Warum sind die Verpackungseinheiten bei Tablettenschachteln manchmal so hoch?
Ergänzend zu meiner ersten Frage über die Verwendung von Coffein-Tabletten hier noch eine Frage.
Ich wollte in einer Apotheke ein Mittel gegen evtl. Müdungserscheinungen auf einer Autofahrt haben.
Nach langen Diskussionen ob ich den auch völlig gesund sei verkaufte mir die Apothekerin eine Schachtel mit 20 Coffein-Tabletten.
Ich sollte aber wenn gegen die Ermüdungserscheinungen nur eine halbe Tablette nehmen.
Also habe ich quasi für 19,5 Tabletten zuviel bezahlt.
Wäre es manchmal nicht angebrachter eine kleinere Verpackungsgröße zu machen?
Wer mußte noch von Euch Artzneimittel wegschmeissen, weil die Verpackungseinheit einfach zu groß war?
-
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Schätzungen geben an, dass 40% aller Medikamente unbenutzt im Müll landen.
In einem SPIEGEL-Artikel (Juli2007) stand, dass der sogenannte Lidl-Effekt zugeschlagen hat. Eine Novelle der Gesundheitsreform belohnt Ärzte, die große Verpackungseinheiten verschreiben, und zwar nicht, weil dies billiger wäre, sondern nur, weil der Preis für eine Tablette bei Großpackungen nach diesem Prinzip sinkt. Dieser Preis wird nämlich bei dem Bonus-Malus-Prinzip zugrunde gelegt.
So sind die Arzneimittelkosten im ersten Halbjahr um sechs Prozent gestiegen, was nur zu einem kleinen Teil auf die Mehrwertsteuererhöhung zurückzuführen sei.
-
Ich habe den Eindruck, dass zu wenig oder zu geringe Verpackungseinheiten verschrieben werden.
Z.B. muss ein chronisch Kranker seine Blutdrucktabletten jedes Quartal neu verschreiben lassen, obwohl er jahrelang die gleichen Tabletten bekommt.
Ah..., der Arzt will ja auch leben - und die Krankenkasse und ihre Verwaltung auch - hätte ich beinahe vergessen...
-