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Warum sind "die Deutschen" so furchtbar streng mit den Müttern?

gefragt von dinorli am 03.06.2007 um 20:01 Uhr

Wußtet ihr, daß es das Wort "RABENMUTTER" nur in der deutschen Sprache gibt? Ich finde, das sagt schon ziemlich viel aus. Natürlich kann man hier (wie auch bei jedem anderen Thema) nicht alles und jeden über einen Kamm scheren. Aber ich habe doch die Erfahrung gemacht, daß es für uns Mütter echt nicht leichter wird. Gehen wir schnell wieder arbeiten, sind wir "karrieresüchtige Ziegen", die ihren Egotripp auf dem Rücken ihrer Kinder austragen. Bleiben wir lange bei ihnen zu Hause, wird uns geraten, doch endlich den Kopf aus den Windeln zu heben... Hat man ein schreiendes Kind dabei, schütteln viele genervt den Kopf usw., usw. Wo soll das alles noch hinführen?


Reply


elkera
beantwortet von elkera am 3. Juni 2007 20:08
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Deutschland ist nicht umsonst als kinderfeindlich bekannt. Viele mögen keine Kinder und wenn nur aus der Ferne. Aber diejenigen die keine Kinder haben, können und wissen alles besser. Und wenn man mehr als 2 Kinder hat wird man heutzutage schief angesehen. Diejenigen die auf die Mütter schimpfen, sollten selber mal für 1 Monat diesen Job übernehmen. Dann würde keiner mehr was sagen.

Kommentar von dinorli am 3. Juni 2007 20:09

Ich bin absolut deiner Meinung!!!

Kommentar von Fd580abb770a26f70fd9a966622313a6smallgri1su am 3. Juni 2007 20:15

sehr gut ausgedrückt, klasse Antwort. DH

Kommentar von gastXY am 3. Juni 2007 20:20

??? Ich lebe offenbar auf einer anderen Welt. Ich habe diese Erfahrungen noch nicht gemacht.

Kommentar von Simple_avatar8smallPositiv am 4. Juni 2007 18:32

Stimmt nur zum Teil. Schau Dir doch mal "die leute" genauer an die keine Kinder haben. Da sind nicht alle Besserwisser finde ich jedenfalls.


waterlilies
beantwortet von waterlilies am 3. Juni 2007 20:41
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Wir leben auf dem Dorf und sind mit zwei Kindern dort eher eine Kleinfamilie ;-). Meine Ambitionen zu arbeiten werden zwar kritisch beäugt, aber im Großen und Ganzen sind die Leute hier erstaunlich tolerant. Viele von den erwähnten Problemen habe ich allerdings bei Urlauben oder Ausflügen in die "grosse" Stadt kennengelernt. Ich bin einmal fast explodiert als an der Tür eines Hotels ein Schild hing "Haustiere gestattet, Kinder unerwünscht". Um auf die Frage einzugehen, in Deutschland mag es sein, dass die Umwelt dauernd versucht uns Müttern zu sagen was "richtig" ist. Wir müssen uns das aber nicht gefallen lassen.


anonym
beantwortet von kiramarie am 3. Juni 2007 20:25
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Stimme meinen Vorschreibern zu.Mein Mann u.ich waren uns immer einig, wenn wir Kinder haben, bleibe ich zu Hause.Das daraus mittlerweile 20 Jahre wurden, war so nicht geplant.Aber wie das im Leben so ist, es ist halt nicht alles planbar.Wir haben mittlerweile 4 Kinder zwischen 20 u.7 Jahren(das Jüngste war halt ein Ü-Ei).Ich werde sehr oft verständnislos angesehen,wenn ich sage das ich nicht berufstätig bin u.muß mir manchmal auch dumme Sprüche anhören.Ja, und wie elkera es schon richtig feststellte, mit mehr als 2 Kindern kriegst in Deutschland einen Stempel aufgedrückt u.bist asozial. Ist einfach so, auch wenn wir das ganz u.garnicht sind.Und manchmal hab ich sogar den Eindruck, das z.B. Fremde,die das 1.Mal zu uns kommen, ganz überrascht sind, wenn sie sehen,dass es bei uns sauber,u.ordentlich ist u.wir auch gut eingerichtet sind u.nicht in der von ihnen erwarteten Räuberhöhle leben.Mich verletzt das Verhalten mancher Mitmenschen schon sehr.

Kommentar von dinorli am 3. Juni 2007 20:32

Mich auch, kiramarie, deshalb bin ich auch auf diese Frage gekommen. Aber es tut mir supergut zu hören, daß es anderen Mitmamas auch nicht anders ergeht. Vielen Dank!


anonym
beantwortet von gastXY am 3. Juni 2007 20:10
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Es führt dahin, wohin wir selbst die Sache lenken. Am besten als Mutter machen, wie man es für richtig hält. Die ganzen Klischees am Rande sind reine Zeitverschwendung.


