Frage von Horsefan3001, 167

Warum sind Boxen so beliebt?

Hallo, Ich hätte mal eine Frage an all die Leute hier, die ihre Pferde in Boxen stellen, und zwar würde mich interessieren, warum ihr das macht? Meiner Meinung nach gehört ein Pferd nämlich zu seinen Artgenossen und sollte genug Möglichkeiten haben, sich zu bewegen oder zu entspannen und sowas halt..

Was soll also anscheinend so toll an Boxen sein? Ich versteh das nicht. Schon mal Danke im Voraus an alle die mir antworten!

LG

Antwort
von Saskia191, 40

Hallo,

neben den bereits genannten Gründen, spielt auch das Angebot eine große Rolle.

Hier in der Gegend ist es schwer eine Alternative zur Boxenhaltung zu finden.- Nicht falsch verstehen bitte- meiner stand in einem LAG-Laufstall und ich würde auch ein neues Pferd nicht in eine Box stellen, aber das ist hier nicht einfach.

Fast alle Ställe hier in der Gegend. Bieten ausschließlich Boxenhaltung. Mit unterschiedlich viel Auslauf im Laufe des Tages. Es gibt ein paar Offenställe, die sind aber auch zum Großteil in einem Zustand in den ich kein Pferd stellen wollen würde. Es gibt ein paar Offenställe, die von der Haltung toll sind, aber nur schlechte bis gar keine Reitmöglichkieten bieten.

Und es gibt zwei - wohlgemerkt im Umkreis von 60 km nur zwei- Aktivställe, die auch gute Reitmöglichkeiten bieten. Aber auch die haben zwei Haken- zum einen sind sie voll und haben lange Wartelisten, zum anderen sind sie verdammt teuer, was sich nicht jeder leisten kann.

Und es gibt den erwähnte LAG-Laufstall, der auch seien Schwächen hat, mit denen ich aber im Vergleich zu den anderen Möglichkeiten noch am ehesten Leben konnte, allerdings hat auch der eine lange Warteliste.

Viele stellen ihre Pferde daher in eine Box.

ich würde mir wünecshen, dass mehr Stallbetreiber umdenken würden und die Haltungsform umstellen würden, so dass man auch bessere Mögleichkeiten hätzte, sein Pferd vernünftig zu halten.

Viele Grüße

Saskia

Antwort
von lovelifee6899, 56

Also manche Pferde, die zum Beispiel extrem krankheitsanfällig sind und extrem zum Beispiel auf die Kälte in der Nacht reagieren, kommen oft über Nacht in die Box. Außerdem gibt es auch wirklich Pferde, die es ganz entspannend finden, wenn sie nichg 24/7 in der Herde sind;) wenn Pferde aber NUR in der Box stehen ist das absolute tierquälerei, warum man das macht, versteh ich nicht, aber es liegt vermutlich am Aufwand und am Geld...

Antwort
von xxCamarguexx, 23

Boxenhaltung ist für Menschen einfacher, günstiger, sicherer und platzsparender.

Das Pferd steht immer parat, individuelle Fütterung ist einfacher und man benötigt nicht so viel befestigte Fläche als wenn die Pferde dauerhaft draußen und zusammen sind. Außerdem denken viele dass Pferde Ruhe vor der Herde brauchen, die Verletzungsgefahr geringer ist, Pferde nachts schlafen und sie vor der Witterung geschützt werden müssen. Ich finde das völlig falsch da Pferde absolute Herdentiere sind, ebenso Lauftiere die niemals stundenlang auf wenigen Quadratmetern verharren würden wenn sie nicht müssen. Ebenso sind sie perfekt auf alle Witterungen eingestellt. Auch ist der Verdauungs- und Bewegungsapparat auf ständige, konstante , langsame Bewegung eingestellt. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht dass die Verletzungen in Gruppen die 24h zusammen stehen viel geringer sind als wenn die Herde jeden Morgen wieder zusammen geschmissen wird und über Nacht getrennt war.

