibt es doch auch heute in allen Lebenslagen?

Das Emanzipation , gleichbedeutend mit der "Vermännlichung" der Frauen hier beklagt wird, ist entlarvend, und eine recht einseitige Interpretation...

Nein, es fehlen nicht die Gentleman, es fehlt das Verständnis für all die Vorteile , welche uns eine Partnerschaft in Augenhöhe gebracht hat...

Kommentar von ursula39,

Das Türe offenhalten, stammt aus der Zeit der Reifröcke!

Dadurch war Frau, genau wie vom Stuhl, auf dem sie Platz nemen wollte, meilenweit entfernt.

Und seinen Umhang warf der Edle vor der Dame in den Matsch der unasphaltierten Straße, bevor er ihr aus der Kutsche half!

Kommentar von auchmama,

...waren es nicht Männer? - Die mitgedacht haben und vorsorglich die Matschflächen schon mal asphaltiert haben! Wenn das kein Entgegenkommen ist. Die Frau hat weniger Wäsche! Nun muss Frau ihn nur noch an den Umgang mit der Waschmaschine gewöhnen. Dann haben doch alle gewonnen...;-)

Antwort von diewildeHilde,
9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hat was mit Emanzipation zu tun. Und da ich mich für emanzipiert halte, nehme ich mir das Recht heraus, auch einem Mann die Tür aufzuhalten oder Feuer zu geben oder so was.

Das sind einfach zwischenmenschliche Höflichkeiten, die beiden Geschlechtern nicht schaden.

Kommentar von auchmama,

...siehste, so mach ich das auch...;-)

magste Feuer?

Antwort von turalo,
9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es gibt sie noch, die Gentlemen. Ich habe einen zu Hause. Er würde mich nichts schleppen lassen, er hält mir die Tür auf, macht die Autotür auf (auch beim Aussteigen), hilft mir in die Jacke, würde sich nicht eher hinsetzen, als ich sitze. Sehr angenehm!

Kommentar von Kizzy,

Ach du glückliche..ich will auch so einen.. hat er vielleicht noch einen bruder?? ^^

Kommentar von LeserinLektorin,

Ich leider nicht.Wenn er was schleppen soll, mault er rum, das mögen doch die Kinder tun. Türen auf oder zu? Jacken an oder aus? Fehlanzeige. Beneidenswert!

Kommentar von turalo,

Er hat tatsächlich einen Bruder. Aber den will niemand - nicht für geschenkt!

Kommentar von LeserinLektorin,

:-))

Kommentar von NonVegetarian,

Sehr schön und ich freue mich für dich turalo. Du hast also einen richtigen Mann abbekommen. Mich würde allerdings interessieren, warum der Bruder dann so anders ist. Hat er nicht die selben Werte und Anstandsformen vermittelt bekommen als er jünger war?

Kommentar von turalo,

Sein älterer Bruder war immer der Revoluzzer, der sich grundsätzlich über alles hinwegsetzte und das auch immer noch für gut und richtig hält. Er hat wenig Manieren, wenig Hemmungen, wenig Anstand - beiden Geschlechtern gegenüber. Vielleicht ist deshalb mein Mann auch vollkommen anders geartet - abschreckendes Beispiel.... keine Ahnung.

Antwort von NonVegetarian,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Erst einmal einen Guten Morgen LeserinLektorin, und dann komm ich zur Beantwortung deiner Frage.

Ich bin eindeutig weit unter 70 Lenzen alt aber finde das diese Werte und Tugenden, die Du hier angesprochen hast, durchaus wichtig sind, ja sogar notwendig wenn Man(n) es im Leben und auch in einer Partnerschaft harmonisch und nett haben will.

Bis auf die Geschichte mit dem Mantel(denn dies ist mir auch ein wenig zu sehr Gentlemen^^) versuche ich diese Umgangsformen auch immer einzuhalten, sofern es mir möglich ist.

Allerdings hängt das auch von seinem weiblichen gegenüber ab finde ich. Nicht ob die Dame gut aussieht oder eher nicht, sondern ob sie sich auf den ersten Blick gleich auch als solche erkennen lässt.

Es ist beiden nicht geholfen wenn der Gentlemen höflich z.B. die Tür für die Dame aufhält und sie natürlich freundlich anblickt, doch von der "Dame" dann nur ein Blick der Verwunderung zurück bekommt.

