Frage von SoeinWesen, 65

Warum sind es im 1. Weltkrieg so viele Tote?

Hallo,

und zwar würde ich gerne mal wissen, warum es im 1.Weltkrieg rund 9 Millionen Tote waren, welcher nur vier Jahre ging, während es im 30 jährigen Krieg ,,nur" ca. 6-8 Mio waren und im 7 jährigen Krieg 550 000 Tote.

Vielen Dank schon mal für alle Antworten

Liebe Grüße

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von JocyLuckyBerry, 27

Der erste Weltkrieg war ein "Industrialisierter Krieg", oder auch eine "Materialschlacht", das bedeutet, die Waffen waren weiter entwickelt. Mehr Granaten, Maschinengewehre, usw.... Ein anderer Punkt ist mit Sicherheit auch die Schlacht um Verdun, zwischen Deutschland und Frankreich. Sie ist wohl die bedeutendste Schlacht des 1. Weltkriegs. Diese Schlacht wurde zu dem Inbegriff der Sinnlosigkeit des Krieges ernannt. Von 21. Februar 1916 bis 19. Dezember 1916 haben die beiden Länder gegeneinander gekämpft, ohne dass sich sonderlich viel getan hat. Sie haben sich lange um nur wenige Quadratmeter Land bis aufs Blut bekämpft, abwechselnd Land gewonnen, dabei haben sich am Ende die Fronten nicht wirklich verschoben. Es war ein enormer Aufwand um wenige Quadratkilometer (Soldaten und Waffen) Am Ende starben so viele Soldaten, es war ein Begriff der Grausamkeit, die Schlacht von Verdun. Noch heute sind viele tausend Gedenktafeln für die Soldaten, die in dieser Schlacht gefallen sind, aufgestellt. Ich glaube, dass Verdun einen großen Anteil für die vielen gefallenen Soldaten im 1. Weltkrieg hat.

Kommentar von JocyLuckyBerry ,

Danke fürs Sternchen :)

Antwort
von Crysali, 41

Verbesserte Waffentechnologien.

Antwort
von Oliver12344321, 41

weil der 1. ww ein stellungskrieg war in welchem viel mit neuen technologien gekämpft wurde (giftgas, mg)

solche kriege dind immer verlustreich

außerdem tobte er auf großem gebiet und hatte viele fronten

Antwort
von soenke96, 36

Naja der Fortschritt bringt auch mehr und vor allem zerstörerische Waffen... 

Kommentar von soenke96 ,

Der Erste Weltkrieg revolutionierte die Waffentechnik in zahlreichen Aspekten. In der Infanterieausrüstung brachte der Erste Weltkrieg den endgültigen Durchbruch sowohl zur Tarnkleidung wie auch zum Stahlhelm. Die Gewehre der Infanterie waren etwa gleichwertig, lediglich das britische Lee-Enfield war aufgrund der schnellen Schussfolge jenen der anderen Kriegsteilnehmer überlegen und verursachte vor allem in Flandern hohe deutsche Verluste. Der Grabenkrieg brachte eine Renaissance der Handgranate, lediglich die Mittelmächte verfügten zu Beginn des Krieges über ausreichende Mengen, die Briten hatten sie 1870 ausgemustert. Das Maschinengewehr wurde von schwer transportablen Modellen (z. B. das deutsche MG 08 mit ca. 30 bis 40 kg Gewicht) zu leichteren Modellen weiterentwickelt (z. B. das später sprichwörtliche MG 08/15 mit 14 kg). Die erste „echte“ Maschinenpistole MP 18 wurde bezeichnenderweise auch „Grabenfeger“ genannt und diente vor allem zur Unterstützung von neuen Infanterietaktiken (Sturmtruppen).

Maschinengewehre und später Panzer machten den traditionellen Einsatz von Kavallerie zum Anachronismus, die Ära der altbekannten „Schlachtenkavallerie“ war bereits 1914 unweigerlich an ihr Ende gekommen, die Kavallerie verlor im Ersten Weltkrieg ihren Status als Hauptwaffengattung und wurde in der Regel nur noch zur bewaffneten Aufklärung und Geländesicherung verwendet. In den ausgedehnten Räumen der Ostfront machten beide Seiten besonders im Bewegungskrieg der Jahre 1914/15 noch umfangreichen Gebrauch von ihren Kavallerietruppen, die Engländer auch noch gegen Ende des Krieges in Palästina. In den späteren Kriegsjahren reduzierten sämtliche kriegführenden Mächte ihre Reitertruppen stark.