Ursprünglich kommt diese Haltung aus Kriegszeiten. Die Pferde waren stundenlang unterwegs und kamen nach ihrem Einsatz auf kleinem Platz zur Ruhe (Box oder Ständer). Da haben die Pferde tatsächlich nur gefressen, geschlafen und sich erholt.

Unsere Pferde, die heute zwischen 1 und 3 Stunden täglich gearbeitet werden, ruhen nicht die ganze Nacht in der Box. Ein Pferd schläft nicht mehrere Stunden am Stück, sondern immer nur kurzzeitig (15 bis 30 Minuten). Wenn man ihnen die Wahl lässt schlafen sie meist auch lieber im Hellen am Tag und sind nachts sehr viel aktiver als tagsüber. Deswegen ist gerade die Boxenzeit nachts eigentlich völlig falsch.

Ich selbst habe keine Ahnung warum so viele ihre Pferde immer noch in Boxen halten. Es gibt mittlerweile so viele Alternativen.

Ich finde es zwar in Ordnung wenn die Pferde von morgens 6 Uhr bis Abends 21 Uhr draußen in der Herde sind, aber ich finde es für die meisten (!) Pferde weder nötig, noch ist da immer noch das Problem des vielen Stehens und dass Pferde eben keine Nachtruhe halten.

Expertenantwort
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde, 22

Das Ideal ist sicherlich ein Offenstall, doch auch unsere Pferde stehen in keinem. 

Das hat mehrere Gründe - zum einen gibt es keinen adäquaten Offenstall in unserer Nähe, an dem die Reit- und Unterrichtsmöglichkeiten gegeben sind, die wir haben möchten. Und zum anderen möchte ich auch im Winter nach der Arbeit, wenn es dunkel ist, reiten können und dafür braucht es beleuchtete Plätze, bzw. eine Reithalle, in der das auch bei jedem Wetter möglich ist. Ich möchte qualifizierten Unterricht nehmen können und einen Stall haben, der sehr schnell für mich erreichbar ist, da ich selbstständig bin und beruflich mitunter stark eingespannt. Würde ich jedes Mal eine Stunde Fahrt haben, wäre der Zeitaufwand nicht zu stemmen.

Unsere Pferde kommen jeden Tag erst in die Führmaschine und dann ca. 10 Stunden im großen Verband auf die Weiden. Mit Putzen und Reiten sind noch mal ca. 3 Stunden außerhalb der Box zu verzeichnen. Es verbleiben ca. 10 Stunden in den großen geräumigen Außenboxen mit Kontakten nach rechts und links, die jedes unserer Pferde augenscheinlich sogar genießt. Denn sie gehen gerne in ihre Boxen, wälzen sich dort nach getaner Arbeit ausgiebig, genießen Wasser, Stroh und Futter zur alleinigen Verfügung zu haben und auch die Ruhe, sich einfach mal platt auf die Seite zu legen und tief und fest zu schlafen.

Unsere Pferde sind ausgeglichen und zufrieden, haben eine extrem gute Arbeitshaltung, stehen gut im Futter, haben exzellente Hufe und glänzendes Fell - wir machen so manches Mal nach oder vor der Arbeit eine Runde durchs Gelände zum Seele-baumeln-lassen und legen sehr viel Wert auf die Pferdegesundheit, Gesunderhaltung und ein gut aufgebautes Training. Und unsere "armen" Boxenpferde danken uns das mit großer Loyalität.

Offen- und Aktivställe sind toll. Aber eben nicht grundsätzlich und auch nicht jeder. Auch dort gibt es richtig schlechte mit morastigen und verdreckten Ausläufen und Besitzern, die sich kaum kümmern, weil sie denken, ihr Pferd hätte ja genug Bewegung. Zwischendurch wird sich dann mal draufgesetzt, eine Runde durchs Gelände geeiert und das war´s. Erst letztes Wochenende habe ich mich mit einer Reiterin unterhalten, die selber Springturniere bis M geht und an einem Offenstall steht mit ca. 25 Pferden, wovon eigentlich nur ihre Pferde wirklich geritten werden. Der Rest der Pferdebesitzer taucht nur sehr sporadisch auf, putzt mal ein wenig drüber und sie hat die Reithalle und Reitplatz im Prinzip dauerhaft für sich alleine.