Es ist also nicht nur das aussteben des Gentlemens der Fall, sondern auch das Verhalten manch junger Frauen, nur noch das Gegenteil von Ladylike.

Ich werde meinem Sohn jedenfalls diese Werte und Umgangsformen vermitteln und ihm genau erklären warum, und wie er sich in der Anwesenheit einer Dame zu verhalten hat.

Leider stirbt die Erziehung der Kinder, in diese Richtung einfach mehr und mehr ab in den letzten Jahren und der Umgang der Mitmenschen miteinander wird zunehmend schroffer und oberflächlicher.

Schade, aber solange es noch ein paar Menschen wie dich und mich gibt, besteht für die Gesellschaft doch noch Hoffnung oder? ;)

MfG NonVeg

Kommentar von Entdeckung,

In vielen Punkten stimme ich mit dir überein ... in einem allerdings nicht ... wenn du es genau wissen willst ... meine Antwort steht unten ... ;-)

Antwort von snoopy154,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich mach das heute noch! Bin noch von der alten Schule!

Kommentar von LeserinLektorin,

Schöön! Weiter so! Schade, dass Du noch nicht meine Wege gekreuzt hast. Sowas bleibt in der Erinnerung haften.

Kommentar von KatzeNini,

Das macht Hoffnung ;)

Antwort von Allison,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich mag ja solche Fragen, die eine beliebige These als Wahrheit darstellen und dann nach dem Warum fragen =)

In "meiner Welt" sind die Männer auch heute noch freundlich - die Frauen genauso. Ich denke das ist eine Sache der Wahrnehmung und der Bewertung und des "wie Du mir so ich Dir" (Aktion=Reaktion).

Nicht zuletzt hat die "Emanzipationswelle" mit Sicherheit dazu beigetragen, dass Männer da vorsichtiger geworden sind.

Uuuuund: Schau Dir die Mütter von heute an... wie sollen da Gentlemen erzogen werden können?

Kommentar von LeserinLektorin,

Das ist allerdings auch wieder wahr.

Antwort von miboki,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Mein Mann ist deutlich unter 70 und auch ein Gentleman! Ich habe seit Jahren die Autotür nicht mehr selber aufmachen müssen und natürlich darf ich Einkaufstaschen oder gar Getränkekisten nicht selber tragen. Aber ich gebe auch zu, dass diese Höflichkeit heutzutage sehr selten ist. Im Bekanntenkreis habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Frauen mich um ihn beneiden und die Männer sauer sind, weil er ihnen von ihren Partnerinnen als Vorbild vorgehalten wird.

Antwort von Schnucki2000,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Schon mal was von Emanzipation gehört? ;-) Heute dürfen Männer und Frauen höflich sein (oder unhöflich).

Antwort von hunter131961,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

da muss ich dir aber wiedersprechen.ich mache das heute noch(bis auf den mantel über die pfütze).

Kommentar von LeserinLektorin,

Klasse. Beneidenswert sind die Frauen, die daran teilhaben dürfen.

Kommentar von hunter131961,

so viele frauen sind es auch nicht.:)

Antwort von Auchdazu,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Dann hast du mich noch nicht kennengelernt. Ich bin ein Beispiel für vergangene Umgansformen gegenüber einer Dame.

Kommentar von LeserinLektorin,

Ja, schade, dass ich Dich noch nicht kennengelernt habe. Aber dafür habe ich jede Menge Exemplare der anderen Gattung kennengelernt. Weiter so!

Kommentar von Auchdazu,

freundlichen Dank,

Antwort von moien57,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Weil es eine Erniedrigung der Frau darstellt wenn man(n) denkt sie kann nicht für sich selber sorgen, auf sich selber aufpassen, nicht selber um die Pfütze rumlaufen.......

Kommentar von LeserinLektorin,

Quatsch! Das ist doch keine Erniedrigung, sondern eine Wertschätzung!

Kommentar von rayondesoleil,

Es muss nicht zwingend eine Erniedrigung für Frauen darstellen - es kommt immer darauf an, wie der Mann das macht... ;)

Kommentar von Lockenzaehler,

Das kenn ich auch so - da haben die Frauen teilweise selbst schuld, wenn man nicht mehr höflich daher kommt.

Antwort von LeonMUC,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Liebe Frau Lektorin!