UlfDunkel
beantwortet von UlfDunkel am 3. Juni 2007 21:13
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Hallo dinorli.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese negative Grundeinstellung zu arbeitenden Müttern, die in Deutschland leider noch immer vorherrscht, durch die erzkonservative Politik der C-Parteien nach dem 2. Weltkrieg etabliert und weiterhin gepflegt wird.

Vergleicht man Deutschland mit unseren Nachbarländern, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln, was die Männer hier den Frauen immer noch antun. In Frankreich z.B. haben fast alle Familien 3 Kinder und dort ist es völlig normal, dass beide Eltern arbeiten gehen.

Würde das größte Steuergeschenk an die Männer, das Ehegattensplitting, endlich wieder abgeschafft werden, könnte man dadurch aus dem Stand 100 % Kinderbetreuungsplätze finanzieren. Die Grünen fordern das seit Jahren.





anonym
beantwortet von lux23 am 3. Juni 2007 20:47
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"Wo soll das alles noch hinführen?"

Vielleicht dazu, dass der Unsinn mit dem Kinder in die Welt setzen, endlich aufhört? Das von dir angesprochene Problem wäre jedenfalls damit gelöst.

Kommentar von Simple_avatar10smallelkera am 3. Juni 2007 20:49

Und wer zahlt dir deine Rente?

Kommentar von 6d7dedd6cb0cf31d8895af96b8052ffcsmallkrauthexe am 3. Juni 2007 20:49

Bist Du noch ganz bei Trost?!

Kommentar von dinorli am 3. Juni 2007 20:50

Wow, was für ein unsympathischer Kommentar! Wenn deine eigene Mutter auch so gedacht hätte...

Kommentar von 90f92606364457cf9115c8543f6206besmallSolf am 3. Juni 2007 21:03

@lux23 .. lasse dich bitte schleunigst von einer Ärztin behandeln.. ( eine ohne Kinder bitte !! ) Gruss Solf

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 3. Juni 2007 21:11

@lux23: Ironie und Sarkasmus in Wort und Schrift werden von etwa 95 % der Menschen nur wahrgenommen, wenn man ihnen anschließend sagt, dass das ironisch oder sarkastisch gemeint war.


Wieselchen1
beantwortet von Wieselchen1 am 4. Juni 2007 09:27
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Die Alten, die können so vieles vertragen,

nur Eines nicht

das sind wir Blagen

keine Telefonklingeln, kein Autohupen

stört so wie das Schreien aus Kinderschnuten

man schafft uns zwar an, weil die Machart so nett

und weil man so gerne ein Wunderkind hätt

doch sind wir dann da - dann erweist sich als Plage

was doch verschönern sollte die Tage

Das schreit nun bei Tag - und das schreit nun bei Nacht

ja, so hätte man sich das nicht gedacht.......

Ich bin berufstätig. Vollzeit. Aber dafür bleibt mein Mann zu Hause. Uns beiden war von vorne herein klar, dass eine(r) bei unserem Kind bleiben sollte, wenn wir das Glück haben, eines zu bekommen. Wir nehmen auch gerne finanzuelle Einbußen in Kauf, wenn wir dafür wissen, dass unser Kind bei seinen Eltern aufwächst. Ich verstehe immer nicht so ganz, warum man Kinder unbedingt will, um sich dann "selbstverwirklichend" in eine Arbeit zu stürzen und das ach so erwünschte Kind bei einer Tagesmutter / in einer Krippe landet......

Kommentar von romantica9 am 6. Juli 2007 12:25

Ist ja nicht immer der Fall. Meine Tochter war ein Wunschkind. Während der Schwangerschaft starb der Bruder meines Mannes. Er veränderte sich. Als unsere Tochter auf der Welt war, hatte er null Interesse an ihr. "Sie ist ja kein Junge!". Das war eine harte Zeit. Aber als er dann auch noch handgreiflich wurde, mich sogar richtig vermöbelt hat, hab ich ihn verlassen. Und jetzt arbeite ich für meine Tochter und mich. Ich wäre viel lieber bei ihr zu Haus geblieben, aber da sich die Umstände so drastisch und unvorhersehbar geändert haben, hatte ich keine Wahl.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 6. Juli 2007 13:42

Liebe Romantica, es geht mir persönlich auch nicht um die Fälle, in denen das Arbeitengehen zwingend notwendig ist. Mein Sohn aus erster Ehe war ebenfalls ein Wunschkind, auch hier hat sich nach der Geburt der Kindsvater drastisch verändert, so dass ich um meinen Sohn zu schützen die Ehe beenden und arbeiten gehen musste. Ich kann dich also völlig verstehen, da es mir ja genauso erging.