Antwort
von pipepipepip, 44

Mein eines Pferd steht in der Box, weil die anderen Ställe keine ausreichenden Trainingsmöglichkeiten haben. Tagsüber steht er in einer gemischten Herde, nur nachts kommt er rein. Mein Isländer steht in einem Offenstall, mit 24 Stunden Weidegang.

Antwort
von Boxerfrau, 11

Naja warum Pferde in Boxenhaltung gehalten werden hat mehrere Gründe: in der nähe von Städten gibt es nicht genügend Platz um ausreichend Koppeln zu haben, manche haben Angst das sich das Pferd sich verletzen könnte, für andere ist es eben völligst normal, es ist Bequemer, es wird schon immer so gemacht, die trainigsmöglichkeiten sind besser und und und....
Ich selbst würde mein Pferd nur in eine Stellen wenn es krank ist. Allerdings gibt es durchaus Ställe bei denen ich die Haltung trotz Boxenhaltung ok finde. Nämlich dann wenn die Pferde morgens bis abends auf ausreichend großen Koppel und mit Pferde Kollegen raus kommen und das Sommers wie Winters. Leider ist selbst das in vielen Ställen nicht der Fall. Da kommen die Pferde alleine oder zu zweit auf kleine Padocks und das wenn überhaupt im Sommer und bei gutem Wetter und für wenige Stunden.
Aber auch Offenstallhaltung ist nicht immer perfekt. Oft sind die Herden zu groß, es gibt zu wenige Unterstellmöglichkeiten, zu wenige Futter Plätze, die Herden sind ungünstig zusammen gestellt, keine Liegeflächen oder die Pferde versinken im Winter im Schlamm. Und dann kann auch ein Offenstallpferd ziemlich Stress bekommen.

Antwort
von Raylie, 13

Hallo!

Da musst du erstmal ganz ursprüglich denken. Pferd und Mensch leben ja schon seeeeehr lange zusammen und die Boxenhaltung an sich wurde erst erfunden, als der Platz knapp wurde. Zum Beispiel bei der Städtebildung. Da wurde ein Pferd dann angebunden oder eben auf engem Raum eingesperrt.
Heutzutage ist das eben ganz normal.
Meiner Meinung nach gehören Pferde pauschal gesehen auf jeden Fall nach draußen und das nicht nur für 2h pro Tag.
Nur weil man etwas schon lange so macht heißt es ja nicht, dass das auch richtig ist.

Sicher hat die Boxenhaltung viele Vorteile, da muss man aber bei jedem einzelnen Argument abwägen, ob es für das Pferd oder nur für den Reiter vorteilhaft ist.
In einigen Fällen ist Boxenhaltung leider gar nicgt zu umgehen. Wie in Krankheitsfällen zum Beispiel... Das Pferd versteht es nicht, aber letztendlich ist es doch besser, wenn es mit einem Hufbeinbruch in der Box steht, statt auf dem Paddock oder auf der Weide.

Kommentar von 2AlexH2 ,

Ich denke jeder mit Pferden, kann ein sehr krankes Pferd abgrenzen (zb nach Kastration). In den vielen, mehr Fällen als man denkt ist es kontraproduktiv.

Antwort
von Sarinaamin, 25

Also mein eigenes Pferd hat eine paddock box mit Wiese daran. Die Leute die ihr Pferd in die Box stellen tun dies zum einen wegen zunieten also damit sie sich nicht verletzen und 2. kann es sein das sie das Gefühl haben das es zu stressig für die Pferde ist mit vielen Pferden auf einmal zu sein. War bei meinem auch so... also er ist garnicht zum fressen gekommen und war immer auf der Hut vor allem und man merkte das er überhaupt nicht ausgeglichen war.

Kommentar von 2AlexH2 ,

Dann  war es zu eng und schlecht gestaltet. Pferde müssen sich absondern und zurückziehen können. Stressig geht nicht.