Aus dem ersten mäßig erfolgreichen Tank Mark I entwickelten die Alliierten die effektive Angriffswaffe Mark IV und den „Urahnen“ heutiger Panzertypen, den Renault FT 17. Deutschland entwickelte bis Kriegsende nur unzureichende Abwehrmittel wie etwa die sogenannte Tankbüchse M1918. Der einzige serienmäßige deutsche Panzer A7V konnte nicht in ausreichender Zahl produziert werden: lediglich 20 A7V standen 1220 Mark IV und 2700 Renault FT 17 sowie etwa 2.000 weiteren alliierten Panzerfahrzeugen gegenüber, was beispielhaft die materielle Überlegenheit der Alliierten im letzten Kriegsjahr illustriert.

Die Grenzen der Artillerie führten im Laufe des Ersten Weltkriegs zum Bedeutungsgewinn von Bombenflugzeugen, so zeigte z. B. die zu Beginn des Krieges gegen feste Ziele mitunter effektive „Dicke Bertha“ systembedingte Schwächen (Immobilität, hoher Schussverschleiß, mäßige Treffgenauigkeit). Das technisch aufwändige Paris-Geschütz hatte wegen der sehr geringen Treffgenauigkeit keinen militärischen Wert und gilt als reine „Terrorwaffe“ gegen zivile Ziele. Die leichte und bewegliche französische „Canon 75“ revolutionierte schon vor dem Krieg die Artillerie und zeigte vor allem in der Anfangsphase des Krieges ihre Leistungsfähigkeit gegen den deutschen Angriff, erwies sich dann jedoch für die Erfordernisse des Stellungs- und Grabenkrieges als zu kleinkalibrig. Das Verhältnis von leichten zu schweren Batterien verlagerte sich bei den kriegsführenden Parteien im Rahmen des Stellungskrieges von 11:2 bei Kriegsanfang zu 9:7 bei Kriegsende.

Aus Provisorien entstanden die ersten serienmäßigen Jagdflugzeuge (z. B. Fokker E.I), die mit starr eingebauten Maschinengewehren und dem gesamten Flugzeug auf den Gegner zielten. Ebenfalls aus Provisorien entwickelten sich frühe Langstreckenbomber wie die deutschen Groß- und Riesenflugzeuge oder der britische Handley Page Type O, die zunehmend Kriegszeppeline ablösten. Der Erste Weltkrieg kann zudem mit dem eigentlichen Beginn des Flugfunks gleichgesetzt werden, der die Möglichkeiten derLuftaufklärung auf ein völlig neues Niveau hob.

Das U-Boot – vor dem Krieg allenfalls als Hilfswaffe eingeschätzt – wurde zur zentralen Angriffswaffe im Seekrieg. Die überlegene Funkaufklärung („Room 40“) der Briten erschwerte den Einsatz der Hochseeflotte bis zum völligen Erliegen von relevanten Einsätzen in der Nordsee. Die Briten setzten ihre überlegene Grand Fleet vor allem aufgrund der Bedrohung durch U-Boote kaum offensiv ein, sodass mit dem Ersten Weltkrieg der Bedeutungsrückgang von Großkampfschiffen begann.

Abgesehen von der Mobilisierung aller Reserven im Rahmen der Kriegswirtschaft zeigte sich der industrialisierte Krieg daran, dass vorwiegend Distanzwaffen das Kriegsgeschehen bestimmten: Artillerie verursachte etwa 75 Prozent aller Verletzungen im Krieg, Infanteriewaffen etwa 16, Handgranaten 1 bis 2 und Giftgas knapp 1,7 Prozent. Durch die traditionellen, „blanken“ Waffen (Säbel, Dolch, Seitengewehr) wurden im gesamten Krieg nur noch 0,1 Prozent der Wunden beigefügt. Weniger in das Bild des industrialisierten und damit „modernen“ Krieges passt jedoch, dass knapp ein Zehntel der deutschen, ein Sechstel der österreichisch-ungarischen und ein Fünftel der französischen Toten einer Erkrankung zum Opfer fielen.

Kommentar von soenke96 ,

Auszug aus Wikipedia

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