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Warum sind die weltweiten Zinsen nun schon seit fast 10 Jahren im historischen Vergleich so niedrig?

gefragt von markusrosmarkusros am 01.01.2007 um 18:21 Uhr

Egal ob 4%, 5% oder 6% nominal auf 10 Jahre - im Zeitraum 1975-1995 gab es nie so niedrige Zinsen. Und die Weltwirtschaft ist doch seitdem alles andere als träge?


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Reply


anonym
beantwortet von ramir49 am 1. Januar 2007 19:33
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Mit Ausnahme einiger weniger Länder wie z.B. China ist weltweit seit Jahren kein wirkliches Wachstum erkennbar. Mit den niedrigen Zinsen will man ganz einfach zu mehr Investition ermuntern. Als Investor sollten man die günstigen Konditionen möglichst lange 10-15 Jahre festschreiben lassen. In den 70.Jahren gab es auch mal eine Zeit mit etwas um 4%. 3 oder 4 Jahre später lag der Zinssatz bei über 12 % und es hagelte Pleiten, weil die Leute mit ihren Abtragszahlungen nicht mehr nach kamen.

Kommentar von D3fe03cb647133e625fced40406cf528smallmarkusros am 3. Januar 2007 10:46

Danke ramir49.

Boomten in den letzten 10 Jahren nicht auch die Volkswirtschaften der USA, GB, Irland, Spanien, Indien, Osteuropa....? Alles was ich dazu lese sagt mir, die Weltwirtschaft läuft seit Jahren auf Hochtouren.

Grüße markusros

Kommentar von Klaus Haase am 19. Januar 2007 08:39

Die Antwort von ramir49 ist falsch (ebenso wie seine vom 20.12.06 zum Thema „Preis Kunstwerk“), der Einwand von markusros dagegen richtig: „In diesem Jahrzehnt wächst die Weltwirtschaft durchschnittlich um 3,2 Prozent jährlich – so schnell wie nie zuvor in der Geschichte“ (WamS 31.12.06, S. 13). Selbsternannte Experten für Finanzen sollten das wissen!


anonym
beantwortet von Klaus Haase am 19. Januar 2007 08:54
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Die richtige Antwort – im Gegensatz zu jener von ramir49 – lautet: 1. Die Zinsen sind niedrig, weil die Inflation niedrig ist 2. Die Inflation ist niedrig, weil das Geldmengenwachstum – seit dem Sieg des Monetarismus über den Keynesianismus – gering ist 3. Das Geldmengenwachstum ist niedrig, weil Notenbanken – seit Thatcher und Reagan – aufgehört haben, auf überzogenen Lohnforderungen der Gewerkschaften mit Geld drucken zu reagieren: Jetzt müssen die Gewerkschaften den Preis ihrer überzogenen Lohnforderungen mit Arbeitslosigkeit bezahlen (s. Deutschland), früher wurde das kurzfristig durch Inflation aufgefangen




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