Paddock bedeutet halt fehlende Herde. Für mich inakzeptabel. Ich habe drei Pferde und ich sehe wie sehr wir vier als Herde funktionieren und wie gross der Zusammenhalt ist. Auch zu den Pferden der ganzen Herde. Eines der Pferde war extrem schwierig und wollte sich nicht einfangen lassen. Er waere aber NIE von seiner Herde weg, sie bedeutete ihm ab der ersten Minute alles (obwohl er sehr selbständig ist) . Hat man gesehen, welch grosse Bedeutung die Herde für ein Pferd hat, möchte man das seinem Liebling unter allen Umständen ermöglichen. Wir Menschen können das kaum nachvollziehen, bzw. ist wohl so wie sich vom geliebten Freund oder Partner trennen. Es geht ohne, aber....

Kommentar von Sarinaamin ,

Er stand tagsüber immer mit seinen Kumpels auf der Weide und nachts in See paddock box. Kam damit auch gut klar

Antwort
von HamAsket, 40

Hy,

Eine gute boxenhaltung ist nicht perfekt aber ein guter Kompromiss. Es ist schlueßlich auch tierquälerei das Tier dazu zu zwingen irgendwo lang zu laufen aber sie machen es halt mit. In der Natur würde ein Pferd nur laufen um zu fressen oder einem Feind zu entkommen, von springen, rückwärts gehen und Spins mal ganz abgesehen. Und die Größe der koppeln sind auch immer zu klein auch in anderen Haltungen.kommen wir aber mal dazu warum die "artgerechte" boxenhaltung besser oder zumindest eine sinnvolle Alternative ist zu Laufstall/aktivstall/offenstahl u.s.w. 

In einer boxenhaltung sollte das Tier anders als bei ständerhaltung eine eigene box mit Trog, Wasserstelle, leckstein und Einstreu haben. So minimiert man gerade an Turnierställen die Ansteckung zwischen Tieren da jeder seine eigenen Futterstelle hat. In einer boxenhaltung sollten die Pferde EINZELN von der Koppel und auf die Koppel gebracht werden wo sie dann ausreichend Gelände und Nahrung zur Verfügung haben. Ein weiterer Vorteil ist das das Pferd nicht erst eingefangen werden muss sondern in der box bereit steht wenn man kommt und bei regen dann zum Beispiel schön trocken ist. Zusätzlich haben die Tiere einen Rückzugsort den sie auch brauchen aber auf den kleinen koppeln Deutschlands meist nicht haben 1 Pferd sollte min. 2 Hektar Weidefläche zur Verfügung haben mit kleinen Waldteil, was hier leider sehr selten ist. Auch das verarzten von Tieren ist durch die box vereinfacht da man das Pferd in bestimmten Situationen mal ein paar Tage in der box stehen lassen kann um Wunden abheilen zu lassen oder eine kolig (weis nicht wie es geschrieben wird) im Auge zu behalten.

Die boxenhaltung mit ordentlich Freigang finde ich am besten für die Tiere. Bei anderen wie aktiv-/offen-/ laufstall können sich schnell Keime und Krankheiten über den trog verteilen und so die ganze Herde krank machen. Wenn du keine tuniergänger hast und eine intakte Herde mit viel Quarantäne für neue ist der aktivstall die schönste haltungsform. Es sollten aber immer Boxen dort sein um mal ein Tier zu isolieren zum Beispiel wenn ein neues Tier kommt als Quarantäne oder für Tiere die vom Tierarzt betäubt werden damit sie sich ausruhen können. 

Die ständerhaltung ist wohl die schlechteste haltungsform und ist zum Glück auch -glaube ich- verboten. In der Wiener hofreitschule ist sie immer noch Gang und gebe aber die Tiere kommen ja sechs Stunden am Tag untern Reiter und einmal im Jahr für ein paar Monate auf Weide...:/ 

Kommentar von 2AlexH2 ,

Boxenhaltung ist kein Kompromiss sondern reine Tierquälerei, es csei denn das Pferd hat täglich 11 h Bewegung.. 

Erstens muss ein Pferd stetig rumlaufen können, damit es gesund bleibt, dass ist ein tiefes Bedürfnis. Ich würde sagen minimal 11 h.

