Frage von Shiramira2, 42

Warum sind fast alle meine Platybabys innerhalb einer Nacht gestorben :(?

Hi,

dies ist der 3. Wurf meiner Platydame. Bei den ersten beiden habe ich das W im AQ gelassen und habe dann die überlebenden herausgefangen. Jedoch waren das bei beiden Malen nur 2 Stück, da der Rest vom Fischbesatzt die Babyfische immer direkt verpeist hat. :(

Deshalb habe ich sie nun 1nen Tag vor ihrem 3. Wurf herausgefangen und in ein Becken mit laichrost gesetzt. Am nächsten moregn waren in der sicheren Zone tatsächlich 42 Junge! :D Das W durfte wieder zurück in das große Becken und für die Jungen habe ich mein neues 12l Becken (davor noch nicht benutzt) mit frischem Leitungswasser gefüllt und die Babys dort reingetan. Der Heizstab war auf 26 grad und er hat auch funktioniert, also sind sie nicht an einer falschen Temperatur gestorben...

Noch eine Info zu den Jungen: keines war verkrüppelt oder sah schwach/krank aus. Alle waren top fit. Eine früh geburt kann es auch nicht gewesen sein, da die Mutter vom ersten zum zweiten Wurf exakt 4 Wochen gebraucht hat und es wieder genau 4 Wochen waren.

Naja zumindestens waren am nächsten Morgen ALLE außer 8 Jungfische tot :( Diese Überlebenden sahen auch sehr schwach und "kaputt" aus. Ich habe sie dann direkt in ein Eingehängebecken gesetzt um sie zu retten (keine Angst ich habe Abnehmer). Und tatsächlich... innerhalb eines Tages haben sie sich komplett erholt und sahen wider total fit aus.

Mir stellt sich nun die Frage...:

Woran kann das liegen?

Ich habe das 12l Becken ausgewaschen befor ich sie eingesetzt habe, also ist es unwahrscheinlich dass noch irgendwelche schädlichen Stoffe von dem neuen becken ans Wasser abgegeben wurden.

Ich habe an dem Abend noch mit Liqufry (JBL Nobil fluid) gefüttert und es könnte sein dass sie es nicht gefressen haben. Ist es möglich, dass die Wasserquali dadurch zu stark gelitten hat? Zumal das 12l becken auch nur zu 1/3 gefüllt war.

Nitrit habe ich nicht gemsessen. Wäre auch das eineMöglichkeit, trotz dass das becken nur 1nen Tag stand?

Freue mich auf Tipps/ Erfahrungen und Hilfe :)

LG shiramira

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Aquaristik, Aquarium, Fische, 25

Hallo,

erstens bekommt es gerade geborenen Jungfischen überhaupt nicht, wenn sie so drastisch mit anderem Wasser konfrontiert werden und frisches Leitungswasser hat ganz andere Parameter als Wasser im Aquarium.

Wenn das 12 l AQ nur zu 1/3tel gefüllt war, dann sind das ja grade mal 3 - 4 l (denn die 12 l passen ja nur rein rechnerisch, aber nicht tatsächlich hinein).

Wenn du in einer derart geringen Wassermenge auch noch Flüssigfutter verfütterst, ohne einen biologisch aktiven Filter, dann entstehen darin sehr sehr schnell hochgiftige Schadstoffe.

Wenn du dir mal die Mühe machen würdest, vor der regulären Fütterung im AQ den Ammoniak- und Nitritwert zu messen und dann nach 15 - 30 Minuten nach der Fütterung, dann würdest du dich wahrscheinlich wundern, wie schnell sich diese Stoffe nachweisen lassen. Allerdings sind die Werte dann in einem stabil laufenden AQ auch ebenso schnell wieder verschwunden.

Aber in deinem Aufzuchtbecken eben nicht. Also merken: gerade in Aufzucht-AQ muss ein biologisch aktiver Filter laufen - denn Jungfische brauchen sehr viel Futter, entsprechend hoch wird die Wasserbelastung.

Gutes Gelingen

Daniela

Kommentar von PaulPanther187 ,

Denke auch, dass es am Leitungswasser lag.

Antwort
von Debby1, 18

Hallo,

die Jungen habe ich mein neues 12l Becken (davor noch nicht benutzt) mit frischem Leitungswasser gefüllt.

Das Leitungswasser ist  anders als das Wasser aus dem Aquarium, die haben einen Schock bekommen, so plötzlich anderes Wasser zu haben.

Wenn du Fische kaufst, setzt du sie doch auch nicht gleich in dein Aquarium, sondern füllst den Beutel erst mit dem Aquarium Wasser auf.

Kommentar von PaulPanther187 ,

@Debby  Hinzu kommt, dass reines Leitungswasser biologisch total mit 42 Jungfischen überfordert ist. Oder die Jungfische eben mit reinem Leitungswaser.

Jeder Neuling kennt doch die zahlreichen Pauken, dass man neue Becken erst einlaufen lassen soll. Deswegen mache ich bei neuen becken immer mindestens 1/3 "altes" Wasser dazu und lege noch für 1-2 Tage ne Filtermatte dazu. Ich vermute, das hätte hier auch geholfen. Kleine Fischbabies sind eben nicht gemacht für Leitungswasser, erwachsene Fische hätten damit weniger Probleme gehabt. (So glaube ich zumindest.)

Bei 42 Babies, die natürlich auch alle atmen und Stoffe ins Wasser ablassen, entstehen da schnell unerwünschte Verbindungen.

Beim nächsten Mal einfach noch Aquarienwasser dazutun, dann klappts auch.

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