Frage von DieChemikerinUsermod Junior, 46

Warum sind einige Nachkommen der Lederkarpfen nicht überlebensfähig?

Hallo meine Lieben!

Ich habe heute eine Bio-Klausur geschrieben und eine Aufgabe geht mir nicht aus dem Kopf, weil sie mich interessiert und ich in der Klausur nicht so recht wusste, was ich hinschreiben soll.

Es ging um Karpfen. Dazu folgender Text (aus dem Internet):

Es gibt folgende Arten: Die vollständig beschuppten Schuppenkarpfen, die unregelmäßig beschuppten Spiegelkarpfen, die ein- bis dreizeilig, regelmäßig beschuppten Zeilkarpfen und die weitgehend schuppenlosen Leder- oder Nacktkarpfen.

Untersuchungen der Vererbung erbrachten, dass die Beschuppung von zwei Genen mit je zwei Allelen (B,b,N,n) beeinflusst wird. Allel "B" ruft regelmäßige Beschuppung hervor, Allel „N" bewirkt eine Reduktion der Beschuppung.

Zeilkarpfen und lebende Lederkarpfen sind immer heterozygot bezüglich des Allelenpaars „Nn", Spiegelkarpfen haben nur rezessive Allele.

Die Karpfenzüchter bevorzugen Schuppenkarpfen, weil diese schneller wachsen und höhere Nachkommenzahlen haben. Die Züchtung von Lederkarpfen ist nicht so erfolgreich. Kreuzt man nämlich Lederkarpfen untereinander, so sterben regelmäßig 25% der Embryonen ab.

Es galt eine Hypothese aufzustellen, weshalb das Fettgedruckte der Fall ist. Das Einzige, was ich rausgefunden habe, ist, dass die Träger des homozygot dominanten Allels NN nicht überlebensfähig sind und 1/4 der F1-Generation bei Lederkarpfen diesen Genotyp besitzt. Wie hätte man denn weiter argumentieren sollen? Reicht das als Hypothese? Wir sollten ja Hypothesen dazu aufstellen, warum dem so ist...

Könntet ihr mir vielleicht helfen? Vielen Dank!

LG

Antwort
von livi28, 25

Der Lederkarofen selbst mit dem Genotyp bbNn besitzt durch bb die unregelmäßige Beschuppung und durch Nn eine Reduktion der Schuppen also hier keine. Bereits heterozygotie des Allels N (also Nn)führt zu schuppenlosigkeit wenn das Allel B für die Regelmäßigkeit der Schuppen homozygot rezessiv vorkommt.
Die 25% die aus der Kreuzung zweier Lederkarpfen hervorgehen besitzen den Genotyp bbNN. Da der Lederkarpfen mit dem Genotyp bbNn noch lebensfähig ist, ist darauf zu schließen, dass das homozygot dominante auftreten des Allels N zum Tode führt.

Kommentar von DieChemikerin ,

Danke, dass du meine Antwort (die oben steht) rezipiert hast - die Frage nach dem Warum (das war das, was ich fragte) ist allerdings offen geblieben...trotzdem danke.

Antwort
von cg1967, 14

Die Karpfenzüchter bevorzugen Schuppenkarpfen, weil diese schneller
wachsen und höhere Nachkommenzahlen haben. Die Züchtung von Lederkarpfen ist nicht so erfolgreich. Kreuzt man nämlich Lederkarpfen untereinander, so sterben regelmäßig 25% der Embryonen ab.

Bei rund 1,5 Millionen Eiern sollte dies die geringste Rolle spielen. Ob 200000 oder 250000 Jungtiere aus einem Laichvorgang entstehen ist egal, der größte Teil überlebt sowieso nicht und schafft damit Platz für die Überlebenden.

Zur Wirtschaftlichkeit siehe <https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/13764/documents/15974/>.

Es galt eine Hypothese aufzustellen, weshalb das Fettgedruckte der Fall
ist. Das Einzige, was ich rausgefunden habe, ist, dass die Träger des
homozygot dominanten Allels NN nicht überlebensfähig sind und 1/4 der
F1-Generation bei Lederkarpfen diesen Genotyp besitzt. Wie hätte man
denn weiter argumentieren sollen? Reicht das als Hypothese? Wir sollten
ja Hypothesen dazu aufstellen, warum dem so ist...

Sehe ich, als Hypothese, so wie du. Allerdings würde ich die Überlebenshypothese aufgrund meiner anderen Ausführungen verwerfen und zur Wirtschaftlichkeitshypothese überschwenken.

Liebe Grüße

Carsten

Kommentar von DieChemikerin ,

Die Hypothese kannte ich nicht, nun ja.Aber immerhin stimmt das mit der homozygoten Dominanz des Allels ^^

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