Zweitens wie du beschreibst ist dein Pferd ziemlich gaga,  wenn du es einzel raus bringen musst. Pferde sind extrem soziale Tiere, viel mehr als Menschen. Sie nicht in der Herde zu halten, Sozialkontakt zu unterbinden ist Psychoterror vergleichbar mir Einzelhaft. Das ist auch der Grund wieso du dein Pferd einzel raus bringen musst, denn sieht es einen Artgenossen will es sein Sozialverhalten zeigen.

Das Reiten ist hier grad nicht das Thema, sondern die Freizeit des Tieres, wo es sich eigentlich wohlfühlen und erholen sollte.

Kommentar von HamAsket ,

Lieber Alex,

Ich habe nicht geschrieben das ich mein Pferd einzeln rausbringen muss! Die Pferde sollten einzeln geführt werden da wenn ich den Zaun aufmache und sage Renn die Tiere schnell in die Boxen stürmen durch eine meist engere stallgasse als dir Koppel breit ist dann gerät das Tier in der Mitte in Panik weil es eng ist und tritt aus um mehr Platz zu haben u.s.w. Es sind fluchtiere die wenn sie durch enge Gassen sich gerne gegenseitig verletzen!

Ich finde es eine Frechheit das du sagst mein Pferd sei gaga nur weil du nicht der Kraft des Lesens mächtig bist...

Und mal ein Rechenbeispiel sie kommen von morgens 5 bis mittags 15/16 mit der Herde auf die Koppel. Das sind am Tag 10 Stunden dann kommst du noch und beschäftigst das Tier mindestens ein zwei Stunden. Das Pferd hatte dann 12 Stunden Bewegung und Sport. Das ist denke ich sehr ausreichend. 

Wenn ich manchmal am Stall bin bevor sie auf Koppel kommen um ihn im Winter einzudecken weil er hält schlecht Winterfell bekommt und er dann meistens noch langgestreckt liegt und schläft dann weis ich das es ihm gut geht. Denn ein Pferd das sich unwohl fühlt und nicht sicher legt sich niemals komplett hin zum schlafen. Hat unser alter auf offenstahl nie, höchstens mal dieses hinlegen wo die Beine dann abgeknickt sind und der Kopf noch aufrecht. Aber flach auf den Boden und ganz tief das man ihn kaum wach bekommen hat erst am Boxen Stall. 

Ich bin mit der Haltung an vielen Ställen nicht einverstanden und einen Hof zu finden der gut ist ist verdammt schwer aber die Haltung in der Box finde ich die beste, aber das muss jeder für sich selber herausfinden. 

P.s. Was meinst du mit das reiten war hier nicht das Thema?? Verstehe ich nicht ganz 

Kommentar von Horsefan3001 ,

Ich meine, einiges macht ja Sinn bei deiner Antwort (Danke nochmal dafür😊), aber das eine Krankenbox vorhanden sein sollte und eine gute Eingliederung der neuen Pferde passieren muss, ist ja eigentlich logisch. Aber so Sachen wie, dann muss man nicht erst noch sein Pferd einfangen, hängt doch dann eher damit zusammen, dass das Pferd zu viel Energie hat und nicht wieder in die Box möchte, zumindest ist mir sowas wie weglaufen noch nie bei ins im Offenstall aufgefallen. 

Kommentar von HamAsket ,

Hy,

Das mit Quarantäne und ktankenboxen wäre wünschenswert und fehlt viel zu oft. Die kommen meist schon einen Tag nachdem sie angereist sind schon in die Herde... :/

Mit dem weglaufen weis ich nicht. Ich sehe es oft bei den anderen Leuten. Unsere Pferde waren an den meisten Ställen immer die einzigen die gekommen sind wenn man am Gatter gepfiffen hat oder die gewittert haben wenn sie in der Box standen und gehört haben das man kommt. Eine Freundin von mir hatte ein reitbeteiligungspferd wo ich mal mit war und die musste auf die Koppel Latschen und dann ihrem Pferd hinterher laufen weil es weiter fressen wollte und sich immer weggedreht hat. 