Wen ich nur nicht verstehe sind die Eltern, die sich bewußt für ein Kind entscheiden um dann trotzdem BEIDE weiter arbeiten zu gehen. Die Kinder werden bei Krippen , Tagesmüttern und/oder bei den Großeltern abgekippt und mit materiellen Gütern überhäuft, als ob das alles wäre. Wie gesagt, wenn es nicht anders geht, dann muss es so sein und dann bin ich die letzte die da Alarm schlägt. Aber nur, damit das neueste Auto, der größte Flachbildschirm und die komfortabelste Küche allen Freunden und Bekannten vorgeführt werden kann - da hört bei mir das Verständnis auf. Oder aber für mich noch schlimmer: die Frauen/Männer, die dann arbeiten gehen, um sich selbst zu verwirklichen. Wenn man doch unbedingt Kinder will, ist es dann nicht die größte Erfüllung, sich um das Kind zu kümmern? Verwirklicht man da nicht sich am Besten selbst?

Wir sollten alle mal innehalten und uns den Wert der Kinder und damit auch derer, die sie ins Leben begleiten, deutlich machen.


Luise
beantwortet von Luise am 21. Juni 2007 20:07
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Mir ist das nie so ergangen, dass ich als arbeitende Mutter schief angeschaut wurde und ich kann auch nicht sagen, dass die Deutschen kinderfeindlicher sind als andere Nationen. Aber irgendwie kann man in Deutschland jede arbeitende Mutter tief treffen, wenn man irgendeine Bemerkung über Arbeit + Kinder macht, die im entferntesten in Richtung "genug Zeit, wie geht es den Kindern??" gehen könnte. Das ist totaler Schwachsinn, aber ich habe das auch so empfunden, obwohl meine Kinder sicher nicht darunter gelitten haben. Und psychologische Waffen werden von den Kindern immer angesetzt, da kann man den ganzen Tag zuhause sein oder nicht. Und dann das andere schlechte Gewissen: ich arbeite nicht! Wie stehe ich da gesellschaftlich da? Totaler Unsinn, es gibt so tolle Mütter, meine Schwägerin gehört dazu. Alle Hochachtung, so perfekt bin ich nicht, trotzdem haben ihre Kinder auch die ganz normalen Entwicklungsprobleme: Trotzalter, Zwergerlaufstand, Selbstdarstellung... Aber perfekt muss niemand sein im Leben, Menschen sind verschieden, gottseidank. Und die perfekte Erziehung gibt es wahrscheinlich auch nicht: ich war sehr partnerschaftlich und freundlich mit den Kindern und frage mich heute, ob ich es ihnen teils zu leicht gemacht habe. Sie sind beide gut geraten, ich bin wirklich stolz, aber beide müssen noch lernen, dass man sich manchmal auch durchbeißen muss. Das habe ich bei anderen Eltern gesehen, wenn Kinder z.B. schon mehrere Scheidungen und Umzüge hinter sich hatten, sich durchbeißen mussten, die stehen als jugendliche Erwachsene schon fester im Leben und können anders zupacken. Oder strenge Eltern - überhaupt nicht meine Art - mit freundlicher elterlicher Strenge kommen ganz tüchtige Sprösslinge raus. Also seit stolze Mütter, liebt Eure Kinder, das ist das wichtigste und zeigt es ihnen. Seid selbstbewusst und stolz, richtige Kinderfeindlichkeit gibt es in Deutschland nicht. Und einzelne Leute, die sich aufregen gibt es auf der ganzen Welt. Und die regen sich nicht nur über Kinder auf. Meine Kinder sind jetzt 20 und 16.


anonym
beantwortet von silvie34 am 4. Juni 2007 11:49
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ich hab 3 kinder,2 stiefkinder 2 enkel...hab noch nichts erlebt was mein muttersein getrübt hätte,bei uns gibt es keine mutterfeindschaft,auch für die kinder wird bei uns im dorf bestens gesorgt.....HABEN WIR EIN GLÜCK...kommen aus otterbach


anonym
beantwortet von frami am 4. Juni 2007 14:24
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Du hast vollkommen recht. Dennoch muß ich dazu sagen, dass viele Mütter ihren Standpunkt auch nicht selbstbewußt genug verteitigen !!! Wie wäre es mit schlagkräftigen Argumenten, man zwei Jahre lang zu Hause Erziehung praktiziert? Oder warum man wieder früh arbeiten geht? Kinder verstehen das. Die Alten nicht. Wir Frauen sind oft einfach nicht straight genug, um unsere Position in der Gesellschaft klarzumachen,- viel zu oft lassen wir uns einfach schlechtes Gewissen einreden von Menschen, die besser selber vor ihrer Tür kehren sollten. Ich jedenfalls kann nur raten, nicht so sensibel auf solche Sprüche oder Blicke zu reagieren, sondern auch mal ganz bestimmt zu kontern wie "wie waren Sie denn als Baby so? Bestimmt ganz ruhig, oder????" Laßt Euch nicht alles gefallen!!! Liebe Grüße frami(Mami einer 5jährigen)


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