Ohne SIE jetzt persönlich in die Sippenhaft für Ihr Geschecht nehmen zu wollen, aber das haben Sie der Frau Alice Schwarzer zu verdanken! Die Männerverachtung (erinnern Sie sich an die "Schwanz ab!"- Parole?) schlägt zurück! Höflichkeit galt und gilt als sexistische Anmache! Auf den Punkt gebracht beschreibt das: "Eine überalterte, feminisierte, wehleidige, von historischen Schuldgefühlen gesteuerte, der Gleichheit und der Androgynität huldigende Gesellschaft bekämpft expansive Männlichkeit mit halb priesterlichem, halb irrenärztlichem Gestus." (Michael Klonovsky: “Der Held – ein Nachruf”) Norbert Bolz ergänzt: "„Nach der Entnazifizierung kommt jetzt die Entmachoisierung, die Verwandlung des Mannes in ein sorgendes Haustier. Letztlich geht es um die Ausrottung von Stolz und Ehrgeiz“ Ich suche üübrigens noch einenn Lektor für mein Buch: "EINS- Männliche Kraft" - Intro hier: http://trainings.fuegner.de/FuehrungMaennerManuskript-Intro.pdf

Können Sie, haben Sie Interesse?

Kommentar von LeserinLektorin,

Klar, doch für einen persönlichen Kontakt müssen wir "Freunde" werden - also müssen Sie das Freundschaftsangebot annehmen.

Antwort von Gartenphilo,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Türe hält doch jeder auf?? Und Stuhl zurecht rücken etc. hat man vor sehr langer Zeit vielleicht bei Hofdamen gemacht, aber warum sollte man heute eine an sich nicht nette (sondern neutrale) Geste zwecks Unterwerfungsgedanken ausführen? Die Menschen sind keineswegs unhöflicher geworden, denk ich, aber die strengen (und abstrusen) Sittlichkeitsnormen sind zurückgedrängt worden. Ich sehe jeden Tag "Gentlewomen" und auch "Gentlemen"!

Antwort von Sokrates2010,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Höflichkeit ist heute vielfach auf der Strecke geblieben, weil nicht für "cool" erachtet. Dies gilt übrigens für beiderlei Geschlechter. Wir glauben meist, Höflichkeit wäre eine Einbahnstrasse und zeigen nur zu oft mit dem Finger auf den/die andere/n. Dabei vergessen wir, dass drei Finger auf uns selbst zeigen. Ich gebe zu, dass ich mich stets bemühe, zuvorkommend zu sein, erwarte jedoch ein schlichtes "Danke" von Zeit zu Zeit. Ein Wort, welches heute aus unserem Sprachgebrauch fast gänzlich verschwunden ist. Ach ja: können wir das mit dem Mantel und der Pfütze lassen? Mein Kashmir ist mir, ehrlich gesagt, zu schade.

Antwort von kwon56,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo, wie? - mich gibt es nicht mehr?

Antwort von frank225,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

ja solche männer gibt es noch bin selber einer ,aber man muß auch sagen das wir im zeitalter der gleichberechtigung und enanzipation leben und auf arbeit müssen männer immer mehr aufpassen das sie nicht wegen sxueller belästigung bei ihren chef angekreitet werden ( was für frauen recht einfach ist ),auch kenne ich viele frauen die soetwas garnicht mehr wollen aber man kann eben nicht alle über einen kamm scheren

Antwort von papaandy,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ja,es ist schade,dass es das kaum noch gibt,aber in der jetzigen Zeit sind solche Dinge nicht mehr wichtig.Wichtig sind Ellbogen,Arroganz und Flegelei! Wir wären z.B. nie auf den Gedanken gekommen,uns so den Lehrern gegenüber zu verhalten,wie das heute an der Tagesordnung ist;wir besuchten die Tanzschule und bekamen zuhause "Manieren" beigebracht.Und den Frauen gegenüber Respekt.Benimm war selbstverständlich!Immer wieder ernte ich ein Lächeln,nur wenn ich mal für eine Frau die Tür aufhalte oder ihre Frisur lobe.Das sind sie mir wert!!! Na,alte Schule eben...