Mit dem einfangen denke ich hat es mit dem Umgang zu tun, wir waren meistens auch die einzigen die bodenarbeit oder dominaztraining gemacht haben. Die meisten Leute haben einen Reitstyle zB. Western und das einzige an Abwechslung ist dann mal longiert zu werden. Da kann ich die Pferde verstehen bei der Abwechslung das sie keine Lust haben. Auch der Umgang mit Jungtieren ist meist furchtbar. Wir: der muss alles anschauen mit allem abgetastet werden können und alles kennen was ihm mal begegnen könnte und die anderen gewöhnen halt nur an den Sattel und wenn ein Trecker kommt sagen sie ruhig aber sie beschäftigen sich nicht mit dem Tier und den Gegenständen... 

Ich finde viele Pferdebesitzern sollten mehr auf ihre Tiere eingehen und nicht nur so vor sich hin wurschteln... Am offenstall hatten wir das geilste. Da hat die einfach auf der Koppel longiert oder sich ein Dressur Viereck abgezäunt. Als wenn 2 Hektar für 3 Tiere nicht schon klein genug wären ohne Dünger nein man muss die Wiese kaputt machen. Kann man ja zufüttern :( 

Kommentar von HamAsket ,

Gewittert=gewiehert

Antwort
von 2AlexH2, 62

Gar nichts ist toll daran, es ist reine Tierquälerei, es sei den das Pferd ist 8 h draussen am rumlaufen und arbeiten.

 Die Pferde werden so falsch gehalten und sind entsprechend krank, Verhaltensauffällig (koppen) oder anfällig (Sehnen).

Ich denke es ist historisch bedingt aus der Zeit, da Pferde 14 Stunden im Einsatz waren und irgendwo untergestellt werden mussten, zb in Ständern angebunden. Da sie auch oft an anderen Orten unterkamen (kutschen, Soldatenpferde usw) und sie sich aber sicher fühlen sollten und vor schlechter Witterung geschützt (schweissnass, Todmüde, fremder Ort, eiskalt, Regen) wurden sie zu vielen dicht in Ständer in Ställe gestellt.

Dann wurde die Nutzung geringer und Ständer wurden zur Tierquälerei. Allerdings waren die Menschen (denk)faul und stellten die Pferde in Boxen, was nur wenig besser ist. Reiter sagten mit so müssen sie die Pferde nicht von der Weide holen (können vermutlich auch nicht alle, da die weglaufen ;-), sie muessen mehr geputzt sein, braucht mehr Zeit. 

Da viele Pferd als Sportgerät sehen, wieso also der Aufwand?

Kommt hinzu dass behauptet wird, die Unfallgefahr draussen grösser ist, manche denken den Pferden ist zu kalt oder zu nass und sie möchten ein -Hhaus" (stimmt nicht solange ein Dach oder Gebüsch da ist) und verhätscheln sie als hätten sie dieselben und nicht andere Bedürfnisse als Menschen.

Einge mögen es dass die Tiere aufgrund von der Isolation pfupfiger (=nervöser) und abhängiger vom Menschen sind.

Du siehst leider interessieren sich die meisten Pferde"liebhaber" nicht wirklich für das Wohl des Pferdes sondern nur ihr Eigenes. Sie haben keine Ahnung was die Bedürfnisse von Pferden sind und interessieren sich auch nicht dafür. Sie sind im Hirn nicht flexibel, sonder übernehmen das althergebrachte ohne eine Hirnzelle fürs hinterfragen abzustellen.

In einigen Videos sind man deutlich, dass die Pferde die Besitzer nicht mögen, aber die Besitzer sind so auf dem Egotrip, dass sie dass noch nicht mal merken.

Kommentar von HamAsket ,

Hy,

Also unsere Pferde und einer wurde bis er 14 Jahrewar offenstahl gehalten freuen sich in ihre Boxen zu kommen. Sie stehen dann alle schon am Ausgang und warten das sie rausgelassen werden. Natürlich bekommen sie in der box essen und das wissen Sie aber auch Pferde brauchen rückzugsorte die sie schützen.

