Warum sind die USA und Russland Rivalen?

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7 Antworten

Um die Welt zu verstehen muss man zuerst verstehen was und warum dieses und jenes in der Welt passiert.

Ohne weltpolitisches Wissen kann kein umfassendes und wirklichkeitsgetreues Weltbild vermittelt werden, zahlreiche, die Länder- oder Kontinentalgrenzen überschreitende Vorgänge in Politik, Militär, Wirtschaft und Gesellschaft bleiben oft rätselhaft und undurchsichtig.

Jedoch: Nichts passiert einfach mal so. Alles passt in ein weltpolitisches Bild, wenn man die Hintergründe kennt.
Nach dem ehemaligen US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt (1882-1945) „geschieht in der Politik nichts zufällig“.
Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf diese Weise geplant war."

Die westliche Allianz unter der Führung der USA führte in den vergangenen Jahren auf dem Balkan, in Afghanistan, im Irak und in Libyen in Syrien, in Mali, und anderen Ländern Krieg, trieb massiv die NATO-Osterweiterung voran und hat sogar Georgien unterstützte, das als NATO-Anwärter 2008 einen Krieg gegen Russland vom Zaun brach. Permanente Spiele mit dem Feuer. All das geschah nicht zufällig, vielmehr waren diese Kriege, die souveräne Nationen zerstörten und unzählige unschuldige Opfer forderten, fester Bestandteil amerikanischer Weltpolitik.

Für Zbigniew Brzezinski, militärpolitischer Berater von mehreren US-Präsidenten, geht es in seinem Buch „Die einzige Weltmacht“ um die Zukunft der USA als einzige Weltmacht.
Wichtigstes Nahziel ist es den eurasischen Kontinent unter Kontrolle zu halten.

Das jüngste US-Strategiepapier TRADOC 525-3-1 ist überschrieben mit
»Win in a Complex World, 2020-2040«.
Darin geht es um nichts weniger als die amerikanische »Full Spectrum Dominance« zu Land, zu Wasser und in der Luft. Als wichtigste Gegner werden in dem Papier die (eurasischen) Konkurrenzmächte China und Russland genannt.
Deutschland spielt dabei als Verbündeter, Pufferzone und Kriegsschauplatz eine wesentliche Rolle.

http://www.amticker.com/die-geheimen-ziele-der-us-geostrategen/
Dieses Buch vermittelt das nötige Hintergrundwissen zu den aktuellen geopolitischen Vorgängen und durchbricht damit die massenmediale Desinformation und Verschleierung.

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Kommentar von FelixLingelbach
20.11.2016, 11:45

'In der Politik geschieht nichts zufällig.' Na ja. Die Politik reagiert prompt auch auf zufällige Ereignisse. Das Tohoku-Beben war von niemanden geplant oder auch nur vorhergesehen, trotzdem hat es zum deutschen Atomausstieg geführt. War jemand darauf vorbereitet, dass letztes Jahr plötzlich eine Mio Leute vor der Tür standen? Hatte jemand die Wiedervereinigung auf dem Schirm?

Geostrategische Überlegungen werden angestellt,  doch die Vorstellung, dass da irgendwelche Weltenlenker im Hintergrund die Strippen ziehen, ist einfach falsch.

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Man kann das auch ohne Geschichte erklären. Es geht um Bodenschätze, um Öl in erster Linie. Die USA haben einen riesigen Bedarf daran, die Russen haben das flächenmäßig größte Land der Erde und daher auch die meisten Reserven im Boden.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sah es erst so aus, als könnten die US-Firmen sich nun auch über die russischen Bodenschätze hermachen. Einige schlaue Russen haben sich eine goldene Nase damit verdient, den Amis alles mögliche zu verkaufen. Putin hat das gedreht, hat den Amis wieder weggenommen, was sie schon hatten und sie nach Hause geschickt. 

Heute sollte das Schnee von gestern sein. Die Amis haben nun selber Techniken entwickelt, noch lang Öl aus ihrem eigenen Boden rauszuholen. Nicht gut für die Russen, denn dadurch ist der Ölpreis gefallen.

Einen Grund für eine fortgesetzte Rivalität gibt es eigentlich nicht mehr. Heute haben beide einen gemeinsamen Feind, den islamischen Terrorismus. Trump hat schon erklärt, dass er Putin bewundert...

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Kommentar von samiro
20.11.2016, 10:41

So weit ich weiss, wurden die Bodenschätze eben nicht an Ausländer verkauft. Deshalb sind einige Russen so billig an so viel Bodenschätze gekommen und so reich geworden.

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Es war eine Rivalität aufgrund der verschiedenen Systeme. Die einen waren kapitalistisch, die anderen sozialistisch. Beide wollten dem anderen überlegen sein. 

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Guten Abend Molotov,

dies liegt hauptsächlich daran, dass sich die USA von Russland bedroht fühlen. Insofern werden immer wieder die Feindbilder vom agressiven Russland herauf beschworen, das sich Europa und die umliegenden Staaten einverleiben möchte.

Auch die abstrakte Angst vor einem weltweiten Kommunistischen Staat veranlasst die USa dazu überall um Russland herum Raketenabwehr Basen zu stationieren.

Aus meiner Sicht hat Russland nicht viel dazu beigetragen, dass sich dieses Verhältnis so negativ entwickelt hat, außer: Dass es sich von den USA nicht sagen lässt, wie es sich zu verhalten hat, was den Amterikaner zusätzlich Angst macht. Das sind sie eben nicht gewohnt.

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Ich denke das fing schon beim Russisch-Japanischem Krieg und WW1 an. 

Als dann 1917/18 das Russische Reich in die Haende der Bolschewiken fiel, kannte die USA das schlichweg nicht an, weil sie wegen eigener sozialistischer Streiks, Ausschreitungen und Protesten ein tiefes Misstrauen gegen Kommunismus hatten.

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Früher war das ein Kampf der Systeme, heute ist es nur noch Kindergarten, so etwas hat es aber auch schon immer gegeben. Beispiel: Marschall Schukow hat bei einem Trinkspruch auf die Alliierten Siegermächte in Berlin 1945 vergessen, Frankreich zu erwähnen. Also weigerte sich Frankreichs General de Gaulle so lange, etwas zu essen oder zu trinken, bis Schukow einen speziellen Toast auf Frankreich aussprach.

Ein Machtkampf um wirtschaftliche und militärische Spielräume. Da ein Präsident Trump es aber pflegen wird, sich an starke und verlässliche Partner zu halten, könnte das us-amerikanische Verhältnis zu Russland unter seiner Führung gründlich überdacht werden.

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Ne die Konferenz war nicht wirklich schuld. Sie hatten einfach komplett unterschiedluche Sichtweisen und waren beide ähnlich mächtig, daraus resultiert einfach eine Rivalität, die immer noch anhält 

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