Antwort von FifthAvenue,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich stelle mal die Erziehung der jungen Männer in den Focus.Wie sollen sie es lernen,wenn es keine Vorbilder gibt?Die heutigen sog.Emanzen geniessen durchaus die Vorzüge guten Benehmens seitens des Mannes.Mein Gatte benimmt sich mir gegenüber so,dass unser Sohn durchaus in einigen Jahren zum Schwiegermutterliebling wird...

Kommentar von Lockenzaehler,

Schlecht ist nur, wenn nur die potentiellen Schwiegermütter ihn mögen, nicht aber deren Töchter.

Antwort von chipsy1943,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Schon merkwürdig..einerseits wollen die Frauen so sein wie die Männer..andererseit wollen die Frauen wieder Höflichkeit..in der heutigen Zeit müßten wir auch den Männern mal die Tür aufhalten oder den Stuhl zurechtrücken..was wollen die Frauen eigentlich wirklich..werdet wieder wie Frauen und schon wirds bestimmt besser..dieses sagt eine altes Semester die eigentlich auch noch von der alten Schule ist..schlimm was aus uns Frauen geworden ist..siehe Boxerinnen..schrecklich

Kommentar von LeserinLektorin,

Also - ich will nicht so sein die Männer! Und ganz bestimmt jede Menge anderer Frauen auch nicht! Wie kommst Du darauf?

Kommentar von turalo,

Chipsy hat schon irgendwo Recht. Frauen wollen es den Männern überall gleichtun. Sie boxen - um nur mal das furchtbare Sportbild zu erwähnen. Frauen können ihren Mann stehen, aber sie sollten das nicht vor sich hertragen wie ein Banner. Das macht unweiblich - und schreckt die Männer ab, hilfreich zur Seite zu stehen.

Kommentar von chipsy1943,

Danke turalo..genauso hab ichs gemeint..

Kommentar von chipsy1943,

ich ganz bestimmt auch nicht..nur das Leben hat mir gezeigt das nicht alle Frauen so denken..eigentlich doch sehr schade

Kommentar von ursula39,

@chipsy1943..Was hat d a s denn nun mit der Frage zutun? Inzwischen mutiert diese zur Abrechnung mit den "ach so selbstbewussten Frauen." Was bedeutet m i r eine aufgehaltene Türe, oder ein zurechtgerückter Stuhl, von E i n e m dessen "Weibs(bild)" nuur aus Fehlern besteht , und der auf Dankbarkeit für sein bewunderungswürdiges "Gentlemansein" hofft?

Antwort von joyce123,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ein gewisses Maß an Höflichkeit sollte selbstverständlich sein, für Mann und Frau. Allerdings kann ich darauf verzichten, dass ein Mann um mich herumschwänzelt und mir den Stuhl zurecht rückt oder mir in den Mantel hilft. Auch die Autotür kann ich mir selbst öffnen, ich bin schließlich nicht behindert.

Kommentar von turalo,

Behindert bin ich wohl auch nicht. Aber ich genieße es, einen aufmerksamen Mann zu haben. Wenn ich schon sehe, daß sich die Männer im Restaurant auf ihren Stuhl plumpsen lassen, bevor die Frau auch nur ihre Handtasche deponiert hat. Klar, ich kann das auch alles ganz alleine, genieße es aber, wenn ich jemanden neben mir habe, der mir so einige Unbilden des Lebens abzunehmen versteht.

Kommentar von joyce123,

Da hat jeder seine eigene Meinung. Mich nervt so ein affiges Getue aber eher.

Kommentar von DollyPond,

dito, joyce :o)

Kommentar von turalo,

Nenne Du es affig, ich nenne es Stil.

Antwort von yepthatsme,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Also ich (18) halte den Frauen/aelteren Maennern, usw. auch noch die Tuer auf, helfe bei schwerem Gepaeck, usw.

Allerings kommt es so gut wie nie vor, dass sich mal jemand dafuer bedankt und ich keine bloeden Blicke ernte, so nach dem Motto "was bist du denn fuer einer?!" oder "Was soll das denn fuer eine dumme Anmache sein!?" Also wenn sich mal jemand dafuer bedankt, dann hoechstens eine aeltere Dame (und mit aelter, meine ich wirklich aelter -- 70 und aufwaerts), da erntet man dann mal ein laecheln. Sonst nur dummes gekicher oder komisches Gefrage, warum ich das gemacht habe, oder so von Klassenkameradinnen.

Antwort von surfenohneende,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

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