Wenn man sich wildpferde anschaut sieht man das sich immer wieder Tiere von der Herde isolieren. 

 Ich finde es sehr unverschämt es als tierquälerei zu bezeichnen. Warum glaubst du werden wildpferde nicht alt? Weil es gut tut bei Sturm/Hagel/Glatteis/Schnee rund um die Uhr draußen zu sein? Sorry aber das sehe ich als tierquälerei wenn der Bock sich da bei -10 Grad den Popo abfriert weil er dank der Züchterei kein ordentliches Winterfell bekommt und sich dann die Haxen bricht weil die Koppel komplett zu geeist ist und er wegen der kleinen Fläche ne Kurve nicht bekommen hat. 

Man kann überall den schwarzen Peter sehen. Und es hängt sicher auch vom Tier ab wo es sich wohler fühlt, aber die permanente außenhaltung ist wohl gerade für die heutigen hochgezüchteten Rassen nicht immer die beste Lösung...

Kommentar von 2AlexH2 ,

Unter Boxenhaltung wird im allgemeinen nicht Offenstallhaltung mit freiwilliger Box verstanden, sondern, dass die Pferde mindestens im Schnitt 10 Stunden UNFREIWILLIG in einer Box gehalten werden. Tatsächlich sind die meisten 23 h in der Box und müssen in der 1 Stunde teils ohne aufwärmen Höchstleistungen bringen. Das ist psychisch Tierquälerei aber vor allem weil sie als Bewegungstiere nicht rumlaufen können. Die Folge sind Sehnenschäden beim kleinsten Schischi.

Was du nun hast ist mir nicht klar.

Meine Pferde werden fast wie Wildpferde gehalten. Was sie brauchen und alt werden lässt ist Zufütterung im Winter, gelegentliche Huf und Fellpflege und Kontrolle der Gesundheit und ein guter Unterstand der sie vor der Witterung schützt. Bei Wildpferden genügt dichtes Gebüsch/Wald und eine Überhängende Felswand. Sie haben NIE Sehnenprobleme.

Du würdest dich wundern zu sehen wie die die Kurve kriegen und Steinschutthänge gerade runtergallopieren. Die lernen das. 

Auch die heutigen Züchtungen sind Pferde und haben die gleichen Bedürfnisse. Vermutlich brauchen sie mehr Pflege betreffend Hufen und Gesundheit. Und ich habe geschrieben, dass sie einen Unterstand benötigen. Auch Züchtungen kriegen ein Winterfell nach ein paar Saisons wenn man sie lässt. Sonst kann man sie immer noch decken. zum Eis, die haben vier Beine. Ich habe auch nicht geschrieben dass man Pferde in einem gefährlichen Offenstall halten soll. Dazu gibt es Richtlinien zu Bodenbelägen, Gestaltung und Platzbedarf pro Pferd.

Hier in der Schweiz werden Pferde mehr und mehr im Offenstall gehalten. Jeder der das probiert hat, wurde sein Pferd nicht mehr in die Boxenhaltung geben, sieht wie es ihnen psychisch und gesundheitlich gut geht, sieht das alles andere nicht pferdegerecht sonder Tierquälerei ist. 

Kommentar von netflixanddyl ,

Du unterstellst den Boxenhaltern extreme Tierquälerei, Ignoranz und dass ihre Tiere sie nicht leiden können. Dass sie ihre Tiere nur als Sportgeräte sehen. Okay.. wenn du das meinst.

Kommentar von 2AlexH2 ,

Ja, mit Ausnahme, dass die Pferde sie nicht mögen. Wenn sie ansonsten gut behandelt werden, werden sie keinen Bezug vom Besitzer zu ihren Lebensbedingungen machen können - leider.

Kommentar von netflixanddyl ,

Ach, und die Pferde sind ja anscheinend immer krank. Dann lauf mal zum nächsten Stall mit Boxenhaltung.

Kommentar von 2AlexH2 ,

Ich hatte Pferde mit Boxenhaltung. Sie waren meist genervt nicht ausgeglichen Tendenziell gefährlich im Vergleich, aber vor allem fallen die viele Beinleiden, vor allem Sehnenschäden auf.

