Frage von Angel1907, 73

Warum sind die Leitungen vieler Häuser in Deutschland so schlecht - tut der Staat dafür nichts?

Hallo Leute.
Ich denke viele kennen das Problem:
Im Haus hat man z.B. 16.000er DSL, aber es kommen mur 6.000 davon an. Bei uns sind es nicht mal 6.000, sondern viel weniger die ankommen. Das der Provider nichts dafür kann, ist mir bewusst, da es sicherlich an den Kabeln unter der Straße und den Häusern liegt. Ich habe mein Problem gegoogelt und bin auf einen ganz interessanten Nachrichtenartikel gestoßen wo gemeint wird, dass Merkel versprochen hat die Leitungen in ganz Deutschland zu verbessern, aber es nicht schafft.
Bei uns kann man nicht mal YouTube Videos in HD schauen...

Meine Fragen:
Warum sind die Leitungen in vielen Haushalten so schlecht?

Tut der Staat nichts dafür, dass die Haushalte ausreichend Internet bekommen?

VG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dadamat, Community-Experte für Internet, 8

Das Problem dabei ist, dass die Netzanbieter Unternehmen siind, die Gewinne machen möchten / müssen. Somit wird jede Maßnahme vorher darauf geprüft, ob die Kosten nicht die Gewinnerwartungen übersteigen. 

Antwort
von funcky49, 32

Du hast insofern Recht, dass der Internet-Leitungsausbau in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ziemlich schlecht ist.

Deshalb der Staat - die Bundesregierung - ein Förderprogramm von 2,7 Milliarden Euro bis 2018 aufgelegt. Dieses Geld geht an die Gemeinden und Landkreise in den schlecht versorgten Gebieten. Diese können dann entspr. Ausbauprojekte in Zusammenarbeit mit den Internetprovidern (hauptsächlich die Deutsche Telekom) starten.

https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2015/10/2015-10-21-breitbandau...

Unabhängig davon investiert z.B die Telekom weitere Milliardenbeträge für den Ausbau.

https://www.telekom.com/medien/konzern/311698

Ziel soll sein, dass in 2018 in ganz Deutschland flächendeckend Internet mit mind. 50 Megabit pro Sekunde verfügbar sein soll. Schau´n wir mal...

Antwort
von wurzlsepp668, 26

wieso der Staat?

ich wußte gar nicht, dass dem Staat die Telefonleitungen / Stromleitungen / Wasserleitungen / Fernwärmeleitungen gehören ....

für die Verlegung von schnellen Internetleitungen sind einzig und alleine die Provider verantwortlich ..... (der Staat gewährt Zuschüße ... ist aber nicht für die Leitung verantwortlich)

und es kann durchaus sein, dass es für den Provider zu teuer ist, eine Gemeinde an eine schnellere Leitung anzuschließen .....

bei uns in Bayern macht der Söder (und sein Staatssekretär) momentan Druck ohne Ende .....

ein Kaff mit weniger als 528 Einwohner liegt jetzt Glasfaser .....

ein Bekannter von mir hat somit den schnellsten Zugang, den es momentan gibt .....

ich wohne ca. 2 km von ihm weg ... bei mir nicht verfügbar ..

Antwort
von Kiboman, 37

der staat kann da garnichts für.

der provider auch nicht (unbedingt)

die verantwortlichen sind die kabelnetzbetreiber meist die telekom, die sind ja auch provider deshalb oben die klammer.

1und1 z.b. Ist reiner provider der für die nutzung der leitungen zahlt aber keinen einfluss auf diese hat.

die telekom hat eine doppelstellung als provider und als betreiber.

die investieren schon milliarden für den ausbau es geht vorran aber es dauert.

erst kommen Ballungsräume, die landeier wo sich das schlichtweg fast nicht rentiert kommen zum schluss oder gefühlt gar nicht.

es ist ein nicht unerheblicher kostenfaktor.

Antwort
von muschmuschiii, 40

Der Staat kann nichts tun, weil ihm die Leitungen nicht gehören, sondern der Telecom ....... bei uns im Ort wurden gerade neue Leitungen verlegt fürs schnelle Internet.

Bis das allerdings flächendeckend umgesetzt wird, dauert es noch

Kommentar von Angel1907 ,

Wie lange hat es denn gedauert und wie ist man vorgegangen bei der Verlegung, haben die etwa in den Straßen gebuddelt?

Kommentar von muschmuschiii ,

ein paar Wochen ...... an einer Straße wurde deswegen der Fußweg aufgerissen, ansonsten anscheinend nur "um die Verteilerkästen rum".

Antwort
von Nemesis900, 36

Das der Provider nichts dafür kann, ist mir bewusst, da es sicherlich an den Kabeln unter der Straße und den Häusern liegt.

Doch da können die Provider etwas dafür. Den genau diese Leitungen gehören nicht dem Staat sondern den Providern und diese sind dementsprechend auch dafür zuständig diese aus zu bauen.

Antwort
von Akka2323, 10

Ich bin deshalb von der Telekom zu Unitymedia gewechselt, weil die Telekom unseren Ort nicht besser versorgen will. Der Staat hat damit aber auch wirklich nichts zu tun.

Kommentar von Angel1907 ,

Hat Unitymedia eigene Netze, also ist es auch ein Netzbetreiber? Bin derzeit bei 1&1

Kommentar von Akka2323 ,

Das geht über Kabel und Telefon. Ich bin mit dem Wechsel sehr zufrieden. Es kommen 80.000 an, bei Telekom hatte ich 5000.

Antwort
von soissesPDF, 25

Zuständig wäre nicht der Staat, sondern die Wirtschaft, die macht schließlich den Gewinn damit.
Die Wirtschaft jedoch ruft nach dem Staat, den sie sonstig zurückdrängen will (privat vor Staat).

Natürlich könnte der Staat in diese Leitungen investieren.
Nur wo liegt der Sinn in "Verluste sozialisieren und Gewinne privatisieren"?
Ist nicht weither mit dem Märchen von der ach so leistungsfähigen Wirtschaft.
Die kann nur an Krücken laufen, die ihr der Staat spendiert.

Antwort
von lupoklick, 20

Sind die Leitungen vom Übergabepunkt (meistens im Keller)  zur Wohnung "vergammelt"? --- Dann könnte das ein Problem des Hauseigentümers sein....

Antwort
von Mojoi, 33

Es ist nicht Sache des Staates, dass du die letzte Game-Thrones-Folge flüssig sehen kannst.

Wende dich an deinen Internetprovider.

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