Frage von Karsten29, 102

Warum sind Afrikaner und afrikanische Staaten so arm?

Das hier hat nichts mit Rassismus zu tun. Ich möchte nur wissen, warum afrikanische Staaten so arm sind. Am Kolonialismus kann es wenig liegen, denn Südkorea, China use. haben sich auch aus der gleichen Lage zu einem hochtechnologisiertem Land entwickelt. Warum kriegen es die Menschen speziell in Afrika nicht hin, sich trotz der reichen Bodenschätze zu entwickeln?

Antwort
von precursor, 55

Doch, das hat auch mit dem Kolonialismus zu tun, die afrikanischen Staaten hinken in ihrer Entwicklung mehrere Jahrzehnte hinterher, daran ändern auch die paar erwähnten asiatischen Gegenbeispiele nichts.

Außerdem -->

- in Afrika gibt es besonders oft Oligarchien bzw. Diktaturen, d.h. nur wenige Familien haben oft das Sagen im ganzen Land und schwelgen im Luxus, während ihr Volk oft "bettelarm" ist.

- Geld wird oft für alles mögliche ausgegeben, zum Beispiel für Miltär, nur nicht für Schulen und Bildung, ein Diktator kann auch leichter herrschen, wenn das Volk ungebildet und abhängig bleibt.

- Die Bodenschätze gewinnen ausländische Firmen, weil nur diese das notwendige Know-How haben um Bodenschätze effektiv abzubauen, die Leute in Afrika werden meist mit Niedriglöhnen abgespeist, und sehen von dem Gewinn aus den Bodenschätzen meist nichts, mit Ausnahme der wenigen Herrschenden in den jeweiligen Ländern.

- Die Industrienationen freuen sich vermutlich über ein bettelarmes, technologisch-rückständiges Afrika, denn das bedeutet spottbillige Arbeitskräfte und Bodenschätze die man billig kriegen kann. Das letzte was die reichen Industrienationen wollen ist vermutlich ein vollständig entwickeltes Afrika, denn das würde das Ende von billigen Arbeitskräften bedeuten, und die Afrikaner würden ihre Bodenschätze für sich selbst behalten, anstatt sie für ein klitzekleines Stück vom Kuchen herzugeben.

Antwort
von x9flipper9, 38

Weil die Länder in ihrer Entwicklung meilenweit hinterher hängen.

Und ich finde man kann nicht alles auf Kolonien schieben, das ist nämlich schon über ein Jahrhundert her. 

Ich möchte nicht rassistisch klingen aber für mich scheint es, als würde die afrikanische Kultur in manchen Ländern eine Entwicklung gar nicht zulassen. Clans die sich bekriegen, Diktatoren die das Land unterdrücken, Beschneidung von Frauen, Ehrenmord usw.. Es wird noch Jahrzehnte oder Jahrhunderte dauern bis Afrika auf dem Stand von uns ist und man kann sagen was man will aber es liegt in den Händen der Afrikaner was zu ändern.

Antwort
von Vanelle, 29
Am Kolonialismus kann es wenig liegen

Irrtum! Das ist immer noch ein wesentlicher Punkt, warum viele afrikanische Staaten nicht "zu Potte" kommen.

Und für viele gilt: sie sind im Grunde immer noch Kolonien. Bei der Abtrennung vom "Mutterland" gab es häufig keine Infrastruktur, die eine Selbstständigkeit ermöglicht hätte. Die Abhängigkeiten blieben bestehen und haben sich im Laufe der Jahre verstärkt.

Dazu gehört aktuell auch, dass z. B. Europa afrikanische Staaten mit einer Vielzahl von Produkten überschwemmt, für die es vor Ort keinen Absatz gibt, und diese in Afrika so billig angeboten werden, dass heimische Produktion keine Chance hat.

Und nicht zuletzt werden von vielen Staaten, die sich der "Ersten Welt" zugehörig fühlen, Regierungen "gefördert", die ihnen gefällig sind. Das führt dann auch dazu, dass in absehbarer Zeit sich für die meisten Staaten nichts ändern wird.

Oder anders: sie sind nicht arm, wir machen und halten sie arm.

Antwort
von Irina55, 66

Das kann man so nicht verallgemeinern, schau dir Johannesburg in Südafrika an. In China bspw. gibt es auch genügend Gebiete, die ärmer dran sind.

Antwort
von ratlosratsam, 15

Was für reiche Bodenschätze ?  In Ländern wie Äthiopien, Sambia oder dem Kongo ?  Da ist meilenweit nur Dürre. Selbst die Tiere haben schwer,dort Wasser zu finden.  Ein Unterschied auch zu Europa- man kann dort nicht mal die Naturgewalten, wie Wind oder Sonne vernünftig zur Energieerzeugung nutzen, geschweige denn Wasser, wenns es meilenweit keins gibt.In Staaten mit offenen Zugang zum Meer ( Südafrika, Ägypten ) sieht das natürlich andes aus.

Antwort
von quanTim, 36

das hat verschiedene gründe, der kolonalismus ist ein teil der begründung. Afrikanische staaten wurden lange ausgebeutet. vorf allem was ihre bodenschätze anbelang. dies ist auhc heute noch so.

die kolonalisten haben auch die grenzen der afrikanischen staaten, so wie wir sie kennen gezogen. dabei haben sie nur auf besitzttümer geachtet und nciht auf die menschen. die grenzen umschließen also keine volksgruppen oder ähnliches. daher sind in einen staat teilweise volksgruppen "zusammengepfercht" welche sihc nciht gut vertrag. die führ dann zwangsläufig zu einem bürgerkrieg.

gerade die vielen kriege in afrika machen das land arm. es gibt zerstörung und gewalt und das gelt geht an waffen und militär anstatt an die bevölkerung oder die infrastruktur

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