Probiers einmal mit Offenstallhaltung, du wirst sehen wie sich dein Pferd verändert - gute Offenstallhaltung - genug Platz und Rückzugsmöglichkeiten, durchdachte Fütterung, gute, sichere diverse Böden, Unterstände, Liegeflächen. Ist in der Schweiz je länger je mehr Standard, obwohls hier viel weniger Platz hat. 

Nur ein Beispiel:

http://www.gut-heinrichshof.de/gemischte-gruppe

Kommentar von HamAsket ,

Aaaah jetzt weis ich endlich was der Alex meint. Was du hier immer beschreibst ist kein offenstahl. Das nennt man aktivstall! Ist im Prinzip das gleiche nur das man die Koppel mit verschiedenen natürlichen Sachen verschönert und den Pferden so auch trittabwechslung bietet und das tränke und Futter meist auf der entgegenliegende Seite der Koppel sind damit sie sich aktiv mehr durch das Gelände bewegen deswegen aktivstall. 

Der aktivstall ist eine super Art Pferde zu halten wenn du eine intakte Herde hast und keine tuniergänger. Denn durch gemeinsame Tröge und die "unkontrolliertheit" des Pferdes wird einiges erschwert.

 Beispiel: am Turnier hat einer Herpes. Dein Pferd rupft am gleichen Grashalm bum krank. Du fährst zum aktivstall und bum alle haben es. Du kannst kranke nicht isolieren und keine Quarantäne machen. 

Beispiel: du willst Sonntag morgens um fünf dein Pferd verladen weil du zu einem Turnier möchtest. Du brauchst eine halbe Stunde um dein schlafendes Pferd auf der Koppel zu finden, da es nachts geregnet hat musst du es nochmal neu einflechten und säubern weil es im Modder gelegen hat. 

Die boxenhaltung ist und bleibt der beste Kompromiss bei einem Stall an dem es tuniergänger oder eine oft wechselnde Herde gibt. Der aktivstall ist die beste Haltung für Tiere in einer intakten Herde. 

Kommentar von 2AlexH2 ,

Aktivstall ist eine Variante des Offenstalls, sehe da keine grosse Differenz, bloss das Aktivstall besser ist. 

Alle müssen Quarantänestationen haben, wegen der Krankheiten. Diese verbreiten sich auch in einem Stall. 

Die meisten haben verschiedene Herden, auch Kleingruppen, so dass Wechsel machbar sind. Einige auch Boxen da es für Eingewöhnung usw. nötig ist.

Ja es ist mehr Arbeit, nur weil man einmal in der Woche zum Turnier muss und etwas länger zum Putzen braucht, kann man es nicht der Sozialkontakte berauben. Und wegen der Krankheiten, die verbreiten sich auch bei Boxenhaltung. Dies ist kein Grund für Einzelhaft. Zumal Pferde die falsch gehalten werden deutlich krankheitsanfälliger sind. 

Wie ich schon schrieb, es geht um die Bequemlichkeit und Bedürfnisse des Menschen auf Kosten eines akzeptablen Lebens der Pferde, so etwas ist kein Kompromis sondern nennt sich Egoismus.

Antwort
von Kimilein12345, 20

Boxenhaltung ist keine Tierquälerei... klar,wenn ein Pferd den ganzen Tag da drin steht schon,aber sonst nicht. Meine Haflingerstute kommt in der Nacht in die Box. Und trotz schlechter Erfahrungen geht sie gerne in die Box,sie fühlt sich da wohl. Zudem haben wir auch viele Wildschweine in der Gegend und das eine Pferd bei uns wurde schon angegriffen,als wir die Pferde einmal nachts draußen gelassen haben. Mein Pferd stand vorher in einem Offenstall und das hat ihr nicht zugesagt,jetzt ist sie ausgeglichener. Aber unsere anderen beiden stehen in einem Offenstall,was denen auch gut tut. Es kommt halt aufs Pferd an. Die meisten mögen Offenställe lieber,andere aber nunmal nicht. 

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