Kann doch immer mal sein, dass man in einer Lebenskrise steckt und 2 Jahre einfach mal "nichts" gemacht hat, ausser sich um sich selbst zu kümmern. Muss man denn heutzutage nur noch Funktionieren wie ein Roboter?

Hier werden schon kleine Kinder gedrillt, damit sie funktionieren. Kranke Gesellschaft!
ja leider
Maja99 am 3. Juli 2009 11:40 So ist es!

Wichtig ist einfach, dass die Fehlzeiten aufgeführt sind. Man kann ja schreiben, dass man pausiert hat um dies und das zu tun. Aber man sollte den Zeitraum nicht einfach auslassen.
Brigadoon am 3. Juli 2009 11:40 Ja, in jedem Falle muss etwas reingeschrieben werden. Er ist zum Glück in der Autobranche, da fällt die Argumentation sicherlich nicht sehr schwer.
ja so ist es...
du sollst zuverlässig sein - und nicht wie es dir gefällt von der großen weiten welt träumen

Ja muss man. Der Mensch is ne Batterie die vom Arbeitgeber genutzt und bezahlt wird. Und diese muss funktionieren. Wer kauft ne Batterie die immer mal wieder nich funktioniert, oder gefahr läuft defekt zu gehen.
Schönes Beispiel: Die Batterie!
Du sprichst mir aus der Seele. Aber genauso ist es: Wir müssen immer funktionieren!
2 Jahre "Auszeit" dürften aber keine Schwierigkeit im Lebenslauf darstellen. Ich habe meine vielen Jahre mit "Selbständigkeit" und "Reisen" erklärt.
Das ist in der Tat ne gute Erklärung, versuch sich selbstständig zu machen, etwas aufzubauen - ist gescheitert. Und nun möchte man eben wieder als Angestellter tätig werden, DANKE. Das ist wirklich gut.
die antwort bezieht sich auf ide fragenstellung: :-)weil man da garnichts gemacht hat, da denkt der sich man saß den ganzen tag vor der glotze
Für einen Firmenchef macht es aber häufig den Eindruck, als ob du faul bist, und keine richtige Arbeitsqualität leisten kannst.

Dann schreibt man halt rein, dass man sich ausprobiert hat oder Familienmanagement betrieben hat oder sonst irgendwas.
Aber wenn die Fehlzeiten gar nicht kommentiert werden, kann der Verdacht aufkommen, der Bewerber hat was zu verbergen (Knast oder so).

Man munkelt, dass ein oder das Leben für die Arbeit nur zur Ausnutzung der Menschen erfunden wurde xD
Bild/er:

Ich denke in Berufen, wo eine stabile Persönlichkeit besondere Voraussetzung ist, kann man das verstehen.
Aber z.B gerade in kreativen Berufen usw. sollte man das nicht zu streng sehen!

Die sogenannten Fehlzeiten können unter Umständen und mit etwas bösem Willen auch anders interpretiert werden, als nur "um sich selbst kümmern".
Angefangen von Knastzeiten über normale Arbeitslosigkeit gibt es da viele Auslegungsmöglichkeiten. Deshalb ist es ratsam, gute Erklärungen dafür zu haben.
Ich finde selbst eine gute Erklärung wäre, dass man es sich einfach geleistet hat - wenn man von erspartem gelebt hat. Solange man Leistung gebracht hat, als man noch gearbeitet hat. Ich sehe es so oft, viele schleppen sich zur Arbeit und Hauptsache den Tag herum bekommen - solch einen Arbeitnehmer würde ich lieber nicht haben wollen - stattdessen jemand der sich ne Auszeit genommen hat und jetzt wieder ranklotzen will wäre mir wesentlich sympathischer.
es kann aus allem gutes und schlechtes gemacht werden - also: "um sich selbst kümmern" positiv beschreiben als Selbstfindungsprozess, durch den deine Bewerbung bspw. umso entschiedener/reflektierter etc. wurde...
außerdem gibt womöglich Ehrenämter in der Zeit oder Themen, die man "vertieft" hat... Okay, "vor der Glotze hocken" ist vielleicht nicht gerade mit "Auseinandersetzung mit Bild-Medien" zu umschreiben... aber für irgendwas wird's schon taugen, vorrausgesetzt man denkt über sein Tun nach.

Nein, aber das könnte ja wieder kommen.
Maja99 am 3. Juli 2009 11:43 Ist doch schon da,Der einzelnde Arbeitnehmer ist nicht mehr viel wert,weil er jederzeit austauschbar ist.

alles ist besser als ein "loch" in deinem Leben , wie du es umschreibst ist wichtig
fehlzeiten sind da ob du zuverlässig bist und wenn du nicht zuverlässig bist würde ich als ein arbeitsgeber dich sehr ungern aufnehmen! und Ja zu deiner frage heut zu tage muss man wie ein roboter laufen... oder du wirst ein star... dann kannste allet machen

Nein, ich glaube nicht unbedingt no-go. Vielmehr ist es ärgerlich, weil es die erste Fehlzeit ist. Ich denke, man sollte die Wahrheit sagen wie bspw. arbeitssuchend etc..
Aber genau das ist es ja, ich denke 2 Jahre arbeitssuchend sieht schlechter aus, als wenn man direkt sagt, man KONNTE NICHT MEHR, und musste erst mal sein Leben wieder neu Ordnen sich erholen und kann JETZT MIT VOLLER KRAFT wieder an die Arbeit gehen! Quasi ne Auszeit, auftanken und jetzt mit 100% ranklotzen statt die ganze Zeit beim Arzt sein und nur 30% Leistung bringen...und danach gar keine Leistung mehr weil man KAPUTT ist (physisch als auch psychisch).
dann kannst ja reinschreiben das du da nichts gemacht hast. bisschen positiv formuliert natürlich....
eine lücke zeigt das du in der zeit etwas gemacht hast das du verheimlichen musst. was soll der arbeitgeben da denken ?? das ist keine basis für ein vertrauensverhältnis

Lücken im Lebenslauf geben immer Raum zu Vermutungen und Spekulationen. Und das dabei nichts Gutes rauskommt, dürfte ja bekannt sein! Außerdem ist "einfach mal zwei Jahre nichts tun" nicht gerade das, was in einer strebsamen Gesellschaft gut ankommt!

Ein Roboter wäre sicherlich nichtg kreativ genug, um Lücken im Lebenslauf plausibel und sogar nutzbringend zu erklären... Meine "Auszeiten" haben mir nie geschadet, eher das Gegenteil ist der Fall!

erstens: ja, so ist das leider. der mensch soll funktionieren, mehr interessiert nicht.
zweitens: es wurden ja schon einige vorschläge gemacht, wie man diese lücken gut erklären kann. ich habe auch einige in meinem lebenslauf, die ich aber nie als "lücken" darstelle - im sinne von "nichts machen" - sondern als reise/familien/informelle ausbildungszeit erkläre.
Wenn da besonders viele Fehlstunden (o.Ä.) eingetragen sind, zeigt das dem Arbeitgeben, dass der Bewerber nicht wirklich zuverlässig oder ehrgeizig sein muss. Auch wenn es nicht so ist, kommt es immer so an.