Frage von Ojoijoijoi, 44

Warum sind die Buddhas in Asien uns so ausdruckslos und unästhetisch?

Es gibt hunderte Vergoldeter nebeneinander aufgereit, aber ihre Gesichtsausdrücke sind regelrecht blöd.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von AndyG66, 15

Das Aussehen Jesus wird in der Bibel nicht beschrieben.

Ein Buddha weist aber 32 körperliche Merkmale auf. 

Die Darstellung Jesus lässt also einem Künstler viel mehr gestalterische Freiheiten wie die eines Buddhas. Und passten sich dem Zeitgeist und weiterentwickelten, künstlerischen Fertigkeiten an.

Daneben muss man auch sehen dass jüngere Buddhastatuen meist Kopien der Originale aus dem 5 - 10 Jahrhundert sind. 

Wärendessen Jesus mit der Zeit immer "lebensechter", menschlich realistischer und auch mehr leidend dargestellt wurde. Schau dir mal die ersten Jesus Ikonen aus der Zeit der Buddha Originale an . Und du findest da einen ähnlich entrückten, naiven Gesichtsausdruck wie bei den Buddha Statuen. 


Antwort
von MonkeyKing, 16

Nein, blöd ist der Gesichtsausdruck nicht. Eher in sich gekehrt, entrückt. Wenn du etwas über Buddha weisst verstehst du auch warum das so ist. Abgesehen davon gibt es Asien eine etwas andere Ästhetik als in Europa (ist natürlich sehr pauschal gesagt). Die mag man, oder auch nicht.

Antwort
von Deichgoettin, 30

Stimmt nicht.
Buddhastatuen sehen sehr wohl unterschiedlich aus.
Vergleiche mal chinesische mit thailändischen oder singhalesischen Buddhas.

Kommentar von Ojoijoijoi ,

Die sind sehr wohl alle unterschiedlich, aber der Vergoldungsaufwand steht im keinem Verhältnis zu dem primitiven Gesichtsausdruck und der unstrukturierten einfach nur glatten Kleidung. 

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Buddhismus, 17

Zunächst einmal ist das was du schilderst, ein rein subjektiver Eindruck, man sollte das Ganze deshalb nicht überbewerten. Nur weil du etwas unästhetisch empfindest, ist das ja keine objektive Tatsache.

Gesichtsausdruck

Der Gesichtsausdruck des Buddha soll in der Regel den Zustand der Versenkung und Meditation zeigen. Die Augen sind häufig halb geschlossen, und die Lippen zeigen ein leichtes Lächeln.

Das Gesicht einer Buddhadarstellung ist somit meist ein Spannungsfeld zwischen Weltabgewandheit, Seeligkeit und Mitgefühl.

Gerade natürliche Alterungsprozesse können die ursprüngliche Abbildung noch zusätzlich in ihrer visuellen Komplexität bereichern.

Gewand

Buddha trug der Legende nach lediglich ein einfaches Gewand, so dass es ikonographisch nur wenig Variationen gibt.

Ähnliches gilt ja auch für Jesus-Gewandung beim Abendmahl oder das Lendentuch am Kruzifix, die gleichermaßen wenig variantenreich sind.

Gestaltung

Es gibt Buddhastatuen unterschiedlicher Epochen aus unterschiedlichen Ländern, die verschiedene charakteristische Besonderheiten aufweisen.

Stehende Statuen gibt es ebenso, wie verschiedene Sitzpositionen. Die Größe reicht vom überlebensgroßen Bildnis, bis hin zur fingergroßen Figürchen.

Die Materialien sind nahezu unbegrenzt - Metalle, Gesteine, Hölzer usw. Daher ist auch eine Vergoldung der Statuen nicht überall üblich.

Da jetzt pauschale Aussagen über die Darstellung zu machen, halte ich dann schon für einigermaßen problematisch

Kommentar von Ojoijoijoi ,

Sicherlich kenne ich zu wenig Buddhas,behaupte dennoch, dass das Christusmotiv u.a. In Gemälde- und Skulpturform künstlerisch ansprechender und aufwendiger gestaltet wurde.in Asien sind die die Kunstwerke aufnehmenden Gebäude aufwendiger gestaltet.

Antwort
von Steffile, 27

Naja, die Jesuse am Kreuz sehen ja auch nicht immer toll aus.

Kommentar von Ojoijoijoi ,

Ja, da hast du recht,religiöse Motive sind nicht unbedingt künstlerisch wertvoll,  aber ich denke es gibt mehr christliche ästhetische Christusse als Buddhas.

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